abstand Bewehrungsmatten bei Biogasbehälter

Diskutiere abstand Bewehrungsmatten bei Biogasbehälter im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten, Ich bin neu hier im Forum und das hier ist auch mein erster Beitrag. Ich schildere mal meine Problemstellung. Ich habe im...

  1. biobauer

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    Hallo Bauexperten,

    Ich bin neu hier im Forum und das hier ist auch mein erster Beitrag. Ich schildere mal meine Problemstellung.
    Ich habe im Oktober einen Biogasbehälter gebaut. Dieser schaut folgendermaßen aus: Rundbehälter, 33 meter Druchmesser , 7 meter Höhe, Wandstärke 30 cm. 2 x Bewehrungsmatten im wandbereich je eine innen und eine aussen ( ausreichend stark dimensioniert)

    Das Problem liegt jetzt darin dass die innere Bewehrungsmatten zu nahe an die äussere Bewehrungsmatten gerutscht sind. Normalerweise sollte die Betondeckung innen/aussen 4 cm betragen. Diese beträgt jetzt aber innen bis zu 11 cm und aussen bis zu 7 cm. Laut Herstelller hat das auf die Statik keinen Einfluss, was ich ihm sogar glauben mag, da die grösste Belastung nur auf Zug entsteht. Aber die Rissbreiten beschränkung von 0,2mm ist meiner Meinung nach nicht mehr gegeben, sondern irgendwo darüber, was der Hersteller natürlich abwiegelt. Er argumentiert dass die grössten Rissbreiten nur an der Bewehrung entstehen, egal wo diese eingebaut ist.

    Bin für jeden Rat und Erklärungen dankbar.

    Vielen dank schon mal
    Biobauer
     
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  3. RMartin

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    So ganz verstehe ich Deinen Beitrag nicht.... Wer hat denn nun den Behälter gebaut?
    Einmal steht, dass Du ihn gebaut hast und ein ander Mal lese ich etwas von einem Hersteller?!
    Bei der nun verteilten Bewehrung verändert sich natürlich der Hebelarm der inneren Kräfte, was jedoch bei einem Rundbehälter in dem Sinne sowieso nicht auftritt; hier herrscht nur Druck und nicht wie Du schreibst, dass die größte Belastung eine Zugbelastung ist.
    Eine innere Betondeckung von 11cm ist trotzdem unschön. Wie Du schon schreibst, wird mit einer höheren Rißbildung zu rechnen sein.
    Aber Du solltest den tatsächlichen Bauzustand vom Planer verifizieren lassen; ein Biogasbehälter muss doch dicht sein? Evtl. muss dann ein entspr. Beschichtungssystem aufgebracht werden.
    (Müssen solche Behälter eigtl. nicht auf Dichtheit geprüft werden?)
     
  4. biobauer

    biobauer

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    Da muss ich wohl was klarstellen :)

    Ich bin der Bauherr und nicht die Firma die baut.
    Die Bewehrung wird vornehmlich auf Zug belastet ( Ringzug) da der Behälter ja innen gefüllt wird und nur teilweise in die Erde (Druck von aussen) eingebunden ist.

    Die Frage ist jetzt wie ich gegenüber dem Hersteller argumentieren kann dass eine grössere Rissbreite wegen zu hoher Betondeckung vorliegt als die tatsächlichen 0,2mm.

    Dichtigkeitsprüfung ist schon gemacht, dabei wird aber nur der untere 0,5 m geprüft mittels Füllstand. Rissbreite ist ja aber auch wichtig um Stahlkorosion durch zu grosse Risse zu vermeiden.
     
  5. RMartin

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    Okay, habs kapiert. Tja, ich bin bzl. Tragwerkslehre von Rundbehältern leider gar nicht 'vorbelastet'. Deswegen sage ich mal nichts weiter technisches hier...
    Ich verstehe jedoch nicht wieso das denn damals betoniert wurde? Weil das muss man ja vorm Betonieren schon gesehen haben...nachher gehts ja nicht mehr?!
    Ist denn eine Mängelrüge an die Herstellfirma raus? Diese muss Dir eigentlich beweisen, dass sie konform gebaut haben. Wenn entgegen der Pläne gebaut wurde (was ja in dem Fall gemacht wurde), muss die Firma das was anders gemacht wurde entsprechend verifizieren. Wenn dann halt rauskommt, dass die Rissbreiten zu groß werden, muss die Firma auf eigene Kosten ausbessern. In diesem Fall z.B. mit einer Beschichtung.
     
  6. maxplacid

    maxplacid

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    Hallo,

    du hast absolut recht. Bei erhöter Betondeckung erhöt sich auch der Bewehrungsgehalt bezüglich Rissbreitenbeschränkung.


    In Deinem Fall sag nur noch SACHVERSTÄNDIGEN bauftragen!!!!!!!!!

    Grüße
    Max
     
  7. PeMu

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    Das sind doch schon Widersprüche in sich:

    je eine Mattenlage innen + außen
    + h=30cm
    + wcal=0,20mm :confused:
    +delta t :confused::confused:

    Oder wcal=0,30mm und Ausführung über Betontechnologie :confused:

    Die verrutschte Mattenlage passt wohl zum Gesamtkomplex:cool:

    Wenn unterschiedliche Füllstände, Temperaturunterschiede, teilweise eingebuddelt -> nicht nur Zugbeanspruchung
    Lastgeschichte/Ausbildung Fusspunkt -> noch mehr Biegung ...

    Tzsss


    Komplett anfüllen, Dichtigkeit prüfen und glücklich sein

    oder riesen Aufstand anzetteln.



    Bauen auf dem Land - da sind robuste Bauherren gefragt.
     
  8. maxplacid

    maxplacid

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    Mir is noch was eingefallen.....

    Wo sind denn eigentlich die S-Haken (Abstandhalter) geblieben???
    Hat deine Baufirma schon mal was vom DBV-Merkblatt "Abstandhalter" gehört?

    Demnach ist die Ausführende Firma verpflichtet die Bewehrung in Ihrer Lage zu Sichern. Also 4 Stück S-Haken pro m² Wand. Das gleiche gilt auch für den Planer der Bewehrung, der muß die geeigneten Abstandshalter in den Plänen ausweisen.
    Wären die S-Haken verbaut worden hätte die Bewehrung gar keine möglichkeit gehabt sich zu verschieben und zu verwinden.

    Grüße
    Max
     
  9. PeMu

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    hmmm, das löst nicht das Grundthema.

    Trotzdem:
    S-Haken - der Anfang vom Übel
    Die Dinger fliegen eh meistens in den Schrott.
    Verhindern nur das wandern nach außen, nicht nach innen,
    verringern die Betondeckung...

    Es gibt auch andere Lösungen - Mauerstärken/Schalungsabstandhalter,
    U-Haken, ...
     
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  11. biobauer

    biobauer

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    Danke schon mal vorweg für das Interesse.

    Erhöhte Betondeckung ist für mich jetzt kein Problem, vor allem da es statisch nicht Problematisch ist. Ich habe aber trotzdem einen Behälter mit definierter Rissbreite eingekauft und nicht mit irgendeiner.
    Habe vom selben Hersteller schon 5 andere Behälter bauen lassen und sind top.

    Es werden zum einen Schalungsabstandshalter eingebaut, deshalb stimmt die Min betondeckung eigentlich immer.
    Es kommen U aus Stahl als Abstandshalter zwischen die beiden Bewehrungsmatten, doch werden die schon immer von den Monteuren nicht im Lot (also 90 ° zur Bewehrung) eingebaut, sonder leicht schräg, so dass der Abstand nicht stimmt. Die U werden eingebunden nachdem alle Bewehrungsmatten aufgestellt wurden (innere und äussere). Meiner Meinung einfach schlamperei, denn dan können die Matten nicht entsprechend nachgerutscht werden. Nachdem mir das beim unteren Betonierabschnitt dann aufgefallen ist habe ich das für den Oberen Betonierabschnitt dann konsequent überpüft und siehe da es ging dann doch.

    Mir geht es eigentlich darum dass der Hersteller finanziell entschädigen soll was er verbockt hat, sprich eine höhere Rissbreite entschädigen. Auf meine Nachforschungen hin bei LGA und einem bekannten Statiker hat sich dann bestätigt dass auf Zug bei diesem Typ von Behälter die Anordung der Bewehrungsmatten in meinem Fall zwar nicht ideal aber nicht problematisch ist. Das mit der Rissbreite würde mich aber ein Gutachten kosten und Zeit und Nerven und mit Sicherheit vor Gericht landen, dann aber evtl mit einem Vergleich enden. Da ist guter Rat mal wieder teuer :) Wenn aber nicht wenigsten ein bischen Einsicht vom Hersteller kommt wirds aber auf das hinauslaufen.

    So weit bisher, gute Nacht
     
  12. maxplacid

    maxplacid

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    @ PeMu

    S-Haken müßen, wie auch U-Bügel, an der inneren und äußeren Bewehrung angebunden werden um den Abstand zwischen den Lagen zu gewährleisten.
    Haben also beide den gleichen Effekt. Die S-Haken sind halt meiner Meinung nach einfacher einzubauen.
    Und ja, wenn man nicht aufpasst landen die Dinger aufm Schrott beim Alteisenhändler..:motz
     
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abstand Bewehrungsmatten bei Biogasbehälter

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