altes Fachwerk - Wetterschutz?

Diskutiere altes Fachwerk - Wetterschutz? im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe vor einiger Zeit mir eine alte Scheune zu Wohraumzwecken saniert (teilweise fertig). Nun möchte ich das Fachwerk neu...

  1. Daniel79

    Daniel79

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    Hallo,

    ich habe vor einiger Zeit mir eine alte Scheune zu Wohraumzwecken saniert (teilweise fertig).

    Nun möchte ich das Fachwerk neu ausmauern und im gleichen Zuge das alte Fachwerk streichen als Wetterschutz.
    Nun ist bei mir die Frage aufgekommen mit welcher Lasur und ob überhaupt eine Lasur. Muss ich die Balken abigeln o. schleifen, vieleicht auch beides.

    Es handelt sich um Kiefernholz was um 1900 erbaut wurden ist. Das Holz ist extrem vergraut und aufgeraut.

    Würde mich um expertenrart sehr freuen und bin für jeden Tipp dankbar und offen.

    Gruß
    Daniel
     
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  3. Anfauglir

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    Die richtige Gestaltung einer Sichtfachwerkfassade ist ein sehr umfangreiches und vielschichtiges Thema, der Anstrich ist nur ein Teil davon. Es gibt zwar gewisse nahezu allgemeingültige Richtlinien, letztendlich muss aber immer am Objekt konkret entschieden werden.

    Im Extremfall ist die Holzkonstruktion bei schlechter Fugenausbildung der neuen Ausfachung und ungünstigem Innenausbau nach zehn Jahren abbruchreif.

    Die Sache ist zu komplex für ein Forum (es wird hier deshalb wohl auch kaum Tips lediglich zum Thema Anstrich geben, da man es eben immer im Ganzen betrachten muss).
     
  4. Daniel79

    Daniel79

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    Und genau das möchte ich ja verhindern, das mir das Holz wegfault oder anderweitig Schimmel entsteht.

    Innenausbau wurde nach besten Wissen und Gewissen getätigt nun möchte ich ebend noch das Fachwerk ordentlich ausmauern, derzeit ist die Ausfachung alles andere als dicht und Schimmel praktisch garantiert.
    Aber da es sich auch um unbehandeltes Holz handelt, möchte ich eben auch dies im gleichen Zuge ordentlich schützen und auch gestalterich Akzente setzen.

    Gruß aus dem Harz
     
  5. Julius

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    Dann laß Dir das von einem Fachmann vor Ort im Detail planen!

    "Nach bestem Wissen und Gewissen" kann nämlich schon grundverkehrt gewesen sein..." :shades
     
  6. Baust

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    :hammer:


    Wie geht das eine wenn das andere schon ist :irre
     
  7. Anfauglir

    Anfauglir

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    Eine Sichtfachwerkwand ist vom konstruktiven Holzschutz her erstmal totaler Rotz, haufenweise Fugen, in die Wasser eindringen kann. Das viele davon solange erhalten blieben, ist ein Zusammenspiel aus Materialien, Konstruktionsdetails günstigen Umständen und Zufall.

    Kleine Änderungen (vermeintliche Verbesserungen) können sich hier fatal auswirken, manchmal bleiben aber auch grobe Pfuschereien folgenlos.

    Ein Innenausbau nach "heutigem Stand" ist meist ein massiver Eingriff in das o.G. Zusammenspiel.

    Wieviel Sorgfalt man in Abstimmung von Gefachmaterial, Fugenausbildung, Anstrich, Altholzaufarbeitung etc stecken muss, um Schäden zu vermeiden, hängt stark von der Feuchtebelastung (von aussen und innen) ab. Dazu gehört eben auch die Beurteilung der vorhandenen Wand, z.B. Rissverläufe im Holz, Detailausbildung der Verbindungen, nicht immer so leicht zu erkennende Problemstellen...

    Die Experten hier geben keine Tipps, da man via Internet nicht abschätzen kann, ob deiner Wand damit geholfen wird.

    Ich habe mich z.B. etschieden, obwohl Sichtfachwerkfan, meines angemessen zu verkleiden, dadurch kann es der Nachwelt im Originalzustand erhalten bleiben. Wöllte ich es ruhigen Gewissens frei bewittern lassen, müsste ich massiv eingreifen.
     
  8. Roth

    Roth

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    Hallo Anfauglir,

    habe an einem meiner Gebäude auch ein Sichtfachwerk, das in nächster Zeit "Handlungsbedarf" hat.
    Ist dein Sichtfachwerk mit Verkleidung dann nur noch von innen sichtbar? Womit verkleidest du es angemessen?
    (Ich sicher, dass du Ahnung davon hast).

    Danke und Gruß von
    F. Roth
     
  9. Daniel79

    Daniel79

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    Ich muss folgendes dazu sagen noch, ein wichtiges Detail.
    Das Ausfachen war so nicht geplannt, es sollte ein Aussendämmung vorgehängt werden, nur kann mann sich in der heutigen Zeit nicht alles gleich leisten, somit bin ich nun gezwungen die Ausfachung und den Holzschutz so zu gestalten, das es durch Schlagregen und ähnlichen Einflüssen bestmöglich geschützt ist. Dies ist derzeit in keinster Weise gewährleistet.
    Ich besitze zwar eine Innendämmung (zugeben total verkehrt und auch verkehrt ausgeführt), aber genau wegen dieser Ausführung der Innendämmung komm ich um eine ordnungsgemäße Aussendämmung nicht drum, aber ebend alles zu seiner Zeit, jetzt heißt es für mich den Schaden so gering wie möglich zu halten.
     
  10. Daniel79

    Daniel79

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    EDIT ging nicht mehr^^ (5min usw.)

    Damals war es das beste Wissen und nun bin ich, auch Dank "bauexpertenforum.de" eine Ecke schlauer.

    Aber das soll hier nicht da Thema sein und auch nicht werden.
     
  11. Baust

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    AHA


    Ich nix sicher


    Ich habs gewusst,

    obwohl ja…

     
  12. #11 Ingo Nielson, 8. September 2010
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    fachwerk ist ein spezialgebiet, da würde ich auch mal hier
    http://forum.igbauernhaus.de/
    nachfragen.
    die ig gibt auch alle zwei monate die broschüre "der holznagel" heraus. sehr interessant für fachwerkhausbesitzer.
     
  13. Anfauglir

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    Bei Innendämung und mehr als gelegentliche Schlagregenbelastung würde ich persönlich schon von Sichtfachwerk absehen (auch hier wieder Einzelfallbetrachtung), ist ja auch geplant.

    Eine Fachwerkwand mit Innen- und Aussendämmung ist bestimmt wieder sehr pfuschanfällig bzgl. Feuchtetransport in der Wand.

    Deine Situation kann ich nachvollziehen, bei mir wird es auch noch Jahre dauern, bis ich mir die Fassadenarbeiten leisten kann. Ich bin aber nicht in der Lage, per Internet hilfreiche Tipps zur provisorischen Intstandhaltung zu geben.



    Bei mir wird wahrscheinlich das zum großen Teil innen sichtbare Fachwerk aussen mit Holzweichfaserplatten und einer Winddichtigkeitsschicht versehen werden, davor dann eine hinterlüftete Deckleistenschalung, falls sich Reichtum einstellt, gibt`s auch richtige Kastenfenster.

    Aber nicht jedes Fachwerk muss verkleidet werden, viele kann man auch guten Gewissens offen lassen.

    @Baust:

    Auch wenn meine Beiträge dem Fragesteller nicht wirklich weiterhelfen, weil ich nur den Satz "Such dir jemand mit Ahnung vor Ort" etwas ausschmücke, gehen mir solche Beiträge wie deiner in den letzten Monaten hier immer mehr auf den Sack.

    Mich fachlich zu kritisieren sei dir natürlich freigestellt.
     
  14. Baust

    Baust

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    Wie kulant


    welch Rotz
    Den Anhang 21469 betrachten
     
  15. Anfauglir

    Anfauglir

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    Schönes Haus, Natursteinsockel, Geschoss- und Dachvorsprung sowie schön weit heruntergezogene Giebelverschalung hab ich in #6 unter Konstruktionsdetails abgehandelt.

    Wir können gern fachlich diskutieren, wenn du die Beiträge richtig liest und dir die Polemik sparst.

    Wünsche vorerst eine gute Nacht...
     
  16. Roth

    Roth

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    Hallo Anfauglir,
    verstehe. Holzweichfaserplatten auf Fachwerk wären mir im Nachhinein auch lieber gewesen als die Styropor-Dämmplatten, die mein Archi mir fürs Haus (Sichtfachwerk) empfohlen hat und die angebracht wurden. Zu spät.
    Die Nebengebäude von 1850 haben unten Sandstein und oben Fachwerk. Es ist noch alles original, aber die Gefache fangen an, altersbedingt große Probleme zu machen. Verkleiden lassen will ich sie aber nicht.
    Mir ist schon klar, dass man sowas an Ort und Stelle lösen muss. Und dass man viel Geld für so alte Erbstücke braucht.
    Gruß von
    F. Roth
     
  17. Baust

    Baust

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    Nee, kein Haus!


    Ja mit
    Wird mit deinen pauschalen Schüben schwer
     
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  19. #17 Stromfresser, 9. September 2010
    Stromfresser

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    Steht das bei Dir in der Nähe? Ich bin demnächst in Burg, da würd ich mir das gern mal ansehen. Scheint ja was Denkmalgeschütztes zu sein.
     
  20. Anfauglir

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    Komisch, sieht aus wie ein Haus, wir haben wohl grundverschiedene Ansichten über Bauwerke...


    An meiner Meinung zum konstruktiven Holzschutz des allgemeinen Bauteils Fachwerkwand halte ich fest, kam ja bisher auch nicht das kleinste Gegenargument.

    Natürlich sind die kompletten Bauwerke oft Meisterleistungen bzgl. Handwerk und Holzschutz. und ich bewundere sie sehr.

    Es bringt aber den Bauwerken nichts, sie irgendwie romantisch verklärt zu betrachten, wenn es um die bauliche Beurteilung geht.

    Ich schreib es nochmal als bewusst pauschale Aussage:

    Eine Holzkonstruktion mit vielen Fugen, wobei oft noch die Gefahr besteht, das ablaufendes Wasser in waagerechte Fugen entwässert ist vom konstr. HS her Rotz und muss durch zusätzliche Maßnahmen ergänzt werden.

    Wer das nicht kapiert, sollte die Finger von Fachwerk lassen, ist schade drum.
     
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