Abwasserrohre Pfusch - was nun?

Diskutiere Abwasserrohre Pfusch - was nun? im Für Filmteams & Presse & Baumurksreportagen Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, der Erdbauer hat Pfusch beim Verlegen der Regen- und Abwasserrohre gemacht, ich hätte gerne Eure Meinung. Nach meinem Kenntnisstand...

  1. alexatbau

    alexatbau

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    Hallo,
    der Erdbauer hat Pfusch beim Verlegen der Regen- und Abwasserrohre gemacht, ich hätte gerne Eure Meinung.

    Nach meinem Kenntnisstand entspricht die Enbettung nicht den Foderungen der DIN1610 , wonach die Bettungsschicht mind. 10 cm, bei Fels oder festgelagerten Böden 15 cm betragen, die Abdeckung mind. 15 cm über Rohr und 10 cm über OK Muffen betragen muß. Bettungsstoffe dürfen keine Bestandteile ( Steine ) > 22 mm haben.

    Bei uns siehts so aus:
    http://www.flickr.com/photos/63309054@N06/sets/72157628061150425/

    obwohl ich den Erdbauer mehrfach aud die Einbettung hingewiesen habe.

    Er hat das Baustellenumfeld 'verwüstet', Platten auf dem Gehweg müssen ersetzt werden, etc. so daß ich nicht möchte daß er auf der Baustelle nochmal etwas macht. Ich traue ihm das nicht zu (er hat tagelang herumgepfuscht, die andren Bauarbeiter haben nur den Kopf geschüttelt).

    Unser Problem: wir bauen mit einem Bauträger. Der Erdbauer wurde seitens Bauträger ausgewählt. Lediglich das Verlegen der Rohre ist Bauherrensache, das Verfüllen selbst ist Bauträgerangelegenheit. Wir hingen also beim Verlegen der ROhre im Prinzip von der Wahl des Bauträgers ab.
    Der Pfusch bei den Rohren ist jetzt aber unser Problem.

    Inzwischen wurde das Gerüst aufgestellt, dei Arbeiten müssen weitergehen. Dieses soll auch bis nach dem Verputzen stehen bleiben.
    Wenn nun die Rohre wieder ausgegraben werden sollen, muß zwischenzeotlich das Gerüst abgebaut und anschließen wieder aufgebaut werden. Das kostet Geld und ergibt Bauverzug (den dann der Bauherr zu verantworten hat).

    Was nun?

    Stellen die groben Steine 'nur' beim Verdichten ein Problem (möglicher Rohrbruch) dar? Falls ja, könne man doch ggf. mit einer Optik überprüfen, ob die Rohre i.O. sind. Falls ja, drin lassen.
    Oder kann dei falsche Bettung erst nach ein paarJahren zu Problemen führen? Dann müßte jetzt alles raus.
    Was meint Ihr?

    Grüße und Danke
    Alex
     
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  3. Lebski

    Lebski Gast

    Warum hat der BH den Bauverzug zu verantworten, wenn der Erdbauer des BT mist baut?

    Wer hat eigentlich die Rohre ausgesucht? Meiner Meinung nach sind die eher nicht geeignet.
     
  4. alexatbau

    alexatbau

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    Weil die Abwasser/Regenwasserrohre bis zum Kanalanschluß lt. Vertrag Bauherrensache ist.
    Das Verfüllen der Baugrube (exklusive Material) ist wiederum in der Bauträgerleistung enthalten.
     
  5. alexatbau

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    Die Rohre...hat der AN ausgesucht.
     
  6. #5 Headhunter2, 20. November 2011
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    schwierige Situation, ich hätte mich da (so) nicht drauf eingelassen.

    Wenn vereinbart war dass das Verlegen der Rohre BH-Sache ist, dann gehört da für mich nicht nur das Verlegen, sondern auch das Einsanden dazu, d.h. die Baugrube hätte bis knapp unters Rohrniveau verfüllt werden müssen, danach kommt ihr und klatscht die Rohre rein, und dann kommt wieder der Auffüller und macht weiter.
    Sowas kriegt man im Rohbaustress so gut wie nie ordentlich gebacken, wenns blöd geht bleibst du auf den Kosten für (norwendige) anständige Neuverlegung und Verfüllung hängen.

    Ich seh nur einen Ansatz: Was wurde bzgl. der Güte des Auffüllmaterials und Ausführungsqualität vereinbart? Die Bilder suggerieren mir dass das Material hier mit Bagger oder LKW einfach bis OK Keller reingekippt wurde, und am Schluss ist einer 2x mit ner Rüttelplatte drüber gefahren. Das kommt die nächsten 50 Jahre nicht zur Ruhe, ausserdem ist in dem "Material" (Manche würdens auch als Abfall bezeichnen) ein sehr hoher Ziegelanteil, und der hat die blöde Eigenschaft zu verrotten, dabei Hohlräume zu bilden und die wiederrum sorgen für nochmal erhöhte Setzung des Ganzen.

    Wenn nun z.B. "Verdichten alle 30 cm" in deinem Werkvertrag steht, könntest du dich evt. darauf berufen und mit dem BT einen Kompromiss aushandeln (nochmal raus und wieder rein, anständig verdichten, du bettest deine Rohre sauber ein, Kosten fifty-fiftiy oder sowas)


    @Lebski: Warum sollten die Rohre nicht geeignet sein? Ich sehe "normale" KG-Rohre, nur im ersten Bild kommen mit die Querschnitte verdächtig vor, und teilweise ist das Gefälle haarsträubend, aber das ist ja Ausführung und nicht Material
     
  7. #6 Achim Kaiser, 20. November 2011
    Achim Kaiser

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    Der Denkfehler liegt darin sich auf den Standpunkt zu stellen *Verlegen der Rohrleitungen* beschränkt sich auf das blose Einbringen der Rohre.

    Zur Rohrverlegung gehört auch das Herstellen der ggf. erforderlichen Sandbettung unterhalb und oberhalb des Rohres.

    Üblicherweise sollten die Rohre auch um die Sandbettstärke vom Bauwerk entfernt verlegt werden ... zumindest auf einem Bild liegt anscheinend das Rohr am Bauwerk an ...

    Danach ist das restliche Erdreich aufzbringen und alle 30 cm zu verdichten.

    Von daher können sich beide Beteiligten an die Nase greifen ....

    Resultat ist bis jetzt ... weit weg von fachgerecht ....

    Grundsätzlich ist eine solche Eigenleistung für den BU ein Griff ins Klosett.
    Es verursacht so viele Mehraufwendungen - und man schaue sich nur das ganze Geeier und die Diskussionen jetzt danach an - durch Störung des Bauablaufes dass einem schlecht wird. Nichts desto trotz hätte nicht zugeschüttet und verfüllt werden durfen ... auch nicht teilweise.

    Typischer Fall von Eigenleistungen am falschen Platz.

    Nur meine Meinung.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. Julius

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    Nein, nicht nur Deine...! :yikes
     
  9. alexatbau

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    hier liegt ein Mißverständnis vor:

    Leistung Bauherr heißt: ich darfs zahlen. Die Ausführungszeichnungen der Entwässerung etc. wurden auch vom BT angefertigt. Auch die Angebote für die Ausführung wurden vom BT (inkl. Einbetten in Sand) zusammen mit den Angeboten für's Verfüllen eingeholt (der Teil den wir zahlen müssen wurde an unsgerichtet).

    Verdichtet wurde - soweit ich das gesehen habe - an den meisten Stellen schon öfter (also Lage aufbringen, dann mit der Rüttelplatte drüber).

    Nur der Sand wurde am Anfang noch verwendet, dann weggelassen.

    Gibt es einen Unterschied bzgl. später auftretender Rohrdefekte wenn in Sand gebettet wurde zu unserer Situation?
    Falls es ein erheblich höheres Risiko für später auftretende Defekte gibt, müßte man das Ganze wohl nochmal ausbuddeln....


    Grüße
    Alex
     
  10. Julius

    Julius

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    Das kann nicht sein - zumindest nicht bei einem Bauträger!
    Irgendetwas stimmt hier also an Deiner Schilderung nicht.

    Kläre daher zuerst, um welche Rechtsbeziehung es sich handelt (siehe auch unter: "Wer baut mit wem?").
    .
    Und sehr wohl birgt diese Art der "Ausführung" ein deutlich erhöhtes Risiko späterer vorzeitiger Schäden. So kann das keinesfalls bleiben!
     
  11. wasweissich

    wasweissich Gast

  12. bernix

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    ... mir gefällt besonders nicht die Verlegung auf Bild drei.

    Schräg verlegt ...locker aufgeschüttet und dann verdichtet...da möchte ich nicht wissen was für ein Druck drauf liegt....

    Die Rohre selbst seh ich nicht als Problem an...
     
  13. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    Um auf die Kernfrage zurückzukommen: erst später auftretende Schäden sind sehr wahrscheinlich.

    Einfach nur Schrott! Komplett raus und anständig neu.
     
  14. alexatbau

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    Hallo,

    also es ist kein BT sondern ein Generalunternehmer, danke für den Hinweis.

    Alex
     
  15. svenson9

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    Und den anstehenden, sandigen Boden hat der BU wahrscheinlich noch für teuer Geld abgefahren. Ein scharfkantiges gebrochenes Korn dieser Größe ist im Bereich einer Entwässerungsleitung definitiv nicht zulässig. Schäden können
    auch später auftreten.

    Raus den Müll.

    Gruß Svenson
     
  16. einmaleins

    einmaleins

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    Die Bauschäden werden dann wohl eventl. erst mit der eintredenden Pflicht ab 2015 sichtbar werden...

    Habe ja schon einiges gesehen, aber wie teilweise auf den Fotos zu sehen ist, der grobe Schotter direkt um das Rohr herum ist wirklich eine üble Sache.
    Wenn da einer mit der Rüttelplatte drüberfährt, daran darf man garnicht denken...
     
  17. Julius

    Julius

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    Nach Schilderung des Fragestelletrs ist aber genau das schon geschehen...
    Daher reiche ein Austausch nur der Bettung nicht aus, ea müssen ME die Rohre komplett erneuert werden!

    Da uneinsichtiger GU und keinerlei Eigenleistungsanteil (zumindest in diesem Bereich), sollte man ggf. das volle Programm durchziehen (also Gutachter und Fachanwalt).
    Vorher mal Deinen Planer darauf ansetzen! Oder ist der nicht soweit beauftragt worden?
     
  18. oberh

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    VOOOORSICHT!

    Leistung Bauherr heißt: ich darfs zahlen. Die Ausführungszeichnungen der Entwässerung etc. wurden auch vom BT angefertigt. Auch die Angebote für die Ausführung wurden vom BT (inkl. Einbetten in Sand) zusammen mit den Angeboten für's Verfüllen eingeholt (der Teil den wir zahlen müssen wurde an unsgerichtet).

    Damit war Bauherr = Besteller ... ?!?

    Also zuerst Fachanwalt - dann Gutachter ...
     
  19. Julius

    Julius

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    Daß es eben KEIN BT ist, wurde inzwischen klargestellt.

    Trotzdem ist auch mir die genaue Gemengelage (Erdarbeiten über GU, Rohrverlegung nicht, aber trotzdem wählte der GU den diesbezüglichen AN aus - oder wie oder was...?) unklar.

    Daher ja auch mein Rat: Ab zum Fachanwalt und die Sache erstmal juristisch aufdröseln lassen!
    Daß die erfolgte Ausführung fachlich nicht akzeptabel ist, wurde ja nun hier einhellig so gesehen.

    P.S.
    Es wäre hilfreich, wenn Du Zitate als solche kennzeichnen würdest (dafür gibts ne eigene Funktion).
     
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  21. ISYBAU

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    Egal wer´s zu verantworten hat, es entspricht weder den Regeln der Technik noch wird es dauerhaft sein. Schäden an den Rohren sind vorprogramiert.

    Enscheidend ist, wie bereits Achim schrieb, das Rohr-Bodensystem und nicht nur alleine das Rohr. Das erkennbare Rohrmaterial ist grundsätzlich geeignet.

    Zu bemängeln, sind:
    1) Der Unterbau (unter der Bettung)
    2) Die Eignung der Bettung selbst (untere, seitliche, obere, hierbei a) Körnung b) Verdichtung)
    3) Vermutlich die Grabenbedinungungen und die Art der Verdichtung

    Am Ende bleibt zu hoffen, dass es nur einen Verantwortlichen für diese Situation gibt.
     
  22. Oktober

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    Hallo Alex,
    ich hoffe Ihr habt 'ne Rechtschutzversicherung?
    Es wird so aussehen, dass der GU Euch eine Kostenminderung vorschlägt.
    Er wird sich aus Kostengründen weigern, den Fehler zu beheben und auf die Gewährleistungsfrist verweisen und hoffen, dass es die 5(?) Jahre hält.
    Da das Verfüllmaterial Abbruchmaterial auffweist, würde ich dem GU mit Anzeige drohen (Entsorgung von Sondermüll).
    Am Besten meldet Ihr den Mangel direkt schriftlich dem GU, mit Bitte um Beseitigung, an. Natürlich mit Bitte um Bestätigung und Terminplan für die Arbeiten.
    Gleichzeitig, auch Ankündigen, behaltet ihr die dreifache Höhe der Summe für Aushub, Rohrleitung inkl. Verlegung, Verfüllung und Verdichtung und Mutterboden, Ansaat etc. ein.
    Ihr Schreibt Ihm, dass Ihr das Geld bis zur Abnahme der Schadensbeseitigung auf ein Sperrkonto einzahlt, falls er eine Rechnung stellt.
    Alles natürlich äußerst höflich, aber bestimmt.

    Leider kann ich nicht verstehen, dass Du den AN nicht sofort der Baustelle verwiesen hast. Das Termine nicht eingehalten werden, ist normal, aber dass Du es trotz besserm Wissen zuläßt...
    Die Terminverzögerung wäre wohl wesentlich billiger, in Geld und Nerven gekommen, aber "that's life" ;)
    P.S. Wie sieht bei euch der Grundwasserstand aus?
     
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Abwasserrohre Pfusch - was nun?

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