Abstand Netzwerk-, TV/SAT, Telefondosen zu Steckdosen

Diskutiere Abstand Netzwerk-, TV/SAT, Telefondosen zu Steckdosen im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Da dies mein erster Beitrag ist zunächst Hallo und Besten Dank für dieses gut strukturierte Forum. Wir bauen gerade ein EFH, während der Rohbau...

  1. MicCardo

    MicCardo

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    Da dies mein erster Beitrag ist zunächst Hallo und Besten Dank für dieses gut strukturierte Forum.

    Wir bauen gerade ein EFH, während der Rohbau ohne große Probleme vonstatten ging, ergeben sich nun erste Fragen im Bereich der Elektroinstallation, die sich mit der SuFu nicht beantworten ließen.

    Wir müssen unserem Elektriker demnächst mitteilen, wo die Steckdosen etc. hin müssen. Daher möchte ich vorher folgendes wissen:

    Welcher Abstand muss bei der Planung zwischen o.g. "Kleinsignal-Dosen" (siehe Threadtitel) zu Steckdosen eingehalten werden und darf womöglich sogar ein solches Döschen mit in einen Dosenverbund mit einer gemeinsamen Blende (z.B. drei Steckdosen, eine LAN-Dose).

    Ergänzende Frage: Dürfen LAN- und Strom-Kabel (natürlich durch separate Flex-Rohre getrennt - gemeinsam (nebeneinander) im Estrich oder in der Wand liegen?

    Grüße
    Mic
     
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  3. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Hallo,

    Bei Neubauten haben wir meist einen Abstand von 10 cm zwischen Steckdosen-Gerätedose und Gerätedose für SAT,LAN o.Ä. gewählt - Ergo hatten diese einen seperaten Einfachrahmen.

    Ich persönlich finde es im, wie du sagst, "Dosenverbund" optisch ansprechender. Sind alle Schirme ordnungsgemäß aufgelegt und die Leitungsführung dementsprechend sehe ich da keine Probleme. (Ist bei mir zu Hause schon mehrere Jahre so im Betrieb)

    Zu der Leitungsführung: Hier verhält es sich ähnlich. Durch guter Schirmung der CAT-Leitungen und der Koaxialleitung habe ich da eigentlich keine Bedenken. Wir haben die Leitungen immer nebeneinander in M20 Leerrohren verlegt, nur zur Breit sollten diese Trassen auf dem Rohfußboden nicht werden, sonst gibts Probleme mit dem Estrich.

    Grüße
     
  4. Julius

    Julius

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    Seit einiger Zeit ist die Anordnung von Einsätzen mit Netzspannung zusammen mit solchen für Kleinspannung in gemeinsamen Kombirahmen wieder zulässig, wenn die netzspannungsführenden auch bei abgenommener Abdeckung fingersicher sind (das wird von heutigem Material praktisch immer erfüllt).

    Ich empfehle trotzdem, dies generell zu vermeriden, weil es oft genug zu Spannungsverschleppungen über die Tragrahmen kommt.
     
  5. Salamies

    Salamies

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    Ich habe bei unserem (Um)Bau vor 3 Jahren darauf geachtet, das ich NYM und Ethernet/TV nicht über längere Strecken und nicht in gemeinsamen Leerohren parallel verlege.
    Kreuzungen liessen sich nicht immer vermeiden.
    Ebenso habe ich an mehreren Stellen solche Dosen gemeinsam unter einer Blende untergebracht.
    Sind die Schirme sauber aufgelegt und werden Qualitätskabel verwendet, sollte es kein Problem geben.
    Ich habe jedenfalls bislang keine Art von Störung.

    Spricht natürlich nichts dagegen, die Dosen zu getrennt zu installieren.
     
  6. Memento

    Memento

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    Ich habe die zusammen in einer 4er Dosenreihe aber in getrennten Leerrohren. Wüsste nicht warum das probleme machen sollte. Über längere Strecken liegen die bei mir auch in der Betondecke in getrennten Leerohren halt.
     
  7. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Das Problem bei langen parallelen Strecken ist die Induktion..
    Aber wie gesagt: In der Praxis haben wir Jahrelang die Leitungen (natürlich einzeln in Leerrohren) nebeneinander verlegt, ohne Probleme.

    Als kleiner Tipp:

    Spare nicht an Steckdosen. 2 Steckdosen hinter dem Fernseher sind einfach zu wenig. Was bringt es dir, wenn du dann wieder mit (teils gefährlichen) Mehrfachsteckern arbeiten muss?
    Ebenso denke an Steckdosen für etwaige Weihnachtsbeleuchtung (da freut sich die Frau) Wo kommt der Weihnachtsbaum hin,..? Steckdosen in der Fensterleibung ist auch eine feine Sache.

    Und als letzter Tipp: Planst du ein Heimkino? Auch hier sollte zumindest eine Leerrohr-Anlage mit Zugdraht geplant werden.

    Viel Spaß!
     
  8. MicCardo

    MicCardo

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    Hi @ll,
    schon mal besten Dank soweit.

    @Altbau85: Das Beispiel oben mit den drei Steckdosen gilt sicher nicht hinter dem Fernseher :-) auch an anderen exponierten Stellen werde ich ausreichend Steckdosen planen und trotzdem wird man hinterher wieder die ein oder andere vermissen.


    Problematisch wird es höchstens, weil ich die LAN-Verkabelung selbst mache und den "Starkstromteil" dem Eli überlassen muss. Der reagiert natürlich allergisch wenn ich in sein Gewerk eingreife und als solches wird er schon die Kombination meiner LAN-Dose in seinem Mehrfachverbund betrachten - auch bei separater Zuleitung. Er hat sich bei einem Nachbarn schon darüber beschwert, dass dieser seine quer auf der Wand genagelte Stegleitung geringfügig verlegen mußte, damit er überhaupt neue Dosen für das LAN und Sat auf gleicher Höhe neben die Steckdosen setzen konnte.

    Grüße
    Mic
     
  9. Salamies

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    Sicher richtig, aber da hat man auch noch keine Gigabit Ethernet Geschichte im Hause betrieben.
    Je höher der Datendurchsatz, umso wichtiger wird die korrekte Verlegung.....
    Ich würde solche Geschichten soweit es geht trennen, wenn erst mal der Estrich drüber liegt ist nämlich zappes mit Korrektur:-)
     
  10. Salamies

    Salamies

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    Nun, wer die Musik bezahlt kann doch auch wählen!

    Lass doch deinen Eli die Dosen bohren und auch die Einsätze eingipsen.
    Wenn er seinen Teil fertig hat, bringst du deinen dazu.
    Ausser Eitelkeit wüsste ich keinen Grund warum er sich dann aufregen sollte.
    Sollte halt gut abgestimmt sein wo du was haben willst.

    Machst du Koax für TV auch selbst?
    Oder nur Netzwerk?
     
  11. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Ich würde es so machen wie Salamies! (Mettwurst?!)

    Lass den Elektriker die Dosen senken und einsetzen. So hast du auf jedenfall alle Einbaudosen in einer Flucht und (hoffentlich) korrekt eingebaut. Bestehe aber unbedingt auf Tiefe Einbaudosen! Man kriegt SAT-Dosen zwar auch in Flache, aber mit tiefen ist es wesentlich angenehmer. Analog dazu deine LAN-Geschichte.
     
  12. Salamies

    Salamies

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    Korrekt!
    Das Koax Kabel sollte nicht unnötig mit kleinen Radien gebogen werden, mit flachen Dosen ist es eine Friemelei.
    Mit den tiefen kann man noch schön einen kleinen Bogen legen.
     
  13. MicCardo

    MicCardo

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    @Salamies
    Koax mache ich nicht selbst - ist im Umfang der Bauleistungen meines Vertrages enthalten, im Wohnzimmer, den Kinderzimmern und Büro - das reicht auch.
     
  14. vokono

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    @Mic Cardo
    Logischerweise reagiert er allergisch auf deine Eigenleistung.
    Vorab:Ich kenne nicht deine elektrohandwerklichen Fähigkeiten.
    1. Du "pfuschst " ihm ins Handwerk.
    2. Netzwerk will er gerne selbst verlegen,weil u.U. viel Material (Lohn) zu berechnen wäre.
    3. Wie sieht es mit der Gewährleistung aus?Habt ihr das vorher geklärt?Ganz wichtig!
     
  15. MicCardo

    MicCardo

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    @vokono,
    Daher frage ich ja nach den Abgrenzungen :-)

    Grundsätzlich hat die LAN-Verkabelung keine Schnittstelle zur Elektrik - wenn ich nicht gemeinsame Dosen oder Kanäle verwende. Daher lasse ich mir die Eigenleistung nicht nehmen, werde sie aber natürlich koordinieren und möglichst vor dem Eli machen, damit ich nicht in die Verlegenheit komme, seine Kabel auch nur anpacken zu müssen.

    Der Elektriker wird ohnehin genug an Zusatzleistung bekommen, ist aber andererseits auch recht sparsam - vor allem was den Umfang der Absichrung angeht. In anderen Häusern des gleichen Bauträgers hat er z.B. mehrere Räume über einen Automaten abgesichert (Licht und Steckdosen). Das ist meiner Ansicht nach auch nicht zeitgemäß und birgt größere Sicherheitsprobleme als eine unabhängige LAN-Verkabelung.

    Man stelle sich nur mal vor, dass in zwei Räumen gleichzeitig ein Heizlüfter läuft (unabhängig von der Betrachtung, ob das sinnvoll ist)

    Grüße
    Mic
     
  16. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Naja, man kann schon mehrere Wohnräume über einen B16 Automaten absichern, dass ist unproblematisch.
    Natürlich ists schöner die Räume einzeln zu schalten, aber die Regel ist es nicht.
    Trennung von "Lichtstrom" (für Beleuchtung) und Steckdosen ist meiner Meinung nach überflüssig..
     
  17. MicCardo

    MicCardo

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    Jetzt hat doch dieser Elektriker den Nachbar-Bauherren tatsächlich erklärt, dass die gesamte Verdrahtung des Obergeschosses über einen Automaten laufen kann. Also ein Elternschlafzimmer, zwei Kinderzimmer und das Bad.....

    Das ist der Grund, warum ich diesen Eli für einen "Am falschen Ende-Sparfuchs" halte
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Na ja, wenn man Mindestausstattung nach 18015-2 wählt, kann das eventuell sogar möglich sein. Sinnvoll ist es auf jeden Fall nicht.

    Selbst wenn man Steckdosen- und Lichtkreise nicht trennt, so sollte man doch zumindest für jeden Raum eine getrennte Versorgung vorsehen. Bei höherwertigen Ausstattungsvarianten ist das sowieso ein Muss.

    Gruß
    Ralf
     
  19. Altbau85

    Altbau85 Gast

    Hallo,

    Eine Sicherung ist ein Witz,..
    Bei normaler Ausstattung sollten es schon wenigstens 2 B16 Automaten sein!
    Und wenn es mein Bau wäre: Pro Raum EINE Sicherung.. Kostet nicht viel mehr, bringt aber Übersichtlichkeit und auch Sicherheit.

    Grüße
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Ich frage mich, was war mit dem Elektriker vereinbart? Wenn wirklich nur Mindest-08/15 vereinbart war, dann heißt es Geld in die Hand nehmen oder beim nächsten Haus aufpassen was man wie beauftragt.

    Gruß
    Ralf
     
  22. MicCardo

    MicCardo

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    Das Thema der konkreten Beauftragung ist immer ein Leidiges.

    Der Bauträger hat in der Bauleistungsbeschreibung nur die offensichtlichen Dinge (Anzahl der Steckdosen, Lichtauslässe innen/aussen, Schalter, etc.) konkretisiert und ansonsten auf die "Aktuell geltenden Regelungen der VDE" und auf DIN (ohne genaue Nennung) verwiesen.

    Leider kann ein Bauträger - so meine Erfahrung - auch nur bedingt beraten und als Kunde sieht man die konkreten Probleme manchmal erst bei der Realisierung - also nicht bei Vertragsabschluss.

    Ich bin zum Glück in der Lage die schlechten Erfahrungen der Nachbarn zu nutzen um noch rechtzeitig Änderungen zu vereinbaren. Leider ist das nicht mehr durch den Vertrag abgedeckt und wird damit teurer.

    Jedenfalls wird in unserem Baugebiet klar, dass der Eli die schlecht definierte Vertragslage nutzt, um nur das Minimum zu machen, was gerade noch aufgrund der übergeordneten Regelungen statthaft ist. Selbst auf konkrete Nachfrage konnte mir der Bauträger gar nicht sagen, was mit dem Elektriker genau vereinbart wurde, daher kann man sich auch nicht auf DIN 18015-2 beziehen. Die Anzahl der Steckdosen weist auf Standard-Ausstattung hin, aber die Absicherung der Räume ist höchstens Minimum.

    Grüße
    Mic

    PS
    Ausserdem faltet der Eli Stegleitung bei 90° Bögen übereinander :-(
     
Thema: Abstand Netzwerk-, TV/SAT, Telefondosen zu Steckdosen
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