Alternative zur Nachtspeicherheizung

Diskutiere Alternative zur Nachtspeicherheizung im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, mich würde mal die Meinung aus dem Forum interessieren, wie ihr zu dem Thema Nachtspeicherheizung, bzw. Alternatiiven steht....

  1. #1 springer1812, 28. November 2015
    springer1812

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    Hallo zusammen,

    mich würde mal die Meinung aus dem Forum interessieren, wie ihr zu dem Thema Nachtspeicherheizung, bzw. Alternatiiven steht. Ich weiss dass es da schon einige Threads gibt, aber mir gehts eher um das konkrete Beispiel.

    Wir wollen uns einen Bungalow mit BJ 1985 kaufen. Das Haus und die Lage ist eigentlich genau das was wir uns vorstellen. Natürlich ist BJ 85 nicht mehr das Neueste, jedoch wurde hier ständig was gemacht.

    Zb.
    - Neue Fenster (2005)
    - Dachisolierung (2005)
    - Solar für Brauchwasser (2005)
    - Photovoltaik 6kw (2013)

    Jetzt kommt das große ABER. In dem Bungalow ist noch eine Nachtspeicherheizung aus 1985 drinnen, was auch bedeutet dass es keine Leitungen, Heizkörper, etc. für eine Zentralheizung gibt.

    Wohnfläche ist ca. 130qm, wobei noch gesagt werden muss, dass im Wohnbereich, ca. 50qm, noch ein Kachelofen zum Heizen ist.

    Allein aus optischen Gründen wollen wir die Nachtspeicheröfen verbannen. Platz für eine Zentralheizung wäre auch, da das Haus voll unterkellert ist.

    Aber welche Alternative wäre in diesem Fall sinnvoll? Wir würden natürlich was geht mit Kachelofen heizen. Aber ich denke das wird nicht ganz für das komplette Haus reichen. Holz ist auf alle Fälle vorhanden.

    - Gas ist nicht vorhanden.

    - Ölheizung? Guter Kompromiss zwischen Invest und Betriebskosten wie ich meine. Jedoch ist die Preisentwicklung vom Öl nur schwer vorhersehbar.

    - Pellets? Relativ hoher Invest, aber von den Betriebskosten her besser wie Öl, oder? Aber wie ist Preisentwicklung? Bekannte raten uns von Pellets ab, da ziemlich "pflegeintensiv".

    - Infrarotheizung? Geringer Invest, aber Betriebskosten? An sich würde mir diese Lösung schon gut gefallen, da man nichts rumreissen muss. Den ein oder anderen Erfahrungsbericht habe ich im Internet schon finden können. Aber leider ist vieles auch "Verkäufergeschwätz" oder Kommentare von Leuten die es ohne irgenwelche Erfahrungen verteufeln. In Verbindung mit dem Kachelofen, der Solaranlage und der Photovoltaik könnte ich mir das schon vorstellen. Evtl. eine echte Alternative??



    Wie seht ihr die Situation? Dass mit diesen Angaben nur eine grobe Auskunft möglich ist, ist mir durchaus bewusst. Aber wohin sollte der Trend gehen?




    Gruß
    Thomas
     
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  3. artibi

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    Die Frage ist doch erstmal ob man zu den HKs sinnvoll mit den Rohren hinkommt.
    Wollt ihr den Estrich komplett entfernen? Oder Schlitze fräsen? Oder von unten durch die Decke anfahren?
     
  4. #3 springer1812, 28. November 2015
    springer1812

    springer1812

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    Also bei einer Zentralheizung sollte der Aufwand (auch finanziell) so gering wie möglich sein. Wir würden durch die Decke gehen. Estrich und Boden sollte so gut wie möglich erhalten bleiben. Und im Keller würden uns die Rohre nicht stören.
     
  5. mastehr

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    Schon mal beim zuständigen Versorger nachgefragt?
     
  6. #5 springer1812, 28. November 2015
    springer1812

    springer1812

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    Ja, nachgefragt haben wir schon. Aber Gas gibt es da nicht.
     
  7. R.B.

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    Dann könntest Du zumindest aus technischer/Verbrauchssicht auch die Nachtspeicher stehen lassen. Theoretisch dürften damit die Verbrauchskosten sogar etwas niedriger sein, da Du mit den IR-Paneelen den NT nicht sinnvoll nutzen kannst. Je nach Versorger bekommst Du dafür auch nicht mehr den Tarif den Du bisher für die Nachtspeicher hast.

    Auf die PV kannst Du hier nicht setzen, weil die nicht die notwendigen Erträge liefert, zumindest nicht dann wenn Du sie benötigst.

    Wenn Holz sowieso vorhanden ist, dann könnte man über einen zentralen Holzkessel nachdenken. Den könnte man dann auch noch mit dem Solarspeicher kombinieren. Vorteil, als Heizflächen würde man auf normale Heizkörper setzen, denn ein Holzkessel liefert problemlos hohe Heizwassertemperaturen, das vereinfacht also die Montage, im Gegensatz zu Flächenheizungen die wohl einen umfangreichen Umbau bedeuten würden.
    Wärmepumpen sind somit außen vor.

    Ein Pelletkessel hätte den Vorteil, dass dieser auch automatisch betrieben wird. Im Gegensatz zum Holzkessel hätte man somit mehr Komfort. Lagerraum dürfte wohl kein Problem sein, Holz oder Öl müsste man ja auch lagern. Pflegeintensiv ist ein Pelletkessel schon, zumindest wenn man ihn mit einem Ölkessel oder eine Gastherme vergleicht. Ein Pelletkessel muss halt, ähnlich wie ein Holzkessel, regelmäßig gereinigt werden.

    Hast Du bereits den Nachweis ob der Kachelofen nach 2020 noch weiter betrieben werden darf? Ansonsten steht Dir da auch noch eine Baustelle in´s Haus. Je nach Kachelofen muss dann nachgerüstet werden oder Du musst ihn ersetzen. Diese Kosten solltest Du auch einplanen und bei einem Heizkonzept berücksichtigen.
     
  8. driver55

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    Schon mal an Flüssiggastank gedacht?
    Wöllte ich zwar nicht, aber der Nachbar hat's.
     
  9. R.B.

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    Die Variante könnte man zum Vergleich mit berechnen.

    Dabei beachten, regelmäßige Überpüfung der Tankanlage (alle 2 Jahre, und alle 10 Jahre "große" Prüfung), die Tankanlage selbst, und natürlich schauen, ob man im näheren Umkreis einen Lieferanten findet, der einem das Gas zu einem brauchbaren Preis liefert. Aufpassen ob Liter oder kg angeboten werden, usw. Die Branche ist vor vielen Jahren ziemlich in Verruf geraten, und es gibt sie noch, die schwarzen Schafe. Besonders gefährlich wird es, wenn einem Mietverträge für die Tankanlage angeboten werden. Dann ist daran normalerweise auch eine Bindung an den Lieferanten gekoppelt. Der wird dann die Preise würfeln sobald die Tinter unter dem Vertrag trocken ist.
     
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  11. Julius

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    Konkret ist gut. Konkret kommt es vor Allem darauf an, was man erreichen will.

    Welche Heizlast hat das Gebäude JETZT?

    Kann man wollen, kann man machen. Muß man aber bezahlen wollen (und können).
    Rechne grob mit einigen zehntausend Euronen.

    Ein guter Anfang.
    Daß die dann nötigen Heizkörper aber (von der Ansichtsfläche her) nicht viel kleiner als die Nachtspeicheröfen ausfallen werden, ist Euch bewußt?

    Besser ihr geht durch die Decke, als die Investitionskosten...
    Im Ernst: Komplett neue wasserführende Zentralheizung geht nicht billig, ohne Erdgasanschluß schon gar nicht.

    Anderes Haus?

    Wer heizt tagsüber laufend nach?

    Es gibt Flüssiggastanks.

    Nicht schlechter vorhersehbar als die jedes anderen Energieträgers auch.
    Aber Zulässigkeit der Umstellung auf flüssigen Brennstoff wäre zu prüfen!

    Die Bekannten haben nicht unrecht.
    Aber den Punkt sehe ich hier nicht als entscheidend an, da für den Stückholz-Kachelofen bereits ein ähnlicher Aufwand anfällt.
    Prüfung der Zulässigkeit siehe Öl.

    Mit Abstand am höchsten. Und gar nicht unbedingt so billig in der Anschaffung.

    ME nein. Dann besser Verkleidungen für die Nachtspeicher kaufen.

    Ich sehe nur drei sinnvolle grundsätzliche Möglichkeiten:
    1) anderes Haus wählen -> Frage der Verfügbarkeit
    2) Nachtspeicher (ggf. verkleidet) akzeptieren -> teuer im Betrieb
    3) Umstellung auf wasserführendes System -> teuer in der Anschaffung (egal, welchen Energieträger man wählt)

    Wenn die Hütte ansonsten überzeugt, würde ich sie kaufen und vorerst die Nachtspeicher weiterbetreiben.
    Dann sieht man, ob man sie akzeptieren kann oder doch die aufwendige Umstellung gewünscht wird.
     
  12. #10 moderne.heizung, 23. Dezember 2015
    moderne.heizung

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    Hallo,

    ich sehe das wie Julius, wenn das Haus gefällt, dann kaufen, da je nach Region es schon an Glück grenzt, überhaupt eine passende Immobilie zu finden, die vom Preis-/Leistungsverhältnis passt!
    Grundsätzlich bietet die Immobilie durch die Vollunterkellerung ideale Möglichkeiten ein wassergeführtes System umzusetzen, da die Leitungen unter der Decke geführt und gedämmt werden können! Sollte das mit den Nachspeicheröfen aus Kosten- oder Komfortgründen irgendwann nicht passen, steht die Variante mit dem Flüssiggas offen.

    Beste Grüße, Erik von moderne heizung
     
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