Altbau Dachstuhl Feuchte + Schimmel / Hilfe gesucht

Diskutiere Altbau Dachstuhl Feuchte + Schimmel / Hilfe gesucht im Dach Forum im Bereich Neubau; Sehr geehrtes Forum. Ich bitte gleich vorweg um Nachsicht wenn meine Schilderung etwas laienhaft klingt, aber ich bin leider nur ein Laie auf...

  1. Bauer85

    Bauer85

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    Sehr geehrtes Forum.
    Ich bitte gleich vorweg um Nachsicht wenn meine Schilderung etwas laienhaft klingt, aber ich bin leider nur ein Laie auf diesem Gebiet. Verzeweifelt hoffe ich jemanden zu finden der mir bzw. meinem Gebäude noch helfen kann.

    Gebäude: Eine kleine Fabrik, 1943 erbaut. Bei Übernahme Dach frei von Schimmel und trocken. Zur Zeit weder beheizt noch ausserhalb von Bautätigkeiten genutzt.

    Dach: Pfettendach mit >45°, Doppeldeckung mit Biberschwänzen. Einige Fledermausgauben/Ochsenaugen.

    Problem: Ein Teil des Daches war zum Wohnbereich umgebaut worden, in etwa 1980-85. Dabei wurde auf einer Seite des ca. 30m langen Daches auf ~9m von Traufe bis fast zum First die Deckung gegen Glasplatten und einem schwarzen Material ähnlich dünner Holzfaserplatten ersetzt um Warmluft aus Sonneneinstrahlung zu gewinnen.
    Das Dach wird komplett auf den originalen Zustand zurückgebaut, eine weitere Nutzung dieses Bereiches ist nicht vorgesehen. Dabei wurde bereits im Sommer 2012 ein Grossteil des Wohnausbaus entfernt, das Glas wieder durch Biberschwanzziegel ersetzt.
    Streng auf diesen Bereich begrenzt nun schon den zweiten Winter/Frühling extreme Feuchte und explosives Schimmelwachstum. Der Bereich ist zum Rest des Daches nicht abgetrennt, es ist mit kleinen Hindernissen ein Luftraum.
    Wasser rinnt an den Sparren ab, die Ziegel sind innen mit einer 1-2mm dicken Schicht Eis überzogen das nun langsam schmilzt.
    Ein paar cm daneben ist die alte Deckung sowie das Holz staubtrocken, keine Anzeichen von Schimmel. Die Dachseite gegenüber dieser Stelle zeigt ebenfalls keine Schäden mit Ausnahme des Firstbereichs wo der Schimmel von einer Seite auf die andere zu wachsen begann.
    Die Deckung selbst ist soweit mit dieser Bauart möglich dicht, auch bei starkem Regen und Sturm dringt kein Wasser ein. Das nun vorhandene Wasser gelangte mit hoher Sicherheit nicht in flüssiger Form von Aussen in das Dach.

    Es waren bereits ca. ein halbes Dutzend Sachverständige sowie verschiedenste Firmen vor Ort um die Ursache zu ergründen und eine Lösung zur Sanierung anzubieten.
    Vorherrschend ist kollektive Ratlosigkeit. Bei dem Dach sollte das laut Aussagen eigentlich überhaupt nicht möglich sein. Das habe man noch nie gesehen und könne nichts dazu sagen.
    Die ausführenden Firmen wissen nur insofern mehr als dass sie auf keinen Fall darann Schuld wären oder einen Fehler begangen hätten.
    Einigkeit herrschte jedenfalls darinn dass dieser Zustand nichtmehr lange gut gehen kann.
    Eine wie auch schon vorgeschlagene komplette Neuerrichtung des Daches ist für mich finanziell nicht realisierbar.

    Wenn gewünscht beschreibe ich die Bedingungen gerne genauer, denke aber das eine Ferndiagnose nicht zielführend ist und möchte das Forum nicht unnötig mit einer noch grösseren Textwand belästigen.

    Wer kann mir bei einem derartigen Problem noch weiterhelfen? Wo könnte ich noch Rat einholen?
    Liest hier eventuell sogar jemand mit der sich realistisch die nötige Kompetenz zutraut dies zu Sanieren und aus der Region ist oder zumindest jemanden kennt der in Frage käme?

    Wenn ich hier falsch sein sollte bitte die Unannehmlichkeit zu entschuldigen und zu löschen. Ich weiss nichtmehr wo ich sonst fragen sollte.
     
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  3. Kalle88

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    Wie kann man sich das Vorstellen, wie der Altzustand wieder hergestellt wurde?

    ö.b.u.v SV oder "nur" Sachverständige?
     
  4. Julius

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    Wurde "das schwarze Zeugs" entfernt?
    Welche Biberschwänze wurden neu verlegt?
     
  5. #4 Alfons Fischer, 7. Januar 2014
    Alfons Fischer

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    öbuv bringt hier auch nichts, wenn er nicht weiter weiß...
    (Am Rande: ich verstehe diese öbuv-Gläubigkeit hier im Forum nicht...
    ich kenne viele " 'nur' Sachverständige", die hervorragende Arbeit machen, sehr gewissenhaft und objektiv arbeiten und auf der anderen Seite 'öbuv's, die schlicht ihre Kompetenzgrenzen nicht kennen. Und das ist das Schlimmste, was einem bei einem Sachverständigen passieren kann... )



    Also, wenn es dort schimmelt und wo anders nicht, dann gibt es einen Grund dafür!
    Und wenn der Sachverständige zum Ergebnis kommt, dass "dies nicht sein kann", dann ist nicht ein Wunder oder eine Ausnahme von Naturgesetzen eingetreten, sondern der Sachverständige hat sich geirrt!

    Als erstes ist die Frage zu stellen: was unterscheidet die vom Schimmel betroffene Stelle von den anderen Stellen. Es muss einen Unterschied geben! Vielleicht wurde dieser Unterschied erst durch den Umbau eingetragen? zum Beispiel biologisch abbaubares Material, eine Beschichtung oder ähnliches?
    Gibt es irgendwelche Feuchtequellen in dem Gebäude, die sich dort besonders auswirken?
    Ist es an der Ostseite des Dachraums?
    Fotos von dem Dachraum wären hier sehr hilfreich. Auch Übersichtsaufnahmen.

    Solche Kondensat- und Eisbildung auf Holzbauteilen kenne ich, aber bisher nur aus Ställen und Heuböden oberhalb von Ställen und aus einem Dachraum eines uralten Wohnhauses mit einer undichten obersten Geschoßdecke. Aber auch dort nur lokal begrenzt: oft (aber nicht immer) dort, wo die Feuchte konzentriert eingetragen wird.
     
  6. sarkas

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  7. Kalle88

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    Es ist die Rede von etlichen... oder besser gesagt ca. halbes Dutzend. Mir ging es nicht darum, auf "Sachverständigen" rumzureiten oder sie schlecht zu machen. Das steht auch mit keinem Wort dort. Rechtlich ist die Bezeichnung nicht geschützt, auch nicht in Österreich. Ö.b.u.v. ist dahingehend geschützt. Das sagt sicherlich nichts über die Person selber aus. Zeigt aber, dass er eben über die besondere Sachkunde verfügt die unerlässlich ist für das Tragen dieser Bezeichnung.

    Bedeutet natürlich nicht, dass auch der Träger außerhalb seiner Sachkunde agiert. Das kann aber überall passieren. Ist in meinen Augen also kein blindes Vertrauen, sondern eher eine rechtliche Sache.
     
  8. Taipan

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    Alfons trifft es ziemlich genau auf den Kopf. solche Erscheinungen (lokale Vereisungen und Schimmelbefall) befinden sich meist direkt über einer nicht unerheblichen Leckage der darunter befindlichen Bauteile. Es steigt warme, feuchte Luft auf, trifft auf die kalte OF der darüber liegenden Konstruktion und kondensiert aus. Ist es kalt genug, bildet sich Reif, der im Laufe von Stunden, Tagen oder Wochen zu einem Eispanzer wird. Ich würde (mittels einer blasenden Tür - hier Überdruck und einer Wärmebildkamera) gezielt die Leckage suchen und abstellen. Dann sollte auch der Spuk vorbei sein. Den Leckagegrund erfährt man, wenn man die Lackage gefunden hat.
     
  9. Biber53

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    Hallo Bauer,

    ich behaupte mal, daß ich mich mit Biberschwanzeindeckungen ganz gut auskennne.
    Schick mal Fotos, alt - neu, Totalen -Details, außen - innen.
    Ich sag Dir dann etwas dazu.

    Welche Eindeckung hast Du? Doppeldeckung?
    Welche Ziegel, bzw. welcher Hersteller wurde im neugedeckten Bereich verwendet? (Kannst mir per pn schicken) Sind es Taschen mit 20 cm Breite?
    Sind die Ziegel standardmäßig vorgelocht? (Foto von einem Biber, wegen Lochabstand zum Rand)
    Lattweite sollte ich noch haben, wegen der Höhenüberdeckung. (Kann sonst nur, fundiert auf max. einen halben Zentimeter schätzen, von hier aus)

    Bitte Fotos von innen nicht vergessen, auch wo Nässe ist (Prinzig immer Gesamtansicht und Details, so daß eine Zuordnung möglich ist.
    Außen, Traufe, Fledermausgaube(n), Fläche, Ortgang, Firstanschluß (Übergang Fläche zum First), Dachdurchdringungen.

    mfg
     
  10. Taipan

    Taipan

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    Des Problem hat aber höchstwahrscheinlich nichts mit der Eindeckung zu tun.
     
  11. Bauer85

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    Erstmals vielen Dank für die Antworten.

    Bei den Sachverständigen handelte es sich bei ca. der Hälfe um gerichtlich eingetragene SV, das würde den deutschen öbuv entsprechen soweit ich weiss.

    Ich versuche in einer etwas genaueren Beschreibung die Fragen zu beantworten.

    Die betroffene Dachfläche ist nach Südwest ausgerichtet. Beim Rückbau wurden die alten Glasplatten abgenommen, das schwarze Material entfernt. Übrig war nur noch das nackte Dachtragwerk. Es wurde eine neue Lattung im originalen Abstand hergestellt und mit einer vorhandenen Reserve an Dachziegeln eingedeckt. Ja die Reserve war etwas grösser.

    Diese Reserve sollte allerdings zum Problem werden, wie beschrieben zeigte sich im ersten Frühling nach diesem Rückbau Feuchte und extremer Schimmelbefall. Fast durch Zufall entdeckte ich dass das Wasser eines leichten aber länger andauernden Regens durch, ja durch, den Ziegel kam.
    Wie ein Schwamm verhielten sich diese Ziegel, Regentropfen liefen bei allem ausser Starkregen nicht ab sondern versickerten darinn. Stellte man diesen Ziegel hochkant in 1-2cm Wasser so sog er sich wie ein Docht fast bis oben hin an. Tropfte man länger auf eine Seite Wasser so wurde nach einigen Stunden die Rückseite feucht. Zerbrach man einen Ziegel war er über den gesamten Querschnitt hindurch nass.
    Und was am Dach aussen in den Ziegel einsickerte kam dann innen wieder zum Vorschein.

    Diese Ziegel wurden heuer im Frühsommer abgenommen und gegen neue ersetzt. Ebenfalls Biberschwänze in Doppeldeckung. Ich denke es ist besser den Produktnamen per PN zu verschicken.
    Nun im Herbst wieder das gleiche Problem.

    Der Raum unter der betroffenen Stelle ist bereits das Erdgeschoss, nicht unterkellert. Mit drei grossen nicht als sonderlich dicht zu bezeichnenden grossen Toren nach aussen hin. Ein BlowerDoor Test wird schwierig da diese Tore nicht Norm Abmessungen haben, ca. 2,50 breit und mindestens genauso hoch sind. Ich werde aber versuchen eine Firma aufzutreiben die das kann.
    Der Raum wird nicht genutzt und auch nicht beheizt. Es wurde im Spätsommer ein neuer Boden betoniert und damit sicher einiges an Baufeuchte eingetragen jedoch immer wenn aufgrund der Luftfeuchte möglich gelüftet und mit einem Bautrockner nachgeholfen so lange die Temperatur das erlaubte. Das Schadbild trat allerdings bereits nach dem Rückbau ein wo in diesem Raum wirklich garnichts war. Der Taupunkt in diesem Raum ist zur Zeit geringer als am Dach.
    Nach oben hin ist dieser Raum mit Heraklith und einer Stahlbetonrippendecke abgeschlossen die augenscheinlich in diesem Bereich rissfrei ist. Es gibt einen Setzriss in einem anderen Dachbereich, dort ist kein Befall festzustellen.
    Ich verfüge über eine Wärmebildkamera und konnte damit keinerlei wärmere Stellen entdecken. Evtl. kann bei einem BlowerDoor Test und mit empfindlicherem Profiquipment etwas festgestellt werden.

    In dem befallenen Bereich ist eigentlich nichts das ihn augenscheinlich von anderen unterscheiden würde. Es gibt an einigen Stellen der Sparren dort eine schwarze Beschichtung, bezüglich des Schimmels und der Feuchte scheint das aber keinerlei Effekt zu haben. Die Stellen werden genau so feucht und bewachsen wie der Rest.

    Von einem anderen Computer werde ich soweit vorhanden Bilder zusammenstellen und hochladen, was fehlt werde ich morgen photographieren.
     
  12. Biber53

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    Das kann durchaus sein.
    Aber ich bin gewohnt systematisch vor zu gehen.

    Ich mach so was hauptberuflich. Habe "Fehlerquellen" gefunden, wo andere Firmen längst aufgegeben hatten. Älteste Regenstelle ging 18 Jahre!
    (Bei Leuten mit Geld)
    Was meinst Du wer da alles schon auf der Matte gestanden hat?

    mfg

    PS: Irgendwo muß man ja anfangen, immerhin kann ich von hier (noch) nichts sehen.
    Als nächstes wäre das Material selbst dran. Ich hab hier noch keinen Verarbeiter gesehen, der daran was untersuchen kann.
    Allerdings habe ich etliche Jahre für drei namhafte Hersteller gearbeitet. Die haben mich dann bis nach Norwegen geschickt.
     
  13. Kalle88

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    Jopp. Klingt für mich ehrlich gesagt nicht wie ein Problem durch Undichtigkeiten von Wohnräumen darunter. Eher das da was mit der Eindeckung nicht stimmt.
     
  14. Taipan

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    Wenn Du damit den EG-Raum meinst ... vergiss den Blower-Door-Test. Wenn unten grundsätzlich kein anderes Klima (20°C/50% gegen -5°C/X%) herrscht, kann DAS nicht die Ursache sein. Damit wäre DAS aber auch schon geklärt. Wenn ich Deiner Beschreibung entnehme, dass sich die NEUEN Biber vollsaugen --> Warum tun die das?
     
  15. Kalle88

    Kalle88

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    Schlechtes Fabrikat, keine konvex Krümmung, Fehler in der Verlegung - wer weiß das schon... Bin mal gespannt auf Bibers Beitrag. TS, auch wenn ich dir wo möglich nicht helfen werden kann bedanke ich mich dennoch für dein Thema. Scheint interessant zu werden.
     
  16. Bauer85

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    Oh das habe ich schlecht formuliert. Zur Klarstellung:
    Die ERSTMALS beim Rückbau aufgebrachten als Vorrat vorhandenen Bieber sogen sich voll.
    Diese wurde heuer gegen ganz neu produzierte Ziegel getauscht, diese saugen sich nicht an. Verhalten sich so wie ich das erwartet hätte. Also bis auf die Tatsache dass sie innen je nach Witterung Nass oder voll mit Eis sind.

    Sehr gut. Es ist dort unten nahezu gleich warm wie im Dach, eventuell sogar ein bisschen kälter. Die Unterschiede bewegen sich im Bereich weniger Grade.

    Einige Bilder:
    _DSC1604.jpg
    Derzeitiger Zustand.

    _DSC9133.jpg
    Zustand vor Rückbau.

    FLIR0016.jpg
    Wärmebild des derzeitigen Zustandes. War nur eine kleine Flir E4.
    Keine Sonneneinstrahlung mehr. Zu diesem Zeitpunkt, 29.10. war noch kein Tauwasseranfall zu erkennen.
    Das Bild habe ich nur aus interesse gemacht weil die neuen Ziegel deutlich kälter aussehen. Werde morgen testen ob es Unterschiede im Emissionsgrad oder tatsächlich der Temperatur sind.


    Es folgen morgen noch: Bilder des Schadens innen, Detailaufnahmen der Deckung und Ziegel, Wärmebild innen.

    Ich muss mich an der Stelle schonmal gross für die allgemeine Hilfsbereitschaft und das Interesse bedanken, freut mich zumindest wenn es interessant ist ;).

    Achja, die Ziegel sind soweit ich weiss brettereben, da gibts keine Krümmung wenn ich mich recht erinnere. Halte morgen mal einen Haarwinkel drann um das zu prüfen, nicht das ich was Falsches schreibe.

    Und eine kurze Frage noch: Da man vermutlich erst im Frühjahr etwas tun kann, wie hoch ist die Gefahr einzuschätzen dass mein Dachstuhl über den Winter das Opfer eines Hausschwammes wird?
     
  17. Taipan

    Taipan

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    Auf die weiteren Infos bin auch ich gespannt. Vielleicht hat ja einer von uns noch eine gute Idee und womöglich lernen wir noch was.

    Fragen: Machst du die Tore bei gutem Wetter auf, um die "schöne warme, trockne Luft" ins Gebäude zu lassen? Wie sieht der Aufbau der Decke GENAU (Schichtenfolge, Materialien, Schichtdicken) aus?


    Zum Gammel: Ich sehe Gaubenfenster und Giebelfenster. Aufmachen! Offen lassen ! Ein bissl Regenschutz rein und die gute Aussenluft durch den kompletten Dachstuhl streichen lassen. Es darf auch gern ziehen.
     
  18. H.PF

    H.PF

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    Sobald auch nur der leiseste Lufthauch den Hausschwamm berührt ist der eingeschnappt und verzieht sich... Können die absolut nicht vertragen. Gibt einen ganz ganz kleinen Klima-Bereich in dem Hausschwamm gedeiht. Lichtfrei, Zugfrei. Alles Andere ist Hausschwammsicher. Also mit Lüften hast du schon gewonnen
     
  19. Neutal

    Neutal

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    Was die Pilze anbelangt. Der echte Hausschwamm hat zwar einen relativ kleinen Wohlfühlbereich, seine Kollegen aber decken hier großzügig den ganzen umbungsbereich ab und sind oftmals nicht minder gefährlich.
     
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  21. Bauer85

    Bauer85

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    Die Tore sind nur offen wenn ich da bin, zwar oft aber auch nicht jeden Tag, und draussen die Luft absolut weniger feucht ist als drinnen.

    Schichtenaufbau der Decke von unten nach oben:
    1,5cm Verputz aus '43, vermutlich nur Kalk, Zement und Sand.
    3cm Heraklith
    15cm Luftraum, abgeschlossen
    3cm Heraklith einer verlorenen Schalung
    10cm Stahlbeton
    1,5cm Betonbelag, glatt und mit feinerer Koernung.

    Es wurden an einigen Stellen die unteren 1,5cm Verputz und 3cm Heraklith entfernt um fuer die geplante Abhaengung von Strahlplatten Zugang zu den Rippen der Decke zu erhalten.

    An den Rippen sieht der Aufbau wi folgt aus:
    1,5cm Verputz
    3cm Heraklith
    ca. 28cm Stahlbeton
    1,5cm Betonbelag.

    Das koennte im Moment ein Problem werden.
    Unter dem Dach sind zwar 98% Luftfeuchte rel. und ein Taupunkt von 4,8C zu messen, draussen aber trotz 85-87% rel. Feuchte 6,2-6,5C Taupunkt. Soll ich da wirklich alles aufmachen? Kommt dann nicht noch mehr Wasser unters Dach?

    Bilder folgen wenn ich wieder zu Hause bin, mit dem Inernetanschluss hier ist Bilder hochzuladen keine Freude.
     
  22. sarkas

    sarkas

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    Was sind denn für Temperaturen innen und außen?

    Der wichtigste Aspekt ist die Bezeichnung "relative" Luftfeuchtigkeit.

    Wenn am Dachboden bei 98% rel. Luftfeuchte 15°C vorherrschen ( ca 12,5g H²O/m³)
    und außen meinetwegen 5°C bei 85% rel. LF (ca. 6 g H²O/m³) dann ist es absolut interessant zu lüften.
     
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Altbau Dachstuhl Feuchte + Schimmel / Hilfe gesucht

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