30 cm dicken Ytong oder schmalerer Stein + WDVS

Diskutiere 30 cm dicken Ytong oder schmalerer Stein + WDVS im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, mein Architekt hat mir nun eine Frage gestellt. Möchte ich eine 30 cm dicke Ytongwand + Außenputz oder eine ca. 17,5 cm Wand + 12...

  1. Linda2010

    Linda2010

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    Hallo zusammen,

    mein Architekt hat mir nun eine Frage gestellt.
    Möchte ich eine 30 cm dicke Ytongwand + Außenputz oder eine ca. 17,5 cm Wand + 12 cm WDVS + Außenputz. Er meinte, da gibt sich nicht viel. Es handelt sich hier um ein Reihenmittelhaus.

    Bin mir da jetzt total unsicher.

    Was meint ihr dazu?

    LG
    Linda
     
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  3. R.B.

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    30 cm PB dürfte nach EnEV2009 nicht ganz ausreichen. U-Wert irgendwas um 0,29W/m2K.
    Ähnlich verhält es sich mit der KS Variante, je nachdem welches WDVS verwendet wird.

    Bei einem RMH hat man ja nur geringere Fassadenflächen, also ist der Einfluß nicht so gewaltig. Trotzdem würde ich noch einmal genauer rechnen (lassen).

    Gruß
    Ralf
     
  4. Linda2010

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    OK, danke aber schonmal für deine Antwort. Sobald unser Bodengutachten fertig ist, macht unser Statiker weiter und wird dann auch die Werte ermitteln.
    Wir haben ja recht wenig Wandfläche, dafür aber auch gute Fenster. Ich bin gespannt, was letzendlich empfohlen wird.
     
  5. aurellie

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    Ich hätte erst die gegenfrage unter welchen Gesichtspunkten?
    Rein wärmedämmtechnisch müsste ich auch auf die Berechnung verweisen.

    Allerdings gäbe es ja noch die gestallterische Frage.
    In eine dicke Wand lassen sich zB tiefe Fensterbretter einpassen - machen gefällt sowas.
    Und ich kenne einige Leute die einfach kein Wärmedämmverbundsystem möchten, die haben Angst vor Algen, Druckstellen, "fleckigem" Aussehen (durch falsche Anker) usw.
    Wieviel davon nun begründet sein mag, ist mal dahingestellt.
    Ungekehrt kenne ich Leute die auf das angenehmere Klima schwören, das ein Massiger Wärmespeicher + Getrennte Dämmung bietet (also ich fühle da kein Unterschied..).

    Wenn dir sowas egal ist, entscheide eben nach Kosten und Energierechnung.
     
  6. Julius

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    Ich würd auch Folgendes in die Betrachtung einbeziehen:

    1) die Gebäudetrennwand soll möglichst hoch schalldämmend ausgeführt werden
    2) es sollte möglichst kein Materialmix beim Wandbildner auftreten

    Daraus folgt ME: KS
    (für die Fassade dann natürlich mit WDVS)

    Also überhaupt kein Porenbedonng!
     
  7. #6 Thomas Traut, 7. Oktober 2010
    Thomas Traut

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    Porenbeton und KS sind da unbedenklich, da sie im wesentlichen bis auf den Porenbildner aus den gleichen Zuschlagstoffen bestehen. Nur rot/grau und weiß sollte man nicht mischen.

    Beim Reihenmittelhaus wird wohl der EnEV-Nachweis auch mit 30 cm aufgehen, weil der Wandanteil i.d.R. sehr gering ist. Nicht ganz unwichtig scheint mir die Bauweise der Nachbarn zu sein. Wenn jeder was anderes baut, sehen die Häuser dann alle unterschiedlich aus (Laibungen, Rollladenkästen, Sturzhöhen usw.).

    Woraus sollen denn die 17,5 beim WDVS bestehen? Evtl. geht ja auch hier PB (Statiker fragen), dann wird die Dämmung besser als mit KS.
     
  8. Linda2010

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    @aurellie
    Uns geht es primär um Energieeinsparung und sekundär dann natürlich auch um die Kosten... zuletzt darf auch nicht der mieseste Schallschutz bestehen. Die Reihenhäuser werden durchweg von vesch. Bauträgern bzw. Einzelvergabe gebaut.

    @Julius
    Die Reihenhäuser haben durchweg 17,5 cm dicke Trennwände zum Nachbarn. Dazwischen liegt wohl noch so ein Trennflies (weiß nicht ganz genau wie man das nennt).

    @Thomas Traut
    Unser rechter Nachbar baut mit Schwabe Haus ein Fertigbauhaus inkl. Betonkeller. Unser linker Nachbar baut, so wie wir massiv, aber KFW 70 mit einer 17,5 cm dicken "Wand" + 16 cm WDVS. Material aber noch unbekannt und kommt mit dem Keller ca. 80 cm aus dem Boden raus. Während unser Keller max. 20-30 cm raus schaut. Ich glaube, bei der 17,5 cm dicken Wand hätte er auch Ytong ausgewählt.

    Die Häuser haben durchweg verschiedene Stile. Unser linker Nachbar z.b. hat die Eingangstür ganz rechts außen und baut 11,15 m tief. Unsere Türe ist fast mittig angeordnet und wir bauen 10,40 m tief, genauso wie unsere rechte Nachbarn. Das einzige was wir Grundstücksbesitzer gemeinsam haben ist, dass wir genau nach 5 Metern anfangen zu bauen. Durch die leichte Hanglage haben wir auch versetze Höhen.

    Im Neubaugebiet auf der anderen Dorfseite wurde das auch so durchgezogen. Sieht ein bisschen durcheinander gewurschtelt aus... Wirklich jedes Haus ist anders, von den Fassadenfarben ganz zu schweigen ;-)
     
  9. Linda2010

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    Eine Frage brennt mir noch unter den Nägeln.
    Da meine rechte Nachbarin ein Fertighaus baut, stellt sich mir die Frage, wie es mit dem Schallschutz aussieht. Was würdet ihr da empfehlen? Welcher Stein, welche Dicke ect. Damit ich mich da mal etwas schlau machen kann. Habe da keine Ahnung was man da bei den Trennwänden zum Nachbarn hin beachten sollt, wenn man nicht jeden Mist vom Nachbarn hören möchte.
     
  10. Julius

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    Unter diesen Umständen auf JEDEN FALL Trennwände aus Kalksandstein!!!
     
  11. ecobauer

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    Nöö, Ralf. Guck mal hier:http://www.ytong-silka.de/de/docs/01_Ytong_Planblock.pdf

    Wegen der Schalldämmung zwischen den Häusern würde ich dem Architekten aber auch eine Sonderaufgabe stellen. Denn es macht mit Sicherheit keine Freude, die "Lebensgeräusche" aus den beiden Nachbarnhäusern neben den eigenen auch noch ertragen zu sollen.
    Wenn der Architekt das nicht kann, soll er einen Fachmann hinzuziehen!
     
  12. Linda2010

    Linda2010

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    Was bedeutet das für uns rein Aufpreistechnisch im Vergleich zu purem Ytong? Gehts da an die Tausende oder halten wir uns da eher im unterem Segment auf?
     
  13. R.B.

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    Lambda 0,09 W/mK gibt´s noch als 30er, die 0,08er aber nur dicker. Wenn ich einen 30er PB mit 0,09 rechnen, dann lande ich irgendwo bei den 0,29W/m2K, mit Außen- und Innenputz knapp über 0,28W/m2K.

    Gruß
    Ralf
     
  14. ecobauer

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    Ich würde mal wieder den Beitrag von T.Traut lesen.
    Ansonsten bin ich inzwischen der Überzeugung, heute in jedem Fall monolithisch zu bauen. Es könnte ja durchaus sein, dass irgendwann in 20-30 Jahren die Regierung auf die Idee kommt, das umzusetzen, was mal angedacht war: Bis 2050 den Energiebedarf der Wohnhäuser so weit zu drücken, wie technisch irgendwie machbar.
    Und was macht ihr dann, wenn dann schon ein WDVS auf den Steinen pappt???
    Einfach dicker machen wird wohl nicht so einfach.....
     
  15. ecobauer

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    Na ja, das Steinchen gibt es ja auch noch in 36.5 cm Stärke, dann dürfte bei Lambda 0,09 wohl ein U-Wert von ca. 0,23 rauskommen.
    Dann wäre das Wändschen halt ein wenig dicker, zumal es sich ja wohl eher nur um die Front- und Rückseite des Gebäudes handeln dürfte.
     
  16. Linda2010

    Linda2010

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    Halt Stop! Ich bin ne Sekretärin :mega_lol: Monolithisch heißt ... pure Wand in entspr. Dicke ohne WDVS?
    Wenn ja, also geht die Empfehlung eher gegen WDVS?

    Naja, ob die 2 Außenwände knappe 7 cm dicker sind ist mir letzendlich dann auch wurschd, wenns ordentlich dämmt. :biggthumpup::D
     
  17. ecobauer

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    Eben! Und für das gesparte Geld gibt´s dann gemütliche Abende am eigenen Kamin :bef1003:
     
  18. R.B.

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    Wenn aber von 30cm die Rede war, dann kann ich nicht mit 36cm kommen. Stehen 36cm zur Verfügung, dann könnte man mit einem 17,5er KS und 20cm WDVS locker die 0,2W/m2K unterbieten, man könnte ja mal rechnen, aber vermutlich geht´s auch noch unter 0,16.

    Egal wie, das Gesamtkonzept muss passen. Der Stein alleine ist nur ein kleines Stück vom Gesamtbild.

    Gruß
    Ralf
     
  19. Linda2010

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    Ohja, der steht gedanklich schon im Wohnzimmer in der Nähe von unserer Eckcouch *träum*
     
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  21. Linda2010

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    Ja, aber ich denke rein von den Kosten her, dürfte eine 17,5er Wand + 20 cm WDVS schon teuerer sein als eine 36 cm dicke Ytongwand? Wir müssen ja schauen, dass wir unser Budget von der Bank nicht ganz so viel überschreiten :yikes
    Klar, laut Plan sind nur 30 cm dicke Außenwände geplant. Ei, ich schau mal, was mir der Statiker demnächst verklickert wenn er die Berechnungen fertig hat. Zuerst aber, müssen wir auf das Ergebnis des Bodengutachters warten. Das wird auch nochmal spannend bis das Ergebnis da ist. Haben hier nicht so einfache Bodenverhältnisse. Von daher müssen wir wahrscheinlich schon im Keller mehr Kohle ausgeben als ursprünglich geplant. :e_smiley_brille02:
     
  22. Julius

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    Gerade, wenn das Geld knapp ist, sollte man auf Dinge Wert legen, die man später kaum mehr oder nur mit hohem Aufwand verbessern kann.
    Hier also vor allem die Schalldämmung!
     
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