Altes Haus Schrittsanierung

Diskutiere Altes Haus Schrittsanierung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, Also ich schreibe zwar hier im Forum für Konkrete Sache aber aus meiner Sicht passt mein Anliegen noch am besten hier rein. Zum...

  1. #1 Modernisierer, 4. Oktober 2009
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    Hallo,

    Also ich schreibe zwar hier im Forum für Konkrete Sache aber aus meiner Sicht passt mein Anliegen noch am besten hier rein.

    Zum eigentlichen Thema: es geht um einen Altbau in Thüringen über 100Jahre alt und nächstes Jahr aufgrund von Glück zu 50% in meinem Besitz. Die andere Hälfte gehört Verwandtschaft von mir, aber da plane ich eine Auszahlung und verbürgtem Wohnrecht bis zum Ende. Natürlich dann alles notariell mit Vertrag und allem das da auch nix schiefgeht. Wobei ich das erst vortragen werde wenn mal das ganze Konzept inklusive Finanzierung steht.

    Wie gesagt das gute Stück ist in Hanglage mit ca 200sqm. Das Haus steht auf nacktem Felsen und Erde, ist dreistöckig und ist über 100Jahre alt, das genaue Alter versuche ich gerade rauszubekommen. Über die Jahre sind nur grobe Reparaturen keine wirkliche Grundsanierung gemacht worden. Balken sollten bis auf wenige Ausnahmen aber gut in Schuss sein.



    Stufe 1
    Geplant etwa 6-12Monate nach Überschreibung
    Die 4 Zimmer die ich dann bewohne haben 40sqm und werden als erstes renoviert. Da hier schon mal ein Großteil der Außenwände des EG sind, ist hier der Anfang mit ordentlicher Dämmung, Isolierung/Abdichtung (auch des Bodens) sowie Heizungseinbau gemacht. Die Wände werden begradigt und Böden werden nochmal richtig gemacht sowie ein neues Abflussrohr.
    Als Heizung ist Gas geplant, sollte ich im Verlauf er nächsten Zeit tatsächlich in den Besitz des ganzen kommen, werde ich wohl eher zu was Erneuerbarem schwenken wie Pellets und der gleichen.
    Fenster sind doppelt verglast und gut abgedichtet.

    Ab hier mit Architekt:
    Stufe 2
    Je nach Einigung mit meiner Verwandtschaft, plane ich hier das EG fertig zumachen, das Problem ist, dass da so ein Glasdach mitten drin ist und hier die Dämmung und Isolierung intersannt werden kann, vor allem da ich den Eingangsbereich mit einer höheren Decke versehen will, oben drüber befindet sich im Prinzip ne Holzverkleidung bei der erst mal geprüft werden muss was drunter ist.
    Im Verlauf dieser Phase soll gleichzeitig der Keller ausgebaut werden, der aufgrund der Hanglage mit Fels drunter hinter dem EG liegt und nicht Drunter, aber wunderschönes Gewölbe bei dem aber tiefere Böden notwendig sind um das ganze wirklich nutzbar zu machen.

    Stufe 3
    2.OG ( geht nicht anders es sei denn meine Verwandtschaft kommt auf die Idee mit der Auszahlung auszuziehen, dann würde es im ersten OG losgehen.
    Das zwote OG ist ein riesiger Ausgebauter Dachstuhl, also im Prinzip 1 großer Raum mit zwei angrenzenden Dachböden, der Boden ist hier ne Betonplatte die mit etwas Glück sogar ordentlich ist. Die Hinter Wand zu Hang ist allerdings gänzlich ohne Abdichtung und muss daher deutlich gemacht werden wie im Prinzip nahezu jede Wand da. Dämmung wird hier ne interessant Sache da ich den Raum eigentlich gern bis unters Dacht nutzen würde, da müssen dann halt die Schrägen etwas ausgedämmt werden mit, eingerückten Wänden. Inklusive Dacherneuerung bei ich auch mit dem Gedanken an Fotovoltaik oder bzw. Solarwärme spiele.

    Stufe 4 1.OG
    Hier müssen die Wände gemacht werden sowie die Außenwände gedämmt usw. Fester müssen wenn ich mich grad recht erinnere hier neue rein aber schon wegen der Gestaltung der Alten gebietet sich das von selbst.

    Stufe 5. Einmal komplett Fassade, ich dachte an ne nette Steinoptik aber da wird man sehen wie sich die Behörden haben.


    Alles in Allem setze ich für Phasen 1-3 mal locker 8Jahre an, da ich viel mit meinen Eltern und bekannten machen werden, (ja meine Eltern haben schon einen Altbau komplett entkernt und neu aufgebaut.)

    Ich rechne insgesamt mit ausgaben im Bereich 120Teur aufwärts und mal sehen was der Sachverständige über den Wert des Hause so sagt, das käme ja gegeben falls noch dazu.

    Was zeit und Finanzierung betrifft. Derzeit studiere ich, allerdings mit einem kleinen A5 Gehalt dazu. Rücklagemöglichkeiten von 800Euro monatlich was ich bereits betreibe. Dazu 15Teur Eigenrücklage. Was ich vor allem mitbringe ist Zeit da ich 19bin aber mir im Verlauf der nächsten Jahre ne Sicherheit fürs Alter und ne gute Unterkunft schaffen will. Vor allem aber ist das Haus so interessant für mich, weil das Grundstück dran sehr groß ist, ich das Nachbarhaus irgendwann erben werde und es dazu noch wirklich ne Menge Platz bietet den ich brauche, ich glaube fast das 200sqm für das ganze Ding untertrieben sind aber ich konnte es nicht nachmessen bislang und will nicht zu hoch greifen. Man muss ja erst mal kleine Brötchen backen. Außerdem ne schöne ruhige Lage.

    Ich würde gern eure Meinung hören, sinnvoll absoluter Wahnsinn? Kosten realistisch ( ich denke da kommt noch einiges mehr auf mich zu aber irgendwo muss man ja mal ne Zahl festsetzen mit der man erst mal modellieren kann, wie gesagt demnächst werde ich mal einen Architekten bzw. Sachverständigen beauftragen sich das mal anzugucken).

    Wer sich bis hier durch den Text durch gequält hat dem Danke ich allein schon für die Zeit und Mühe dafür, achja noch was sei gesagt, das is meint ersten Post hier und es ist vlt nicht das höflichste gleich sonnen Thread einzustellen in einem Forum aber zum einem lese ich schon ne Weile hier mit und zum anderen ist mein Baufachwissen begrenzt so das Beteiligung bei anderen Threads wohl erst im Laufe der nächsten Zeit entstehen wird.

    Grüße
     
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  3. R.B.

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    Weise Entscheidung, denn hier aus der Ferne kann man das nicht beurteilen, nicht einmal ansatzweise.

    Was mir aufgefallen ist, Du verlierst kein Wort über die Haustechnik. Na ja, einerseits ist dadurch ein Beitrag kürzer geworden (:mega_lol: ) aber auf der anderen Seite lauern gerade in der Haustechnik Kosten die man nicht unterschätzen darf.

    Nimm Dir auf jeden Fall Zeit und hole Dir externen Sachverstand hinzu. Dann sollten die einzelnen Arbeiten aufeinander abgestimmt werden, sonst kann es sein, dass Du einige Dinge doppelt machen darfst.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Pirellitx31, 5. Oktober 2009
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    klingt doch alles erstmal vernünftig und interessant.
    Steht das Objekt unter Denkmalschutz?

    Wichtig ist vor allem, dass am Anfang schon das Gesamtkonzept bis zur letzten Ausbaustufe steht und alle Sanierungsschritte darauf abgestimmt werden. Sonst packt man viele Dinge 2x an.
     
  5. Julius

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    Richtig!
    Aber er sprach durchaus von Haustechnik. Und zwar nicht nur dem einen zu erneuernden Abflußrohr (wie aufwendig das auch immer sein mag...).

    Z.B. erst Gasheizung, dann Pellets verursacht unnütze Kosten.
    Wie wird denn momentan geheizt?

    Was sind übrigens Sekundenquadratmeter?
     
  6. #5 Modernisierer, 5. Oktober 2009
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    Hallo und erstmal danke für die schnellen Antworten.

    Ja der Beitrag is lang aber nunja, is ja auch keine Kleinigkeit so ein Projekt.

    Weiterhin das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz. Das einzige wo ich befürchte das ich etwas doppelt machen muss ist die nachträgliche Veränderung der Raumaufteilung.

    Wie beschrieben will ich erstmal die 40quadratmeter bearbeiten damit ich langfristig ne Bleibe habe. Dann muss das EG gemacht werden und die entgültige Raumaufteilung in der jetzigen Wohnung kann ich nur verändern wenn ich die anderen Räumen in beschlag genommen habe. Von daher kann ich es in dem Fall nicht umgehen, der Rest soll natürlich genau durchgeplant werden damit nicht irgendwelche Wände oder Böden nachträglich nochmal zum Verlegen von Leitungen geöffnet werden müssen.

    Richtig Haustechnik ist bislang auch etwas kurz gekommen in der Planung. Da werden wohl noch einige Kosten auf mich zukommen. Vorallem da ich gern mit nen bissel Überwachungstechnik arbeiten würde. Zwei Eingänge mit Kamera und Türöffner, Bild einsehbar sowohl im ersten als auch zweiten Stock. Keine Funkgeschichten. Und halt nen bissel einfach Regeltechnik was Temperatur und Licht betrifft. Aber nunja bis dahin isses noch nen sehr weiter weg.
     
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  8. Anfauglir

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    Ich würde das mit den restlichen 50% erstmal mit der Verwandschaft abklären bevor ich mir weitere Gedanken mache. Das scheint noch nicht passiert zu sein. Danach gänge es bei mir dann an Finanzierung und Umsetzung.
     
  9. #7 Modernisierer, 5. Oktober 2009
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    Derzeit ist da nur Heiztechnik in Form von Holz und nem Ölofen, was drinn was das ganze im Winter morgens gern mal sibirisch erscheinen lässt. Meine Eltern haben dieses Jahr nen Verbrauch von 750l Öl gehabt und es war ganz gut erträglich aber das waren eben nur die 40quadratmeter.

    Achja und sqm hatte ich noch wegen nem Englischkurs drinn eben squaremeter.

    Was das Abflussrohr betrifft, so ist das noch einer der weniger aufwändigen Sachen, da der Küchenboden, durch den dieses läuft sowieso komplet neu gemacht werden muss und dann in einem Zug gleich das neue Rohr reinkommt. Schon allein um die Abwassergeschichte der beiden im Haus wohnenden Partein zu trennen. Vermeidet streit und lässt die Option der Vermietung attraktiver erscheinen.
     
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