Allein im Altbau

Diskutiere Allein im Altbau im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einer neuen Wohnung, da gibt es hier einen schönen, fast leerstehenden Altbau. Die Besitzer wohnen...

  1. ckornlie

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    Hallo zusammen,
    ich bin auf der Suche nach einer neuen Wohnung, da gibt es hier einen schönen, fast leerstehenden Altbau.
    Die Besitzer wohnen 400km weit entfernt und sind froh wenn das Haus mit einem Studenten besetzt ist. Daher kann man hier sehr günstig wohnen. Es ist ein 3 Stöckiges (EG 1. 2.) Eckhaus mit Erger.

    Meine frage wäre ganz kurz: Kann ich es mir leisten, als Einziger im Haus mit meinem Kachelofen über den Winter zu kommen?

    Hier mal ein paar Bilder zur Wohnung und zum Haus. Die Wohnung wäre im 1OG. direkt an der Ecke des Blocks. Hier ist wohl mit sehr viel Wärmeverlust zu rechnen. Allerdings soll es ja reichen bei einem solchen ofen einmal am Tag zu heizen und er hällt 24h warm.

    Kann man ungefähr schätzen wieviel ich für Brennstoffe zahlen werde wenns rund um die Uhr warm haben will.

    Die Fenster sind Einscheibenverglasung. Ich würde evtl. noch 3,6er Styropor im Fußboden verlegen.

    Danke schonmal im Vorraus
    Gruß, Johannes
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Keine Ahnung wieviel Geld Du hast und welchen Komfort Du erwartest.

    Das möchte ich mal bezweifeln. Bei der gezeigten Bausubstanz kannst Du das Holz schubkarrenweise in den Ofen stapeln damit es warm wird.

    Musst Du das Holz ofenfertig kaufen? Bei uns 85,- €/Ster, und wieviel Holz der Kachelofen im Winter verheizt, darüber kann man nur spekulieren.

    Werden die nicht genutzten Wohnungen auch nicht beheizt, so nehmen sie trotzdem Energie aus dem beheizten Stockwerk auf. Wenn das Haus noch ein paar Jahre so steht, dann ist es abbruchreif.

    Aber auf jeden Fall sparst Du Dir schon mal die Mucki-Bude, denn 10-15 Ster sind da gleich verbrannt.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #4 Anfauglir, 6. August 2011
    Anfauglir

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    Das kommt sehr auf den Ofen und dein Wärmebedürfnis an.

    Ich hatte mal eine 80m² Wohnung (Gründerzeitaltbau) nur mit Kachelgrundofen, der war recht gut in Schuss. Die Stube wurde warm, der Rest blieb frostfrei. Brennstoffbedarf war (incl. Badeofen) 10-12 m³ trockenes Holz pro Jahr.

    Den Ofen durfte ich beim Auszug mitnehmen und habe ihn etwas grösser in meinem Haus aufgebaut, auch hier wird der Wohnbereich für mich ausreichend warm, der Rest bleibt frostfrei, jetzt sind es ca. 15 m³ Holz pro Jahr (incl. Badeofen). Geheizt wird im Winter eimal täglich 1,5-2h.

    Brennholz gibts bei uns im Forst ab ca. 30€/RM, das muss man dann noch transportieren, sägen, hacken und trocknen lassen. Fertiges Brennholz ist wesentlich teurer.

    Mein Haus hat viel Speichermasse, dennoch fällt die Temperatur an einem kalten Wintertag deutlich.

    Temperatur im Winter bei mir im Bad sind ca. 5-7°C, wenn du die anderen Räume auch warm haben willst, musst du el. zuheizen, das wird dann teuer.

    Das alles hat also nichts mit modernem Wohnkomfort zu tun.

    Edit (Bild gesehen): Das ist kein Kachelgrundofen sondern ein Kachelluftofen, der speichert wesentlich weniger Wärme, der Raum wird aber schneller warm. Einmal tägl. heizen wird mit dem nicht genügen.
     
  5. ThomasMD

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    Der wird aber i.d.R. nicht mit Holz sondern mit Braunkohlenbriketts geheizt.
    Damit lässt sich deutlich mehr Energie "laden". Mit einmal täglich wirds allerdings nicht abgehen, wenn die umgebenden Wohnungen nicht beheizt werden.

    @chornlie
    Wieviel zahlen Dir denn die Besitzer fürs Housekeeping?
     
  6. ckornlie

    ckornlie

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    Gute Idee mit dem Housekeeping :)

    Der Vermieter hat schon einige Monate mietfrei angekündigt für Renovierungs-/instandhaltungsarbeiten.
    Kaltmiete würde ich 100€ für 50qm zahlen.

    Ich dachte auch ehr an Briketts, zum anheizen Holz was ich mir kostengünstig besorgen könnte.

    In was wird Kohle gerechnet?

    Der letzte Mieter, der ganz oben wohnte, meinte mit 60€ über den Winter zu kommen. Er machte allerdings auch den Eindruck als würde er nicht besonders viel Komfort brauchen. :) Bei ihm war jedoch auch noch eine Wohnung nebenan beheizt.

    Mit der Bausubstanz lässt sich ohne Frage auf keinen fall ökonomisch heizen. Es geht aber auch nur um maximal 2 Jahre hier. Ich wollte aufgerechnet nicht mehr als 300€ im Monat zahlen.
    Wenn der Vermieter Kosten für Styroporplatten + Verlegeplatten usw. übernehmen würde, evtl. noch Plexiglas auf die Vorhandenen scheiben basteln, würde das ja schon in eine gute Richtung laufen.

    Ich denke wenn das klappt können mich nur noch zu hohe Brikettpreise abhalten.

    Wichtig wäre hier eine objektive Einschätzung.

    Ich dachte mir noch, man könnte in der Wohnung unter meiner den Ofen beheizen.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Dazu müsste man sich die Hütte genauer anschauen.

    Ich wäre an Deiner Stelle auch vorsichtig mit "Sanierungsmaßnahmen" in Eigenregie, denn dadurch kannst Du erhebliche Schäden produzieren, und der Vermieter wird später jede Kleinigkeit Dir anlasten, egal ob es etwas mit Deiner Arbeit zu tun hat oder nicht.

    Ach ja, Briketts kauft man in "kg", in Deinem Fall eher in "Tonnen" ;)

    Gruß
    Ralf
     
  8. #8 Eumeltier, 7. August 2011
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    Brikett kauft man eigentlich nach wie vor eher in Zentner :D
     
  9. #9 Wachtlerhof, 7. August 2011
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    Muß dann auch wohl ein seeehr kurzer und seeehr milder Winter gewesen sein.

    Bei Wintern, wie den letzten Beiden, kannst Du von einem Verbrauch an Braunkohlebriketts von ca. 10 kg für ca. 1,5 Tagen ausgehen. Super warm ist es damit noch lange nicht, aber erträglich. 10 kg Braunkohlebriketts kosten rd. 2,50€, manchmal im Angebot oder als 25 kg Gebinde unwesentlich günstiger. Wenn Du mit Holz schürst, bringt das größere Wärme, allerdings auch mehr Kosten.

    LG - Gisela
     
  10. ThomasMD

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    Ganz Grob: 300,-/Monat minus 100,-Miete macht 200,-/Monat oder 2400,-/Jahr Brennstoffkosten. Dafür bekommst Du rund 8 t Briketts. Das sollte über den Winter reichen.

    PS: Deine Idee mit dem Aufdoppeln der Einscheibenverglasung erinnert mich an meine ersten Ehejahre im Altbau.
    Habe allerdings genau zugeschnittene Floatglasscheiben genommen und die Bastelei hat erfolgreich über zwanzig Jahre gehalten. Wenns interessiert, Anfrage per PN. Sonst werden wir hier wegen Verstoß gegen die Forenregeln gesteinigt.:deal
     
  11. Eumeltier

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    Bißchen gucken lohnt sich bei diesen Mengen. Aus der nächsten Stadt bekomm ich Brikett für 12.- EUR/Zentner abgekippt auf Hof, aus Berlin (trotz 150km!) bekomm ich die für 8.- EUR / Zentner.

    Deutsche Ware, kein böhmischer Kram.

    Gruß,
    Martin
     
  12. bernix

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    ...abgekippt in den Hof....dann fängt der Spaß erst richtig an.

    Wieviel Zentner musst du wegschaffen?
     
  13. Julius

    Julius

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    Na und? Dafür schon das Geld für die Muckibude gespart!

    Ich hol meine selbst (im tiernahrungsfreien Baumarkt, wenn der seine Prozent-Tage hat - Vorsicht: mal sind sie im 10kg-Pack billiger und mal im 25er) und muß die dann in den zweiten Stock tragen (Einlagerung im Dachboden), später portionseweise wieder runter in den ersten (zur Verwendung).

    Und zwar über das ganze Jahr verteilt (immer mal wieder so 2 bis 4 Zentner), dann ist es auch nicht zuviel auf einmal und man muß nicht extra dafür fahren.
     
  14. Eumeltier

    Eumeltier

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    Letztes Mal waren es 200 Zenter = 10 Tonnen. Das macht Spaß :D

    Allerdings hatte ich davor Sackware, welche genau so günstig war und mir reingetragen wurde. Jedoch hatte ich hinterher erhebliche Zweifel an der Menge...


    Gruß,
    Martin
     
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  16. ckornlie

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    Danke Euch, das hört sich ja alles ganz gut an!
    Hab nochmal mit dem Nachbar gesprochen, er hat auch mal Tage garnicht geheizt weil er oft nicht zuhaus war - daher die 60€ ...

    Gibt es noch eine Alternative zu Styropor die nicht abdichtet aber auch nicht all zu teuer ist - wegen der Kondensation weil ja unter mir nicht geheizt wird....
     
  17. Erdferkel

    Erdferkel

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    Ein dicker Pullover, Handschuhe, Mütze, dicke Strümpfe und zweimal täglich ein Eimer Kohlen für den Ofen.

    Und hoffen, daß der Winter mild wird.

    An der Bausubstanz kannst Du nichts ändern - den Aufwand, den Du betreiben müßtest, um spürbare Effekte zu erzielen, möchtest Du nicht haben.

    Aber wenigstens kannst Du Dir im Winter einen Kühlschrank sparen.

    Gruß,
    Erdferkel
     
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