50.000,- Eigenkapital: Bestandsimmobilie oder Neubau?

Diskutiere 50.000,- Eigenkapital: Bestandsimmobilie oder Neubau? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hi, ich möchte meinen Thread aus der Rubrik Sonstiges hier aufgreifen, da ich eine Frage zu folgendem Kommentar von Baumal habe, die eigentlich...

  1. edehner49

    edehner49

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    Hi,

    ich möchte meinen Thread aus der Rubrik Sonstiges hier aufgreifen, da ich eine Frage zu folgendem Kommentar von Baumal habe, die eigentlich mehr zum Thema 'Baufinanzierung' gehört:

    Naive Frage:

    Weshalb? Kommt es denn letztlich nicht "nur" darauf an, wie lange ich als Darlehensnehmer bereit bin einen Baukredit abzuzahlen (also je weniger Eigenkapital, desto länger)?

    Das Thema 'Kauf einer Bestandsimmobilie', hatten wir uns auch mal überlegt (ok, ok, bei meiner Frau ist es irgendwie immer noch aktuell ;)). Mein Argument gegen 'Bestandsimmobilie' und für 'Neubau' ist für mich als Laie jedoch, dass beim Neubau die Wahrscheinlichkeit höher ist, auf absehbare Zeit keine gravierenden Mängel am Haus zu entdecken. Außerdem vermute ich, dass es teurer kommt, eine Bestandsimmobilie abzuzahlen und zeitgleich energietechnisch auf "Effizienzhaus 40"-Niveau oder besser zu bringen (was uns beiden sehr wichtig ist), als gleich neu zu bauen.
     
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  3. Baumal

    Baumal

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    neubaughetto, oder bestand?
     
  4. mls

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    coole these. alles neu, alles gut? ich seh das anders.
    du hast beim neubau eine kleine chance, murks zu vermeiden. mehr nicht.
    in einen bestand kannst du schlecht reingucken, aber dafür gibts fachleute und das
    risiko, auf den "erstinspektionskosten" sitzen zu bleiben, weil sich eine immobilie als blender
    rausstellt, ist kalkulierbar.

    das zielgebiet liegt auf dem weg zum starnberger see .. viel spass beim suchen.
     
  5. Piet

    Piet

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    Letztlich kann man das natürlich nur im Einzelfall entscheiden. Die Empfehlung, über eine Bestandsimmobilie nachzudenken kann ich vor folgendem Hintergrund sehen: Wenn man nur 10% Eigenkapital hat, ist ein Neubau mit allen möglichen Risiken für Zusatzkosten aus meiner Sicht riskanter als eine vor wenigen Jahren fertiggestellte Bestandsimmobilie. Bei alten Häusern mit hohem Sanierungsbedarf kann das natürlich genau umgekehrt sein.
     
  6. #5 Bankkaufmann, 10. Oktober 2011
    Bankkaufmann

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    @edehner
    Aus meiner 17 jährigen Erfahrung als Darlehensentscheider muss ich aber auch mal etwas erwähnen was oft nicht aktzeptiert wird. In sehr vielen Neubaufinanzierungen kommt es immer zu Nachfinanzierungen weil das und das nicht passt. Bei einer Bestandsimmobilie hat man dieses Thema der Nachfinanzierung nicht.
    Hat man folglich nur ganz wenig Eigenkapital ist die Überlegung eines Neubaues vielleicht zu verschieben. Oft wird auch die Zahlung der Bereitstellungszinsen arg unterschätzt weil sich der Bauträger nicht an die Bauzeit hält und der Bau sich verzögert. ( Doppelbelastung Zins für Darlehen und Miete ).
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Die Frage ist doch erst einmal wie lange kannst Du überhaupt den Kredit abbezahlen? Es macht schon einen Unterschied ob ich mit 20 Jahren einen Kredit für ein Haus aufnehme, oder wenn ich bereits 40 oder 50 Jahre alt bin.

    Dann sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man bei niedriger Tilgung eine hohe Zinssumme bezahlt bis der Kredit getilgt ist. Zusätzlich läuft man Gefahr, dass die Immobilie schneller an Wert verliert wie ich meinen Kredit tilgen kann, was zu erheblichen Problemen führen kann.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass irgendwann Reparaturen und Modernisierungsmaßnahmen anstehen. Wenn man jeden Cent für die monatliche Rate aufbringen muss, hat man keine Chance Rücklagen zu bilden.
    d.h. Genau betrachtet lebt man aus der Substanz.

    Um bei Deinen Beispielzahlen zu bleiben.

    450T€-50T€ (EK) = 400T€ zu finanzieren.
    Bei monatlich 1.500,- € wären das etwa 4,5% für Zins und Tilgung. Da stecken also bestenfalls 1% Tilgung drin, dementsprechend eine Laufzeit um 40 Jahre. Nach 10 Jahren beträgt die Restschuld immer noch über 350T€!

    Gerade die Phasen mit niedrigen Zinsen sollte man nutzen um sich schnell zu entschulden. d.h. den Zinsvorteil investiert man in eine höhere Tilgung.

    In Deinem Fall sollte sich die monatliche Rate in der Größenordnung um 2.000,- € bewegen, besser wäre 2.200,- €. Das verfügbare Nettoeinkommen sollte noch ausreichend Luft für die Lebenshaltung lassen. Wir bewegen uns also schnell bei > 5.000,- €/Monat.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Huisje

    Huisje

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    Meine Rede.

    In Umkehrschluss wäre bei einer Rate um 1500-1700€ monatlich höchstens 300T€ zu finanzieren, damit es "gesund" bleibt. (Nie vergessen, dass Miete+Sparen = Rate nicht ganz aufgeht, weil die Nebenkosten als Hausbesitzer höher sind als beim mieten.)

    Incl. 50T€ EK steht dann ~350T€ als Budget zur Verfügung.

    Fragen:
    Was ist in der gewünschte Lage für diese 350T€ möglich, Neu wie Bestand?
    Entspicht das Angebot in dieser Preisklasse die persönliche Ansprüche?
    Was wird z.Z. gemietet, und wieviel kostet es?

    Im teuren Münchner Raum will der Weg zum Eigenheim noch besser überlegt sein als sonst schon. Die Bau/Kaufsummen sind hier keine "peanuts", und somit eine weitreichende Verpflichtung für seine Zukunft.



    Huisje
     
  9. edehner49

    edehner49

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    Hallo zusammen,

    danke für die aufklärenden und klaren Worte. Das dürfte mich dann erstmal wieder auf den Boden geholt haben. :)
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Es geht nicht nur darum Dich auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, sondern betrachte die Beiträge auch als Motivation zum Nachdenken und optimieren.

    Gruß
    Ralf
     
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  12. edehner49

    edehner49

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    Ist auch so angekommen :)
     
  13. Konrad29

    Konrad29

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    Und es ist dabei hundert mal besser, vorher etwas kleinere Brötchen zu backen, als am Ende auf nem Schuldenberg zu sitzen, den man nicht stemmen kann.
     
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50.000,- Eigenkapital: Bestandsimmobilie oder Neubau?

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