11.5 Ytong als tragende Außenwand?

Diskutiere 11.5 Ytong als tragende Außenwand? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexpertenforum, wir haben in unserer Baubeschreibung Folgendes stehen: "Haustrennwand 150mm Kalksandstein-Luftschicht-150mm...

  1. KaiUwe

    KaiUwe

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    Hallo Bauexpertenforum,
    wir haben in unserer Baubeschreibung Folgendes stehen:

    "Haustrennwand 150mm Kalksandstein-Luftschicht-150mm Kalksandstein und Außenwände 120mm Kalksandstein-Mineralwolle-Luftschicht-Vormauerschale mit Verblendschale..."

    Bei Baustellenbesichtigung haben wir festgestellt, dass Ytong 11,5 cm verwendet wurde. Reicht das als tragende Wand?? und auch für den Schallschutz??. Sind ein wenig verunsichert, warum man von der Baubeschreibung abweicht.

    Auch finden wir es merkwürdig, dass der Klinker bis unter die Erde gemauert wird. Ist das so o.K.?

    Gruss, Kai Uwe
     
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  3. Stefan61

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    Daß die Bauausführung von der Baubeschreibung abweicht, gehört zu den am häufigsten gestellten Fragen in diesem Forum. Ich persönlich würde das prinzipiell nicht akzeptieren. Ich nehme auch keinen blauen Neuwagen entgegen, wenn ich einen roten bestellt habe.

    Ob der YTONG "ausreicht" ist Geschmacksache. Der Schutz gegen Außenschall wird aufgrund der geringeren Masse geringer sein als bei KS; das Vormauerwerk mag aber einen "ausreichenden" Schallschutz sichern.

    Am besten ist es nach meiner Erfahrung, wenn man als Bauherr die Baustelle täglich aufsucht und jede Abweichung sofort moniert. Wenn - wie Ihrer Schilderung zu entnehmen - das Außenmauerwerk einschließlich Vorschale schon weitgehend fertiggestellt ist, wird die Sache natürlich schwieriger. Da kann man dann höchstens noch eine Minderung verlangen und muß hernach in einem suboptimalen Gebäude hausen.
     
  4. Yilmaz

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    120 mm Außenwand!?? Ich nehmen an sie haben am anfang billig bestellt und am ende noch billiger bekommen!
    Mfg.
     
  5. KaiUwe

    KaiUwe

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    Wir hoffen nicht!
    Uns ist es wichtig zu wissen, ob es Statisch einen Unterschied zwischen Kalksandstein und Ytong macht. Wir haben nur tragende Außenwände!

    Kai Uwe
     
  6. Yilmaz

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    Da keiner hier ihren bauvorhaben kennt ist Ihre Ansprechpartner der statiker. Fragen sie ihm! Was steht in der statik drin? 120mm KS?
     
  7. Julius

    Julius

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    Ja, da gibt es einen erheblichen Unterschied.

    In eine Hütte, deren tragende Außenwände lediglich aus 11,5er Porenbeton bestehen, würde ich mich wissentlich nicht begeben...
    Es ist fraglich, ob das statisch überhaupt reicht und zulässig ist.
    Lassen Sie sich die geänderte Statik zeigen!

    Abgesehen davon ist - wie schon erwähnt - der Schallschutz deutlich schlechter.

    Und man fragt sich, wie installiert werden soll. Das ist nämlich keinerlei Reserve mehr vorhanden, um z.B. Schlutze für Leitungen zu ziehen.
    Wird dann Elektrik und Sanitär auf Putz verlegt?

    Tipp:
    Sofort monieren, auf vertragsgemäße Ausführung pochen und eigenen Fachmann hinzuziehen. Ggf. ist auch ein bauerfahrener Fachanwalt nötig!
     
  8. KaiUwe

    KaiUwe

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    Wir haben die statischen Berechnungen vom Bauträger bekommen.

    Man geht vom 120mm Kalksandstein aus. Sanitär und Elektrik sollen Unterputz verlegt werden.

    Würde den Kalksandstein mehr tragen können?

    Kai Uwe
     
  9. Julius

    Julius

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    Allerdings! KS ist erheblich tragfähiger.

    Teiler dem Statiker (direkt!) mit, daß deutlich abweichend von seiner Auslegung gebaut wurde. Er soll das überprüfen und neu rechnen.

    Dann sieht man weiter.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Bist Du Dir sicher, daß hier PB verbaut wird? Welche Rohdichte?

    11,5cm PB als tragende Außenwand? :yikes
    Dazu fällt mir nichts mehr ein.

    Wie Julius schon geschrieben hat, "Statiker kontaktieren". Der soll sich darum kümmern. Mag ja sein, daß die Wände nichts zu tragen haben, aber da würde ich mir nur auf den Statiker verlassen.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Stefan61

    Stefan61

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    Ich bin ...

    ja kein Statikus, denke aber, daß der BT einen statischen Nachweis liefern kann, weil Porenbeton enorm druckfest ist. Das eigentliche Problem liegt aus meiner Sicht darin, daß hier - wie von Yilmaz und Julius bemerkt - überhaupt eine 11,5 Außenwand geplant wird und der BT jetzt noch deren Schallschutz verringern will, indem er von KS auf PB wechselt. Billiger und schlechter geht's nimmer. Naja, irgendwie müssen die fünfstelligen Angebote ja unterlegt sein.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Ich auch nix Statiker, aber Druckfestigkeit ist bei der Statik einer Außenwand doch nur die halbe Miete....dachte ich zumindest bisher. Wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte ich mal gelesen, daß Außenwände aus PB min. 24cm stark sein sollen. Dazu gab´s auch einige Berechnungen.

    Mal sehen was der Statiker des Fragestellers dazu sagt.

    Gruß
    Ralf
     
  13. KaiUwe

    KaiUwe

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    Ich habe es jetzt geschafft, Fotos hochzuladen, zu Eurer Frage, ob es wirklich PB-Steine sind.... ich setze als Laie voraus dass Ytong = PB ist. Auf der Baustelle gibt hierzu niemand Auskunft...

    [​IMG]

    Weitere Frage zu der Verklinkerung: Auf dem Foto ist zu sehen, dass der Klinker bis in das Erdeich reicht, Kellerebene einseitig (garagenseitig) mit verklinkert wurde. Ist das o.K.?

    [​IMG]

    Gruß Kai Uwe
     
  14. Stefan61

    Stefan61

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    Porenbeton (PB) als Materialbezeichnung und YTONG als Markennahme werden meist synonym verwendet. Das Mauerwerk auf den Abbildungen sieht nach PB aus. Verklinkerung im Kellerbereich habe ich noch nicht gesehen, ist aber auch kein Fehler. Vielleicht sollen die Maulwürfe auch was von der Optik haben - ein Haus für Tierfreunde?
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Die unterirdischen Klinker braucht´s wohl wegen der Statik..:D

    Sind alle Außendwände mit 11,5 gemacht? Sieht fast so aus. :confused:

    Gruß
    Ralf
     
  16. Robby

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    Probleme sehe ich:

    1: Abweichung vom Bau - Soll wenn etwas anderes geschuldet ist. Hier sollte zumindest eine gleichwertigkeit erbracht sein was hier chwer möglich ist.

    2: Nachweis Statik! (Schlankheit Exzentritität, Aussteifung usw.)

    3: Schlitze? Nachträglich wird für manche Installationen schwer sein wenn man sich die Tabelle der DIN 1053 anschaut

    4: Verblendung im Keller? Welche Höhe wird angefüllt? Wie ist das Mauerwerk am Beton befestigt? Wo entwässert die Verblendschale denn?

    5: Soll das hinter dem Verblender eine Abdichtung gegen Feuchte/Wasser darstellen die hinten noch fehlt? Dann wäre interessant wie die an deie bestehende angeschlossen werden soll?

    Das ganze wirft auch anhand der Geländeführung mehr Fragen auf als man hier antworten finden kann.
     
  17. KaiUwe

    KaiUwe

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    Ja....., klingt so als wär's nicht gut ?? :confused:
     
  18. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Grundsätzlich entspricht das nicht dem Bau -Soll!

    MAn muss aber auch berücksichtigen das bei solchen Gebäudehöhen unsere Holländischen Nachbarn selbst 10 cm Außenwände haben... klappen kann das schon aber es entspricht NICHT der zugesicherten Ausführung!
     
  19. MartinB

    MartinB

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    Hallo KaiUwe,
    das ganze sieht mir nach einer Firma mit gelben Nummernschildern aus. Die NLer bauen so und das HÄLT auch.
    Für uns findest du das unter
    http://www.ytong.de/html/deu/de/ytong_produkte.php
    eigentlich d=17,5 cm ohne besonderen Nachweiß.

    Solltest du dazu Fragen haben, dann FRAG die. Die sind sehr NETT und haben fast alles, von eigener Planungs-Abteilung über genaue Bauanleitung (Stein, wo, welcher Stein in welcher Wand) bis Bauhelfer (Einweiser).

    PS: "da kannste beruhigt reingehen"
    od du das allerdings willst, ist deine Sache.
     
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  21. Julius

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    Man muß aber auch bedenken, daß unsere Nachbarn mit den gelben Nummernschildern in solchen Häusern dann eben auf Putz installieren!
    Das kriegst Du aber hier keinem Käufer vermittelt...

    Und es sind eben keinerlei Reserven da. Wenn bei meinem Antikhaus jeder dritte Balken rausfault, steht es immer noch weitere hundert Jahre.

    Wenn man bei so ner 10cm-Porenbeton-Hütte versehentlich nachträglich nen horizontalen Schlitz für Installationsrohre (z.B. Netzwerkleitung oder SAT) zieht, fällt sie um...
     
  22. #20 Isolierglas, 3. August 2008
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    Die Änderungen sind nicht akzeptabel, da sie eine erhebliche Qualitätsminderung darstellen (oder sogar aufgrund mangelnder Standsicherheit sehr gefährlich sind!!!)

    11,5-er Ytong Aussenwände sind NIE zulässig, als KS evtl schon.. Wenn 15cm KS zugesichert war, dann muss es auch so sein!!!

    Gruss, Dirk

    P.S.: Wenn natürlich nur KS Mauerwerk gemäss statischen Erfordernissen drin stand, dann können 11,5cm sein. Geht aber nur bei perfekter Planung, evtl einiger STB Balken oder mit zusätzlichen Stahlstützen...
     
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