Alter Dielenboden, noch zu retten ?

Diskutiere Alter Dielenboden, noch zu retten ? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo allerseits, da es bald losgeht, müssen wir uns nun auch Gedanken über die Innenraumgestaltung machen. Da das Haus, Baujahr 1939, alte...

  1. #1 ackerbauer77, 04.09.2012
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    Hallo allerseits,

    da es bald losgeht, müssen wir uns nun auch Gedanken über die Innenraumgestaltung machen. Da das Haus, Baujahr 1939, alte Dielenböden hat, wollen wir diese gerne schleifen lassen. Vorab hatte ich die Gelegenheit einige wenige Bilder zu machen, die mich schon zweifeln lassen -> große Fugen, hohe Durchbiegung. In der uralten Baubeschreibung steht:
    "Fussboden aus 1 Zoll starken norddeutsche Hobeldielen auf 8/10 cm st. Lagerhölzern Decken, Schutzdecken mit Lehmschlag, Aschenfüllung und Spalierdeckenputz"

    Was meinen die mit Aschenfüllung ? Mir wurde gesagt das meinst Schlacke verwendet wurde, die wohl nicht sehr gesund ist, aber was ist in unserem Fall wohl mit ASCHENFÜLLUNG gemeint ??

    Danke im Voraus und schöne Grüße....noch 4 Wochen, dann gehts los!
     

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  2. H.PF

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    DAS ist der Blick auf die Sockel meiner Behelfsküche... So ein Boden knarzt, so ein Boden ist schief, so ein Boden ist wunderschön... Ich habe auf der kompletten Etage diesen Boden, allein das mit nackten Füßen drüberlaufen ist toll... Warm und angenehm...

    Klar ist der pissschief, klar ist es nervig, wenn man nachts zum Kühlschrank geht und es quitscht wie meine Mutter wenn sie eine Maus sieht. Shit happens, interessiert mich nicht. Der Boden ist einfach toll...

    [​IMG]

    [​IMG]

    Ausserdem habe ich den vor rund 20 Jahren selber abgeschliffen, sowas verbindet ;)
     
  3. #3 ackerbauer77, 04.09.2012
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    Ja, das glaub ich alles, nur --> ist es wohl machbar bei den Fugen und der Durchbiegung der Dielen? Was für Höhenunterscheide kann die Schleifmaschine begradigen, usw ?
     
  4. #4 ars vivendi, 05.09.2012
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    Bei uns im Nebengebäude, was nun ein Ferienhaus geworden ist, habe ich auch 150 Jahre alten Dielenboden abgeschliffen und neu versiegelt. Auch hier waren die Bretter ähnlich wie bei dir. Wenn du dort mit einer großen Schleifmaschine rangehst, nimmst du zuviel weg. Bei mir war handarbeit angesagt, Flex und zig Scheiben. Mit grob (K40) angefangen bis auf fein (K220). Ich denke, das Ergebniss kann sich sehen lassen. Ein solch alter Boden hat eben noch eine richtige Ausstrahlung.
    Leider habe ich aktuell kein besseres Foto auf dem Pc. Aber bischen was kann man erkennen.
    Im Haus bei uns wird dies auch noch so gemacht.
     

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  5. Neutal

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    Wenn das Holz soweit gut ist, lohnt sich das schleifen. Fugen gehören zu einem Dielenboden dazu. Wenn sie einem gar nicht gefallen, kann man entweder die Dielen lösen, neu verpannen und wieder abnageln, oder Leisten schneiden und einleimen.
    Die Schüsselung bekommt man rausgeschliffen, sollte als Laie aber vorsichtig sein, damit man keinen bleibenden Riefen im Belag behält wenn schräg gegen die Faser geschliffen wird.
    Ergebnis steht und fällt mit dem Gerät.
     
  6. #6 ackerbauer77, 05.09.2012
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    Ok, bin gespannt. Hoffe die Spalten sind nicht so groß das eine komplette Fuge bis in den Untergrund entsteht. DA hätte ich gesundheitliche Bedenken wegen der "Aschenfüllung" Woraus besteht denn diese wohl genau ?
     
  7. Neutal

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    Das sagt der Name schon. Viele Gefache wurden mit Asche gefüllt. Ist wirklich Asche und bringt beim ausbauen richtig Spaß
     
  8. #8 Landrat, 06.09.2012
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    Hi,
    die Dielen waren bei meinem Haus auch so "durchgebogen". Ich war erst mit der großen Schleifmaschine dran und habe dann die Rillen per Hand nachgeschliffen. Gut ging hier eine Flex mit Schleifscheibe drauf. Erfordert etwas Übung, damit man sich den Boden nicht verbrennt. Du brauchst auch eine Menge Scheiben, weil das Ochsenblut die Scheiben verklebt. Die Flex dreht aber so schnell, dass die Farbe teilweise verbrennt (wird flockig und fliegt weg). Das ging besser als mit einer Schleifmaschine.
    Die Füllung in deiner Zwischendecke besteht dann wirklich aus Schlacke aus der Stahlgewinnung oder vom Bergbau. Die Asche ist eben Asche. Damit wurde früher die Decke "isoliert". In der Regel ist die Schicht so ca. max. 10 cm dick. Ich habe meine auf der Betondecke (Bj. ca. 50) liegen lassen. Darüber habe ich eben genausolche Dielen wie du abgeschliffen.
    Meine Vorbesitzer lebten schon immer auf dieser Schlacke und sind beide weit über 80 geworden....
     
  9. #9 Siedler, 06.09.2012
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    @H.PF: Der Dielenboden ist wirklich wunderschön. Die Abschleiferei ist zwar eine Schweinearbeit - aber wie man sieht - es lohnt sich.

    Gruß
     
  10. #10 Hessekopp, 06.09.2012
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  11. #11 tanzbaer, 06.09.2012
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    Bild 3. Das sieht so aus, als würde die Feder nicht mehr in die Nut greifen, ist das die einzige Stelle oder gibt es da mehr von? Das Abschleifen ist nicht so wild, im Sinne von viel Arbeit aber geht. Wenn die Bretter aber nicht mehr untereinander greifen kann es Dir passieren das Du seekrank wirst, bzw. Schränke die punktuell auf dem Boden stehen Probleme machen. Die Diele biegt sich dann, weil Sie die Auflast nicht zur Seite verteilt bekommt. Oder Du trittst genau auf das Brett und das Bücherregal kommt Dir entgegen.

    Unser Boden sah damals an einigen Stellen noch schlimmer aus, hat der Schreiner wunderbar hinbekommen. Allerdings hatten wir nirgendwo das Problem das die Bretter zu weit auseinander waren.

    Grüße

    tanzbaer
     
  12. H.PF

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    Auf Dielenboden gehören Regale und Schränke an die Wand geschraubt...Und seekrank wirste sowieso bei einer Holzbalkendecke ;)
     
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