Abrichtemaschine

Diskutiere Abrichtemaschine im Werkzeuge Forum im Bereich Sonstiges; Hallo liebeTischler und sonstige Experten, Da ich der Tischlerei verfallen bin und mich immerwiederin neue Shpären wage, binich nun mit meinem...

  1. #1 fortuno999, 6. Oktober 2008
    fortuno999

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    Hallo liebeTischler und sonstige Experten,

    Da ich der Tischlerei verfallen bin und mich immerwiederin neue Shpären wage, binich nun mit meinem Fachchinesisch am Ende.

    Ich binoffensichtlich in einemStadium angelangt, wo plötzlich von "Abrichtemaschinen" die Rede ist:eek:

    Und nun meine Frage: Was isn das????? Und was ist der Unterschied zu einer Hobelmaschine??

    Wärewirklich dankbar für eure Antworten. Undich willeuch wirklich nichtärgern.Ich kann es mir echt nicht vorstellen.googeln hat mich auch nicht schlauer gemacht.....

    LG Angelika
     
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  3. carpe

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    die abrichte ist eine maschine mit tischauflage, um hölzer gerade hobeln zu können. die hobelwelle ist dabei unterhalb des tisches angebracht.
    bei der abrichte wird keine dickenhobelung vorgenommen, sondern eben nur eine seite des werkstückes plan gehobelt.

    abrichthobel
     
  4. aldente

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    Um Carpe zu ergänzen:

    Die Abrichte richtet, wie von Carpe beschrieben, ein Holzwerkstück einseitig planeben ab. Die Messerwelle arbeitet offen zwischen zwei Tischstücken, die einen leichten Höhenversatz haben. Idealer Weise hat die Maschiene eine 90° Anschlag über beide Tischstücke hinweg. Das ermöglicht nicht nur eine plane Ebene, sonder zwei im rechten Winkel anliegende Flächen eines rechteckigen Querschnitts, wenn man nach dem ersten Gang (können auch mehrere sein, jedenfalls wenn die Fläche wirklich planeben ist), das Werkstück mit der zuerst gefertigten Ebene an den Anschlagwinkel legt und weiter bearbeitet.

    Diese Arbeit ist sehr gefährlich und benötigt genauerster Einweisung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    ...von Sicherheitsmassnahmen und Bedienung!

    Im weiteren werden die im 90° Winkel zueinander liegenden Flächen(andere Winkel sind auch möglich) in der Dickenhobelmascheine weiter bearbeitet.(eher ungefährlich)

    So erziehlst du aus rohem Stammmaterial teuer zu kaufende gehobelte Wahre.

    Diese Anmerkung gild nur zur Erklärung, das eingentliche Prozedere ist FACHARBEIT!
    ..und da bin ich ansonsten nicht pingelig, aber auch versierteste Heimwerker lasse ich in unserem Betrieb NIEMALS!! an der Abrichte arbeiten.
     
  5. #4 fortuno999, 7. Oktober 2008
    fortuno999

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    Danke!

    Hallo ihr Netten Antworter!

    Danke für die Aufklärung!

    Jetzt verstehe ich das so halbwegs.

    Ich hatte eigentlich nur vor,mir Bretter bzw. eigentlich Pfosten (weil 5 cm dick) abzuhobeln,um sie zu verleimen.

    An Baumstämme trau ich mich eh nicht ran.

    Aber eben vor dem Verleimen stand, dass man eben mit dem bloßen Hobeln nix schönes erreicht.

    @ aldente: Warum ist die Maschine so gefährlich? Hat die einen automatischen Einzug oder kann einem der ganze Baumstamm entgegenhüpfen?

    Ist total super, dass du mich warnst! Danke!! http://www.bauexpertenforum.de/images/smilies/respekt.gif Ich glaub aber, es wäre schon die Anschaffung gefährlich (für meine Geldtasche zumindest...)

    Habe einen bekannten Zimmermann. Dem werde ich dann gleich sagen, dass es für mich viel zu gefährlich ist, damit zu arbeiten und ihm schöne grüße von dir bestellen.

    Ich bin aber eh sowieso ein Hosensch....

    LG Angelika
     
  6. #5 peterhubertus, 7. Oktober 2008
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    hallo Angelika,
    Die Abrichte hat keinen Einzug, sondern das Werkstück wird manuell über die Messerwelle geschoben. Bei unsachgemässer Handhabung kann das Werkstück unter der Hand wegrutschen und zurückgeschlagen werden und es besteht die Gefahr, mit der Hand die dann blossliegende, rotierende Messerwelle zu berühren. Die Folge können unmittelbare schwere Fleisch- und Knochenverletzungen sein, weil die Messerwelle sofort grosse Mengen "Material" wegarbeitet.
    Wenn diese Grundeinstellung (=Respekt vor Maschinen) mit guter handwerklicher Geschicklichkeit kombiniert ist, dann ist das m.E. nicht die schlechteste Voraussetzung für einen erfolgreichen und sicheren Umgang mit Maschinen.

    Merke: Holzbearbeitungsmaschinen sind wegen der hohen Schnittgeschwindigkeiten besonders gefährlich. Bevor Schmerzempfinden eintritt, ist eine schwere Verletzung schon passiert. Bei der Kreissäge ist bei zügigem Vorschub z.B. der Finger bereits ab, bevor man den Schmerz fühlt.

    Vielleicht mal ein Tip für den Anfang: Niemals in Hast oder Eile arbeiten, niemals unter Alkoholeinfluss (nicht mal EIN Glas Bier), niemals in fröhlicher Stimmung mit Freunden zum "mal eben Vorführen", immer voll konzentriert und voller Respekt.

    Gruss, Peter
     
  7. #6 fortuno999, 7. Oktober 2008
    fortuno999

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    Danke Peter!

    Klingt ja grausam! Aber es stimmt. Mandarf nie vergessen,wieviel Kraft die Dinger alle haben.

    LG Angelika
     
  8. bernix

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    Hallo Angelika

    für solche Arbeiten sollte das Ausgangsmaterial (einigermaßen) gerade sein.
    -
    Ich habe meine Fensterbänke (verleimt), Veranda etc mit so einem Gerät gehobelt.
    http://images.google.de/imgres?imgu...&prev=/images?q=montagehobel&gbv=2&hl=de&sa=G
    In Ausnahmefällen kann man verzogene Bretter vor dem Hobeln auch wieder begradigen...
    (feuchte Handtücher über Nacht auf die verkürzte Seite auf legen...)
    gruss
    bernix
     
  9. #8 fortuno999, 7. Oktober 2008
    fortuno999

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    Ooh Bernix,

    Nicht mir Werkzeuge zeigen! Das wird immer sooo teuer:yikes

    Sieht wirklich gut aus!
    Danke für den Tipp.

    LG Angelika
     
  10. aldente

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    @Fortuni999 lacht, ich seh, Du hast die Warnung nienicht ernst genommen.

    Einfaches Beispiel, warum es gefährlich ist: Einen Elektrohobel hast Du anscheinend oder hast schon damit gearbeitet. So, und nun gehst du in den Keller oder Garage, meinetwegen auch in Dein Wohnzimmer und nimmst den E-Hobel mit, spannst ihn mit der Messerwelle nach oben!!, also genau andersrum als sonst, in eine Werbank ein, besser eine Hobelbank, Schraubstock geht auch. So, genau so, jaja. Jetzt bitte einschalten!!

    Und nun führe mal ein Werkstück mit den Händen über den Messertisch, nun mach schon.

    Tja, Muffensausen? ABER!! das ist jetzt eine Abrichte, ganz genau so, nur eher mit grösserem Tisch, grösserer Messerwelle und mit deutlich mehr Bums und Getöse arbeitet dieses Dingenskirchen namens Abrichte.

    Wenn Du weiterhin meinst, ich hätte Dir Warnungen wegen Nix und mangelnder Heimwerkerkompetenz gegeben, dann hab weiterhin Deinen Spass. Aber selbst der beste Handbader wird Dir Deine Fingerchen nicht aus dem Spänehaufen reproduzieren können, wie bei tausenden Tischlern und Zimmerleuten ...apropo..frag mal Deinen Zimmermannspezi, ob er Dich an die Abrichte (nicht den Dickenhobel, das ist was anderes) ran lässt...jetzt ich..:D:D:D
     
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  12. fortuno999

    fortuno999

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    Aldente,

    Leider kennst du mich nicht! Ich lache zwar manchmal aber nicht über so erste Sachen! KLAR habe ich deine Warnung ERNST und dankbar angenommen!!!!!

    Und ich werde mich hüten, so ein Ding zu bedienen! Ich hatte mich eh bedankt für deinen Tipp und das auch ernst gemeint!

    Falls ich in meinem nächsten Leben dann eine solide Tischlerausbildung abschließe, dann können wir ja wieder drüber reden,ob ich so etwas einschalte.

    Bestimmt nicht einfach so! Deine Mühe,mich zu warnen war bestimmt nicht umsonst!!! Danke nochmal!

    Ich weiß gar nicht,wo du mich lachen siehst. Ich kaufe mirauch diese Heimwerkergerät nicht, denn wenn kaufe ich mir so halbwegs erschwingliche, solide, standfeste Geräte.

    Und das mit dem Geräte zeigen warein Scherz,ja weil ich irgendwie immer vor Prospekten sitzte und mir die Geräte und Werkzeuge gerne anschaue, fast alle. Aber das heißt noch lange nicht,dass ich gleich losrenne, und sie kaufe.

    Und ja ich habe einen normalen Hobel und bei dem werde ich auch bleiben. Da nehme ich lieber eine nicht so ganz schöne geleimte Stelle ein Kauf!
    Und der Zimmermann "gehört" eigentlich gar nicht mir sondern meinem Vater, der ihn besser kennt...

    LG Angelika
     
  13. #11 peterhubertus, 8. Oktober 2008
    peterhubertus

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    Angelika, Du scheinst aber soviel Interesse zu haben, dass Du vielleicht mit der Tischlerei nicht bis zum nächsten Leben warten solltest. Immerhin macht es ja auch grossen Spass und verschafft eine ungeheure Befriedigung, solide Möbelstücke zu bauen, welche Generationen lang halten können.
    Gruss, Peter
     
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