Abdichtung der Außenwand bei Fernwärmerohren

Diskutiere Abdichtung der Außenwand bei Fernwärmerohren im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo! Mein Haus erhält gerade einen Fernwärmeanschluss. In der Leistungsbeschreibung hieß es: "Einfassung der isolierten Rohre mit...

  1. quassel

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    Hallo!

    Mein Haus erhält gerade einen Fernwärmeanschluss. In der Leistungsbeschreibung hieß es: "Einfassung der isolierten Rohre mit Quellbeton". Die ausführende Firma hat die Rohre nun aber einfach mit PU Schaum eingeschäumt und von außen mit einem Anstrich abgedichtet. Auf meine Nachfrage beim Planer teilte dieser mit, dass Quellbeton nicht verwendet werden konnte, weil die Rohre schon eingeschäumt waren. Es sei aber hochwertiger "blauer Brunnenschaum" verwendet worden. Als ich entgegnete, dass der Schaum tatsächlich gelb ist, sagte er, dass es auch gelben Brunnenschaum gebe. Er sagte jetzt zu, 5 cm PU Schaum heraus zu kratzen und das dann mit Quellbeton zu dichten.

    Meine Fragen:
    1. ist das fachgerecht (insbes. in Hinblick auf dauerhafte Dichtigkeit und Frostsicherheit usw.)?
    2. Gibt es gelben Brunnenschaum?
    3. Sollte ich darauf bestehen, dass der ganze PU Schaum entfernt wird?
     
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  3. Ryker

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  4. quassel

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    Dann handelt es sich offenbar um ganz normalen PU Schaum!
     
  5. #4 Achim Kaiser, 15. Februar 2007
    Achim Kaiser

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    Es gibt eine Durchführungslösung die geschäumt wird.
    Wird von Henkel unter dem Namen Tangit M 3000 vertrieben.
    *Diese* Ausführung mit Quellband ist ok.

    Wenn ich allerdings Brunnenschaum lese und dann gelber PU-Schaum drinne ist, könnte es schon drin liegen, dass da *getrickst* wurde.

    Nachweis über das eingesetzte System verlangen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. quassel

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    Danke!

    Habe den Nachweis eben per E-Mail angefordert. Kopie ging an Stadtwerke, die ja Auftraggeber sind. Die riefen mich gleich an und teilten mit, dass der ganze PU-Schaum wieder raus muss und Quellbeton einzusetzen ist, und zwar auf der gesamten Länge, nicht bloß 5 cm.

    Problem gelöst!

    Die kommenden Tage werden die das in Angriff nehmen. Wachsamkeit zahlt sich aus. Es verbleibt der Nachgeschmack, dass erst gefuscht und dann hemmungslos gelogen wird.
     
  7. #6 Achim Kaiser, 15. Februar 2007
    Achim Kaiser

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    Quellbeton ???
    Was denn das ?

    Da scheinen wohl große Spezialisten am Werk zu sein.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. quassel

    quassel

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    Das soll angeblich ein System sein, das mit den Rohren mitgeliefert wird. Und zwar haben die eine Dichtmanschette die außen angesetzt wird und Beton, der sehr flüssig ist und sich beim Aushärten, anders als herkömmlicher Beton sich nicht zusammzieht, sondern ausdehnt. Das bringt Dichtigkeit. Klingt für mich besser als jedes Schaum-konzept. Dürfte jedenfalls dauerhaft stabil sein.
     
  9. Robby

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    Quellbeton

    und Quellmörtel ist so ja nicht ganz richtig...

    Besser wäre hier Schwindfreier oder Schwindarmer Mörtel!
     
  10. quassel

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    Schwindarmer Mörtel quillt doch nicht auf beim Aushärten.

    Meine Beschwerde hatte jedenfalls Erfolg: Die Rohre wurden wieder freigelegt und der PU Schaum wurde restlos entfernt. Das System funktioniert, nach Aussage des Bauleiters, so: von außen kommt eine Manschette um das Rohr. Dann wird innen eine Schalung angebracht, die verhindert, dass der sehr flüssige Beton herausläuft. Beton wird eingefüllt, Schalung nach Aushärten entfernt und fertig.

    Meine verbleibende Frage ist, ob die Manschette unversehrt auf das Rohr gesteckt werden muss oder ob sie geschlitzt und drübergesteckt werden darf. Darüber wird aber das "System" Auskunft geben, das mir noch nachzuweisen ist. Ich mutmaße, dass die Manschette unversehrt auf das Rohr zu stecken ist, da sie für Dichtheit sorgen soll.
     
  11. quassel

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    Nun hat sich herausgestellt, dass die Manschette bereits auf dem Rohr war und mit PU Schaum eingeschäumt war. Jetzt ist tatsächlich schwindarmer Mörtel verwendet worden. Arbeiten sind bereits abgeschlossen, sieht seht massiv aus.
     
  12. quassel

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    ... auf der Packung stand "schwindfrei"!
     
  13. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    sag ich doch

    ... und nicht Quellend!
     
  14. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Quellbeton gibt es wirklich. Für Betone gibt es chemische Zusatzmittel, die sich "Quellmittel" nennen. Das Quellmass beträgt dann etwa 0,3-0,5 Promille. In Vergussmörtel oder -beton (z.B. von der Fa. Pagel), den man als Werktrockenmörtel kaufen kann, ist auch Quellmittel enthalten und dieser Vergussmörtel vergrössert auch leicht sein Volumen.

    Soviel zum Thema Spezialisten ... :winken
     
  15. #14 Achim Kaiser, 17. Februar 2007
    Achim Kaiser

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    ...und sowas dichtet dann Rohrdurchführen mit nem Kunststoffmantel :irre

    Wenn ich den Mist immer lese, wie *Rohrdurchführungen* angeblich dicht *gekrampft* werden kann ich immer wieder nur den Kopf schütteln.

    Speziell Fernheizleitungen sind ziemlich wärmebelastet und neigen zu Dehnbewegungen.

    Nachdem sich Beton ohne spezielle Behandlung des Kunststoffmantels der Fernheizleistung nicht verbindet erlaube ich mir am Einsatz von solchem Material in diesen Fällen mindestens ein wenn nicht sogar mehrere ? bezüglich der Eignung zu setzen.

    Ohne spezielle Rohrduchführungen geht der Einsatz von diesen Materialen regelmäßig in die Hose.

    Schaut man etwas genauer hin, dann liegts meistens daran, dass die *richtigen* Rohrdurchführungen ne ganze Ecke teurer sind, als dass was da hin und wieder veranstaltet wird.

    Deswegen steh ich nach wie vor zur Aussagen *Spezialisten am Werk* :)

    Keine Frage des Mörtels sondern des Abdichtungssystems :winken

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  16. JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Vielleicht sollte der Kollege hier mal schauen, falls Feuchte von aussen ansteht:

    www.doyma.de
     
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  18. quassel

    quassel

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    Ähm. Noch habe ich nichts mit Feuchte im Sinn. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn die Konstruktion undicht wird.

    Zu den Dehnungen: Das eigentliche Rohr ist von einer mindestens 4 cm Dämmschicht umgeben. Sollte sich das Rohr wegen thermischer Veränderungen dehnen oder zusammenziehen, wird das dem Beton wohl nichts ausmachen. Denn der Beton liegt ja an der Isolation an. Dass die maßgeblich ihre Größe ändert, halte ich für nahezu ausgeschlossen.

    Zur Dichtheit: Angeblich soll der verwendete Beton ausreichend abdichten. Weil ich aber soviel gemeckert habe, haben die nun eine Art Bitumen von außen aufgebracht, ein schwarzes flexibles Zeug.

    Ich hoffe nicht, dass Dichtheitsprobleme auf mich zukommen. Das Haus liegt erhöht auf einem Berg (bei uns kann man das schon so nennen) und direkt an die Hauswand anschließend ist der Gehsteig. Also stehende Nässe gibts da nicht und doller Regen wird vom Gehweg in die Kanalisation abgeleitet.
     
  19. quassel

    quassel

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    rostock
    www.doyma.de[/QUOTE]

    Also der Mensch von den Stadtwerken hat mir von diesen Gummipressverbindungen (Quick in oder so) abgeraten. Die haben nach ca. 4-5 Jahren etliche Beanstandungen wegen eindringender Feuchte gehabt. Grund: Das Gummi lässt in seiner Spannkraft nach, wird porös und brüchig. Logisch irgendwie. Er meinte die Betonlösung sei die beste.
     
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