1. Etage trocken legen

Diskutiere 1. Etage trocken legen im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Bauexperten-Gemeine, ich benötige mal euren unabhängigen Rat. Meine Eltern haben seit vielen Jahren Probleme mit von Außen...

  1. #1 patrick1982a, 6. Juli 2014
    patrick1982a

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    Hallo liebe Bauexperten-Gemeine,

    ich benötige mal euren unabhängigen Rat.

    Meine Eltern haben seit vielen Jahren Probleme mit von Außen eindringender Feuchtigkeit in der ersten Etage (Garage).
    Die betroffene Wand ist 9m lang und leicht hangseitig mit Erde angeschüttet.

    Wir haben deshalb eine Baufirma beauftragt, das Gebäude trocken zu legen.
    Die Firma hat sich das ganze angeschaut. Wir haben besprochen, dass ich das Ausgraben übernehme und die Firma die Trockenlegung / Drainage.

    Ich habe die Mauer jetzt 80cm ausgegraben (siehe 1.jpg) und folgendes ist zu Tage gekommen:

    - Die aus Bruchsteinen bestehende Mauer ist an einer Stelle (ca 1m) z.T. ausgebrochen (2.jpg)
    - Die Bruchsteine haben zum Teil kein Beton mehr in den Fugen (3.jpg)
    - Feuchtigkeit kann durch dieses Mauerwerk leicht eindringen

    Die Baufirma möchte jetzt die schadhafte Stelle ausbessern, ein Drainagerohr in einen Schotterstreifen einbetten und das ganze in ein Sickerloch ableiten
    Eine richtige Mauerweksabdichtung würden wir nicht benötigen, so die Firma.

    Ich selbst habe dazu eine andere Sicht. Da durch die schadhaften Fugen Feuchtigkeit eindringen kann, wüsche mir richtige Mauerwerksabdichtung.

    Dabei würde ich gerne folgendermaßen vorgehen:

    - Mauer reinigen mit Gartenschlauch (Hochdruckreiniger scheint mir zu stark wegen teilweise lehmiger Verfugung)
    - Schadhafte Stelle (1m) im Mauerwerk mit Klinker zumauern
    - Mauer 15cm-20cm einschalen
    - Schalung mit Beton ausfüllen
    - Schalung wieder entfernen
    - Bitumendickschicht 2-fach anbringen
    - Noppenbahn drüber
    - Vliesbahn drüber
    - Schotterstreifen ziehen
    - Drainagerohr in Schotter und Vlies einbetten
    - Drainagerohr in Sickerloch oder Gulli ableiten

    Was haltet ihr davon bzw. wie ist eure Sicht?
    Habt ihr Erfahrungen, wie man am besten mit solchen unebenen Mauern (25cm) und den offenen Fugen umgehen kann?

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Gruß

    Patrick
     

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  3. H.PF

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    Deine Methode ist hier schon oft so ausgeführt worden für Bruchsteinmauern im Keller und Bruchsteinfundamente. Mir gefällt es immer wieder gut, du hast damit das Thema normal völlig erschlagen. Bewehrung und Planung nicht vergessen, Oben drauf noch eine Blechabdeckung.

    Und deine Baufirma gefällt mir gar nicht, du solltest sie überwachen von der Sauberkeit der Ausführung her
     
  4. H.PF

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    Mhhh... Wenn du es ausbetonierst... Frag mal deinen Statiker ob du überhaupt ausmauern musst
     
  5. #4 Inkognito, 6. Juli 2014
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    Inkognito Gast

    Ziehen sie sofort (!) einen Tragwerksplaner hinzu, man kann nicht ausschließen, dass das Ganze akut einsturzgefährdet ist. Die Erdarbeiten selbst zu übernehmen ohne entsprechende Fachkenntnisse halte ich für leichtfertig.
     
  6. #5 JamesTKirk, 6. Juli 2014
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Ich weis nicht, ob sich die Leute vor der Stellung ihrer Frage mal andere Beiträge durchsehen.

    Aber es gibt mittlerweile fast jede Woche einen "Schlauen", der seinen Keller komplett ausbuddelt und dann erst seine Fragen diesbezüglich stellt. Es müsste sich doch mittlerweile rumgesprochen haben, dass bei ungeplanter und unsachgemäßer Ausführung solcher Ausschachtungen Einsturzgefahr für das Haus besteht.
     
  7. #6 Stolzenberg, 7. Juli 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    @JTK: Wieso?!? Hat er doch berücksichtigt! - Da fehlt einem nur noch die Anschrift und der beauftragte Bauunternehmer...

    @Patrick: Höre lieber auf die guten Ratschläge! Du bewegst Dich hier in einem Tätigkeitsfeld bei dem aus DIY ganz schnell der finanzielle Ruin werden kann!
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 7. Juli 2014
    Ralf Dühlmeyer

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  10. nilsker

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    Hallo,
    zunächst einmal kann ich meinen Vorrednern nur recht geben, zieh dir dringend einen Statiker oder Sachverständigen herbei!
    Ich würde es ähnlich machen wie du oben beschrieben hast, jedoch würde ich die Betonwand 10cm über die 'kaputten' bruchsteine betonieren (schätzungsweise 60 cm).
    Abdichten kannst du die ganze sache im endeffekt wie beschrieben mit einer Dickbeschichtung (vorzugsweise 2 komponentig) und als Vertikalsperre empfehle ich dir das Injektionsverfahren, kostet zwar ne Mark mehr, ist aber sicherer als ein Mauerblechverfahren bei welchem du die Statik im schlimmsten Fall beeinträchtigen würdest.
    Mfg, Nils
     
  11. #9 gunther1948, 9. Juli 2014
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    hallo
    nur mal am rande. bei dem mauerwerk ist ein injektionsverfahren für die tonne und ein mauerblechverfahren genauso.
    sonst steht oben alles notwendige nur die noppenbahn+ vlies würde ich in eine mehrlagige drainagematte wandeln.
    gruss aus de pfalz
     
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