Abluftwärmepumpe für kleines Haus ausreichend?

Diskutiere Abluftwärmepumpe für kleines Haus ausreichend? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Zusammen, für mein projektiertes Haus (Bungalow) mit 80qm Wohnfläche ist ein Energiebedarf von 60kWh(qma) errechnet worden (Gebäudehülle...

  1. GerdiDu

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    Hallo Zusammen,
    für mein projektiertes Haus (Bungalow) mit 80qm Wohnfläche ist ein Energiebedarf von 60kWh(qma) errechnet worden (Gebäudehülle nach EnEV).
    Beheizt werden (+ Warmwasser) soll ausschließlich über eine Abluftwärmepumpe.
    Laut Baufirma wäre diese voll ausreichend, ich bin da eher skeptisch - favorisiere eigentlich die gute alte Gasheizung.
    Nun, ist es ja ein wirklich kleines Objekt und wenn ausschließlich in extremen Frostperioden elektrisch zugeheizt werden müsste wär es ja ok- aber was ist in der Übergangszeit?
    Und, ist heißes (bis 50 Grad) Wasser zum duschen & spülen überhaupt möglich?
    Hier bin ich auf Eure Erfahrungen und Einschätzungen gespannt.
    Viele grüße, Gerd
     
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  3. R.B.

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    VORSICHT !

    Eine Abluft-WP ist keine WP im üblichen Sinne. Sie kann an sich nur die Energie nutzen die in der Abluft steckt, und die vorher ja anderweitig in den Raum gebracht werden musste.
    Es gibt Lösungen die zusätzlich noch Außenluft nutzen oder die Abluft weiter unterkühlen, aber das sind Spezialfälle.

    Wurde schon die Heizlast ermittelt?
    Ist eine FBH geplant oder Heizkörper?

    Gruß
    Ralf
     
  4. GerdiDu

    GerdiDu

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    Heizlast

    Nein, die Heizlast ist mir leider nicht bekannt. Könnte man, glaube ich, grob überschlagen: Gesamtenergiebedarf/ Betriebsstunden = 3kW~. Die Pumpe soll bis 5kW ausgelegt sein.
    Und es soll eine Fußbodenheizung sein, geht glaube ich auch gar nicht anders wegen der niederigen Temperaturen.
    Gruß Gerd
     
  5. R.B.

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    und woher hast Du den Gesamtenergiebedarf?
     
  6. R.B.

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  7. GerdiDu

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    Danke für den interessanten link.
    Zur Info, bin noch in der Angebotsphase und es geht nur darum abzuschätzen ob eine Beheizung mittels Abluftwärmepumpe überhaupt sinnvoll ist.
    Daher sind auch die Werte für den Energiebedarf gaaanz grob angesetzt, da noch nix anderes vorhanden: 60kWhx80qm=4800kWh/a:2000 (Heizlast nach Weiersmüller)=2,4 Wobei hier ja noch das Brauchwasser fehlt.
    Gruß Gerd
     
  8. roro

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    Dann vergiss jede Abuftwärmepumpe.
    * Die Energie die der Abluft entnommen werden kann, ist abhängig von der Abluftmenge => es ist für die Abluftwärmepumpe irrelevant ob das Haus kleiner ist. Kleine Häuser wirken sich sogar negativ auf die Effizienz einer Abluftwärmepumpe aus, da das A/V-Verhältnis meistens schlechter ist als bei großen Häusern.
    * Jede Firma die bei einer Abluftwärmepumpe eine mögliche Heizlast von 5 kW angibt ist mir suspekt. Im Normalfall kannst Du von 1,5-2 kW ausgehen, bei Deiner Hausgröße eher von 1-1,5 kW. Damit kannst Du gemütlich WW erzeugen, zum Heizen nicht geeignet.

    2000 Betriebstunden waren vielleicht vor 20 Jahren richtig. Jetzt geht das eher in Richtung 1000-1500 Betriebsstunden pro Jahr. Ich würde Deine Heizlast auf ca. 4 kW schätzen aber eine korrekte Heizlastberechnung wäre äußerst ratsam.
     
  9. #8 Alfons Fischer, 30. August 2013
    Alfons Fischer

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    man muss sich darüber im Klaren sein, dass eine Abluftwärmepumpe vielleicht 70-80% der Energie aus der Abluft rückgewinnen kann. mehr nicht. Dann muss der Rest (vor allem die Transmissionswärmeverluste - das, was in "HT" steckt) halt elektrisch zugeheizt werden.

    Die letzten EnEV-Nachweise, die ich mit so einer Technik ausgestattet waren, habe ich nach EnEV 2007 gerechnet. Nach EnEV 2009 habe ich den Primärenergiebedarf wegen der Stromzuheizung nicht mehr hinbekommen. Und dann kommt ja auch noch das EEWärmeG dazu...
     
  10. Julius

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    Nur Abluft-WP ist bei sol einer Hütte völlig unzureichend.
    Warum nicht wenigstens eine Luft-Wasser-WP, welche (auch) die Umgebungsluft nutzt?
    Und die wäre schon kritisch genug (für die Heizkosten).

    Abluft-WP klingt nach:
    Gib mir die in der Anschaffung billigste Lösung (egal, was nachher das Heizen kostet)...
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Ja aber die 60kWh/m2a sind doch Primärenergiebedarf und haben mit dem realen Heizenergiebedarf nicht viel zu tun.

    Also zuerst mal Heizlast ermitteln, dann um den WW-Bedarf kümmern, und danach kann man sich über den Wärmeerzeuger Gedanken machen. Bei kleinen Gebäuden mit niedriger Heizlast muss man sehr genau auf den WW-Bedarf achten, denn hierfür kann eine höhere Wärmeerzeugerleistung erforderlich werden als für die Abdeckung der Heizlast. Man muss dann an einem Konzept tüfteln, das vor allen Dingen auch die Nutzergewohnheiten betrachtet.

    Letztendlich spielen dann auch noch die Kosten eine Rolle. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  12. GerdiDu

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    Guten Morgen,
    vielen Dank an alle für die Informationen. Ich fühle mich in meiner Einschätzung bestätigt und werde wohl auf einer Gasheizung bestehen.
    Viele Grüße, Gerd
     
  13. R.B.

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    Das wäre wohl die einfachste Lösung.....aber damit nicht zwangsläufig die beste.

    Gruß
    Ralf
     
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  15. GerdiDu

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    Und welches wäre dann die vermeintlich Beste?
    Gruß Gerd
     
  16. R.B.

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    Wer kann das zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen? Da muss man halt verschiedene Konzepte ausarbeiten und miteinander vergleichen. Denkbar wären beispielsweise ein kleiner wasserführender Pelletofen, evtl. kombiniert mit Solar, oder eine kleine Inverter-LWP, oder eine kleine Sole-WP, oder halt eine Gastherme. Alle diese Varianten haben Vor- und Nachteile, aber wie sich diese in Deinem Fall auswirken, das sagt mir meine Glaskugel nicht.

    Die Brennstoffkosten sind unterschiedlich und die zukünftige Entwicklung kennt wohl nur eine Richtung. Gas ist teuer und wird sicherlich nicht billiger, Strom ist sehr teuer und lohnt nur dann wenn die WP eine ordentliche Arbeitszahl liefert, tja, und Pellets gibt es auch nicht gratis, schon gar nicht bei kleinen Mengen.
    Die Verbrauchskosten sind aber nur die halbe Miete, auch die Investition muss bezahlt sein, und laufende Kosten wie Schorni, Grundgebühren usw. darf man auch nicht vergessen.

    Wenn es so einfach wäre den optimalen Wärmeerzeuger zu finden, dann hätten wohl alle die gleiche Heizung.

    Gruß
    Ralf
     
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