Altbau dämmen?

Diskutiere Altbau dämmen? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo Fachleute, wir stehen vor der Frage, ob wir unseren Altbau dämmen sollen. Es handelt sich um ein Reihenmittelhaus von 1921. Da es ja...

  1. #1 primavera, 27. April 2007
    primavera

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    Hallo Fachleute,
    wir stehen vor der Frage, ob wir unseren Altbau dämmen sollen. Es handelt sich um ein Reihenmittelhaus von 1921. Da es ja zwischen den anderen Häusern "hängt", ist es eine realtiv kleine Dämmfläche.
    Wie groß ist die Gefahr von Kältebrücken?
    Kann man auch ökologisch dämmen, so dass das Haus noch atmen kann? Ich habe Angst, dass wir uns den Schimmel ins Haus holen, wenn wir alles "dicht machen". :wow
    Wie sieht das rechtlich aus? Muss man inzwischen dämmen?

    Vielen Dank schon mal vorweg.

    Liebe Grüße :winken
    primavera
     
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  3. Julius

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    Wenn das Haus atmet, empfiehlt sich der Kammerjäger - oder gleich ein Exorzist... :yikes
     
  4. #3 hamunaptra, 27. April 2007
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    dann sollte hier wirklich ein Exorzist zu Werke gehen........
    Der nötige Feuchtetransport aus dem Gebäude heraus erfolgt durch Luftwechsel (richtiges Lüften). Die Dampfdiffusion durch das Mauerwerk liegt nachweislich im Nachkommabereich d.h. geht gegen null (bei 0 Grad Außentemperatur ca. 3,2 g/h - Lüften bei gleicher Außentemperatur 242 g/h).
    Wie groß die Gefahr von Wärmebrücken (nicht Kältebrücken) ist, kann man ohne Objektbesichtigung nicht sagen. Natürlich kann man "ökologisch" dämmen, aber was bedeutet das?? Etwa Kork- oder Holzfaserdämmung, welche mit Pestizieden durchtränkt sind damit sie nicht wegfaulen ?
    Sucht Euch einen seriösen Energieberater, welcher sich das Gebäude mal ansieht und die evtl. Schwachstellen aufzeigt und wenn gedämmt wird, dann nehmt eine aus Mineralwolle, die ist "ökologisch" genug. Übrigens MUSS niemand dämmen!!!!!
     
  5. #4 Hundertwasser, 28. April 2007
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    Einspruch: Mineralwolle ist überhaupt nicht "ökologisch". Sie enthält mehr Kunstharze als Polystyrol-Hartschaumplatten pro m³ und hat bei der Herstellung einen riesigen Energieaufwand. Die Alternative wären Mineralschaumplatten aus Kalk und Zement, mit Eiweiß geschäumt.

    Alles Andere ist richtig.
     
  6. #5 primavera, 28. April 2007
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    Hui, da bin ich ja gleich ein paar mal in Fettnäpfchen getreten. Vermutlich habt ihr recht und es kann wirklich nur ein Fachmann entscheiden, was letztendlich die richtige Lösung für das Häuschen ist.
    Immerhin weiß ich durch euch jetzt schon mal, dass mit Mineralwolle, mit Polystyrol-Hartschaumplatten und mit Mineralschaumplatten gedämmt werden kann. Ich werd mich da mal schlau machen.
    Ich hab auch mal gehört, dass es einen Dämmputz gibt. Sagt euch das was?
     
  7. #6 hamunaptra, 28. April 2007
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    Natürlich ist Mineralwolle.........

    nicht wirklich ökologisch, das hatte ich auch ironosch gemeint:motz , daher auch die Schreibweise "ökologisch". Bei Mineralwolle kann man wenigstens den Zusatz mineralisch verwenden. Mineralschaumplatten gibt es u.a. von Xella, nennen sich Multipor und haben WLG 045.
    Dämmputz ist ungeeignet zur energetischen Sanierung eines Gebäudes (Lambda = 0,07 W/(mK).
     
  8. BJ67

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    Was mich an Polystyrol stört ist das ...styrol als Nervengift, was schon in irgend einer Form dabei ist und der absolut nicht mineralische Aufbau. Was mich an Kalziumsilikatplatten wie z.B. Multipor stört, ist der unverschämte Preis für den ultraleichten Porenbeton...
     
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  10. #8 Cardiologist, 3. Februar 2009
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    Styrol ist nach Umweltbehörde der USA im Verdacht krebserregend zu sein, da man Cytochrom-P450-Enzyme in der menschlichen Lunge gefunden hat, verhärtet sich der Verdacht auf krebserregende Wirkung des Styrols, denn diese CYP-Enzyme wandeln Styrol zu Styroloxid um, was laut Bundesinstitut für Risikobewertung zu einer neuen Risikobewertung des Styrols führen muß. Diese neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Styrol auch für den Menschen krebserregend sein könnte. Für krebserregende Stoffe gibt es keinen Schwellenwert, keinen threshold, also keinen "Unbedenklichkeitswert". Styrol ist ferner ototoxisch ( gehörschädigend ) und neurotoxisch, Mitglied BJ 67 hat recht.
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  11. #9 Cardiologist, 3. Februar 2009
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    Styrol ist nach Umweltbehörde der USA im Verdacht krebserregend zu sein, da man Cytochrom-P450-Enzyme in der menschlichen Lunge gefunden hat, verhärtet sich der Verdacht auf krebserregende Wirkung des Styrols, denn diese CYP-Enzyme wandeln Styrol zu Styroloxid um, was laut Bundesinstitut für Risikobewertung zu einer neuen Risikobewertung des Styrols führen muß. Diese neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Styrol auch für den Menschen krebserregend sein könnte. Für krebserregende Stoffe gibt es keinen Schwellenwert, keinen threshold, also keinen "Unbedenklichkeitswert". Styrol ist ferner ototoxisch ( gehörschädigend ) und neurotoxisch, Mitglied BJ 67 hat recht.
    Ich würde es persönlich nur im Außenbereich anwenden. In Polysterol liegt es "nur" polymerisiert vor, aber Styrol kann ausdünsten und auch Polystyrol kann geringe Styrol-Mengen abgeben.
    Im Außenbereich sicher kein Problem, aber im Innenbereich? Ich persönlich würde es dort nicht verwenden.
    Im Tierversuch ist das beim Metabolismus entstehende Styroloxid eindeutig krebserregend und nachdem wir wissen, das das Umwandlungsenzym der CYP-Reihe anders als früher angenommen auch in menschlichen Lungen vorkommt, kann ich nur sagen: äußerste Vorsicht!
    Nehmt lieber gut kaschierte Mineralwollplatten, die Karzinogenität ( Krebserregung ) auch längerer "biokompatibler" Mineralwollfasern wird in der wissenschaftlichen Aufsatzliteratur zwar auch in Hinblick auf Krebs diskutiert, wenn die Fasern aber gut "eingemauert" sind, kommen sie nicht in die Atemuft und damit nicht in Eure Lungen.
    Beim Verarbeiten würde ich auf gute Kaschierung achten und FFP3-Masken tragen, zur Vorsicht.
    Dämmung im Innenbereich ( Wände ): m.E. nicht ( siehe oben! )
    ferner sehr komplex und Gefahr von Schimmel, der auch gesundheitsschädlich ist.
    Im Außenbereich würde ich Mineralwolle hinter keramischen Klinkern gut verstecken, Polystyrol hätte ich im Außenbereich auch wenig Bedenken, aber im Innenbereich würde ich das nicht anwenden.
     
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