Altbau - Wo anfangen?

Diskutiere Altbau - Wo anfangen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Ich brauche mal euren Rat, euren Sachverstand und eure Erfahrungswerte. Meine Mutter hat ein Häuschen geerbt. Sie will es auf jeden Fall...

  1. NaMa2010

    NaMa2010

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    Ich brauche mal euren Rat, euren Sachverstand und eure Erfahrungswerte.

    Meine Mutter hat ein Häuschen geerbt. Sie will es auf jeden Fall behalten da es sich um ihr Elternhaus handelt. Sie möchte dort irgendwann hinziehen, aber momentan arbeitet sie noch 100 km entfernt. Nun kostet das Haus ja auch im Leerstand Geld und Geld ist leider knapp. Ich überlege nun was wir am besten machen können. Eine Überlegung war das sie ins Haus zieht und sich in der Nähe der Arbeit eine kleine 1-Zimmer Wohnung mietet. Dann müssten wir aber erstmal ihr Haus verkaufen, was dann auch noch Dinge wie vorzeitige Beendigung des Kredites hinter sich zieht. Nach Verkauf schätze ich einen eventuellen Gewinn von 20-30 TEUR (Verkaufspreis-Restkreditbetrag). Wie ihr seht, alles andere als einfach. Für uns selber kommt das geerbte Haus nicht in Frage, da es viel zu klein ist.

    Aber nun zu meiner hauptsächlichen Frage bezüglich des geerbten Hauses. Es ist alt und müsste dringend modernisiert werden. Meine Oma hat dort drin gewohnt, demensprechend ist es nicht grad modern. So, zu den Daten:
    Haus Baujahr ca. 1900
    Wohnfläche ca. 50-80 qm
    Raumaufteilung: Flur mit Treppe ins OG, 2 cm hoch in die Küche (klein), 5 cm hoch ins Wohnzimmer, 30 cm hoch ins Schlafzimmer, vom Schlafzimmer kommt man ins Bad das ca. 60 cm tiefer liegt, vom Bad geht noch ein HWR ab. Im OG befinden sich zwei kleine Zimmer die knapp Stehhöhe haben (damalig Kinderzimmer meiner Mutter). Das Haus hat aufgrund eines Kriechkellers verschiedene Höhenunterschiede, zudem befindet sich das Bad und HWR in einem Anbau.
    Neben dem Haus steht eine Garage, mit Keller, Dachboden und einem Raum mit Dusche und Wasseranschluss.
    Das Haus hat eine einzige Fachwerkfassade, der Rest wurde neu verklinkert bzw. hat im OG eine Schieferwand. Das Haus ist mit Reet und die Garage mit Dachpfannen bedeckt.
    Heizung ist vor ein paar Jahren neu bekommen.

    Nun fallen mir auf Anhieb Kosten für neue Rohrleitungen sowie Strom ein. Dann müsste man irgendwie ne vernünftige Raumaufteilung hinbekommen und vielleicht die Höhenunterschied angleichen. Außerdem wäre es ja sinnvoll dann gleich Altergerecht umzubauen.
    Angedacht war schon immer die beiden Häuser zu verbinden. Dann in der Garage ein Gäste Wc, den Dachboden als Wohnraum ausbauen.

    Ich muss sagen das ich nicht weiß wo man anfangen soll. Meine Mutter sagt sie will so dort einziehen, aber das Haus ist super ungemütlich, außerdem überhaupt nicht mehr im zeitgemäßen Zustand. Allein das Bad ist dunkel und ungemütlich und müsste wohl eh neu. Ich bin da eher der Meinung einmal alles ordentlich zu machen und nicht überall ein wenig so dass es nie vernünftig ist.

    Mein Gedanke war einen Architekten zu Rate zu nehmen, der dann vielleicht auch ein Konzept für den Umbau entwickeln könnte. Aber das kostet ja sicherlich viel Geld. Meine Mutter könnte natürlich noch einen Kredit aufnehmen, der dann aber ja auch nur so 10-15 Jahre laufen kann (bis zur Rente).

    Es wird ja sicherlich irgendwann so sein, das ich das Haus wiederum erbe und wenn nun wieder kein Stück investiert wird, weiß ich bei bestem Willen nicht wieviel in ein paar Jahren zu machen ist.

    Da wir selbst auf der Suche nach einem Haus sind, können wir aber auch nicht all unser Erspartes aufopfern.

    Es ist alles so kompliziert.
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 24. November 2010
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    Die Vorfälligkeitsentschädigung für die Bank kann ziemlich happig werden, je nach
    Höhe, Laufzeit, Zinssatz und Sondertilungsoptionen. Ggf. kann man den Kredit aber
    für die Sanierung des geerbten Hauses einsetzen (wenn die Bank mit diesem Haus
    als Sicherheit mitspielt ...). Sind das Grundstück und die Lage denn eine entsprechende
    Investion wert? Wie weit wohnt Ihr jetzt und dann auseinander (Pflegefall, etc.)?
    Hat Deine Mutter ansonsten eine ausreichende Altersvorsorge oder wäre das
    geerbte Haus nicht besser für eine rasche Tilgung und ggf. Geldanlage fürs Alter
    sinnvoller investiert, auch wenn das schmerzt? Die Sanierung eines solchen alten Hauses ist letztlich ein Stück weit eine Liebhaberei, die man sich leisten können muß.
     
  4. NaMa2010

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    Also sie will es definitiv um jeden Preis behalten. Davon bringt sie auch niemand ab! Sie hängt sehr an dem Haus, werd ich jetzt mal nicht weiter drauf eingehen. Ich will nur das es dann so gut es geht geplant/finanziert wird.

    Ich wohne in der Nähe des Hauses, meine Mutter ist aufgrund des Berufes vor ein paar Jahren weggezogen, aber ihr gesamtes Umfeld (Freunde, ich) wohnen in der Nähe des Hauses.
    Das Haus soll schon als Rentenabsicherung dienen, zusätzlich kämen die gesetzliche Rente sowie eine ganz kleine Private Rente (100 Euro) hinzu. Das ist nicht viel, das ist mir klar. Sie hat allerdings bei dem anderen Haus schon ne Menge getilgt. Zinsbindung läuft dort in zwei Jahren aus. Somit müsste bei einem Verkauf ein gewisser Überschuss bleiben.
     
  5. #4 ReihenhausMax, 24. November 2010
    ReihenhausMax

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    Wenn die Zinsbindung in zwei Jahren ausläuft und es auch von den räumlichen
    Entfernungen her günstig ist, spricht das natürlich für das Haus.

    Wir haben für eine Begehung mit einem Bauing. bzw. einem Architekten der
    Verbraucherzentrale und erste Kostenschätzung für ein zu kaufendes und zu
    renovierendes Reihenhaus jeweils so etwa 150 Euro ausgegeben. Wird bei
    Euch vermutlich aufwendiger sein, aber ohne eine solche Expertise vor Ort
    läßt sich kaum etwas finanziell sagen.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Sehe ich auch so.

    Die Frage ist, auf welchen Stand möchte/muss man das Haus bringen damit es wieder vernünftig bewohnbar ist. Bei Bj., 1900 und vermutlich Renovierungsstau aufgrund der bisherigen Nutzung (Oma hat sicherlich nicht ständig renoviert), können hier Kosten auflaufen die so eine Aktion ganz schnell richtig teuer machen.
    TW Installation, Heizung, Elektrik, allein dafür kann man schon richtige Summen aufwenden. Was ist mit Fassade, Dach? Fassade scheint ja OK zu sein, aber wie sieht es mit dem Dach aus?

    Der Teufel steckt im Detail, und diese sieht man ohne Erfahrung nicht. Deswegen mit einem Fachmann "begutachten", der dann auch zumindest grob die zu erwartenden Kosten abschätzen kann. So einen Fachmann zu finden ist nicht ganz einfach, denn das "Allround-Genie" gibt es nicht, und mit einem Dutzend SV im Schlepptau wird das nicht gerade günstig.

    Ältere Gebäude zu sanieren ist eine Herausforderungen, und meist teurer als ein Neubau.

    Gruß
    Ralf
     
  7. NaMa2010

    NaMa2010

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    Einen Experten werden wir wohl zu rate ziehen müssen.

    Ich dachte so an 50.000 Kredit plus dann 30.000 aus dem Hausverkauf.

    Damit müssten dann neue Rohrleistungen, Stromleitungen, neues Bad und neue Fussböden bezahlt werden. Eventuell die Verbindung der Gebäude. Die Zeit würde ja nicht drängen, wir könnten teils Sachen selber machen wie tapezieren (was sicherlich aber eher der kleinere Teil der Kosten ist).

    Könnten 80 TEUR vielleicht ausreichen oder ist es zu knapp? Ich denke wohl ja oder?

    Ich hab keine Ahnung was neue Leitungen etc. kosten.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Die Leitungen sind das geringste Problem. Die Arbeit verursacht die Kosten, denn man macht alles "doppelt" (Alt raus, Neu rein). Mit dem budget kann man schon was anfangen, und je nachdem könnte man es sogar als üppig bezeichnen, aber ohne Details ist das reine Spekulation.

    Gruß
    Ralf
     
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  10. NaMa2010

    NaMa2010

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    Kann mir mal jemand nen groben Richtwert für die Kosten der Architektenleistung geben? Wir wollen halt gern das sich ein Architekt das Haus ansieht, sagt was man machen kann und dann ne Kostenaufstellung für den Umbau.

    Was nimmt ein Architekt da ca. für? 5000 Euro?

    Wir wollen halt erstmal nen ungefähren Preis um zu sehen ob es sich überhaupt lohnt das Haus umzubauen.
     
  11. Baumal

    Baumal

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    aber nein..

    such dir einen ortsansässigen architekten, der sich auf
    stundenbasis das häuschen mal anschaut und euch
    eine einschätzung (schon vor ort) gibt, ob sich der aufwand überhaupt lohnt...
     
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