10 kilovolt Leitung in 20 meter

Diskutiere 10 kilovolt Leitung in 20 meter im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Hi, Ich hoffe es kennt sich jemand mit Strom aus. Wir wollen bauen. Es geht um eine Stromleitung mit 10 kilovolt in 20 Metern Entfernung. Wir...

  1. Orakel

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    Hi,

    Ich hoffe es kennt sich jemand mit Strom aus. Wir wollen bauen. Es geht um eine Stromleitung mit 10 kilovolt in 20 Metern Entfernung. Wir haben etwas Bedenken. Nicht das es gesundheitsschädlich ist. Was meint ihr?
     
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  3. Jonny

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    Ich find's schade das der hübsche Trafoturm mit Freileitung in 30m entfernung einem kompakten Trafo mit Erdkabel weichen musste.

    der alte Turm war hübscher!

    Grüsse
    Jonny
     
  4. #3 feelfree, 7. Juli 2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Ich fahre täglich Bahn, ca. 2-3m unterhalb einer 15 kiloVolt-Leitung. Ich glaube es hat mir noch nicht geschadet. Genau genommen bin ich nach einer Stunde Bahnfahren sogar fitter als nach einer Stunde Autofahren. Vielleicht ist der Strom sogar ja gesund? ;-)
     
  5. #4 SirSydom, 7. Juli 2015
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    Also in meinem Informatikstudium gabs auch E-Technik und Physik-Vorlesungen:

    1) Ist ein Zug, egal ob aus Stahl oder Alu ist quasi ein sog. faradayscher Käfig. Die Feldstärken im Innen sind nicht vergleichbar.
    2) Sind die 15kV in der Bahnoberleitung Bahnstrom, der hat im Gegensatz zum Landesnetz 16 2/3 1/s statt 50 1/s.

    Bam. :P Sorry, musst einfach den Klugscheißer rauslassen. Schließlich entwickle ich die Dinger unter der 15kV Leitung.

    Zur Sache:
    Ob man die Felder die durch so eine Freileitung entstehen für schädlich hält oder nicht ist persönliche Einstellung. Die Wissenschaft sieht innerhalb der gültigen Grenzwerte keine nachweisbaren Gesundheitsgefahren. Ich auch nicht.

    Aber:
    mich würde die Optik und Einschränlunng stören (Bäume...) sowie die deutlich eingeschränkte Verkaufbarkeit.
     
  6. Taipan

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    Das Elekromagnetische Feld nimmt dermaßen stark ab, dass es meist in 20m Entfernung bei normalem Wetter grade oberhalb der Messschwelle sein sollte. Da würde ich mehr mehr Gedanken über das in der Brusttasche getragene oder stundenlang an's Ohr gehaltene Handy oder DECT-Telefon und das heimische WLAN machen. DIE rösten dir dein Hirn ...
     
  7. #6 ThomasMD, 7. Juli 2015
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    Also die Optik einer ordentlich abgespannten Freileitung ist allemal ansprechender als die hässlichen Freiluftkabel, die später die offenen Drähte ersetzten.
    Als Netzmeister ließ man sich das Netz auch nur ungern durch Kabel versauen, war doch die Störungssuche durch einfaches Abfahren der Netze möglich.

    Ich hoffe, die haben Jonnys Trafoturm wenigstens stehenlassen?

    Zurück zum Thema: Ich würde mich an einer 10 kV Freileitung in 20 m Entfernung nicht stören.
    Unter einer 380 kV Leitung würde ich auch nicht bauen wollen.
     
  8. Taipan

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    Klingt nicht so.
     
  9. #8 ThomasMD, 7. Juli 2015
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    Ja hast Recht. Scheint so zu sein. Hierzulande sind die Türme, wahrscheinlich aus Armutsgründen, meist stehengeblieben.
     
  10. #9 feelfree, 7. Juli 2015
    feelfree

    feelfree Gast

    Na dann. Redest Du von der elektrischen Feldstärke oder von der magnetischen? Und welche von beiden wird denn einigermaßen wirkungsvoll abgeschirmt? Sind die 16,7Hz (nicht 16 2/3 Hz!) denn jetzt eher gut oder eher schlimm für mich? Und warum kann ich im Zug trotzdem telefonieren, wenn es doch ein Faradayscher Käfig ist?
    Ich meine, wenn schon klugscheißen, dann bitte richtig!
     
  11. Taipan

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  12. R.B.

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    Unter einer 380kV Leitung wirst Du auch keine Baugenehmigung bekommen. ;)

    Dann sollte Dir aber bekannt sein, dass die höchste magnetische Flußdichte IN den Zügen messbar ist, was sowohl dem Abstand zur Oberleitung als auch dem Stromfluss geschuldet ist.

    Bedenken hätte ich nicht, aber wenn Du Dich nicht wohl dabei fühlst, dann solltest Du den Leitungen einfach fern bleiben. Ich könnte Dir jetzt seitenweise schreiben warum Deine Bedenken unbegründet sind, aber nach meiner Erfahrung hilft das nicht wirklich. Wenn Dein Bauchgefühl sagt "Nein", dann wird man Dich nicht überzeugen können, und bevor Du dann nächtelang nicht schlafen kannst, solltest Du der Sache einfach aus dem Weg gehen.

    Leitungen im Mittelspannungsbereich werden mit einem Abstand von min. 6m über dem Boden aufgehängt. Die Feldstärke ist dann abhängig von der Leistung die über die Leitung übertragen wird. Aber selbst direkt darunter wird man Feldstärken bzw. Flußdichten eher im Bereich nT als µT feststellen können, und somit weit unterhalb jeglicher Grenzwerte. In 20m Abstand ist die Feldstärke so gering, dass Du beim Bohren mit einer Bohrmaschine einer höheren Feldtstärke ausgesetzt bist als durch die 20m entfernte Leitung.

    Aber wie gesagt, wenn der Bauch "Nein" sagt, dann sollte man einfach darauf hören.
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 8. Juli 2015
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    Ich bin direkt neben einer (ich meine) 40kV Leitung aufgewachsen (Ja, ich weiß - einige würden das jetzt für eine Erklärung halten :D)
    Wenns diesig war, konnt man den Strom auch hören. Na und?
    Nix ist passiert.

    Wenn eine neue Trasse (Damit die Bayern weiter Licht haben) hier geplant würde, ich würd mich nicht wehren.
     
  14. #13 Gast036816, 8. Juli 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    R. D. - ich wusste es! du stehst unter strom.

    sorryundtiefducken
     
  15. #14 malgucken, 8. Juli 2015
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    Na dann. Redest Du von der elektrischen Feldstärke oder von der magnetischen? Und welche von beiden wird denn einigermaßen wirkungsvoll abgeschirmt? Sind die 16,7Hz (nicht 16 2/3 Hz!) denn jetzt eher gut oder eher schlimm für mich? Und warum kann ich im Zug trotzdem telefonieren, wenn es doch ein Faradayscher Käfig ist?
    Ich meine, wenn schon klugscheißen, dann bitte richtig!

    <<<<<<<<<

    E und B Feld sind quasi gleich bei dieser Frequenz.

    Handy ist höherfrequent, kleinere Öffnung nötig, könnte vllt. sogar funktionieren dass die tiefen f draußen bleiben trotz großer Fenster....
     
  16. R.B.

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    Nein, weil sich die Blech- oder Aluhülle bei el. Feldern anders verhält als bei magnetischen Feldern. Die niederfrequenten Magnetfelder lassen sich durch das bisschen Hülle nicht beeindrucken.
     
  17. #16 malgucken, 8. Juli 2015
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    Aha.
    B und E Feld hängen hier zusammen?
    Es sind keine statischen Felder, aber noch sehr nieder f, was das Abschirmen mit "normalem Blech" nicht einfacher macht als bei 50Hz.
    Nun, wenn das E Feld kurzgeschlossen wird, was passiert mit dem B Feld? Die Gehäuse sind Leiter und es wird ein Strom erzeugt... (Frage von Starkstrom an Schwachstrom :) )
     
  18. Julius

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    Ist das neuerdings so?
    Hast Du da eine Quelle?

    Ich würde es mir zwar wünschen, aber die gebaute Realität sieht anders aus. Nach meiner bescheidenen Kenntnis war es jedenfalls bisher (unter Einhaltung der - recht geringen - Mindest-Sicherheitsabstände) zulässig.


    @TE
    Geht denn die Leitung über Euer Grundstück oder nur über ein benachbartes?
    Vom wegen des behaupteten niedrigeren Wiederverkaufswerts (was ME Unsinn ist).
     
  19. R.B.

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    Auf was möchtest Du hinaus? Zusammenhang E und H Feld über den Feldwellenwiderstand oder B und H über das Medium?

    Das E-Feld wird hier nicht wirklich kurzgeschlossen, und wenn, dann würde diese kapazitive Belastung eher den Stromfluss in der Oberleitung erhöhen. Innerhalb eines Zugabteils kannst Du das Magnetfeld in Abhängigkeit vom Fahrtstrom messen. Es gab sogar schon Untersuchungen, ob im Zugführerstand die Grenzwerte gem. Arbeitsstättenrichtlinie überschritten werden.

    Wenn Du den Innenbereich wirklich gegen die Magnetfelder abschirmen möchtest, dann müsstest Du die Permeablität des verwendeten Materials beachten. Alu oder Stahl ist hierfür denkbar ungeeignet.
    Man könnte das fast schon mit einem Induktionsherd vergleichen.
     
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    BImSchV und Abstandserlass, in BaWü sind das 40m wenn ich mich richtig erinnere. Auch wenn die Masthöhen dafür sorgen, dass man als Person auf dem Boden keiner Gefahr ausgesetzt ist, wird keine Gemeinde an solchen Stellen eine Baugenehmigung für Wohnhäuser erteilen.
     
  22. #20 malgucken, 8. Juli 2015
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    Ich möchte darauf hinaus, ohne E quasi kein B Feld (wechsel), sagen wir ab einigen bis einige hundert kHz, und das dort gilt, je besser der Leiter/Schirmblech, umso besser wird dieser auch das B Feld abschirmen, auch ohne große Mu-Legierungen... und dass die Oberleitung kapazitiv belastet ist, steht außer Frage, da es ein Leiter mit einem Isolator gegen die Quelle ist und ein Wechselfeld beinhaltet... Wenn der Fahrerstand nah am Antrieb ist, ist es nicht verwunderlich, dass dort über die Motoren und Umrichter höhere Felder herschen als woanders... aber gut, einigen wir uns, es ist wohl schwächer in den Fahrgasträumen als oben auf dem Dach :)


    Hier gibt es Neubaugebiet(ca 3-5Jahre), wo die Leute in ihrem MFH auf dem Balkon auf eine Höchstspannungsleitung , 3 Isolatoren, schauen, und das gefühlt keine hundert Meter entfernt ist. Die meisten EFH haben was mehr Abstand... Aber die meisten haben wohl keine Ahnung, oder sind nicht so Mimosen, oder...
     
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10 kilovolt Leitung in 20 meter

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