An Dachfensterecken abstehende Ziegel bei neuem Biberschwanzdach

Diskutiere An Dachfensterecken abstehende Ziegel bei neuem Biberschwanzdach im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Bau- bzw. Dachexperten, seit Beginn der Sanierung unseres Hauses lese ich hier fleißig mit, jetzt reicht das mitlesen nicht mehr aus....

  1. Martin74

    Martin74

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    Hallo Bau- bzw. Dachexperten,

    seit Beginn der Sanierung unseres Hauses lese ich hier fleißig mit, jetzt reicht das mitlesen nicht mehr aus. :e_smiley_brille02:

    Letzten Monat haben wir unser Dach (Biberschwanz, Doppeldeckung) neu eindecken lassen, inkl. neuer Dachfenster. Leider stehen die Dachziegel an den unteren Ecken der Dachfenster ca. 2cm nach oben ab (siehe Anhang). Der Dachdeckermeister meinte, dass das nicht zu ändern ist und das völlig normal sei.

    Könnt ihr bestätigen, dass die Ausführungsart, bzw. das Ergebnis "normal" ist und dass es nicht möglich ist, auf abstehende Ziegel zu verzichten?

    Die verbauten Fenster sind übrigens Fenster mit einem EDZ-Einbaurahm Den Anhang Biberschwanzdach.pdf betrachten en von Velux. Laut Hersteller ist das Fenster, bzw. der Eindeckrahmen für Biberschwanzdächer in Kronendeckung. Für eine Doppeldeckung wäre der EDB-Einbaurahmen der richtige. Frage ist auch, ob der EDZ-Einbaurahmen ggf. vom Dachdecker noch angepasst werden könnte?

    Was würdet ihr machen, wenn es euer Dach wäre?

    Vielen Dank für euren Rat.


    Grüße
    Martin
     
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  3. Martin74

    Martin74

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  4. Biber53

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    Hallo Martin,

    zunächst einmal, nach meiner (An)Sicht stehen die Biber keine 2 cm ab.
    Besser gehts natürlich trotzdem.
    Am besten wäre der Eindeckrahmen, wo Schichtstücke dabei sind. (Kein Wasserfalz, Biber liegen dann top)

    Auch beim Seitenblech mit Wasserfalz kann natürlich durch handwerkliches (Be)arbeiten noch einiges verbessert werden.
    Dazu muß der Verarbeiter allerdings Erfahrung in der Biberschwanz-Eindeckung besitzen.

    mfg
     
  5. Martin74

    Martin74

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    Hallo Biber,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Die 2 cm habe ich nicht nachgemessen, sondern geschätzt. Schön ist allerdings, dass es ggf. doch eine Lösung zu geben scheint. Da mir aber der Dachdeckermeister bereits gesagt hat, dass da nichts mehr zu machen ist, weiß ich nicht so ganz, wie ich ihn vom Gegenteil überzeugen kann. Schließlich ist ja er der Fachmann. Ein Hinweis auf ein Internetforum kommt sicherlich nicht so gut!? Einen anderen Dachdeckerbetrieb möchte ich aber auch nicht beauftragen. Sein Vorschlag war noch, dass man die Ziegel abschleifen könnte. Eine Gewährleistung würde er dann aber nicht dafür übernehmen. Vor allem ist mir auch nicht ganz klar, was das bezwecken soll. Ich habe den Vorschlag nicht ganz ernst genommen und abgelehnt.

    Wie hoch schätzt du / ihr den Aufwand ein, wenn ich einen anderen Dachdeckerbetrieb mit der Fehlerbehebung beauftragen würde? Die Kosten würde ich ihm dann in Rechnung stellen, bzw. von seiner Schlussrechnung einbehalten, wenn er die Ausführung selbst nicht so herstellen kann. Oder was würdet ihr mir empfehlen?

    Grüße
    Martin
     
  6. Biber53

    Biber53

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    Hallo Martin,

    den Biber als Nickname habe ich mir nicht zufällig so zugelegt. Die Biberschwanzziegeldeckung(en) liegen mir besonders "am Herzen".
    Mit Eingebundenen Biberkehlen, Fledermausgauben... habe ich an unterschiedlichen Dachdeckerfachschulen auch schon Lehrgänge abgehalten.

    Unterstreichen will ich damit, daß ich zum Thema, nicht leichtfertig etwas poste.
    Trotzdem kenne ich niemanden, der allwissend ist. Ich bins auch nicht.
    "...daß da nichts mehr zu machen ist..." ist allerdings Blödsinn.

    Dein Dachdecker ist in der Biberschwanzdeckung vollkommen unerfahren (Dies sehe ich an den seitlichen Fensteranschlüssen, an der Einbausituation des Fensters...) deshalb wäre es gut, wenn er sich im Thema hier nicht so selbstbewußt aufstellen würde.
    Selbstverständlich liegt es mir fern, den Dachdecker hier "vorzuführen".
    Gib ihm die Chance selber nachzuarbeiten, ich glaube er ist in seiner Ehre etwas gekränkt.

    Zum, Thema selbst.
    Natürlich wird bei der Biberdeckung (seitliche unterlegte Bleche mit Wasserfalz) der Wasserfalz bearbeitet, d.h. auf ca. 2-3 mm Höhe geschlossen.
    (bei Alu natürlich gefährlich, weil die Gefahr besteht, daß er in ein paar Jahren bei 0 mm liegt, Abhilfe 2 mm Leiste vor dem Falz anbringen)
    Zusätzlich wird der Biber im Bereich des Wasserfalzes bearbeitet. Wie er das macht (Flex, Hammer...) ist sein Ding. Bloß machen muß man/er es.

    In Sachsen, wo die Biberdeckung mindestens genauso beheimatet und verbreitet ist wie bei uns, gab es folgende Regel für die Biberdeckung an Fenstern, seitl. Anschlüssen. Drunter, dran, drüber.
    Dies heißt eine Reihe (die letzte) wird durchgängig drunter gedeckt (Seitenblech), die nächste deckt dran bis zum Seitenblech (dies bedingt den richtigen Einbau von Fenstern, damit nicht Fuge auf Fuge kommt) die nächste deckt drüber über das Seitenblech. Hier ist die Höhe des Wasserfalzes egal. Liegt alles super.
    Richtig gut wird dies bei der Kronendeckung, bei der Doppeldeckung bleibt ein Stück Seitenblech sichtbar.

    Die beste Lösung ist das Eindecken mit Schichtstücken (bei allen Doppeldeckungen). Diese schlägt alle Varianten. Es liegt super, ist dicht, reinigt sich selber.
    Da dein Dachdecker von alledem nichts zu wissen scheint, muß er eben nacharbeiten.
    Den Aufwand für ein Fenster (ohne Fahrtzeiten, Werkzeug auspacken, anleitern...) schätze ich auf eine halbe Stunde, pro Fenster.

    mfg

    PS: Natürlich hat er an den Fenstern an den Verwahrungen/Ziegel auch schon etwas gemacht.
    Beim Biber sperren die Dachfensterecken, Seitenblech-Kehlblech. Diese liegen lt. Deinem Foto ganz gut. Ohne Bearbeiten wäre dies so nicht
    möglich.
     
  7. Martin74

    Martin74

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    Hallo Biber,

    herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort, bzw. Beschreibung. Du schreibst zwar (zurecht) dass ich ihm die Chance geben sollte, selbst nachzuarbeiten, aber ich glaube nicht, dass er dazu in der Lage ist. Ich hatte ihm ja schon gesagt, dass ich mit dem Ergebnis nicht so richtig glücklich bin und ihn gebeten, dass er an den Fenstern nochmal Hand anlegt. Nach seiner Aussage könnte man da aber "nichts" machen. Das wäre das übliche Ergebnis bei Biberschwanzeindeckung. :-/

    Ich habe auch einige Bedenken, dass er das "kaputt repariert", bzw. anfängt zu pfuschen. Ein echtes Dilemma..!

    Ich werde dem Dachdecker (Meisterbetrieb) noch einmal schriftlich um Nachbesserung bitten. Nur was mache ich, wenn er weiter auf "stur" schaltet und mir erzählt, dass die Eindeckung an dieser Stelle nicht mehr besser hergestellt werden kann, bzw. auch nie hätte besser ausgeführt werden können?


    Grüße
    Martin
     
  8. Biber53

    Biber53

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    Martin,

    für den Fall, daß er uneinsichtig bleibt, mußt Du ihm androhen, daß hier jemand anders nacharbeiten wird.
    Wenn er ablehnt, ist er nicht nur in der Biberdeckung unerfahren, sondern dazu noch dumm.
    Dies aus zwei Gründen.

    Eine Verbesserung der Ecken Brustblech-Seitenblech wird zu seinen Lasten gehen. Sprich kostet Geld. Ein fremder Dachdecker wird sich das bezahlen lassen.
    Weiterhin muß er damit rechnen, daß ein fremder (guter Biberdecker) ev. weitere Mängel feststellen wird. Und dann ist die K... erst recht am Dampfen.

    Also bitte ihn freundlich aber bestimmt die Ecken zu überarbeiten.
    (Schau Dich mal im Netz bei Biberdächern um und druck ein paar Beispiele aus)

    mfg

    PS: Geklärt werden sollte natürlich, welcher Eindeckrahmen verbaut wurde. Ob für die Biberdeckung geeignet. Schau Dir mal Eindeckrahmen mit Schichtstücken an.
    Mit IT und dem Kram bist Du doch sicherlich nicht zu schlagen.
     
  9. Biber53

    Biber53

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    dass die Eindeckung an dieser Stelle nicht mehr besser hergestellt werden kann, bzw. auch nie hätte besser ausgeführt werden können?

    Der Gegenbeweis kann relativ einfach erstellt werden
     
  10. Martin74

    Martin74

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    Hallo Biber,

    der Dachdecker hat zwar noch einige Kleinigkeiten auf der Baustelle zu erledigen, aber ich habe ihn bisher nicht mehr gesehen. Spätestens wenn er mir seine Schlussrechnung stellt (ca. 85 % der Leistung ist bereits bezahlt), werde ich ihm einige Ausdrucke von Biberschwanzdächern mit Dachfenstern vorlegen, wo die Anschlüsse zwischen Fenster und Biberschwanz besser ausgeführt wurden. Damit ließe sich natürlich schon argumentieren, dass die Ausführung besser herzustellen geht. Ich frage mich allerdings auch (und euch), ob ich bei einem ggf. eskalierenden Streit vor Gericht damit argumentieren kann, dass die Eindeckung in diesem Bereich nicht fachgerecht ist. Hast du / habt Ihr dazu eine Meinung?

    Dann würde mich nochmal der Aufwand interessieren, der für die "Fehlerbehebung" notwendig ist. Biber, du schreibst zwar, dass pro Fenster mit ca. einer halben Stunde Aufwand gerechnet werden muss, aber was ist in dieser halben Stunde enthalten? Habe ich dann immer noch den gleichen Eindeckrahmen, der ja eigentlich nicht für eine Biberschwanz-Doppeldeckung vorgesehen ist oder welches Ergebnis kann man nach einer halben Stunde erwarten? Eine fachgerechte, optimale Lösung oder auch nur einen Kompromiss?

    Dann interessiert mich auch noch, ob durch die hochstehenden Ziegel Probleme mit Flugschnee, Regen und generell auch mit starkem Wind an dieser Stelle auftreten kann!? Schließlich ist das Dach an dieser Stelle ja nicht geschlossen.

    Last but not least frage ich mich, bzw. euch, ob das noch stehende Dachdeckergerüst für die Arbeiten stehen bleiben sollte oder ob die Fehler auch ohne Gerüst behoben werden können?


    Vielen Dank für euren Rat!

    Grüße
    Martin
     
  11. Biber53

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    Hallo Martin,

    ich rate Dir dringend, die Sache nicht zu dramatisieren. Von Gericht ... zu reden, halte ich für vollkommen überzogen.
    Die vorliegende Sache ist in meinen Augen eine Lapalie.
    Entweder der DD verbessert die Fensterecken und wenn nicht, machts halt jemand anderes. Dafür behälst Du etwas ein.
    Natürlich sollte das Gerüst dazu genutzt werden, dies versteht sich doch von selbst!

    Ausführliche Hinweise habe ich Dir bereits gegeben, welche letztlich Deine Fragen weitgehend beantworten. Die Anschlußziegel sind sicherlich befestigt.
    In der halben Stunde ist die Überarbeitung der Ecken enthalten.

    mfg
     
  12. #11 Alfons Fischer, 11. Dezember 2013
    Alfons Fischer

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    Ich sehe das wie Biber: Wenn's ein Problem gibt, muss man darüber reden. Und dann schaut man, wie man es beheben kann. Jeder einigermaßen tickende Handwerker wird sich darum kümmern, sofern die Bedenken begründet sind.
    Sind wir mal ehrlich: Fehler (oder nennen wir's Unzulänglichkeiten) passieren. In 99% der Fälle, die ich kenne, konnten solche "Probleme" gütlich aus der Welt geschaffen werden...
     
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  14. Martin74

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    Na klar spricht man über die Probleme. Alles andere funktioniert auch einfach nicht! Allerdings sollte man als Bauherr auch das Gefühl haben, dass der Gegenüber in der Lage ist, die selbst verursachten Probleme in den Griff zu bekommen. Ich bin skeptisch aber nicht hoffnungslos! :konfusius
     
  15. #13 powercruiser, 15. Dezember 2013
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    Wieso spricht hier keiner an dass die Biber am Fenster falsch eingeschnitten wurden? Es gibt keine Biber die schmäler sind als ein Halber! Bei Format B also 9 cm in der Breite. Man schneiden Biber nicht einfach dort ab wo die Dacheindeckung zu Ende ist, sondern arbeitet in Fällen bei denen es nicht mit "Halbe und Ganze" ausgeht in einer Reihe mit 2 "dreiviertelten" Biber und in der Reihe drüber mit 2 "dreiviertelten" und 1 "halben". Ist schon klar dass das die 3fache Arbeit ist, aber alles andere ist nach den Fachregeln falsch!

    Grüße

    Andreas (Der der sich die Arbeit beim Einschneiden von Wandanschlüssen auch immer macht :) !)
     
Thema:

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