Abzweigdosen "verschwunden"

Diskutiere Abzweigdosen "verschwunden" im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo Forumsmitglieder, aus dringlichem Anlass schreibe ich in diesem Forum meine erste Anfrage und hoffe auf „Bauexpertenantworten“. Der...

  1. Hinnerk

    Hinnerk

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    Hallo Forumsmitglieder,

    aus dringlichem Anlass schreibe ich in diesem Forum meine erste Anfrage und hoffe auf „Bauexpertenantworten“.

    Der Sachverhalt:
    An einer Zimmerwand unseres 20 Jahre alten Hauses hatte sich der Putz komplett gelöst und wurde nur noch von der (stabilen) Tapete gehalten.

    Ein Malergeschäft übernahm in der vergangenen Woche die Renovierung. Nach dem Freilegen der Wand (s. Foto Wand1) wurde diese lt. Angebot mit „Rigips mit Isolierung 33 mm stark mit Ansatzbinder“ an die Wandfläche geklebt und verspachtelt (s. Foto Wand2).

    [​IMG]

    [​IMG]

    Nachdem alles wieder schön tapeziert, gestrichen und eingeräumt war (Schlafzimmer), fragte meine Frau gestern Abend, wo denn die Abzweigdosen „geblieben“ wären ;-) Da wir schon einmal in einem anderen Haus eine verschmorte Abzweigdose erlebt hatten, ist das Thema natürlich präsent!

    Antwort: die Maler haben sie einfach unter den Rigipsplatten „begraben“ und keiner hat´s gemerkt (oder wollte es nicht merken;-) )!

    Da wir davon ausgehen, dass die Dosen zugänglich sein müssen, möchte ich das Forum fragen, wie der Malerbetrieb den Schaden fachgerecht beheben muss.

    Vielen Dank für Antworten!

    Gruß, Hinnerk

    P.S.
    Ob die Maler die zwei Doppelsteckdosen korrekt „nach vorne verlegt“ haben, wäre auch noch eine Überlegung wert!
     
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  3. Jonny

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    Stegleitungen müssen vollflächig eingeputzt sein, mit GK verkleiden ist nicht erlaubt.

    Alles runter und verputzen lassen???

    Grüsse
    Jonny
     
  4. ThomasMD

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    Muss so was ein Maler wissen oder bleibt das nicht eher am AG hängen, der es so beauftragt hat?
    Die ohne Werkzeug zu öffnenden UP-Abzweigdosen im Handbereich von Kleinkindern dürften ebenfalls nicht im Sinne des Erfinders sein. Muss die auch der Maler sichern?
     
  5. Jonny

    Jonny

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    also Planungsfehler, fehlende Sachkunde beim AG.

    wobei der 'gute' Maler nachfragt bevor er Klemmdosen überbaut, hoffe ich.

    Grüsse
    Jonny
     
  6. Julius

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    Nein, Stegleitungen müssen NICHT zwingend vollflächig eingeputzt sein.
    Sie dürfen stattdessen auch in unzugänglichen Hohlräumen von nicht brennbaren und nicht leitenden Baustoffen liegen. Also z.B. durchaus hinter einer mit Ansetzbinder befestigten Gipskartonplatte auf Mauerwerk ohne Holz- oder Metallbestandteilen.

    Bei styroporkaschierten bin ich mir auswendig nicht sicher, würde das jedoch dem Gefühl nach verneinen.
    Definitiv nicht erlaubt, wenn die Platten geschraubt, genagelt oder geklammert sind.


    Die Abzweigdosen müssen freigelegt und mit Putzausgleichsringen verlängert werden.
    Ebenso Verlängerung der Gerätedosen nötig.

    Es wäre von Anfang an erforderlich gewesen, einen Elektriker hinzuzuziehen. Der Malerbetrieb hätte daraufhinweisen müssen!

    Kommt der Eli eben jetzt. Bezahlen müßt Ihr ihn.
    Der Maler trägt nur seine Mehrkosten in Bezug auf Nachbesserung der Fläche, wo der Eli
    dran war. Und evtl. Suchaufwand, den der Eli braucht, um die Dosen zu finden!

    Was mit den Leitungen ist, muß man sehen. Gut wäre, wenn sie vollflächig ausreichend dick mit Ansetzbinder bedeckt wären. Sonst muß man sehen.

    Achtung:
    Bei nunmehr "hohl liegenden" Stegleitungen verschlechtert sich die Verlegeart und damit die thermische Belastbarkeit. Ggf. muß die Absicherung heruntergesetzt werden!
     
  7. Hinnerk

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    Danke erst einmal für die bisherigen Antworten, die meine "Befürchtungen" bestätigen.

    Welche Kenntnisse ein Maler von Elektroinstallationen haben sollte, weiß ich nicht. "Meine" Maler sind jedenfalls schon 30 Jahre im Geschäft und müssten so etwas eigentlich wissen. Auf die besonderen Umstände haben sie mich jedenfalls nicht hingewiesen und als absoluter Laie in Baufragen habe ich mich natürlich auf deren Erfahrung verlassen.

    Ich gehe einmal davon aus, dass die Maler gar nicht das nötige Material (Putzausgleichsringe ...) und die Fhigkeit haben, um sowohl die Abzweigdosen als auch die Steckdosen richtig zu montieren ...

    Wenn ich die bisherigen Antworten richtig interpretiere, dann müssten folgende Arbeiten erledigt werden:

    1. Ortung der Abzweigdosen und Freilegen eines ausreichenden Zugangs durch Aufschneiden der Rigipsplatten (evtl. Maler oder gleich Elektriker).

    2. Verlängerung der Abzweigdosen und Gerätedosen durch Putzausgleichsringe bis Vorderfront Rigipsplatte (Elektriker)

    3. Ausbesserung der Rigipswand und der Tapete (Maler)

    Darauf werde ich den Elektriker ansprechen. Ich habe keine Lust, alles wieder aufzureißen :mauer

    Die Stegleitungen lagen bestimmt schon einige Jahre hohl, da sich der Putz ja von der Wand gelöst hatte und an der Tapete hing. Als wir vor drei Jahren in das Haus zogen, bestand dieser Zustand bereits.

    Weitere Kommentare lese ich gern!!! Evtl. auch noch Anmerkungen zu den o.a. notwendigen Reparatur-Schritten.

    Gruß, Hinnerk
     
  8. Julius

    Julius

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    Im Prinzip ja.
    Aber es ist zu klären, ob die aufkaschierte Dämmung aus Polystyrol oder Mineralfaser besteht.
    Ggf. muß ja im Leitungsverlauf alles wieder weg, damit die Stegleitungen durch Mantelleitungen ersetzt werden können!

    Um ein gefälligeres Bild zu bekommen, könnte man an den beiden Lichtauslässen die Gerätedosen durch (deutlich kleinere) Wandauslaßdosen ("Schiffchen") ersetzen.

    Abgesehen von der elektrischen Problematik:
    Ist das eine Außenwand?
    Wenn ja - wie soll nunmehr die Luftdichtigkeit der Mauer erreicht werden (vorher war die sehr wahrscheinlich Aufgabe des Putzes)?

    Wichtigste Frage für die Kostentragung:
    Wer hat über den Ersatz des Putzschicht durch jenes nicht-so-ganz-Trockenbau-Konstrukt entschieden?
     
  9. Hinnerk

    Hinnerk

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    @ Julius

    Wegen der elektrischen Geschichte werde ich morgen mit dem Elektriker reden.

    Ja, es ist eine Außenwand und die Ersatzkonstruktion (Gipsplatten) wurde von dem Malerbetrieb geplant und ausgeführt.

    Die Isolierschicht besteht nach meinem Wissen aus Polystyrol. Was die Luftdichtigkeit angeht: die Außenwände sind von außen verklinkert mit einer Hohlschicht und mit Luftschlitzen versehen.

    Ich werde weiter berichten.

    Gruß, Hinnerk
     
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  11. Julius

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    Dann hast Du ein über die Dosen hinausgehendes elektrisches Problem (Leitungen dort so nicht zulässig) UND eines der nunmehr sehr wahrscheinlich fehlenden dauerhaften Luftdichtheit!
    Das wird noch lustitsch.

    Die beste und billigste Lösung dürfte da tatsächlich sein, das Zeugs abzureißen und die Mauer (nach geeigneter Untergrundvorbehandlung) wieder verputzen zu lassen.
    Vielleicht diesmal von Jemandem, der versteht, was er tut (ein Mauer oder Verputzer z.B.)...
     
  12. Hinnerk

    Hinnerk

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    Danke, Julius, für deine ausführlichen Hinweise und Ratschläge.

    Trotzdem möchte ich nach Rücksprache mit den Malern, die die Arbeit ausgeführt haben und einem Elektriker die Wand erst einmal so lassen und evtl. bei der nächsten Renovierungsmaßnahme Veränderungen vornehmen.

    Gruß, Hinnerk
     
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