Analyse meines Trittschallproblems

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  1. ultra79

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    Hi!

    Wenn ich mit der Trittschalldämmung in meinem Holzrahmenbau nicht zufrieden bin - wer plant mir ein "Sanierungskonzept"?

    Ist das ein "Bauakustiker"? Gibt es sowas? Wer kann Messungen von Schallpegeln durchführen und identifizieren was eigentlich das Problem ist und wie man es beheben/mildern kann?
     
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  3. R.B.

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    Ein Bauakustiker sollte sowohl die Messungen durchführen, als auch (akustische) Schwächen in der Bausubstanz aufzeigen können.

    Am besten das Thema zu Beginn mit dem Akustiker besprechen, und genau formulieren was Du von ihm erwartest. Wenn er ehrlich zu Dir (und sich selbst) ist, dann wird er Dir sagen können, ob er die Aufgabe erfüllen kann. Es gibt natürlich, wie immer, das Risiko, dass er sich und seine Fähigkeiten überschätzt. Dieses Risiko würde ich gering einschätzen....aber vielleicht habe ich heute auch nur meine rosa Brille auf. :shades

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 6. Juni 2013
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  5. ultra79

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    Die Vorgehensweise wäre dann also

    * Bauakustiker finden (wie eigentlich? Gibt es da ein Spezialistenverzeichnis? ;-))
    * Trittschallmessung durchführen (was kostet sowas? 100 EUR? 500 EUR? 5000 EUR?)
    * Sanierungsmaßnahmen planen

    Kann bei einer Trittschallmessung auch bestimmt werden wieviel Anteil über die flankierenden Bauteile übertragen wird? Geht das so genau?

    Fragen über Fragen...
     
  6. #5 Alfons Fischer, 6. Juni 2013
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    in der Bauphysik gibt es solche Leute wie mich, die wenig Ahnung von Bauakustik haben und Kollegen, die sich ausschließlich mit Bauakustik beschäftigen.
    Also würde ich empfehlen, Sie suchen nach einem Bauphysiker. Dieser sollte die entsprechende Messgeräteausrüstung haben (Trittschall-Hammerwerk und Schallpegelmessgeräte). Dazu braucht er auch ein bisschen Erfahrung, was diese Fragestellung angeht.
    Geben Sie einfach Bauphysik und Ihren Wohnort in einer Suchmaschine ein.
     
  7. ultra79

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    Vielen Dank - sehr interessantes Dokument.

    Hatte das (und unzählige andere Dokumente - unter anderem von Herstellern wie Knauf z.B.) vor einiger Zeit gelesen. Leider erst nachdem wir gebaut haben - sonst wäre da vielleicht schon was anders gemacht worden...

    Eigentlich ist mir klar was gemacht werden muss - allerdings wird ja hier immer wieder darauf verwiesen das sowas gut geplant werden muss und der Teufel im Detail steckt - und wenn ich mich wirklich dazu durchringe Geld in die Hand zu nehmen (und meine Frau überzeugen kann), dann will ich wissen das es Erfolg bringt.

    Eigentlich habe ich konkrete Fragen

    * bringt es was die Balken durch Einschübe mit Auflage zu verstärken
    * ist es sinnvoll die Balken durch seitliche Stahlprofile z.B. versteifen
    * habe ich ein Problem mit dem Trommeleffekt, der sich z.B. durch ausblasen mit Zellulose oder anderen Maßnahmen abstellen lässt

    Das die Unterdecke abgehängt/entkoppelt/schwerer gemacht werden muss ist als Maßnahme quasi schon "beschlossen" - nur wenn man die schonmal unten hat, dann sind die Fragen oben relevant, weil man die Arbeiten gleich mitmachen kann...
     
  8. ultra79

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    Danke - dann schau ich mal nach "Bauphysik"
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 6. Juni 2013
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    * Vielleicht
    * Vielleicht
    * Vielleicht
    :D

    Wie sollen wir das beantworten, ohne die Gegebenheiten zu kennen.
    Spannweiten, rechnerisch angenommene Durchbiegung (l/x00), Deckenaufbau, Deckenunterbau
    Wandanschlüsse, Instebene ja/nein/vielleicht, luftdichte Ebene?,
     
  10. ultra79

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    Oh - ich erwartete keine Antworten - das waren die Fragen die ich durch einen Bauakustiker zu beantworten suche ;-)

    Aber wo wir schon dabei sind ;-)

    Deckenbalken 60x250 oder 80x250
    Spannweite ~4.70m (das ist die Breite des WoZis

    Durchbiegung? Keine Ahnung - steht vermutlich in der Statik?

    Deckenaufbau (oben nach unten)

    * Oberbelag Teppich/Fliesen/Laminat - zwischen den verschiedenen Belägen unten kaum Unterschiede zu hören
    * 65mm zementestrich (mit FBH)
    * 30mm Rolljet 30-2 (heisst glaub ich korrekt 30/28mm)
    * 50mm EPS WLG040
    * 22mm Spanplatte
    * 250mm Deckenbalken mit 50mm Mineralwolle als Bedampfung (das erscheint mir sehr wenig... )
    * Lattung 60/27mm
    * GKF 12.5mm

    Wandanschlüsse? Keine Ahnung

    Die Außenwand (außen -> innen)

    * Putz
    * 100mm EPS
    * 12.5mm Gipsfaser
    * 200mm Holzrahmen mit 200mm Mineralwolle (aus dem Kopf: 50 kg/m³ Rohdichte)
    * Dampfsperre <- Luftdichte Ebene
    * 18mm GKF
    * 50mm Lattung mit 50mm Mineralwolle (aus dem Kopf: 15 kg/m3 Rohdichte)
    * 18mm GKF

    -> das letzte bildet also eine Installationsebene

    Meine Idee ist auf jeden Fall die Lattung in der Decke auszutauschen und statt dieser eine Federschiene zu verwenden.

    Unten daran dann eine Lage "Silentboard" (besonders hohe Rohdichte von 1300 kg/m²) + Hartgipsplatte - damit kommt man dann auf irgendwas bei 30 kg/m² für die Plattenwerkstoffe.

    Gemäß einer Messreihe die ich im Netz gefunden habe wirkt die Entkopplung vor allem bei tiefen Frequenzen - und die sind es die mich auch stören (glaub ich). Da sich das ganze aber auch "dröhnend" anhört kam mir der "Trommeleffekt" in den Sinn - deswegen die Idee mit dem ausblasen der Decke, damit der Hohlraum weg ist. Allerdings sollte man dies ja nicht tun wenn man keine entkoppelte Unterdecke hat...

    Nun ist die Frage was die Wand noch dazu beiträgt - immerhin ist es ja ein Holzrahmenbau und Vibrationen übertragen sich nunmal.

    Fragen über Fragen...
     
  11. #10 Alfons Fischer, 7. Juni 2013
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    Wir haben hier einen ähnlichen Aufbau und keinerlei Trittschallprobleme. Mit dem Kollegen von der Bauakustik wäre zu besprechen, ob der große Hohlraum tatsächlich die Trittschallproblematik signifikant verschlechtern kann. Dieser (und die Tatsache, dass wir keine zusätzliche Dämmung unter der Trittschalldämmung haben) ist vom Aufbau her der einzige Unterschied zu unserer Decke hier. Wir haben in diesem Bereich auch keine zusätzliche Ballastschüttung drin.

    Wenn nicht, würde ich eher nach Schallbrücken oben suchen.
     
  12. ultra79

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    Wie kann ich denn systematisch nach Schallbrücken suchen? Ist das überhaupt möglich? Die Problematik der Tackernadeln am Randdämmstreifen hatte ich ja schon erläutert ...

    Kannst du deinen Deckenaufbau - insbesondere Balkendicke und Hohlraumfüllung erläutern?
     
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  14. #12 Alfons Fischer, 7. Juni 2013
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    unser Deckenaufbau: Eigentlich eine sichtbare Holzbalkendecke mit folgenden Aufbau (betrifft nur das Bad) von unten nach oben:
    - sichtbare Holzbalkendecke 12/22cm
    - 28mm N*F-Untersichtschalung Nadelholz
    - 30mm Trittschall-Dämmplatte
    - 65mm Zementestrich
    - Fliesen

    ich schrieb oben "eigentlich", weil im Raum unter dem Bad von unten zwischen die Balken eine Gipskarton-Platte befestigt wurde: seitlich Leisten an die Balken, in das Gefach 60 oder 80mm Flachs, dann Gipskarton drunter. die Balken schauen unter der Gipsplatte rund 3-4cm raus.
     
  15. ultra79

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    Und du hörst bei diesem Aufbau nicht wenn oben jemand rumläuft? Kaum vorstellbar, weill mit den Sichtbalken ist die Dämmung ja eigentlich noch schwächer...

    Weird...
     
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