Altes Haus und die Energie , was beachten

Diskutiere Altes Haus und die Energie , was beachten im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo liebe Experten Ich bin dabei ein schönes altes Top in schuss gehaltenes Häuschen zu kaufen Energieausweis wurde erstellt auf Grund...

  1. Maibauer

    Maibauer

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    Hallo liebe Experten
    Ich bin dabei ein schönes altes Top in schuss gehaltenes Häuschen zu kaufen

    Energieausweis wurde erstellt auf Grund Berechnungen und nicht des Verbrauchs der letzten Jahre
    Im Ausweis stehen vollende Werte
    " Energiebedarf dieses Gebäudes 309,7kWh"
    "Primärenergiebedarf dieses Gebäudes 349,3 kWh "

    Es lebt keiner mehr der den Verbrauch der letzten Jahre mitteilen könnte

    Nun meine Frage

    Gibt es irgend was was ich beachten muss, nicht das ich jetzt durch irgend ein Gesetz oder so :deal gezwungen sehr kostspielige Sanierungen vor zu nehmen ?
    Das ich bis Ende diesen Jahres das Dach Dämmen muss ist mir bekannt aber das wars doch oder ?

    ( Haus von 1920, Ende der 70er im Zuge eines Anbau saniert und massiv gebaut. Dach ist ein Satteldach)
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 28. Juni 2011
    ReihenhausMax

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    Der Bedarf ist vermutlich in der Einheit kWh/(Quadratmeter*Jahr). Ist
    schon heftig.
    Hast Du bei der Besichtigung Sachverstand (Bauing., Architekt) dabei gehabt,
    um zu klären, was Du Dir an Risiken einkaufst (Zustand der Leitungen,
    Heizungsanlage, tausend andere Dinge).
     
  4. Julius

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    Richtig!
    Wenn das
    wahr wäre - sofort kaufen!!!
    Ist ein fantastisches Passivhaus.

    Im, Ernst:
    Gerade bei so alten Altbauten traue ich den reinen Bedarfsberechnungen nicht. Zu oft fällt in der Praxis der tatsächliche Verbrauch deutlich geringer aus. Bei Neubauten ist die Tendenz dagegen gerne umgekehrt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt...

    Frage: Wie wird das Gebäude denn beheizt? Evtl. kann man über Energielieferanten den Verbrauch von Vorperioden ermitteln.

    Oder gibt es bauähnliche Häuser in der Nähe?

    Wer hat den Ausweis erstellt? Aufgrund welcher Angaben/Untersuchungen?
    Manchmal sind solche Zahlen das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.
    Ganz eindeutig ist z.B., daß der Ersteller (und/oder der Hersteller der benutzten Weichware) schon die elementaren Grundlagen nicht verstanden hat. Sonst würde er die Werte nicht mit Nachkommastellen versehen...! :mauer

    Welche Fläche hat das Gebäude? Bauform? Freistehend? Lage?
    Gibt es Potential für nachträgliche Dämmung (z.B. ungedämmte oberste Geschßdecke, Kellerdecke)?
     
  5. otto2011

    otto2011

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    Wir haben auch ein älteres Haus (von 1970) mit einem berechneten Energieausweis.

    Endenergiebedarf: 250 kWh/(m²*a)
    Primärenergie: 282 kWh/(m²*a)

    Wir heizen mit Öl.

    Macht bei knapp 160 m² Wohnfläche circa 40.000 KWh pro Jahr.
    Wir haben das Haus erst jetzt gekauft. Ich bin natürlich gespannt, was nach einem Jahr wohnen wirklich raus kommt. Ich hoffe natürlich es ist weniger.

    Wir machen jetzt nicht sofort die Komplettsanierung für 100.000 EUR. Aber ich würde mich zumindest vorher mit einem Fachmann unterhalten der sich das Gebäude auch anschaut. Man sollte wissen was auf einen zukommen kann und teilweise auch wird.

    Sollten wir nach einem Jahr dann bei 5.000 Litern Öl landen werden die größeren Maßnahmen wohl nicht so lange warten können.
     
  6. Julius

    Julius

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    Wieso?
    Diese Logik verstehe ich nicht. Denn allein von den Zinsen für 100T€ Investition kannst Du ja schon jährlich mehr als 5.000 Liter Heizöl kaufen...!
     
  7. otto2011

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    Sorry Julius, ich war da natürlich zu ungenau.
    Sagen wollte ich nur, je höher der tatsächliche Verbrauch desto eher denken wir über größere Maßnahmen nach. Ungewiss ist natürlich auch noch die tatsächliche Preisentwicklung von Öl, Gas, etc.

    Das spielt natürlich alles eine große Rolle.
    Prinzipiell stehe ich diesen Totalsanierungen für 100.000 aufwärts eher skeptisch gegenüber.
     
  8. R.B.

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    Wobei die Angaben im Energieausweis nur als Indikator für den zu erwartenden Ölverbrauch herangezogen werden können, denn der Energieausweis hat mit dem realen Verbrauch nicht viel zu tun.

    Gruß
    Ralf
     
  9. otto2011

    otto2011

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    Deshalb noch die Hoffnung, dass es vielleicht weniger wird. ;)
     
  10. R.B.

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    oder mehr. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  11. otto2011

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    Klar, ich bin auch verheiratet. Als Single wären es 1.500 Liter. ;)
     
  12. Fritz531

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    Hallo,

    Ist so nicht richtig. Die Bezugsfläche ist die Gebäudenutzfläche AN und nicht die Wohnfläche. AN ist > Wohnfläche, steht auch im Energieausweis.

    Fritz
     
  13. Maibauer

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    Hi
    Also Haus ist freistehend , Grundfläche ca 98 Quadratmeter ( 49m2 Altbau Keller , 49m2 Anbau Keller )
    Das Erdgeschoss ist Keller und ab OG Wohnfläche
    Haupthaus Bj 1920, Anbau Bj ca. 1978
    Altbau wurde im Zuge des Anbaus wohl mit saniert und ist massiv
    Lage ist Ortskern rundrum Häuser
    DG ist ausgebaut aber nicht wesentlich gedämmt so wie ich das gesehen habe
    Kellerdecke auch nicht gedämmt
    Altbau Keller kalt , Anbau Keller temperiert durch Heizungsanlage
    Heizungsanlage Bj 1995 inkl Körper und Leitungen
    Geheizt mit Öl
    Wasser über ein 200l Speicher elektrisch betrieben
    Öl Tank Größe unbekannt ca 1000l (ovaler GFK Tank)
    Verbrauch anhand Öl Lieferant wird schwierig , da keiner mehr lebt der sagen kann wo bezogen wurde
    Haus und Hof wurden immer gepflegt und in Top Zustand gehalten
    Aussteller des Ausweises ist ein Energieberater, er hat wohl alles gemessen Baustoffe angeschaut und dann die Berechnung gemacht, keine Ahnung war nicht dabei.

    Der Wert auf der Skala ist schon recht hoch und im roten Bereich, aber denke wird bissl besser sein in der Realität :D Hoffe ich :D
    Dach Dämme ich sowiso noch und im kalten Keller evtl noch die Decke

    MfG
     
  14. Julius

    Julius

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    Wenn der Preis und auch der sonstige Zustand (durch EIGENEN Fachmann komplett durchsehen lassen!) des Gebäudes stimmt, hätte ich keine Bedenken, die Hütte trotzdem zu kaufen!
    Ist aber meine persönliche Meinung.
     
  15. Maibauer

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    Sagen wir so , das Objekt ist in einem für dieses alter Top Zustand
    Natürlich kann ich nicht den Putz abhauen und in die Wand schauen oder Amateuren abbauen um die Rohre zu begutachten, aber was man sieht wie Fassade, Dach, Sparren, Fenster, Fliesen innen, Amateuren alles super
    Einziges Manko sind 3 Feuchte Kellerwände im Altbau
    Preis ist eigentlich auch ganz gut, bekommt man hier maximal ne 2-3Zimmer wohnung.



    Aber wie sieht es jetzt mit den Verordnungen aus, werde ich nach dem Kauf noch zu Maßnahmen gezwungen um den kWh m² zu reduzieren
    Abgesehen von der Dämmung im Dach ?
     
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  17. Maibauer

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    Weis keiner ob man als Käufer eines alten Hauses noch was beachten muss auser Dach oder oberste geschossdecke Dämmen ?
    Oder gibt es ein bestimmten kWh wert den man erreichen muss ?
     
  18. allstar

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    Alles relativ.

    Wir haben ein Einfamilienhaus BJ 1975 gekauft und mit einer Viessmann Öl Brennwertanlage 12-19,3 KW iklusive Warmwasseraufbereitung versehen.

    Zwischen 01.01 und heute haben wir ziemlich genau 1000 Liter verbaucht ( 6000 Liter Tank)
    Das macht grobe 12.000 KW.

    Rechnerisch das ganze mal 2, durch 155 m² komme ich auf 155 KW/m pro Jahr.
    Da hatte ich schlimmeres für möglich gehalten.

    Wir haben ein Zweischaliges Mauerwerk etwa 45 cm dick, Vollkeller, mit Betondecke unisoliert, Dachgeschoss ausgebaut und mittelprächtig in den 90ern isoliert.

    Selbst wenn wir in der zweiten Jahrehäfte 2x soviel verbrauchen würden, kämen wir auf 232 Kw/m².

    Wir haben zudem noch knapp 60% Holzfenster mit alter Isoverglasung
     
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