Abkühlung einer durch Matratze verdeckten Raumecke vermindern

Diskutiere Abkühlung einer durch Matratze verdeckten Raumecke vermindern im Spezialthema: Wärmebrücken Forum im Bereich Bauphysik; Hallo Bauexperten, bei mir ergab sich kürzlich ein kleines Problem mit einer kalten Stelle an der Innenecke einer Aussenwand. Daran ist eine...

  1. #1 makrospex, 08.12.2016
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    Hallo Bauexperten,

    bei mir ergab sich kürzlich ein kleines Problem mit einer kalten Stelle an der Innenecke einer Aussenwand.
    Daran ist eine Bettkonstruktion angebaut, bei der zwei Seiten einer Kaltschaummatratze direkt an der Innenseite der Wand anliegen, daher kommt es in dem Bereich, vor allem aber in der Ecke, zu mangelhafter Erwärmung der Gipskartonplatte durch die Raumluft, da diese ja wegen der Matratze nicht zur Wand gelangen kann.
    Nun gibts noch eine zweite, baugleiche Kontruktion an der anderen Seite des Raums, da ist die Matratze an den Ecken jedoch abgerundet, so dass sich die Innenecke dort leichter durch die Luft erwärmt.
    Die umliegende Konstruktion besteht aus Massivholz und ist direkt an die Wand geschraubt, auch fühlbar wärmer als die Wand hinter der Matratze, die auch wirklich nur dort kalt ist, wo sie von der Matratze berührt wird, also kein Problem der Wanddämmung der Wand an sich.
    Da mir in der Ecke etwas Schimmelbefall aufgefallen ist (ein paar Quadratzentimeter), habe ich den Schimmel biologisch behandelt (mit Alkohol agberieben und dann Essigessenz aufgebracht) und ein kleines Brettchen in die Ecke gespannt, so dass die Raumluft dorthin gelangen kann.

    Für eine permanente Abhilfe habe ich mir vorgestellt, die Matratze nochmal an der Wand in 2cm dicke, gehobelte Bretter einzufassen, damit die kalte Matratze erstens nicht an der Wand anliegt und zweitens noch eine "warme" Zwischenschicht vorhanden ist, weil sich die Wärme von der umliegenden Holzkonstruktion auf die Bretter verteilen würde.
    Die Ecke ist auch deshalb problematisch, weil mein Sohn gerne mit dem Gesicht zur Wand in der Ecke schläft, also die ganze Nacht für ordentlich Feuchtigkeitszufuhr sorgt.
    Baulich besteht das Ganze nun seit zwei ganzen Wintern und einem Sommer, also ist die Abkühlung in der Ecke nur leicht grenzwertig, sonst hätte sich schon früher bzw. mehr Schimmel gebildet.

    Würde die Verplankung direkt an der Wand mit warmen Holz (Fichte, Tanne) ausreichen, um die Ecke bzw. den abgedeckten Wandbereich gegen Schimmelbefall zu sichern oder müsste ich tiefergehende Massnahmen ergreifen, also die Bettkontruktion so ändern, dass die Matratze umliegend von einem Rahmen umschlossen wäre, der dann selbst 5cm Abstand zur Wand hat?
    Das Holz der Verplankung müsste die Wärme der Raumluft und umgebenden Konstruktion ja relativ gut zur Wand und zur Matratze transportieren, so dass auch dahinter, zwischen Brett und Wand, kein Kondensat mehr anfallen kann, zumindest wenn die Raum- und Aussentemperaturverhältnisse gleich bleiben.

    Ich hoffe, dass ich das Problem genau genug beschreiben konnte.
    Was meint ihr dazu?

    Danke und LG,
    Markus
     
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  3. #2 Andybaut, 09.12.2016
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    so ganz verstehe ich deine Ausführungen nicht,
    aber ob nun die Matratze oder eine Holzplatte vor der Wand liegt,
    das Ergebnis ist das gleiche. Die Wärme kommt schlechter an die Wand,
    da nun eine "Dämmschicht" davor gebaut wurde.
    Sowohl Holz als auch Matratze dämmen die Wand von innen.
    >die Wand ist zu kühl und bei entsprechender Luftfeuchte bildet sich Schimmel.

    Also entweder die Luft ungehindert an die Wand lassen, oder eine Wärmequelle an die Wand.
    Goolge mal Infrarot und Sockelheizung. Das könnte eine Möglichkeit sein.
     
  4. #3 Gast34826, 09.12.2016
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    Richtig:
    Bett und Schränke weg von der Aussenwand
    oder besser;
    Gute Wärmedämmung der Wand.
     
  5. #4 makrospex, 09.12.2016
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    Nur dämmt die Matratze viel besser als das 2cm Brett, und die Luftfeuchtigkeit gelangt damit auch nicht mehr an die Wand, sondern an das Brett und das bleibt wärmer als die Gipskartonfläche. So denk ich mir das.

    Die Temperatur der Wand ist 20,5°, in dem Bereich wo die Matratze liegt 16,5° bis 18°, in der Ecke jetzt 16°, nachdem ich einen Abstand von ca. 7cm zur Matratze geschafft hab. Die Temperatur war gestern sicher niedriger, vielleicht um die 12°.
    Ich werd mir die Dämmung der Aussenwand an der Ecke mal genauer ansehen (Holzfassade, sehr praktisch), ob man die Ecke noch wärmer bekommt. Beim anderen Bett sind es 18° in der Ecke, aber darunter gibts nur ein Fenster, beim problematischen Bett zwei (an beiden Wänden der Ecke). Da sollte ich die Aussparungen für die Raffstore Aufhängungen vielleicht auch mit 4cm XPS nachdämmen, müsste sich vom Platz her ausgehen.
    Die "Betten" sind übrigens über der Fenster-Oberkante montiert, dort in eine Plattform aus Holz eingelegt, die mit dem Holzbalken verschraubt ist, der über den Fenstern liegt. Holzriegelbau.

    Womit klebe ich XPS denn am Besten auf Holz/OSB-Platte?
    Auf der Südseite kommen schon ziemlich grosse Temperaturschwankungen übers Jahr zusammen, da ist der Kleber sicher gefordert.

    Sockelheizung innen, bei einem gut temperierten Raum wäre zu viel des Guten, ausserdem kommt die Wärme nicht durch die Plattform an den oberen Bereich der Wand, da kommt nur Raumluft hin (20 bis 24 Grad, je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung). Ich mach heute mal Fotos, ist dann leichter zu beurteilen.

    Des weiteren gibt es keinen einzigen Schrank, Verbau oder sonst ein Möbelstück mit geschlossener Rückwand an einer Aussenwand im Haus.

    LG
     
  6. #5 makrospex, 12.01.2017
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    Problem gelöst:

    Die Kunststoffenster unter der Schlafplattform waren undicht. Daher gabs darüber entsprechende Abkühlung der Wand, zusammen mit der Matratze, welche die Zirkulation warmer Luft an der Wand verschlechtert hatte, kam es eben zur Schimmelbildung. Ich habe den Anpressdruck der Fenster erhöht, nun kühlt die Wand nicht mehr so stark aus und die Ecken und betroffenen Wandbereiche sind schon um zwei Grad wärmer -> Keine Schimmelgefahr mehr.

    Den Fensterbauer hau ich noch eine rein, wenn ich dem mal wieder begegnen sollte.
    Bei drei Fenstern auch bei maximalen Anpressdruck nicht dicht zu bekommen! Ich kann jeden Morgen bei -14 Grad das Kondenswasser aus den Rahmen wischen, und nicht wenig davon. Die Profile der Fensterflügel und der Rahmen sind verformt (wohl an einer Wand lehnend gelagert, oder liegend auf Sparren mit zu hohem Abstand).
     
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  8. #6 1958kos, 12.01.2017
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    Tja, waren wohl sehr "günstige" Plastikfenster. :-)
     
  9. #7 makrospex, 12.01.2017
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    Ja, nicht die billigsten, aber günstig. Vom GU empfohlen. Der slowenische Hersteller hält zwar die Lizenz eines österreichischen Qualitätsherstellers, aber der österreichische Fensterbauer hat das Material offensichtlich nicht ordentlich verarbeitet, ausserdem klotzte er bei der Reklamation ordentlich mit Halbwissen. Z.b. propagierte er steten Luftaustausch durch nicht komplett geschlossene Fenster (Kipphebel in 45° Stellung "eingebaute Lüftungsfunktion") - im Niedrigenergiehaus!
    Dann ist der auf meine sachliche Kritik fast aus der Haut gefahren, hochroter Kopf, und nach zwei Minuten war der dann weg. Der kanns einfach nicht besser.
     
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