Alter Holzofen für Werkstatt - Zulässig? Feinstaubfilter?

Diskutiere Alter Holzofen für Werkstatt - Zulässig? Feinstaubfilter? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, Ich könnte günstig an einen kleinen emaillierten Holzofen, schätzungsweise aus den 60er Jahren ehr älter, rankommen. Siehe Bild. Den...

  1. Memento

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    Hallo,

    Ich könnte günstig an einen kleinen emaillierten Holzofen, schätzungsweise aus den 60er Jahren ehr älter, rankommen. Siehe Bild.

    Den würde ich gerne bei mir unterm Dach anschließen, da der Raum ungeheizt ist und als keine Werkstatt dientt.

    Vom Kaminkehrer ist es grundsätzlich kein Problem dort einen Ofen zu betreiben.

    Nun hab ich aber erfahren, dass die Regierung mal wieder so ein schwachsinnige Regelung aufgestellt hat, dass man für Öfen die ab 2014 eingebaut werden einen Feinstaubfilter braucht. Wer denkt sich so eine Gängelung der Bürger nur aus? Naja egal.

    Jetzt die Frage;

    -Braucht man für so einen kleinen Ofen (gehen max 25er Scheite rein) überhaupt einen Filter und wenn ja kann man die nachrüsten?
    -Im Baumarkt werden auch so kleine Werkstattöfen verkauft, da steht aber nirgends was von einem Filter?

    Danke

    Ofen.jpg
     
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  3. ultra79

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    Für mich gar keine schwachsinnige Regelung - das heizen mit Holz nimmt zu - viele Leute denken auch noch sie würden der Umwelt was gutes tun, weil ist ja ein nachwachsender Rohstoff und so - und in Wahrheit sind die Öfen Dreckschleudern.

    Wenn man das Teil dreimal im Jahr anschmeisst ist es vermutlich egal - aber es gibt Leute die 3 Monate jeden Tag mit Holz feuern...

    Just my 2 cents...
     
  4. Memento

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    Ja aber darauf wird leider keine Rücksicht genommen, der Ofen würde bei mir im Winter vielleicht 1-2mal die Woche laufen.
    Naja was ist denn mit LKWs die verursachen wohl mehr Feinstaub und Weltweit gesehen ist das ja eh Schmarrn wenn nur wir in De das machen.
    Aber das ist hier ja nicht das Thema
     
  5. ThomasMD

    ThomasMD

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    Wer sollte das denn überwachen? Diese Allesfresser wurden bereits in Zeiten billiger Entsorgungskosten als Müllverbrennungsanlagen eingesetzt. Wäre das heute etwa anders?


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  6. bernix

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    ...na die Regierung die du möglicherweise auch mitgewählt hast....:biggthumpup:
     
  7. kappradl

    kappradl Gast

    Wenn man sieht, wie die Leute die Braunkohlebriketts Palettenweise aus dem Baumarkt rollen, sollte kann man sich über eine solche Regelung eigentlich freuen.
     
  8. bernix

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    du unterstellst hier, dass der Filter ein Allheilmittel ist.

    Der Filter eliminiert vielleicht Feinstaub....er korrigiert aber keine Nutzerfehler (!) und keine Anlagenauslegefehler....

    Würde zb der Brennstoff aus Holzbriketts aus gepressten Rebabschnitten bestehen (davon haben wir hier in der Region zig Mio Tonnen jedes Jahr) dann hätten wir für die Menge zumindest eine fast 1:1 Situation beim CO² (in einem Jahr aufgebaut, im nächsten verbrannt)....das wär schon mal ein riesiger Vorteil gegenüber fossilen Brennstoffen...Von den Transport, Umwandlungs-Sonstigen Kosten mal ganz abgesehen)....
     
  9. bernix

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    ....da ändert der Filter auch nichts dran. Wenn die Briketts vor sich hinkokeln stinkts genauso.

    Wie gesagt: Nutzerfehler bügelt das Ding nicht aus. Abhilfe geht hier nur über Preisaufschlag oder Einschränkung der Einzelöfen als Dauerheizung (mit entsprechender Kontrolle)....
     
  10. R.B.

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    Nein, Du brauchst keinen Filter, da der Ofen nicht mehr "neu in Betrieb genommen" werden darf. Ich bezweifle, dass Du für dieses Teil irgendwelche Nachweise liefern kannst, und als "historisch wertvoll" kann man die Kiste auch nicht bezeichnen (zudem wurde sie ja außer Betrieb genommen).

    Das erklärt auch warum Du "günstig" an diesen Ofen kommen könntest, denn vermutlich musste er aufgrund der BimSchV außer Betrieb genommen werden. Stichtag für solche alten Öfen war der 31.12.2014.

    Abgesehen davon, dass diese Kisten einen unterirdischen Wirkungsgrad haben, hat damals auch noch niemand an Feinstaub gedacht.

    Für solche alten Öfen gibt es natürlich keine Nachweise einer Typprüfung. Also müsste man mit entsprechendem Aufwand den Ofen aufrüsten und eine Einzelfallprüfung durchführen lassen. Damit wäre es theoretisch möglich auch für einen so alten Ofen eine Betriebserlaubnis zu bekommen. Die Kosten übersteigen aber den Wert eines neuen Ofens. Also ab damit auf den Schrott.
     
  11. ultra79

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    Das tu ich nicht - ich befürworte nur das es Regulierung gibt die eben verhindert das jeder "irgendeinen Ofen" in Betrieb nehmen kann.

    Die Sache mit der CO2-Bilanz ist auch etwas am Thema vorbei - weil das ändert nichts daran das der Offen nicht effizient ist. Die gleiche Menge Holz in einem ordentlichen Pellet-Ofen verbrannt und einen Puffer aufgeladen und man kann damit ein Haus heizen. Steckst du es in den Ofen überheizt du dein Wohnzimmer und lüftest die Hitze dann raus...

    Ich bin auch für mehr Aufklärung - ein Holzofen ist nicht automatisch eine ökologische Form des heizens nur weil das Holz darin mit einer CO2 Bilanz verbrennt die ausgeglichen ist.
     
  12. eltorito

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    Wäre da nicht eine Infrarotheizung geeigneter?
     
  13. Einmal

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    Das ist schon mal gut, der Kaminkehrer kann Dir auch sagen, ob du einen so alten Ofen betreiben kannst. Er muss ihn am Ende ja abnehmen.

    Ggf. gibt es eine Regelung die auf die Häufigkeit der Nutzung abziehlt. Die offenen Kamine dürfen ja auch (weiter) betrieben werden wenn eine gewisse Häufigkeit nicht überschritten wird.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Nicht vergessen, hier geht es um eine "Neu-Installation", nicht um einen Ofen im Bestand. Für den Ofen gibt es keinerlei zulassungszeichen, nicht einmal ein CE-zeichen (ist ja schon viel älter), keinerlei Nachweise des Herstellers, absolut nichts. Den darf der Schorni gar nicht in Betrieb gehen lassen. Die einzige Möglichkeit wäre, irgendwie einen Nachweis zu führen, dass der Ofen die aktuelle BimSchV einhält. Das wird schwierig bis unmöglich.

    Man darf auch nicht vergessen, dass Ausnahmen (historische Kamine, gelegentlicher Betrieb, usw.) für Anlagen im Bestand gelten und NICHT für Neu-Installationen.
     
  15. bernix

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    solche Regulierungen verhindern nicht grundsätzlich dass jemand so einen Ofen in Betrieb nimmt...


    Gedankenfehler würde ich sagen: Der Ofen ist vielleicht ineffizient, verbrennt aber den Brennstoff unproblematisch und schadstoffarm. Im Gegensatz dazu kann ein optimierter Ofen sehr nachhaltig auf Anlagen- oder Bedienungsfehler reagieren.
    Mit der gleichen Menge Holz als Pellets hast du die gleiche Energiemenge. Das heißt: Der Wirkungsgrad des Ofens muss eher bei 10% liegen um mit der gleichen Pelletmenge ein ganzes Haus heizen zu können.
    Ein alter Ofen hat vielleicht nicht die 80% eines neuen Ofens....


    ...zumindest in dem Punkt sind wir uns einig
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Unproblematisch -> JA
    Schadstoffarm -> Darüber könnte man streiten. Diese alten Dinger sind nicht als schadstoffarm bekannt. Gerade der einfache Aufbau sorgt dafür, dass noch eine Menge Schadstoffe in die Luft geblasen werden.

    Das Risiko ist nicht höher als bei einem alten Ofen, ganz im Gegenteil, durch eine teilweise automatische Steuerung werden Bedienfehler (das sind die häufigsten Fehler) sogar reduziert.

    Nö, das sicherlich nicht. In der Praxis liegen die wohl eher um die 50% herum.
     
  17. bernix

    bernix

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    Es gibt sicher schlechte/einfache alte Öfen, bei denen die Verbrennungsluft ungebremst in den Schornstein geht...oder die einen ungünstig geformten Brennraum haben.

    Bei der sogenannte Automatische Steuerung wird in der Regel ab einer bestimmten Temperatur die Zuluft reduziert.
    Dies verhindert ein zu frühes Reduzieren der Zuluft....
    Diese Steuerung ist aber kein Allheilmittel. zB. wenn der Ofen nicht richtig beschickt wird und keine Temperatur erreichen kann....
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Da sind wir einer Meinung. Das gilt aber für alle Öfen.

    Ich halte jede Wette, wie das mit der zuluft funktioniert wissen 99% der Ofenbetreiber nicht. Da wird mehr nach Gefühl gearbeitet, was den ohnehin schon schlechten Wirkungsgrad noch weiter in den Keller treibt. Meine Ur-oma hatte mehr Ahnung vom Holz heizen.
    Vor 2 Wochen hatte ich ein Kaffeekränzchen mit einem befreundeten Schorni. Da kam auch das Thema Kaminofen auf den Tisch. Er meinte nur "Ralf, wenn Du wüsstest wie so mancher Kaminofen nach 1 oder 2 Jahren Betrieb aussieht, da könnte man meinen die hätten schon 50 Jahre auf dem Buckel". Auf meinen Kommtar "na ja, billiger dummer Ofen" bekam ich nur zu hören "nein, dumme Heizer".

    Ich wäre dafür, dass jeder Ofenheizer zuerst einmal einen Holzheizer-Führerschein machen muss, ähnlich wie mit dem Kettensägenlehrgang. Dann bestünde vielleicht ein bisschen Hoffnung, dass die Leute auch mal nachdenken beim Heizen. So lange Holz aber als billiger Brennstoff betrachtet wird, und jeder an jeder Straßenecke einen Ofen kaufen kann, wird sich an diesem Unsinn nicht viel ändern.
     
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  20. bernix

    bernix

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    ich bin da ganz bei dir, Ralf!
    Der "Holzheizer-Führerschein" brächte sicher mehr als der Feinstaubfilter....
     
  21. Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Für KW arme Öfen ist oftmals gar nicht so viel erforderlich, aber die älteren exemplare werden wohl keine Freigabe mehr erhalten. In der Werkstatt reicht allerdings die Zuglänge nicht immer aus, das führt dann zu problemen ganz anderer art
     
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Alter Holzofen für Werkstatt - Zulässig? Feinstaubfilter?

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