1 Heizung für zwei Häuser (EFH und MFH) möglich?

Diskutiere 1 Heizung für zwei Häuser (EFH und MFH) möglich? im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Experten, meine Frau und ich haben 2007 / 2008 gebaut, alles lief sehr gut und nunmehr reizt uns das Thema mal wieder... Zwischenzeitlich...

  1. bschmal

    bschmal

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    Liebe Experten,

    meine Frau und ich haben 2007 / 2008 gebaut, alles lief sehr gut und nunmehr reizt uns das Thema mal wieder... Zwischenzeitlich gehört uns ein großes Grundstück, auf welchem wir ggf. nochmals bauen wollen. Diesmal sollte es ein freistehendes EFH (ca. 200 qm) sein und daneben sollte, getrennt durch eine einfache und eine doppelte Garage (also in ca. 10 Meter Abstand) ein MFH (4 kleinere Wohneinheiten, insgesamt ca. 280 qm) entstehen. Die erste naive Grundfrage die aufkam war die, ob man hierbei auf EINE Heizung für beide Gebäude zurückgreifen kann (man würde sich eine Heizung sparen), sprich: kann EINE Heizung (unabhängig ob Gas, Pellet oder Luft / Bodenwärme) beide Gebäude, deren Außenwände ca. 10 Meter entfernt stehen beheizen? Ich gehe zur Zeit davon aus, dass beide Gebäude unterkellert werden (der jeweilige Keller wurde bei der vorangegangenen qm Nennung nicht berücksichtigt).

    Ich danke vorab für hilfreiche Antworten und wünsche allen Foristen alles Gute für das kommende Jahr 2015!

    bschmal
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Theoretisch, sprich technisch, ist das machbar. Hängt von der Anlagendimensionierung ab, dann könnte ein Wärmeerzeuger auch ein Dutzend Häuser versorgen. Die 10m sind kein großes Problem.

    Ob es sinnvoll ist diesen Weg zu gehen, das steht auf einem anderen Blatt. Das beginnt bei der Abrechnungsproblematik, und hört beim Zugang für Wartungsarbeiten noch lange nicht auf.
     
  4. Kater432

    Kater432

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    Die Frage bleibt auch, was passiert mit dem MFH. Bleibt alles im Besitz des EFH Besitzers wird das sicherlich weniger das Problem (Abrechnung / Zugang siehe oben) als wenn das MFH verkauft wird und als WEG geführt wird. Dann sind es ja später doch getrennte Einheiten. Wem gehört dann die Anlage bzw wer hat da das sagen? Wäre ich Eigentümer des EFH und hätte evtl nur eine Stimme von 5, wäre das nix für mich. Würde ich später auf ne andere Heizung wechseln wollen, wäre das fast unmöglich
     
  5. rose24

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    Ich denke auch, dass man lieber etwas mehr investieren (falls überhaupt nötig) und die Heizungsanlagen von EFH und MFH trennen sollte. Dann sind die Häuser voneinander unabhängig - und das ist mehr wert als das bisschen Ersparnis. Ansonsten ist der Notar gefragt, entsprechende Regelungen zu treffen.
     
  6. BJ67

    BJ67

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    Das einzige, was hier reizen könnte, wäre ein Mini BHKW, da wohl die Abnahmemenge für einen wirtschaftlichen Betrieb erreicht sein könnte.
     
  7. Taipan

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    Was auch spannend wäre, ist, dass endlich mal eine Solarthermieanlage wirtschaftlich betrieben werden kann ... Es gibt noch deutlich mehr Vorteile Nachwärmeverbundnetze zu etablieren ... die wollen nur die wenigsten Leute hören, da sie dann mit ihren Nachbarn reden müssten und die meisten Leute im Falle privater Zwistigkeiten Dienst und Schnaps eben nicht auseinanderhalten können.
     
  8. bschmal

    bschmal

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    Guten Abend,

    und vorab vielen Dank für die Antworten. Das Argument der Trennung der zwei Einheiten hat mich überzeugt, schließlich kann ich nicht davon ausgehen, dass wir, bzw. unsere Kinder bis zum Ende aller Tage beide Häuser im Verbund halten wollen. So würde man für einen relativ kleinen Betrag (Kosten der Heizanlage) den Vorteil der getrennten Veräußerung aufgeben. Besten Dank für die klaren und guten Worte!!!

    @ BJ67: ich werde jedoch (trotz allem) mich einmal über das Theme Mini BHKW informieren.

    Schönen Abend,

    bschmal
     
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  10. R.B.

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    Weise Entscheidung.

    Genau so isses. Man könnte zwar trotzdem getrennt veräußern, aber die Kaufpreisverhandlungen könnten sich schwieriger gestalten, da der Käufer den notwendigen Nachrüstbedarf als Argument heranziehen würde den Preis erheblich zu drücken. Diese Diskussion kann man sich sparen.
     
  11. #9 moderne.heizung, 30. Dezember 2014
    moderne.heizung

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    Hallo,

    auch wenn immer wieder das Thema Nachbarschaftsnetze in der Diskussion aufkommt, sprechen abgesehen von einer schwereren Veräußerbarkeit der beiden Immobilien bei einer gemeinsamen Heizungsanlage u.a. die Bewertungspraxis der Banken bei der Beleihungswertermittlung dagegen. Heißt, auch der Kredit kann teurer werden. Dennoch sollte man sich mit dem Thema Mini-BHKW auseinandersetzen und auch wenn man zwei Anlagen realisiert, heißt es ja noch nicht, das diese nicht miteinander verbunden werden können, um Synergien zu nutzen. So wäre durch eine Verbindung auch möglich, dass bei einem Ausfall einer der beiden Anlagen, die andere einspringt. Auch könnte die Wirtschaftlichkeit des BHKWs verbessert werden, dennoch müssen beide Anlagen auch ohne einen gemeinsamen Betrieb für sich technisch und wirtschaftlich funktionieren. Schaltet man WMZ dazwischen, ist eine Abrechnung unproblematisch, die Steuerung wird aufwendiger, hier kann aber ein Heizungsfachbetrieb beraten.

    Beste Grüße, Erik von moderne heizung
     
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