Abzweigdose UP - welcher Deckel?

Diskutiere Abzweigdose UP - welcher Deckel? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich hab jetzt mehrfach gelesen, dass auf die UP-Abzweigdosen ein Deckel drauf soll, der nur mit Werkzeug zu öffnen ist... Was bitte sind...

  1. EricNemo

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    Hallo,

    ich hab jetzt mehrfach gelesen, dass auf die UP-Abzweigdosen ein Deckel drauf soll, der nur mit Werkzeug zu öffnen ist... Was bitte sind das für Deckel?

    Ich hab bisher überall die Abwzeigdosen nur ohne Deckel gesehen. Ich dachte, man kann die mit so einem rotem Putzdekcel verschliessen und komplett mit einputzen. Sollte man später tatsächlich nochmal ran müssen, mus man halt 10cmx10cm neu verputzen... Zumindest kenn ich niemanden, der über allen schaltern und Dosen ständig weisse Deckel an der Wand hat (was ich auch nicht will).

    Gilt diese Werkzeug-Regelung nur für "zugängliche" Dosen und kann man die eingeputzten einfach mit einem Putzdeckel verschliessen???
     
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  3. Julius

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    Was meinst Du mit:
    Im Baumarktregal, im Rohbau oder wo sonst?

    Die roten Putzdeckel sind nur temporär zulässig (während des Verputzens) und NICHT im laufenden Betrieb.
    Lösbare Klemmstellen (also Schraub-, Feder- und Steckklemmen) MÜSSEN jederzeit zugänglich sein.
    Also ist ein Überputzen verboten!
    Stattdessen müssen Schraubdeckel drauf. Außerhalb des Handbereichs reichen ggf. auch Federklemmdeckel.
    Was zulässig ist: Die Deckel nachher zu überstreichen oder überzutapezieren.
    Wobei ich es vorziehe, den Deckel separat zu tapezieren, damit man ihn spurenlos wieder lösen kann. Aber das ist echter Luxus...

    Wenn Du partout keine Dosendeckel haben möchtest, gibt es meist die Möglichkeit, stattdessen Geräteabzweigdosen zu verwenden (also die Klemmstellen stets hinter Schaltern und Steckdosen anzuordnen). Hat aber andere Nachteile und ist daher Geschmackssache.
    Oder Quetschverbinder zu verwenden (aber dazu ist Profiwerkzeug nötig).
     
  4. EricNemo

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    im Baumarktregal^^

    Die Dosen bekomm ich dort nachgeschmissen, aber keine Deckel!

    Werden die Abzweigdosen denn garnicht überputzt? Müssen die immer "erreichbar" sein? Die sind bei mir eigentich alle in der deckenseitigen Installationszone, aber ich komm da ohne Probleme auch so mit der Hand hin - also ausserhalb des Handbereichs ist bei mir nur im Dach der Fall, wo es über 4m in den Giebel geht...
     
  5. EricNemo

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    oh Mann, die Antwort überlesen^^

    na dann mach ich mich mal auf die Suche nach vernünftigen Deckeln^^
     
  6. Julius

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    Ich weiß ja nicht, wie groß Du bist.
    Aber nach VDE reicht der Handbereich z.B. bis 2,5m oberhalb begehbarer Flächen...

    Die Deckel bekommst Du bei jedem Elektrofachgeschäft.
    Und das zumeist sogar billiger als im Baumarkt (gilt auch für die Dosen)!
     
  7. EricNemo

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    also in den normalen Räumen hat man ja selten Raumhöhen von über 2,50m - somit liegt ja nahezu alles im "Handbereich"...

    Dass die Dosen im Baumarkt teuer sind, hab ich auch schon bemerkt, hab die Dinger zumindest auch im Internet zum bestellen deutlich günstiger gefunden. Bei den Putzdeckeln war der Unterschied am krassesten (Baumarkt 1 St. 0,29 - Internet 100 St. 7,-)
     
  8. EricNemo

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    nochwas: in meiner jetzigen Mietwohnung hab ich keine einzige sichtbare Abwzeigdose. Also nirgends sehe ich so einen Deckel an der Wand. Heisst das, hier wurden nie trennbare Verbindungen geschaffen sondern die Kabel immer von Verbraucher zu Verbraucher durchgezogen? Da müssen sich die Kabel ja manchmal ordentlich im Leerrohr bündeln...^^
     
  9. Julius

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    Nein, das heißt wohl lediglich, daß Geräteabzweigdosen verwendet wurden.
    Alle Klemmstellen befinden sich also - ich schrieb es oben bereits - hinter Schaltern und Steckdosen.

    Das führt allerdings tatsächlich oft zu einem höheren Leitungsaufwand, zu größeren Maximallängen der Endstromkreise und zu höheren Schleifen-/Netzinnenwiderständen. Und so hat jede Methode ihre Vor- und Nachteile!
    Man muß im Einzelfall abwägen, was sinnvoller ist.
    Es kann z.B. gut sein, daß man sich den Verzicht auf separate Abzweigdosen mit einem höheren Leitungsquerschnitt (und damit spürbar höheren Materialkosten) erkaufen muß.
     
  10. R.B.

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    Du darfst Einzelstück nicht mit einem 100er Netz vergleichen.
    Aber prinzipiell stimmt´s schon. Baumarkt muß nicht günstig sein.

    Gruß
    Ralf
     
  11. superwillm

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    Meine Erfahrung hat sogar gezeigt, das die örtlichen Elektro-Fachhändler mich Kleinteilen sogar noch billiger sind, als der Baumarkt.

    Abzweigdosen werden bestimmt immer vorhanden sein, auch wenn diese oft hinter 5 Bahnen Tapeten oder Holzvertäfelung verschwunden ist.

    VDE-gerecht werden diese mit einem Schraubdeckel verschlossen.

    Das ist ein einfacher runder Deckel, den Du mit einer oder zwei kleinen Schrauben in die Holme der Abzweigdose befestigen kannst.

    Oft werden auch die s.g. Federdeckel genommen.
    Ist aber nicht zulässig, da auch ohne Werkzeug zu entfernen. :winken
     
  12. Julius

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    "sogar" ist gut!
    Das ist nämlich keine Kunst:
    Gerade bei Klein- und Zubehörteilen holen die Baumärkte das doppelt undf dreifach wieder rein, was beim Blickfangangebot der Woche nachgelassen wurde...

    Zum technischen:
    Nein, im Wohnungsbau wird heute vielfach ganz ohne Abzweigdosen in Wohnräumen gearbeitet. Ist aber regional unterschiedlioch.
    Ich persönlich bin kein besonderer Freund dieser Variante, aber viele Kollegen finden es gut.
     
  13. EricNemo

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    naja, da die Dinger bei mir alle oben an der Decke sind, lebe ich gerne mit den fast unsichtbaren Deckeln und kann aber zur Not immer an jede Leitung ran...

    Werd mich morgen mal auf die Suche nach den Dingern machen...
     
  14. Landbub

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    Liegt vielleicht daran, dass nicht mehr so viel tapeziert wird? Unser Stromer darf jedenfalls keine Dose machen, wenn nicht ein Schalter oder eine Steckdose als "Deckel" drauf kommt. Es wird aber auch keine Tapeten geben.
     
  15. EricNemo

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    So, hab mich heute mal intensiver auf die Suche gemacht...^^

    Kaiser 1172-09 - da ist ein Putzdeckel und eine Putzscheibe dabei. Bedeutet für 6 Klemmen â 1,5mm², dass ich 2x3 Adern klemmen kann, oder 6x2?

    Was mich aber doch erstaunt, dass ich zu 95% Angebote für Verteilerdosen finde, die keinen Deckel haben. Was macht man damit? Oder wo bekommt man diese Deckel den seperat her? Wenn ich die Dose nicht komplett zuputzen darf, dann ist die ohne Deckel ja eigentlich nutzlos...
     
  16. EricNemo

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    noch was: Die Kaiser-Dose hat ja den Deckel zum festschrauben, und dann noch diese Scheibe drüber. Wofür ist die? Einfach nur, damit man den Deckel mit den Schrauben nicht mehr sieht, oder erfüllt die auch einen funktionellen Zweck?
     
  17. Julius

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    Die Deckel werden (zumindest bei den kleineren Dosen) separat geliefert.
    Schließlich gibt es oft verschiedene Deckel zu einer Dose und ein bestimmter Deckel kann auf mehrere Dosentypen passen.
    Ist i.d.R. auch billiger als diese Kombiangebote!

    "6 Klemmen bei 1,5mm²" ist ein Anhaltspunkt für den verfügbaren Platz. Eigentlich gehört dazu auch noch die Angabe der maximalen Aderzahl (hier ca. 15). Dann kannst Du auswürfeln, wieviele Steckplätze pro Klemme (im Schnitt) benutzt werden können.

    Wer unsauber arbeitet, dürfte aber schon massiv Probleme haben, diese genannten Mengen tatsächlich unterzubringen. Der geübte Fachmann hingegen kann im Notfall auch mal das Doppelte hineinstricken...
     
  18. Julius

    Julius

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    zum Noch was:
    Nein, umgekehrt!
    Der verschraubte Deckel liegt außen, die Scheibe innen. Die ist aber (wenn separate, wiederverwendbare Putzdeckel) verwendet werden, in Innenräumen gar nicht nötig.
     
  19. EricNemo

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    ok, also Deckel seperat kaufen^^

    Ich hab noch viereckige Dosen entdeckt, die gibts dann ja von 10x10 bis 25x25. Irgendein Unterschied ausser Größe und Form? Sowas quasi an den Stellen verwenden, wo es für die Runde Dose auf jeden Fall zu eng wird?
     
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  21. Distler

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    Julius, vergib mir, denn ich habe gesündigt ...

    ich bekenne mich schuldig, Dosen mit roten Deckeln zuzuputzen und zu "vergessen".

    ALLERDINGS nur in folgender Situation: Wenn Signalleitungen (z.B. Fensterkontakte) mit Kleinspannung verklemmt werden UND gleichzeitig feuchtigkeitsfeste fettgefüllte Scotchloks verwendet werden.

    DANN allerdings sehe ich kein Problem, denn ich halte die Scotchloks nicht für lösbare Verbindungen, einverstanden?

    Was ich allerdings mache, ist, normale Geräteverbindungsdosen (Kaiser 1555-02) als Verteilerdosen zu nutzen und diese mit einer zum Schalterprogramm passenden Blindabdeckung (z.B. so was http://www.jung-katalog.net/content.htm?xml=12818826.xml&start=0&id=16|19) abzudecken.

    Gruß Distler
     
  22. superwillm

    superwillm

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    Das mit der Blindabdeckung für Verteilerdosen finde ich wirklich gut, zumal dann auf nie Tapete aufgeschnitten werden muß.
    Aber die Variante mit den Scotchloks? Naja, was machst Du 10 Jahre später, wenn ein Kontakt erneuert werden muß?
    Dann möcht ich nich danach suchen müssen.

    Zumindestens einen kleinen Federdeckel und dann übertapezieren.
     
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Abzweigdose UP - welcher Deckel?

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