Abstände zwischen Ziegel mit Isoliermörte verspachteln

Diskutiere Abstände zwischen Ziegel mit Isoliermörte verspachteln im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir lassen gerade ein EH (ohne Keller) bauen. Seit heute hat man begonnen die Wände hochzuziehen (T8 Schlagmann Ziegel) und uns sind...

  1. andi88

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    Hallo,

    wir lassen gerade ein EH (ohne Keller) bauen. Seit heute hat man begonnen die Wände hochzuziehen (T8 Schlagmann Ziegel) und uns sind Abstände (leer) an manchen Stellen aufgefallen.

    Beim Nachfragen, hat man uns gesagt, dass es von den Maßen anders nicht ginge und man sonst viel mehr Verschnitt hätte und deshalb lässt man zwischen räume (leer) und verspachtelt diese dann mit "Isoliermörterl". Unser Bauleiter hat uns versichert das hätte gar keine Nachteile bzw. dieser Isoliermörtel hätte teils bessere Dämmwert als der T8 Ziegel.

    Ist das eine gängige Methode ohne Nachteile für? Ist das so wirklich üblich? Falls nicht, dann würde mich die Aussage mit dem Verschnitt besonders aufregen, fühlt sich dann so an, als ob die auf unsere Kosten Material einsparen.

    Hier noch ein paar Bilder von den entsprechenden Stellen.

    image001.png
    image002.jpg
     
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  3. RMartin

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    Wenn ich das erste Bild mir anschaue, dann scheint nachträglich von aussen die Fuge etwas mit dem Material verschlossen zu werden; sie ist also nicht in ihrer gesamten Tiefe (Mauerwerksbreit) gefüllt?! Das ist unschön.

    Darüberhinaus sagt DIN EN 1996 "Lager und Stoßfugen aus Normalmörtel und Leichtmörtel sollten mindestens eine Ist-Dicke von 6mm, aber nicht mehr als 15 mm haben. Lager- und Stoßfugen aus Dünbettmörtel sollten mindestens eine Ist-Dicke von 0,5mm aufweisen, aber nicht dicker als 3 mm sein."

    Das mal als Gesprächsgrundlage mit Eurem Bauleiter nutzen.
     
  4. #3 OLger MD, 19. Mai 2015
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    Auf der Herstellerseite gibt es ein Datenblatt zu dem verwendeten Planziegel. In diesem Datenblatt gibt es einen Verweis auf die bauaufsichtliche Zulassung Z-17.1-982.

    In dieser steht geschrieben:
    "Das Mauerwerk ist als Einstein-Mauerwerk im Dünnbettverfahren ohne Stoßfugenvermörtelung auszuführen."

    Lt. Datenblatt des Herstellers gibt es auch Ergänzungs- und Ausgleichsformate für die Planziegel...
     
  5. reezer

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    der Bauleiter verar... dich.
    frag ihn mal, warum er, wenn der "Isoliermörtel" denn besser ist als der T8, nicht gleich das ganze Haus aus diesem Wundermörtel gießt

    Bild 1 lässt auf weitere offene Fragen schließen
     
  6. #5 bratwurst, 19. Mai 2015
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    Welche sind das? Ernst gemeinte Frage eines Laien...
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 19. Mai 2015
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    Z. B. wie die Vertikalabdichtung so ausgeführt werden soll, dass sie nicht hinterlaufen werden kann. Ist nämlich nicht möglich, wenn das Haus nicht auf einer Warft stehen sollte!

    PS - und auch die Frage, ob der Statiker um den Überstand über die Betonplatte wusste und die Tragfähigkeit der Restwabnddicke nachgewiesen wurde.
     
  8. #7 Thomas B, 19. Mai 2015
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    Der Überstand ist sicher unkritisch. Das Thema Abdichtung...tja...wie man das jetzt lösen soll...echt...keine Ahnung.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 19. Mai 2015
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    Bei der rel. geringen Festigkeit des T8 wäre ich da vorsichtig. Der "alte" T8 hatte ja zwei "Zonen", da wars egal. Beim "neuen" mit einheitlichen Kammern sollte man zumindest mal nachfragen.
     
  10. #9 Thomas B, 19. Mai 2015
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    Spreche (schreibe) hier aus T8-Erfahrung ;)

    Wenn da jetzt kein Hochhaus draufsteht.

    Decken liegen ja z.B. auch nicht voll auf. Da ist ja idR auch noch eine Abmauerung und Dämmung. Also auch außermittiger Lasteintrag.

    Aber die Abdichtung würde mir dort echte bauschmerzen bereiten.
     
  11. dimitri

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    Wie kann man sich diese Abdichtung vorstellen? Ist das wegen den 1-2cm Überstand der Steine über die Isolierung?
    Bei unserem Rohbau wurde unter der ersten Lage Steine ca. 1,5cm aufgemörtelt (seh ich hier auch nicht). Ist das die Nivellierschicht?
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 19. Mai 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich auch :p

    Genau DAS fragen wir uns auch! ;)
     
  13. dimitri

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    Ein echter Ralf als Antwort.. :biggthumpup:

    Ich formuliere mal anders:
    Wie würde die Abdichtung aussehen, wenn das Mauerwerk nach den geltenden Regeln der Kunst erstellt worden wäre? Ist das der schwarze Anstrich?
     
  14. Thomas B

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    Abdichtung an Stirnkante der Bodenplatte, von dort auf das dort zurückspringende Mauerwerk....(welches es bei Dir nicht gibt).

    Oder: Regeldetail Wienerberger

    Den Anhang Sockeldetail Poroton_01.pdf betrachten

    Bei Dir kann Wasser nun zw. Beton und Wärmedämmung hochsteigen...
     
  15. #14 Halbwissender, 19. Mai 2015
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    Darf es ja auch. Warum nicht?

    Die Abdichtung geht trotzdem in die "Buchse"...
     
  16. dimitri

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    Ok, den Aufbau kann ich mir jetzt einigermaßen vorstellen. Aber die Außenseite ist nach wie vor soviel oder sowenig geschützt wie auf dem Bild. Dort ist zwischen Ziegel und Perimeterdämmung nur etwas Beton.
     
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  18. howa

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    Gibt aber noch andere Details,

    Wenn man kein Keller hat und das Erdreich nicht aufgefüllt wird, wo soll da ein Problem sein. Selbst wenn Feuchtigkeit zwischen Dämmung und Stirnseite Betonbodenplatte aufsteigen sollte! Ist ja bei der R500 und der Schweißbahn auf der Bodenplatte Schluss!

    http://www.schlagmann.de/media/arch...stige/04Y_SOCKELAUSBILDUNG_FLACHGRUENDUNG.pdf
     
  19. #17 Halbwissender, 20. Mai 2015
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    Ich sehe auch kein Problem bezüglich zwischen Dämmung und Beton aufsteigender Feuchte. Warum auch?

    Eher sehe ich Probleme darin, dass manche Herstellerdetails die hier gezeigt wurden derart "schwammig" dargestellt wurden, da bewusst ist das die a.R.d.T. (in dem Fall DIN Normen) nicht eingehalten werden können.
     
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