Altbau aus 60ern wurden wie typischerweise geerdet?

Diskutiere Altbau aus 60ern wurden wie typischerweise geerdet? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hi! Im Zusammenhang mit einer Neuinstallation einer Sat-Anlage bin ich auf das Thema Erdung, Blitzschutz un Potentialausgleich gestoßen. Mann...

  1. ma4er72

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    Hi!

    Im Zusammenhang mit einer Neuinstallation einer Sat-Anlage bin ich auf das Thema Erdung, Blitzschutz un Potentialausgleich gestoßen.
    Mann o Mann ist das ein Wulst an DIN und VDE Normen die man da um die Ohren herumgehauen bekommt...:yikes

    Also Blitzableiter habe ich keinen auf dem Dach gesehen. Folglich habe ich keinen.
    Nun stellt sich mir in erster Linie die Frage, wie ist mein neues altes Haus überhaupt geerdet?

    Wie ist bei den Häusern damals mit dem Thema Erdung und Potentialausgleich umgegangen?
    Wo könnte/müsste ich welche Bauteile vorfinden? Würd mir gerne erstmal nen Überblick verschaffen.
     
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  3. karo1170

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    Je nach Gegend unterschiedlich. Hier waren bspw. gusseiserne Wasserleitungen bis in die frühen 80-Jahre drin. Dann Kunststoff mit zusätzlichen Erder (St Rd10) im gleichen Graben verlegt. Netzform TN-C, klassische Nullung. HES gab (gibt) es da nicht.
     
  4. ma4er72

    ma4er72

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    Wie könnte man das als Leie erkennen was bei mir der Fall ist?
    Die alten Wasserleitungen fliegen alle raus und es kommen neue rein. Ebenso Abwasser.
    Nur die Heizungsrohre bleiben drin.
     
  5. #4 gunther1948, 5. März 2014
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2014
    gunther1948

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    hallo
    erdung über w-leitung:
    irgendwo ist dann eine erdungsschelle an der metallwasserleitung vorzugsweise dort wo die ins gebäude rein kommt.
    erdung mit erdband:
    dann sitzt im keller irgendwo eine potential-ausgleichsschiene wo die erdungskabel angeschlossen sind. früher wurde verzinktes erdungsband mehr oder minder lustlos in den fundamentbeton geworfen zum teil ohne betondeckung und davon ist dann heute nur noch rost da.
    heisst soviel wie aufgraben und neues band VIIA verlegen.
    baujahr des hauses mal angeben.
    wenn nichts von beiden da ist dann heisst das soviel wie aufgraben und neues band VIIA verlegen.
    laien sollten aber an der sache nicht rumbasteln.
    gruss aus de pfalz
     
  6. Julius

    Julius

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    Das kann man überhaupt NICHT sagen, da es extrem unterschiedlich war.
    Und zwar vor allem abhängig von der Netzform.
    Die Spanne reicht von gar keiner Erdung (nur Nutzung des PEN) bis hin zu ordentlichem Tiefen- oder Banderder.

    Welche Netzform liefert denn Euer VNB?
    Welche hat die Anlage des Hauses jetzt bzw. zukünftig?
     
  7. ma4er72

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    Hi.

    Also mein Eli hat sich das jetzt mal angeschaut und gesagt das es keine Erdung gibt. (Nur PEN)
    Er meinte dann aber das es ja Bestandsschutz gibt und ich nichts machen muss.

    Netzform weiß ich nicht.
     
  8. Julius

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    Netzform ist dann TN-C oder TN-C-S.

    Ob Du etwas machen mußt, kommt drauf an, was erreicht werden soll und wie die Sat-Anlage aussehen soll/kann.

    Wird sich die Antenne im erdungspflichtigen Bereich befinden (z.B auf dem Dach oder an der Traufe), so muß dafür auf jeden Fall ein geeigneter Erder errichtet werden.
    Wenn nicht, dann nicht.

    Wo genau soll sie denn hin?
    Soll daran mehr als ein Receiver angeschlossen werden?
    Besteht wenigstens ein Gebäude-Potentialausgleich?

    Unabhängig davon sollte man trotzdem über die Nachrüstung eines Erders nachdenken!
    Im Moment hast Du halt vergleichsweise die Sicherheit eines 50er Jahre Autos (also weder Sicherheitsgurt noch Airbag).
    Wenn der PEN mal eine Unterbrechung bekommt oder gar durch Klemmfehler im VNB-Netz eine Adervertauschung auftritt (alles schon passiert), dann wirst Du eben zum Brathähnchen...
     
  9. ma4er72

    ma4er72

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    Schüssel soll aufs Dach und auch mehrere Receiver.
    GEbäude Potentialausgleich gibts anscheinend auch net.

    Es werden komplett neue Leitungen gezogen. Jeder Raum für sich.
    Der Eli meinte man könne das ERdungskabel in den Verteilerschrank ziehen. Aber dadurch würde ich mir andere Probleme (Blitzableiter) bekommen.
    Er würde gar nix erden.
     
  10. Radiot

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    Wenn er die Antenne im erdungspflichtigen Bereich montiert bekommt er aber Probleme!
     
  11. Dipol

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    Dachantennen sind nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):20011-06 erdungspflichtig und zu jeder erdungspflichtigen Antenne ist auch ein Potenzialausgleich auszuführen, der auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben muss.

    Elis, welche die Antennenerdung nicht anbieten, weil es die Kollegen auch nicht tun und man sonst den Auftrag nicht erhält, sind schon schlimm genug.

    Wer aber auf konkrete Nachfragen seines Auftraggeberes so reagiert, ist entweder total normfrei oder erdungsfaul oder gar beides. Mit derart inkompetenten "Beratungen" disqualifiziert man sich als Elektrofachkraft. Ein gewerblicher Auftragnehmer schuldet auch ohne VOB-Vereinbarung ein Werk nach den anerkannten Regeln der Technik (= Normen), anderfalls macht er sich haftbar.

    Antennendirekterdungen sind zwar blitzschutztechnisch nicht mehr State-of-the-Art aber als Minimal-Maßnahme zulässig. Wie Antennenerdungen nebst Potenzialausgleich normkonform aussehen müssen, siehe DEHN Blitzplaner Kapitel 9.05, Kleiske Fachinformationen oder die angehängten Folien.

    Blitzstrombelastete Erdleiter stets ohne gefährliche Näherungen zu Personen und anderen Leitungen und Kabeln außen ableiten und nicht als Blitzeinleiter innen führen!
     

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  12. Julius

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    Damit im Fall des Falles auch alle Nachbarn noch etwas davon abbekommen...?
    Das wäre ja fast noch schlimmer als gar keine Erdung.

    Naja, wenigstens bekommst Du dann eine komplette neue Elektroinstallation.
    Und vielleicht auch ein neues Haus.
    Falls der Eli es Dir bezahlen kann...

    Wie unfähig kann man sein?
    Elis gibts... :mauer
     
  13. ma4er72

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    @Dipol
    dein Link von Dehn funzt nicht.

    Was wäre denn nun der minimalste zulässige Erdungsaufwand bei mir?
     
  14. Fassade

    Fassade

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    Bauleitung Elektro (Chef quasi)
    Steht doch da für Antenne ist eine Direkterdung zulässig. Das wäre der minimalste Aufwand für die Antenne.
    Für alles dann das volle Programm. Siehe das 2. Bild sind 3 Möglichkeiten beschrieben.
    Drucke es aus und gebe es dem Elektriker deines Vertrauens....
     
  15. Dipol

    Dipol

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    Sorry, dann bitte entweder den kompletten Blitzplaner oder nur die Kapitelübersicht aufrufen.

    Antennen soll man möglichst nur noch in geschützten Zonen installieren. Die günstigste Lösung ist eine Montage in der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade mit > 2 m Abstand zur Dachkante/Dachrinne und max. 1,5 m Wandabstand, dann ist nur ein PA mit 4 mm² Cu gefordert. Bei durchgehend geschützter Verlegung reicht normativ sogar ein Querschnitt von nur 2,5 mm² Cu aus.

    Für erdungspflichtige Dachantennen ist die konventionelle Direkterdung durch eine Elektrofachkraft kostengünstiger als die Montage einer getrennten Fangeinrichtung durch eine der höchst seltenen qualifizierten Blitzschutzfachkräfte. Dafür riskiert man aber auch im Falle eines Direkttreffers Teilblitzströme auf den Antennenleitungen und Endgeräten.

    @ Mods:
    Der Link im gepinnten Beitrag http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?58915-Blitzplaner zum alten Blitzplaner-Ausgabe wurde abgeschaltet, die alte zweite Ausgabe ist aber hier noch online.
     
  16. R.B.

    R.B.

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  17. ma4er72

    ma4er72

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    Da mein Eli das ja nicht so eng sieht mit dem Erden, möchte ich ihm das mal näherlegen und ihm sagen was ich haben möchte.
    Ich hab da noch die eine oder andere Frage die ich mir in den ganzen links nicht beantworten konnte.

    Bitte berichtigt mich:
    1. Das Haus besitzt Netzform TN-C. Erdung mit PEN über den HAK. Kein Blitzschutz
    2. Die Sat-Anlage soll aufs Dach. Muss also geerdet und PA geschaffen werden.
    3. Von den Koaxkabeln nach dem Multischalter muss ein PA-Kabel an den Mast.
    4. vom Mast muss ein Erdungskabel wohin?

    Wäre cool wenn mir das jamand in eigenen Worten beantworten könnte. Dann
     
  18. feelfree

    feelfree Gast

    Guckst Du auf Beitrag #10, erstes Bild, rechtes Häusle. Einfacher kann man das nicht mehr beschreiben.
     
  19. ma4er72

    ma4er72

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    Für Dich vielleicht klar verständlich. Für mich leider nicht. Sorry, tut mir echt leid.
    HES hab ich nicht.
     
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  21. Dipol

    Dipol

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    Umgedreht stimmt es: Der PEN darf nach TAB nicht als Erder missbraucht werden, der ist aber seinerseits am geerdeten Schutzpotenzialausgleich anzuschließen.

    Das ist das Norm-Minimum und sollte nicht mehr fraglich sein!

    Der PA muss bei Ausbau des Multischalters an allen Leitungen erhalten bleiben. Es geht doch aus der Grafik eindeutig hervor, dass auch die LNB-Leitungen wenigstens am Kabeleintritt ins Gebäude eingebunden werden müssen. Das Gehäuse netzgespeister Multischalter ist auch anzuklemmen, das gilt auch für receivergespeiste Matritzen.

    Erde die Antenne bevor der Blitz dich erdet.

    Ein blitzstrombelasteter Erdleiter muss primär senkrecht und auf möglichst kurzem Weg an den Fundament-/Ringerder. Idealerweise wird ein Erleiter aus mindestens 16 mm² CU, 25 mm² Al oder 50 mm² Stahl ohne gefährliche Näherungen außen zu einer eigenen Anschlussfahne an den Fundament- oder Ringerder verlegt. Wurde die Anschlussfahne beim einem Neubau verpennt, bleibt nur der Anschluss an die HES. Sofern sich die in der Nähe der Ableitung befindet und es von der Fassade bis zur HES zu keinen gefährlichen Näherung kommt, ist kein Entlastungserder erforderlich. Ansonsten und bei unklarer Tauglichkeit undokumentierter Erdungen aber schon.

    In einem Bauexpertenforum sollte man aber erwarten dürfen, dass User auch Linkhinweise nutzen und dann bei den gängigesten Fachbegriffen nicht nur Bahnhof verstehen.

    HES = Haupterdungsschiene, früher auch Hauptpotenzialausgleich oder Potenzialausgleichsschiene (PAS) genannt.

    Prophylaxe-Hinweis: Die Klemmen vom Mastanschluss bis einschließlich der HES müssen für 100 kA blitzstromtragfähig zertifiziert sein und zur Vermeidung von Lichtbögen muss auch an Erdleitern aus 16 mm² Cu oder 25 mm² Al inbesondere die überquerte Dachrinne wie bei einer Blitzschutzanlage mit angeklemmt werden.
     
  22. feelfree

    feelfree Gast

    Dipol, warum gehst Du eigentlich immer von einem Neubau aus??? Hier geht es (siehe Thread-Titel) um ein 60er-Jahre Haus, offensichtlich ohne HES.
     
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