Abdichtung Lichtschacht

Diskutiere Abdichtung Lichtschacht im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Liebe Forumsteilnehmer, ein alt bekanntes Problem (aber doch immer wieder anders…): Wir bauen in komplett lehmigen Boden ein EFH und haben...

  1. Trockner

    Trockner

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    Liebe Forumsteilnehmer,

    ein alt bekanntes Problem (aber doch immer wieder anders…):
    Wir bauen in komplett lehmigen Boden ein EFH und haben ein Bauunternehmen mit dem Rohbau und der Koordination der weiteren Handwerker beauftragt. Keine Wasserführende Schicht weit und breit vorhanden.
    Der Keller wurde daher als WU Keller (WU Beton mit einer Beschichtung auf mineralischer Basis und Perimeterdämmung, wasserdichte Fenster) ausgeführt, aber das anstehende (weil nicht versickernde) Wasser drückt immer wieder in die Lichtschächte.
    Diese sind aus WU Beton mit Boden (ohne Öffnung) und wurden lediglich auf die Dämmung gesetzt (ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen). Eine Drainage um das Haus gibt es nicht, da ausschließlich das Regenwasser in den Kanal geleitet darf.
    Zur Abdichtung der LS sind uns nun folgende Optionen angeboten worden:
    A. Abmontieren und druckwasserdichte LS mit Dämmung (wahrscheinlich teuerste Lösung)
    B. Dämmung beseitigen, Butylband und LS direkt an Beton montieren (wahrscheinlich sicherste und dauerhafteste Lösung, wurde früher ja immer so gemacht)
    C. LS von INNEN auch mit einer Beschichtung auf mineralischer Basis (hält wohl auch bei neg. Wasserdruck) ausstreichen und mit Zementputz verputzen (einfachste und günstigste Lösung, würde das erneute Abgraben ersparen)
    D. V-Fuge zwischen LS und Kellerwand und mit Harz von beiden Seiten verpressen (auch hier Abgraben und LS runter, Dämmung weg).

    Meine Fragen an Euch:
    1. Hat jemand mit dieser Situation Erfahrung und einen Ratschlag oder eine (natürlich unverbindliche) Empfehlung für (oder auch gegen) eine der Lösungen.
    2. wäre es sinnvoll doch noch eine Ringdrainage um die Lichtschächte zu machen um dann das Wasser in eine Rigole zu leiten (aber wo soll es da versickern, wenn aussenherum nur Lehm ist?)

    Vielen Dank für Eure Hilfe!!!

    Trockner
     
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  3. #2 Gast036816, 26. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    du benötigst eine dichte verbindung vom lichtschachtelement zur betonwand. das geht aber nicht in mineralisch. da du die fuge unterhalb des fertigteils nicht abdichten kannst - wer kommt da dran? - wirst du den kellerlichtschacht kaum abgedichtet bekommen.

    vielleicht bekommt der fachmann noch eine kiespackung im geotextil unter den lichtschacht zur wasserentspannung.

    wenn du über drainage nachdenkst, weißt du sicher, wo das wasser hin muss.
     
  4. Trockner

    Trockner

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    Hallo rolf a i b,

    vielen Dank für Deine rasche Antwort.
    Ich bin Deiner Meinung. Der Vertreter von Lösung D meint, dauerhaft dicht ist es nur mit V-Fuge und verpresstem Harz. Butylband (Lösung B, mein Favorit) etc. würde irgendwann undicht werden. Ich glaube übrigens zum Haus hin wurde ganz unten mit Kies, dann mit ner Packung Lehm und darüber wieder mit Kies verfüllt. Man könnte die Dämmung abmachen, dann hätte man wieder ein bisschen Platz bis zum Beton um das Butylband einzubringen. Was meinst Du? Oder sollten wir die Dämmung belassen und es mit dem grünen B... (ich glaube den Namen darf ich nicht schreiben) zumindest versuchen. Hält wohl auch 3m Wasserdruck stand.

    Gruß, Trockner
     
  5. Trockner

    Trockner

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    anders gefragt....

    Habe ich überhaupt eine Chance den Kellerschacht gegen die Dämmung dicht zu bekommen (XPS) oder wird das Wasser dann hinter die Dämmung in den LS kommen?
    Dann könnte ich das gleich knicken, die Dämmung entfernen, alles abgraben und den LS mit Butylband/KMB direkt an die Kellerwand "kleben"
     
  6. Rico M

    Rico M

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    du wirst keine Chance haben das gegen die Dämmung dicht zu bekommen, da letztere im schlimmsten Fall hinterläufig sein kann.
    Du wirst nur auf Nr. sicher gehen können, wenn du den LS gegen den Beton abdichtest...
     
  7. Trockner

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    Hallo Rico M,

    vielen Dank für Deine Antwort (wenngleich sie mir auch nicht so gefällt)

    Grüße, Trockner
     
  8. #7 Gast036816, 26. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    die wahrheit gefällt schon mal nicht, aber du bekommste den spalt nur dicht, wenn das dichtungsstreifen von beton bis beton führst und da jeweils beständig klebst bzw. mit einer klemmleiste fixierst. der sohlenanschluss des fertigteils ist das problem dabei.
     
  9. Trockner

    Trockner

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    Wäre es nicht einen Versuch wert den LS gegen die Dämmung mit einem Dichtband, darüber z.B. Botament und dann darüber Dichtschlämme abzudichten? Reicht das nicht, dem negativen Wasserdruck zu widerstehen? Man könnte ja darüber noch zusätzlich einen Rahmen aus Perimeterdämmung verkeilen. Das Wasser können wir über den vorhandenen Pumpschacht zwischenzeitlich weghalten.
    (Ihr seht schon, wie ich mich winde und ums Abgraben drücken will....)

    Grüße, Trockner
     
  10. reezer

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    aber lesen kannst du schon ?
    dann machs doch einfach so wie du meinst, und wenn das Wasser nicht so hoch steigt, wars den Versuch wert.
    (dann wärs aber auch den Versuch wert gewesen, garnichts zu machen)
    wenn das Wasser aber doch hoch genug steigt, und deinen Keller flutet, dann kannst du dir selbst überlegen ob es das wert war.
    zwischen diesen beiden Möglichkeiten gibt es noch die, daß deine "wasserdichten Kellerfenster" dicht halten, dann kannst du Fische im Lichtschacht einsetzen und das Aquarium vom Keller aus beobachten
    Aber die von dir gedachte Innenabdichtung gegen negativen Wasserdruck wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren

    was bei so einer Konstruktion auch noch berücksichtigt werden sollte, ist die Möglichkeit daß die Lichtschächte nicht von unten sondern von oben her absaufen, z. B. durch hineinlaufendes Niederschlags- oder Schmelzwasser bei gefrorenem Boden
     
  11. #10 Gast036816, 27. Juni 2015
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann mach das und du wirst scheitern! 3 monate später bist du wieder hier und schreibst - jetzt ist nicht nur der lichtschacht abgesoffen, sondern auch mehr oder so ähnlich.
     
  12. Eric

    Eric

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    Und einen Planer wird´s auch gegeben haben oder hat der BU auch die Planungsleistung erbracht?

    Dauerhaft sicher ist nur die Lösung A. Alles andere ist Bastelei mit zweifelhaftem Erfolg. Wasserdichte Fenster waren keine sichere Lösung, da die Gefahr besteht, dass diese ausgerechnet dann zur Belüftung des Kellers offen stehen, wenn Wasser aufstaut und dies nicht bemerkt wird/nicht reagiert werden kann ( nachts, im Urlaub, bei kurzer Abwesenheit und nicht angekündigtem/nicht bedachtem Starkregen ..... ). Die Idee, wasserdichte Fenster einzubauen, war mithin nicht ausreichend durchdacht, zeigt aber immerhin, dass das Problem bekannt war. Die sichere und richtige Lösung wäre es gewesen, den LS nicht als Aquarium vor den wasserdichten Kellerfenstern herzustellen.

    Geschuldet wurde vom Planer und vom BU eine sichere ( es gilt: Grundsatz des sichersten Wegs ! ) und dauerhaft funktionsfähige Absicherung der Öffnungen in den Kellerwänden gegen Wassereintrit in den Keller und das waren nun mal druchwasserdichte LS in einer Ausführung nach den aRdT. Die wasserdichten Fenster waren wegen des vorgenannten Risikos nutzloser Aufwand ---> die hierdurch entstandenen Mehrkosten sind gegebenenfalls vom Planer im Wege des Schadensersatzes zu ersetzen.

    Die Planung war mangelhaft. Der BU ( sofern er nicht auch geplant hat ) dürfte Hinweispflichten verletzt haben, weil er den vorhandenen bindigen Boden spätestens beim Aushub der Baugrube gesehen hat und daher auf die Notwendigkeit von drukwasserdichten Lichtschächten hätte hinweisen müssen. Ergo Gewährleistungsverpflichtung des Planers- und des Ausführenden. Der Planer haftet voll. Beim BU wirst Du Dir den Planungsmangel des Planers ( sofern vorhanden ) als Mitverschulden nach § 254, 278 BGB anspruchsmindernd anrechnen lassen. Im Übrigen kommt eine weitere Anspruchsminderung wegen Sowieso-Kosten in Betracht.

    Bei richtiger Planung häten von Anfang an druckwasserdichte Lichtschächte mit druchwasserdichter Entwässerung des direkt in den LS einfallenden Niederschlagswassers oder LS-Abdeckungen geplant und eingebaut werden müssen. Die Mehrkosten hierfür ( im wesentlichen nur Materialmehrkosten ) trägst Du selbst = das Delta zwischen den Kosten bei von Anfang an richtiger Ausführung und den Kosten für die mangelhafte Ausführung.

    Folglich gibt es zwei Lösungswege:

    1. BU unter Fristsetzung auffordern, druckwasserdichte LS nebst Entwässerung oder Abdeckungen einzubauen. Der BU kann dann von Dir eine Zuzahlung in Höhe der a.) Sowieso-Kosten + der Minderungsquote für das Mitverschulden für den Planer ( ca. 50 % ) geltend machen. Die Schwierigkeit liegt dann nur darin, die Höhe der Zuzahlung festzulegen. Das kann einvernehmlich nach Vorlage der Kalkulation des BU erfolgen, anderenfalls muß ein Sachverständiger hinzugezogen werden.

    2. Planer auf Schadensersatz in Anspruch nehmen, wobei sich dessen Haftung lediglich um die Sowiesokosten reduziert.

    Also keine WW, sondern ein normaler Betonkeller mit außenseitiger Abdichtung aus irgendeiner ( ??? ) Beschichtung. Ob das bei der vorhandenen Wasserbelastung = drückendes Wasser aus aufstauendem Sicherwasser nach DIN 18 195-6 ausreichtsreicht und die aRdT entspricht, ist zusätzlich von einem SV zu klären.

    Du benötigst eine Anwalt und einen versierten öbuv SV, der dem Anwalt die baufachlichen Dinge zuarbeitet.
     
  13. Trockner

    Trockner

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    Hallo Eric,

    vielen Dank für Deine konstruktive Antwort.
    Geplant haben wir selbst mit einem Bauzeichner. Ausführend (und überwachend) ist der Bauunternehmer. Keller ist eine WW mit Botament Beschichtung (RD2 ist mittlerweile auch gegen drückendes Sickerwasser einsetzbar so dass es den aRdT entsprechen dürfte). Unser Bauunternehmer ist von seiner Lösung überzeugt (ich bin es nicht so ganz, bin aber auch nicht vom Fach...). Die Entwässerung des Wassers von oben sehe momentan nicht als ein so großes Problem (weiter Dachüberstand, mögliche Abdeckung...)
    Sehe uns aber mittlerweile schon graben und die Lichtschächte mit Butylband versehen.

    Grüße,

    Trockner
     
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  15. Eric

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    Vergiß es.

    Auch das ändert nichts daran, dass der BU bei fehlender Anmeldung von Bedenken nicht aus seiner Gewährleistungsverpflichtung freigeworden ist. Die Frage wäre nur, ob und wie hoch Dein Mitverschulden anzusetzen ist, wenn das, was Du und der Bauzeichner beigestellt habt, als Ausführungsplanung zu bewerten sein sollte.

    Wie ist der Betonlichtschacht am Gebäude angebracht? Am Ende erschlägt der Dich noch, wenn er bei der Freilegung bis zur Kellersohle und Anbringung der Butylbänder auf der Unterseite des LS herunterfällt.
     
  16. Trockner

    Trockner

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    Hallo Eric,

    danke für Deine Antwort.
    Der LS ist mit Schrauben und Abstandshaltern für die Dämmung an der Kellerwand fixiert/eingehängt. Abgraben müsste natürlich der BU (habe ich missverständlich formuliert).
    Hast Du oder jemand vom Forum Erfahrung mit der Abdichtungsfirma Permaton. Die bringen in solchen Fällen eine Dichtungs-Klemmflanschkonstruktion an. Das hört sich eigentlich ganz gut an.
     
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