Altes WDVS - Sanieren, oder besser gleich erneuern?

Diskutiere Altes WDVS - Sanieren, oder besser gleich erneuern? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; An der Fassade unserer WEG ist vor ca. 10 - 15 Jahren ein WDVS aufgebracht worden. Durch einen Zufall sind mir kürzlich an der Wetterseite im...

  1. THEO

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    An der Fassade unserer WEG ist vor ca. 10 - 15 Jahren ein WDVS aufgebracht worden.
    Durch einen Zufall sind mir kürzlich an der Wetterseite im unteren Bereich zwischen Sockelprofil und ca. 2,00 m Höhe zahlreiche Haarrisse
    aufgefallen. Wie es über 2,00 m aussieht, weiss ich mangels Leiter noch nicht zu beurteilen. Ich vermute allerdings einen ähnlichen Zustand.

    Der Aufbau des WDVS ist nicht bekannt, die Oberfläche ist mit einem farbigen mineralischen Strukturputz (Korn ca. 4 mm) beschichtet.

    Die Risse selbst müssen anhand der Verfärbung schon länger existieren und sind vermutlich durch Spannungen bei Temperaturwechsel entstanden.

    Hier mal ein Bild:
    WDVS-Riss.jpg

    Die sinnvollste Problemlösung ist zweifellos der Abriss und anschließende Neuerstellung.

    Aufgrund der Situation WEG (mit den üblichen Problemen ausreichender Instandhaltungsrücklage ;) )
    stellt sich für uns die Frage, ob man mit einer wie auch immer gearteten "Sanierung" noch ein paar Jahre überbrücken kann,
    um zumindest das Finanzielle bis dahin zu regeln.

    Oder ist in der Situation ein Warten, bis die Schäden größer werden, sinnvoller, um noch etwas Zeit zu gewinnen?

    Ich sage schon einmal Danke für Ihre/Eure fachliche Einschätzung.
     
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  3. #2 ThomasMD, 6. Juni 2014
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    Wenn Du es schon weißt, warum fragst Du? Oder vermutest Du nur?
    Ich könnte mir vorstellen, dass eine Sanierung durchaus sinnvoll sein könnte und nicht nur eine Notlösung darstellt. Dazu mögen sich aber die Fassadenprofis zu Wort melden.

    Wenn weiterhin bei Euch, die ausreichende Instandhaltungsrücklage ein Problem ist, versteh ich Eure Sorgen nicht. Oder meinst Du die nicht ausreichende Rücklage?

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  4. THEO

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    2 x ja, denn es sind einige junge Familien dabei und eben mal 5.000€ (und mehr) je WE aufbringen, ist auch kein Pappenstiel.
     
  5. #4 ThomasMD, 6. Juni 2014
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    Sicher ist das kein Pappenstiel. Fragt Euch aber mal, warum Ihr so auf dem Zahnfleisch geht.
    Unfähiger Verwalter, Ignoranz der Eigentümer, Blauäugigkeit oder vorangegangene Schicksalsschläge?

    Aus der Ferne wird die Diagnose schwer zu stellen sein. Holt Euch jemand mit Sachverstand und möglichst ohne Eigeninteresse vor Ort, auch wenn der erstmal Geld kostet und lasst Euch beraten.


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  6. #5 C. Schwarze, 6. Juni 2014
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  7. #6 Alfons Fischer, 6. Juni 2014
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    Solche Schäden sind in den Frühzeiten von WDVS aufgetreten infolge unzureichend abgelagertem Material. Und in Zeiten von Materialknappheit. oder infolge von Bauschäden oder Verarbeitungsmängeln.

    Dann könnte es doch u.U. auch eine Kreditfinanzierung werden für die Eigentümer, die die Mittel grad nicht flüssig haben.
    unter Umständen sogar besonders zinsgünstig über die KfW finanzierbar.
     
  8. THEO

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    Da spielen sicher einige Deiner genannten Dinge eine Rolle.

    Mir geht´s auch darum, ob und wie sich die Investition inklusive der Entsorgung des riesigen Haufens Sondermüll, der bei Neuanlage des WDVS entstehen wird, gegen die eingesparten Heizkosten und das (verbesserte?) Raumklima rechnen läßt. Das wird allerdings nicht hier geklärt werden können, sondern eher intern mit dem Verwalter bzw. der Eigentümerversammlung.

    Ich sehe das Thema WDVS mit gemischten Gefühlen, siehe jetzt Entsorgung, dann der Brandschutz im 3-Geschosser (kenne als ehrenamtlich aktiver Feuerwehrler natürlich die Problematik), was soll diesbezüglich neu? Wieder Schaumplatten mit evtl. Brandriegel oder doch komplett MiWo, oder gar nichts mehr gegen erhöhte Heizkosten? usw. usw.

    Darum frage ich, ob man mit einer Sanierung "light" ein paar wenige Jahre gewinnt, um ausreichend Rücklagen zu bilden, oder halt darauf hofft, dass es noch eine gewisse Zeit überdauert.

    btw.: an feuchten Tagen sieht man auch die Tellerdübel als helle Flecken auf der Fassade.
     
  9. #8 Gurkensalat, 6. Juni 2014
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    Tolle Stimmungsmache!

    Ich verfolge hier auch einige Threads zu Problemen mit Bodenplatten gerne, und zwar weil viele ja die Meinung vertreten, Beton ist so schön haltbar...

    Zum verlinkten Thread: Wenn ich entgegen der Herstellerempfehlung die Platten unverputzt rumliegen lasse - klar zersetzen die sich. Wenn ich entgegen der Fachregeln die Bodenplatte nicht nachbehandle - klar gibt es Risse. Heißt wohl, dass beide Produkte bei falscher Verarbeitung nicht optimal sind. Würdest Du das als Argument gegen Betonbodenplatten akzeptieren?

    Gruß
    Gurkensalat, der kürzlich ein 60er-Jahre Haus mit WDVS aus den 80ern gekauft hat, das topfit ist. Wir doppeln auf, weil wir ein besseres Energieniveau wollen, nicht weil das WDVS irgendein Problem hätte.
     
  10. uban

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    darf ich wissen wieviel Dämmung vorhanden ist und wieviel dazu kommen wird?
    (Vor einem Abriss würde ich auch lieber aufdoppeln wollen)
     
  11. th_viper

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    Die tatsächlich zu erwartende Verarbeitungsqualität einschl. Mängelrisiko war im Baubereich schon immer eines von vielen Argumenten, sich für die eine oder andere Bauweise zu entscheiden. Schön, wenn man Alternativen hat.
     
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  13. THEO

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    Würdet Ihr für Euren Gurkensalat bitte ein eigenes Thema aufmachen und nicht meinen Thread dazu mißbrauchen?
     
  14. #12 Ralf Dühlmeyer, 6. Juni 2014
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    Theo - wieso ABRISS????

    Wie der Salat schon schrieb, man kann auch aufdoppeln! Ich würde aber erst einmal klären (lassen) ob diese Risse überhaupt aktuell problematisch sind!

    Ich habe hier an einem Nebengebäude ein WDVS aus den frühen 70er Jahren. Im grossen und ganzen i.O., nur bei einem Detail gibt es dank mangelhafter Planung (nein - ich wars nicht!) ein Problem. Dort löst sich der (damals noch reine) Kunstharzputz.
    Da wir das Bauteil weder heizen noch sonst das WDVS brauchen, habe ich das nicht ebgestellt.
    Dieses "Problem" besteht nun für uns seit über 10 Jahren, hat aber keine Auswirkungen auf das WDVS in Gänze oder die Haftung der Platten auf der Fassade o.ä. und führt auch innen zu keinen Schäden.

    Lasst also mal prüfen, ob man nicht langfristig eine Aufdopplung plant und einen Teil des Hausgelds gezielt und projektgebunden dafür anspart!
     
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