Absicherung aktuell niedriger Bauzinsen für späteren Hauskauf

Diskutiere Absicherung aktuell niedriger Bauzinsen für späteren Hauskauf im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich lese hier schon seit längerem interessiert mit und bin durchaus beeindruckt von der Qualität der Anworten hier. Nun will...

  1. lreplrep

    lreplrep

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    Hallo zusammen,

    ich lese hier schon seit längerem interessiert mit und bin durchaus beeindruckt von der Qualität der Anworten hier. Nun will ich auch mal eine Frage stellen bzw. ein Thema zur Diskussion stellen.

    Bei mir steht zwar aktuell keine Baufinanzierung an, ich plane jedoch in 2-3 Jahren des Kauf eines Hauses. Zur Zeit habe ich etwa 50000€ Eigenkapitel und ich gehe davon aus, dass ich etwa 200000-250000€ für den Hauskauf benötige (Hauspreise sind hier in der Gegend relativ niedrig).

    Ich schätze, dass ich wenn es soweit ist etwa 100000€ Eigenkapital angespart habe, also etwa max. 150000€ Darlehn benötige (Tilgungsrate peile ich so 1000€ an). Nun sind die Zinsen zur Zeit ja auf einem sehr niedrigen Niveaue und wenn man mal durchrechnet, wie viel mehr an Zinsen man insgesamt aufwenden muss, wenn der Zinsatz nur um 1% steigt, fühlt man sich doch etwas "motiviert" den Hauskauf vorzuziehen. Das kommt für mich zur Zeit jedoch nicht in Frage.

    Für mich stellt sich daher die Frage, ob es nicht irgendwie möglich ist, die aktuell niedrigen Zinsen trotzdem zu nutzen bzw. etwas in die Zukunft zu retten. Mir sind bisher folgende Möglichkeiten eingefallen:

    • Bausparvertrag: In meiner Konstelation denke ich nur sehr eingeschränkt zur Absicherung geeignet!? (Bei nur 2-3 Jahren Vorlaufzeit wieder teuer durch Zwischenfinanzierung!?)
    • Forward-Darlehn: Nur möglich wenn altes Darlehn abgelöst werden soll!?
    • Put-Turbo Zertifikat auf Bund Future: Die Idee ist mir vor kurzem erst gekommen. Hintergrund: Der Bund-Future bildet ja ungefähr das aktuelle Zinsniveaue 10 järhiger Bundesanleihen ab, die wiederrum sehr stark mit den Bauzinsen korrelieren. Mit relativ kleinem Kapitaleinsatz und großem Hebel wäre auch der max. mögliche Verlust bzw. nötige Kapitaleinsatz relativ gering. Die Frage ist wie hoch die Kosten für eine solche Absicherung sind und welche Nachteile/Risiken hier noch zu erwarten sind.

    Besonders Eure Meinung zu dem letzten Punkt würde mich sehr interessieren.
     
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  3. BerndR

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    Zertifikate würde ich grundsätzlich nicht nehmen;
    weil sie zum einen in der Regel sehr intransparent sind;
    zum anderen keinen Insolvenzschutz haben.
     
  4. BerndR

    BerndR

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    Wie sagte einmal ein bekannter Professor (für Bankwirtschaft) so treffend:
    Die Banken sollen ihre Zertifikate doch endlich mal so konstruieren, dass sie auch ein einfacher Professor verstehen kann.
     
  5. lreplrep

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    Das schreckt mich an der Sache auch am meisten ab. Wenn man sich mal die seitenlangen Produktbedingungen anschaut ist das wirklich erschreckend.

    Allerdings wäre der "Einsatz" hier ja relativ gering. Es wäre mal interessant genau durchzurechnen, ab welchem Zinsanstieg sich solch eine Konstruktion lohnt. Aber auf Grund der Komplexität wird das wohl (zumindest für micht) schwer bis unmöglich.
     
  6. #5 Bricoleuse, 31. Juli 2012
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    Naja, ganz so pauschal würde ich das nicht sehen. Wie Du richtige schreibst sind Zertifikate "in der Regel" intransparent, d.h. nicht immer. Und der Insolvenzschutz? Wenn die Bank 'ne ordentliche Bonität hat, wäre mir das Risiko nicht zu hoch. Klar ist, dass Du den Schutz nicht für lau bekommen wirst, zumal, wenn die Zinsen steigen, die Preise auch wieder etwas fallen dürften.
     
  7. BerndR

    BerndR

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    Die Probleme bei der Bonitätsbestimmung einer Bank sind ja seit der Insolvenz von Lehmann/Brothers hinreichend bekannt.

    Die Zertifikate sind natürlich interessant, weil man damit praktisch jedes gewünschte Risikoprofil für jegliches Problem realisieren kann;
    und der Emittent hierbei für den Anleger diese Aufgabe übernimmt.


    Das Problem ist halt.
    die Kostenstrukturen zu erkennen, was m.E. gar nicht genau möglich ist, weil die umfangreichen Angebotsbedingnung ein sehr schwer verständliches Vertragswerk darstellen.

    Alternative ist halt selber ein trader Konto zu eröffnen;
    und die Optionen selber zusammenzustellen.

    Würde ich aber auch von abraten, weil das viel zu zeitaufwendig ist für einen Einzelfall, bis man sich in alle Eventualitäten eingearbeitet hat.

    Die Forward Darlehen werden in der Regel als sinnvoll angesehen,
    wenn eine Anschlussfinanzierung bevorsteht:
    ich vermute mal, dass Forwarddarlehen im reinen Baufinanzierungsgeschäft vor dem (ungewissen) hausbau nicht angeboten werden, weil das ja
    dann ein sehr risikoreiches Proukt wäre.
     
  8. LaSina

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    Ein Put auf den Bund Future ist ein 0815 Produkt. Bernd du Hoerst dich schlimmer an als der Typ von Stiftung Warentest. die Optionen sind natürlich gesichert.......

    Und Zertifikate stecken Heuhaufen in Fonds oder Swaps...



    Beobachte den Zinsmarkt je spaeter das Forwarddarlehen desto geringer der Aufschlag.
     
  9. Torian

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    Da ist mir jetzt nicht ganz klar wie der Banker den "Beleihungsauslauf" berechnen soll, wenn noch gar nicht klar ist, ob die Hütte am Ende 200K oder 250K kosten wird ;-)
     
  10. Bautz

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    Wieso eingeschränkt?
    Es gibt auch Tarife, bei denen Du nach Volleinzahlung des Mindestsparbetrags nach 2-3 Jahren in die Zuteilung kommst. D.h. 50.000 € EK jetzt einzahlen, in 3 Jahren 100.000 zugeteilt bekommen (bei Ausnutzung einer ggf. vorhandenen Mehrzuteilungsoption auch noch mehr). Vorteil wäre hierbei auch, dass die BSK ihren Kredit nachrangig absichert.

    ZUsätzlich zu den 50.000, die Du zwischenzeitlich angespart hast, wären dann nur noch 50.000 - 100.0000 zu finanzieren. Das Zinsrisiko finde ich überschaubar, zudem Du nur max. 40% der Gesamtsumme erstrangig absichern müsstest und somit - wenn sonst keine Leichen im Keller liegen - hervorragende Konditionen bekommen solltest. Auf Spielereien mit Derivaten würde ich mich in so einer Situation sicher nicht einlassen.
     
  11. Torian

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    Wie hoch ist dann die monatliche Darlehensrate bei dem BSV? Der Fragesteller schreibt von Wunsch-Tilgungsrate von 1000€, wenn ich unterstelle, dass er damit nicht nur Tilgung sondern Tilgung+Zins meint so wird es eng. Kenne eine (kommerzielle) BSV-übersicht im Netz, dort wird bei deiner Variante (heute 50.000 einzahlen, in 2 Jahren Bausparsumme 100.000 abrufen) eine monatliche Rate von 600€ genommen. Dann noch 100.000€ für sagen wir 5%Zinsen+1% Tilgung = 500/Monat sind wir in Summe bei 1100€/Monat.
     
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  13. bernix

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    den Mittelsatz bitte mal übersetzen.
     
  14. LaSina

    LaSina

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