4,16m² Röhrenkollektoren ausreichend für Warmwasser+Heizungsunterstützung?

Diskutiere 4,16m² Röhrenkollektoren ausreichend für Warmwasser+Heizungsunterstützung? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Habe ebend meine Berechnungen für den Bau eines Doppelhauses ( 110m² Wohnfläche, fußbodenheizung , kfw70 haus nach enev2009 ) bekommen....

  1. Enterich

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    Hallo!

    Habe ebend meine Berechnungen für den Bau eines Doppelhauses ( 110m² Wohnfläche, fußbodenheizung , kfw70 haus nach enev2009 ) bekommen.
    Nun habe ich nach einfrigem googeln einige ältere Beiträge ( um 2006 rum ) gelesen in denen stand man solle ca. 10% der Wohnfläche mit Sonnenkollektoren ausrüsten.
    Röhrenkollektor - 1 x 4,16 m² sollen verbaut werden, auf direkter gen Süden ausgerichteter Seite.

    Bringt solch eine Anlage überhaupt was bzw. macht irgendwie Sinn bei 4,16m² Kollektoren? Oder sind diese eventuell heutzutage so modern das 4,16m² reichen?

    Riesiges Dankeschön für jede Hilfe, anbei noch die genauen Daten aus dem Kfw Datenblatt:


    Heizung:
    Erzeugung Zentrale Wärmeerzeugung, 2 Wärmeerzeuger
    Wärmeerzeuger 1 - 90% Deckungsanteil
    Brennwert-Kessel - 14 kW, Erdgas E
    Aufstellort: innerhalb der thermischen Hülle
    BUDERUS - Logamax plus GB172 14kW
    Wärmeerzeuger 2 - 10% Deckungsanteil pauschal
    Solare Heizungsunterstützung - Sonnen-Energie
    Verteilung Auslegungstemperaturen 35/28°C
    Dämmung der Leitungen: nach EnEV
    Standardlängen
    Verteilleitung - 31,9 m - 0,255 W/mK - innerhalb der thermischen Hülle
    Strangleitung - 13,3 m - 0,255 W/mK - im Gebäudeinneren
    Anbindeleitung - 97,7 m - 0,255 W/mK
    optimierter Betrieb (optimale Heizkurve, hydraul. Abgleich)
    Umwälzpumpe leistungsgeregelt
    Übergabe Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung)
    Einzelraumregelung mit Zweipunktregler 2 K Schaltdifferenz
    Lüftungsanlage keine Lüftungsanlage


    Warmwasser:
    Erzeugung Zentrale Warmwasserbereitung, 2 Wärmeerzeuger
    Wärmeerzeuger 1 - 76% Deckungsanteil
    Solaranlage - Sonnen-Energie
    Röhrenkollektor - 1 x 4,16 m²
    Wärmeerzeuger 2 - 24% Deckungsanteil
    Brennwert-Kessel - 16 kW, Erdgas E
    Speicherung Speicher + separater Solarpuffer - 440 Liter, Dämmung nach EnEV
    Verteilung Dämmung der Leitungen: nach EnEV
    Standardlängen
    Verteilleitung - 14,8 m - 0,200 W/mK - innerhalb der thermischen Hülle
    Strangleitung - 6,8 m - 0,200 W/mK
    Stichleitung - 13,3 m - 0,200 W/mK
     
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  3. R.B.

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    Das ist völlig sinnfrei. Reicht für einen Eimer WW jeden Tag, und ab der Übergangszeit ist Feierabend.

    Solar wird wohl nur zum Schönrechnen benötigt.

    Zum Rest kann man nicht viel sagen, aber eine 14kW Therme für 110m2 KfW70, da sollte man darauf achten, dass die untere Modulationsgrenze sehr sehr tief liegt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Enterich

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    noch eine kleine ergänzung, leider funktioniert das editieren ja nur 5 minuten lang :).

    Von Anfang an war nur eine Brauchwasserunterstützung für das Kfw 70 Haus im Gespräch, ich habe nun extremst Angst das der Energieberater nun ganz einfach die 10% von der Heizungsunterstützung "theoretisch" mit reinrechnet damit mein Bauunternehmer günstiger ein Kfw 70 Haus bauen kann, ich aber praktisch null nutzen davon habe, also über den Tisch gezogen werde.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Da muss man die Berechnung überprüfen.
    Sicher ist nur, mit 4m2 Röhren (egal ob Brutto oder Aperturfläche?) kommt man nicht weit. Das reicht vielleicht für 800kWh p.a., mit viel Optimierung vielleicht knapp über 1.000kWh, aber dann ist Ende der Fahnenstange.

    Weiterhin produziert das unnötig Anlagenkosten ohne nennenswerten Ertrag. Wenn schon, dann muss man das Konzept mit einer Kollektorfläche ab 10m2, besser 15m2 oder 20m2 rechnen. Der Preis für die Anlage steigt ja nicht proportional zur Fläche.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Enterich

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    R.B. erstmal dankeschön für deine hilfreichen Antworten :)
    Modulationsgrenze wenn ich mich richtig erinnere hat das was damit zu tun wie oft die Heizung ein&ausschaltet richtig? bei zuviel leistung der heizung würde sie zu oft "neu starten".

    Also mit 10m² würde diese Anlage wenigstens ausreichen um im Sommer mal die Waschmaschine damit zu betreiben bzw. bei sonnigen Wintertagen wenigstens mal 1-2x damit zu duschen? Aber 10m² sind immmernoch zu wenig um im Winter neben des Warmwassers auch noch die Heizungsunterstützung zu betreiben?
    Wenn ichs richtig sehe kostet der m² Röhrenkollektorenfläche ja "nur" 110-120 euro.
     
  7. Julius

    Julius

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    Im Winter geht mit Sonne bei Heizung meist gar nix und in Sachen Warmwaser kaum etwas. Wenn, dann in der Übergangszeit (Heizung) und außerhalb der Heizperiode (fürs Warmwasser).
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Jain. Unter Modulation versteht man bei Thermen die Leistungsregelung, was auch dazu führt, dass eine Therme öfter abschaltet oder ständig durchläuft. Die Modulation ist quasi das Gaspedal Deiner Heizung. Dein Auto kennt ja auch nicht nur Vollgas und Stillstand.

    So ein Konzept sollte man rechnen. Dabei können Simulationen ganz hilfreich sein. Google mal nach GetSolar, damit kriegst Du einen Überblick was möglich ist, und was nicht. Man darf solche Simulationsergebnisse zwar nicht überbewerten, aber immer noch besser, als die oftmals verwendeten Pi*Daumen Formeln.

    Ich kenne ja die Rahmenbedingungen Deiner Heizung nicht, aber so ab 10m2 aufwärts kann man zumindest ab und zu mal solare Erträge für die Heizungsunterstützung ernten.

    Bei größeren Kollektorflächen zeigen sich aber noch andere Probleme, und zwar die Überschüsse die man im Sommer einfährt. Es geht ja nicht nur darum, was die Kollektoren ernten, sondern um das was man davon auch sinnvoll verwerten kann, denn nur das spart Geld.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Enterich

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    ich möchte versuchen den bauunternehmer drauf "festzunageln" , es ist ein recht kleiner bauunternehmer evt. ist da was möglich.

    es geht ja nicht das er sich tausende euros an außendämmung spart nur weil fiktiv 10% weniger primärenergiebedarf für die heizung in der kfw rechnung auftauchen, die ich aber absolut garnicht nutzen kann.

    eigentlich war es nämlich nur abgesprochen die solartechnik zur brauchwassererwärmung zu nutzen, das aber so ein schönrechnen auf meine kosten stattfindet.. ich hoffe sowas ist nicht normal.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Zuerst mal prüfen lassen, was da wo und wie gerechnet wurde.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Enterich

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    super danke nochmal.

    mal schauen und prüfen, weil ein 440l speicher wäre für 10m² kollektoren für warmwasser/heizung mit sicherheit auch zu klein.
     
  12. Baldbauherr

    Baldbauherr

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    Hallo.

    Was würde denn die bessere Dämmung kosten um diesen ganzen Solarquatsch bei 110m² wegzulassen? Rechnen tut sich sowas bei 110m² doch eh nie, oder muss im Sommer der Keller beheizt werden?
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Jepp.
    Zuerst die Anforderungen definieren, dann ein Konzept erstellen, dann geht´s an die Details.

    Gruß
    Ralf
     
  14. lumo

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    Die Frage ist, wozu Du das alles brauchst.

    Wenn Du die Schönrechnung haben möchstest um die KfW Förderung zu bekommen, dann ist der kleine Solarkollektor wahrscheinlich die ökonomischste Lösung (wenn auch fast nutzlos). Wenn Du auf die KfW Förderung verzichten kannst, ist eine stärkere Dämmung wahrscheinlich sinnvoller.
     
  15. Baldbauherr

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    Eben! Aber wieso wird "fast" nutzloses gefördert? Davon hat doch niemand etwas (außer der Auftragnehmer...) Bei Warmwasser kann ich es ja noch irgendwie einsehen, aber der Anteil der Heizungsunterstützung nach Berechnung 10%?
    Mehrpreis für die Technik bei Heizungsunterstützung?

    Bei 110m² "spart" man da dann Gas im Wert von um die 70.-€/Jahr? Bessere Dämmung wäre für die Umwelt wohl auch lohnender als mit aufwendiger Technik 800kWh Gas/Jahr einzusparen und dafür im Sommer Probleme mit Überschüssen zu bekommen.

    Doppelhaushälfte müsste doch "relativ" einfach besser dämmbar sein, oder unterschätze ich da was?

    Ist die Förderung so hoch, dass man Mehrkosten von 7.000.-? für (fast nutzlose) Technik rauspulvern kann?
     
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  17. Enterich

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    Nein ist sie nicht.. das Problem ist nur das abgesprochen eigentlich nur eine Brauchwasserunterstützung war, dafür dickere Dämmung in der Sohle bzw. in den Außenwänden/Dach + Gasporenbetonsteine in den Außenwänden. Das alles für 8500 Mehrpreis klang sehr verlockend.
    Was fehlt ist nun die dickere Außenwanddämmung bzw. höhere Dämmung im Dach, dafür dazu gekommen ist eine Heizungsunterstützung die aber garnichts unterstützt da nur 4,16m² Sonnenkollektoren......

    sprich diese 8500 euro ( plus zinsen auf ca. 20 jahre gerechnet in etwa 13.000 , davon lächerliche 3000 ersparniss durch förderung ) bringen mir jetzt absolut keinen mehrwert mehr.
     
  18. lumo

    lumo

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    Das Problemwort ist wohl das Wort "eigentlich"...... Ein Bauträger wird immer versuchen die versprochene Leistung (KfW 70) billig zu bauen
     
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