Absicherung der Zuleitung zu einer Unterverteilung

Diskutiere Absicherung der Zuleitung zu einer Unterverteilung im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Und schon habe ich eine erste Frage (Suchfunktion brachte mich nicht weiter): Stand/Objekt: Neubau (Rohbau z. Zt. Kellerdecke gegossen), Geplant:...

  1. lalfons

    lalfons

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    Und schon habe ich eine erste Frage (Suchfunktion brachte mich nicht weiter): Stand/Objekt: Neubau (Rohbau z. Zt. Kellerdecke gegossen), Geplant: HAK 63 A NH-Sicherungen, 50 A SLS vor dem Zähler.

    Es soll u. a. für den Außenbereich (Garage, Garten, Hobbywerkstatt) eine eigene UV erstellt werden. Bei mir sind die UV's mittels Hauptschalter und RCD abgesichert. Jetzt spricht der Elektriker von "selektiven FI" im Zählerschrank für die Absicherung der Zuleitung und der UV (kostet ja richtig Geld!). Die UV ist ca. 7 m vom Zählerschrank entfernt und es soll ein NYM-J 5 G 10 mm² verlegt werden (im Keller auf dem Putz und im weiteren verlauf unter Putz.

    1. Wie sollte eine ordnungsgemäße, nicht überteuerte aber trotzdem sichere UV im Zählerschrank angeschlossen sein? Es sollte auch vorsorglich möglich sein, in der Werkstatt später eine 32 A Steckdose zu installieren.

    2. Gibt es beim Anschluss Unterschiede zwischen der UV für Außen/Werkstatt zu einer normalen Wohnraum UV fürs EG? Wie sollte es dann ggf. hier aussehen?

    lg Alfons
     
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  3. feelfree

    feelfree Gast

    Warum sollte man einen RCD für eine UV überhaupt im Zählerschrank brauchen?
    Ich kenne das nur so, dass eine UV im Zählerschrank mit Neozed D02 abgesichert ist. Da gibt's auch Lasttrennschalter dafür, der dann gleichzeitig die UV abschalten kann, ohne die Sicherungen rausdrehen zu müssen.
     
  4. fuchsi

    fuchsi

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    Da stimme ich absolut zu.
    Ein D02 Lasttrenner in der HV.
    In die UV kommen dann der FI und die LS. Eigene Hauptschalter sind imho nicht notwendig.
    Wenn die D02 Sicherungseinsätze noch zum FI abgestimmt sind, passt auch gleich der Überlastschutz des (der) FI

    Selektive FI sind teuer und ich sehe darin auch kaum Mehrnutzen. (ausser sie sind aufgrund der Netzform sowieso vorgeschrieben)
     
  5. lalfons

    lalfons

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    Habe ich vergessen zu erwähnen: Netzform ist TN-C-S. Erwähnt wurde in diesem Zusammenhang das Thema Brandschutz und falls einmal jemand einen Nagel in die Zuleitung zur UV schlagen sollte.

    Und wenn in den UV 40 A/0,03 RCD verbaut werden, wie groß müssten dann die Sicherungseinsätze sein (und gibt es da Unterschiedliche Auslösekriterien wie bei den LSS)?

    Danke
     
  6. Julius

    Julius

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    Solch eine Forderung kann sehr wohl bestehen (seitens des VNB)!
    Oder z.B. das Verbot, in solchen Abschnitten den PE in der Mehraderleitung mitzuführen (also 4+1 statt 5).
    Allerdings kenne ich das nur in TT-Systemen (wo es auch technisch nachvollziehbar ist).
    Nicht aber bei TN.

    Zwar trifft das Argument des Eli prinzipiell zu.
    Aber da offenbar die Zuleitung der fraglichen UV vollständig IM Gebäude liegt, ist das Risiko überschaubar.

    Ich sehr daher keinen zwingenden Grund, in Deinem Fall selektive(n) FI einzubauen. Da Du eben nicht die bestmögliche Sicherheit möchtest, sondern die billigste zulässige Lösung. Welche ja auch schon deutlich besser ist als der Großteil des Bestands!

    Ordentliche und erschingliche Ausführung wäre also ein Lasttrennschalter mit z.B. 3x35A Neozed pro Abgang zur UV.
    Zusätzlich könnte man über nagelfestes oder geerdetes Schutzrohr im UP-Abschnitt nachdenken.

    Die Bezeichnung "NYM-J 5 G 10 mm²" ist übrigens falsch. Dort wird nationale und internationale Nomenklatur gemischt! Entweder J ODER G, aber nicht beides. Richtig wäre "NYM-J 5x10 mm²".
     
  7. feelfree

    feelfree Gast

    Brandschutz in dem Zusammenhang verstehe ich nicht. Nagel in die Zuleitung - na ja. Wenn dir dieser Fall den Aufpreis für diese selektiven RCDs wert ist...

    Ich würde da Neozed 35A reinmachen, und alles ist gut.
     
  8. lalfons

    lalfons

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    Vielen Dank für die Tipps. Die haben mir auf jeden Fall schon einmal weitergeholfen. Ich möchte für meine Tochter eigentlich schon einen möglichst hochwertigen Schutz. Und wenn es etwas besseres gibt, bzw. diese selektiven FI wirklich besser sind, dann ist das Thema doch noch nicht abghakt. Sicherheit steht schon ganz weit oben. Ich wollte halt nur wissen, ob es nicht absolut übertrieben ist.

    Diese 35 A Neozed - sind die jetzt für die "normale" Wohnungs-UV gedacht oder reichen die auch für die Werkstatt-UV. Ich denke mal laienhaft, wenn in der Werkstatt wirklich etwas größeres angeschlossen werden soll (32 A Starkstromsteckdose oder Drehbank - Schwiegersohn braucht das vielleicht einmal) schränkt das dann nicht ein. Die 35 A werden dann ja von der Steckdose alleine schon benötigt, dann darf ja gar nichts mehr nebenher laufen?
     
  9. feelfree

    feelfree Gast

    Doch, die 35A reichen. Das sind immerhin 24kW! Mit welchen Geräten willst Du die denn auslasten?
     
  10. fuchsi

    fuchsi

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    Ganze 32A aus einer CEE ist eh unrealistisch.

    Die UV mit 35A absichern, und die CEE mit einem 25A LS in der UV absichern.
    Das sollte eigentlich vollkommen ausreichend sein.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Im Privatbereich kriegt man eine 32A CEE so gut wie nicht an ihre Grenzen. Hier spielen einem eher die Einschaltströme einen Streich, und dem kann man vorbeugen. So lange der Schwiegersohn keine Schwerindustrie in seine Garage aufbaut, reicht das immer aus. Wir reden hier immerhin über Leistungen jenseits der 20kW. Nur zum Vergleich, ein kompletter Haushalt benötigt pro Tag vielleicht um die 10kWh, d.h. wenn die Maschine 30 Minuten in Betrieb wäre, hätte sie schon mehr Strom "verbraucht" als der Haushalt am ganzen Tag.

    Selbst eine etwas größere Drehbank, die hat dann schon eine Weite von 3m und wiegt mal so locker 4 Tonnen, kommt mit weniger als 10kW klar.
    Wenn er natürlich ein Metall-Bearbeitungszentrum in die Garage stellt, dann würde ich über eine Verstärkung des Hausanschluss nachdenken. ;)

    Also, einfach mal überlegen was der Schwiegersohn in der Garage so werkeln könnte. Interessant könnte es werden, wenn er mit größeren Schweißgeräten arbeiten möchte. Die bewegen sich schnell jenseits der 20kW, aber das was man so "zuhause" hat liegt üblicherweise deutlich darunter.
     
  12. zille1976

    zille1976

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    Und wie gedenkst du die Selektivität zwischen den 35A Neozed und den 32A LS-C für die Steckdose herzustellen?
     
  13. Dieter70

    Dieter70

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    32A Neozedsicherungen im Haus und in der UV Werkstatt die CEE 32A direkt hinterm FI abgegriffen.
     
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  15. fuchsi

    fuchsi

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    dann sichert man halt die CEE nur mit 25A ab. Die Maschine möchte ich sehen, die eine 'echte' 32A CEE benötigt.
     
  16. Julius

    Julius

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    Selektivität ist an jener Stelle zwar nett, aber nicht zwingend erforderlich (nur zur nicht kundenbedienbaren Hausanschlußsicherung ist sie vorgeschrieben - und das erledigt der 50A-SLS).

    Für volle Auslastbarkeit (z.B. 3x16A-Verbraucher GLEICHZEITIG zum 3x32A-DAUER-Verbraucher) kann man natürlich auch anders aufbauen:
    -im HV reine Hauptschalter statt der Sicherungslasttrenner
    -im UV 63A-FI oder mehrere 40A-FI

    Das ist aber ME weit überdimensioniert.
    Denn vermutlich ist es wie meist:
    Der Laie nimmt an, daß ein Überstromschutzorgan bereits bei Überschreitung des Bemessungsstroms auslöst. Dies ist ja aber NICHT der Fall!
    Daher ist auch in der sparsamen Variante einiges an Leistungsreserve vorhanden. In der Praxis reicht dies fast immer.
    Wenn mehr benötigt wird, kann man das ja auch später noch ändern (korrekte Installation, also mit ausreichend bemessenen Leitungsquerschnitten und genügend Reserveplatz in den Verteilern vorausgesetzt).
     
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