Anbau bei Verblendmauerwerk

Diskutiere Anbau bei Verblendmauerwerk im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hi, anbei eine Innenaufnahme des neuen Anbaus an den alten (1999) HRB. Im Bereich der aufgehenden Wände habe ich den Verblender geschlitzt...

  1. #1 lueneburger, 03.07.2005
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    Hi,

    anbei eine Innenaufnahme des neuen Anbaus an den alten (1999) HRB. Im Bereich der aufgehenden Wände habe ich den Verblender geschlitzt (Stihl TS 400) , die Zimmerleute haben die neuen Wände mit Kompribändern hinterlegt und an die DWD der Außenwand luftdicht angeschlossen.

    Wie Ihr sehen könnt haben wir nun im Anbau noch den Verblender stehen. Der trägt den ebenfalls mit Klinker verblendeten Ostgiebel!

    Der Architekt hat empfohlen die Luftschicht (6cm) im Bereich der Deckenbalken auszuschäumen. Er sagte ich kann die auch nach oben offen lassen das würde ebenfalls keine Rolle spielen.

    Das habe ich auch gemacht und alle 5-10cm in den Fugen Löcher gebohrt (im Zick Zack über drei Fugenreihen verteilt) und K2 Schaum dahinter gelassen.

    Nun habe ich aber doch Angst, das ich keine stehende Luftschicht hinbekommen habe und der Schaum nicht dicht ist ( ja, die unteren Entwässerungsöffnungen mache ich luftdicht und klebe Bremse mit Rissan
    rüber)

    Reicht das? oder habe ich durch den Klinker eine fürchterliche Wärmebrücke? Vor Wasser hab ich eigentlich keine Angst, da es sich wie gesagt um den Ostgiebel handelt, der so gut wie nie direkt beregnet wird.

    Um die Wärmebrücke zu vermeiden könnte ich eine nichttragende HRB Wand (12cm) vor den Verblender setzen, dämmen und innenseitig mit OSB und Fermacell beschichtet kann ich dann auch die Luftdichtigkeit Dach und Außenwand anschließen.
     
  2. #2 lueneburger, 03.07.2005
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    Noch ein paar Bilder zum Verständnis

    Zuerst nochmals der aufgeschlitzte Verblender mit der dahinterliegenden und übrigens einwandfreien DWD an der Nord-Ost-Ecke.

    Ein Wandstummel wurde eingesetzt.

    Wand an der Süd-Ost Seite direkt unterhalb des Firstes wird gesetzt.

    Im letzten Bild erkent man auch den beschriebenen Ost Giebel unseres Hauses.

    Danke für eure Meinung zum "Problem"

    Frank
     
  3. #3 lueneburger, 14.07.2005
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    Dann Antworte ich mir ebend selbst, bin eh ein komischer Kerl

    Ich habe mich nach reiflichen Überlegungen, einholen weiterer Meinungen :frust

    (neben meinem "Top"Architekten, dank dem ich nun sogar Körbe :mauer in den Streifenfundamenten habe und der ... das kann ich durchaus fortsetzten, aber was solls)

    von einem weiteren Architekten und Bauing. der HRB Erfahrung hat dazu entschlossen das ich eine weitere nicht tragende Holzständerinnenwand in 16er Stärke, mit 035er Steinwolle gedämmt, und mit 1,8cm OSB zum neuen Wohnraum abgeschlossen (die Stöße werden ebenfalls wie s.o. abgeklebt und die Dampfbremse (Intello) unter der BSH Decke an diese Ebene luftdicht angeschlossen.

    Da ich die im ersten Bild erkennbare Außentür (würde ich übrigens günstigst zum Selbstabholen anbieten Rehau fünffach Verriegelung mit Schwenkhaken) entfernen werde und dort nur ein offener Duchgang verbleibt, werde ich in dem Bereich eine Revisons-Öffnung zur Kontrolle der ehemaligen schwach belüfteten Außenwand erstellen.

    Da es sich um den Ostgiebel des Hauses handelt erwarte ich auch in Zukunft kein Regenwasser hinter dem Verblender, auch wenn der Giebel oberhalb des Anbau auch weiterhin die äußere Schicht bilden wird.

    Durch die Vorsatzschale der neuen inneren HRB Wand und die Herstellung einer Luftdichten Schicht werde ich das Tauwasserrisiko ausschließen. Der Verblender der nun mehr von Warm (Anbau)bis kalt (Giebel) durchläuft wird dann im Bereich der BSH Decke durch 32cm 035er Steinwolle :respekt und dann im Innenbereich des Anbaus von 16cm 035er Steinwolle überdämmt. Daher schließe ich mal eine Kältebrücke aus.

    Die Investition für diese Innere Schale beläuft sich auf nicht mal 400€ und fällt eh nicht ins Gewicht.

    Wenn die Profis hier anderer Meinung sind können sie das gerne umfassend begünden, wenn sie zustimmend abnicken reicht auch ein kurzes "Jo"

    :boxing

    Grüsse aus der Heide :winken Frank
     
  4. #4 Ralf Dühlmeyer, 15.07.2005
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    Warum....

    hatt denn niemand mal drüber nachgedacht, die Verblendung oberhalb des Anbaudachs abzufangen und drunter einfach abzubrechen??? Bringt Raum und löst viele Probleme.
    Ich geb ja zu, ist bei HRB konstruktiv nicht 08/15, aber sollte lösbar (gewesen) sein.
    Schaum dichtet nicht und löst sich evtl. im Laufe der Jahre auch wieder auf.
    Für mich klingt das nach BatslWastl-Lösung und nicht nach was handfestem.
    Problematisch bleibt auch der Anschluss der Dachabdichtung an die Verblendung. Es kann nur mit Klemmschiene und Pfuscher-Silikon abgedichtet werden und das ist alle paar Jahre fällig.
    ****
    Wie wurde denn die Verblendung im Bereich der einschiessenden Wandteile oberhalb abgefangen. Ich hoffe, die Antwort lautet nicht - gar nicht!
    ****
    MfG
     
  5. #5 lueneburger, 17.07.2005
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    Doch, so lautet die Antwort

    :irre

    Am Ostgiebel wurde ein 24cm breiter Spalt (siehe Fotos oben) gemacht, an der NordOstecke ebenfalls. Über dem ersten Spalt liegen noch drei Verblenderreichen und die Rollschicht des Fensters im Obergeschoß. Über dem Spalt NordOstecke liegt nichts mehr, dort reicht der Spalt bis hinter den nicht verblendeten Bereich des Dachunterschlages.

    Zwei Architekten, ein Bauing und ein Zimmerermeister haben alle gesagt abfangen und abreißen is zu teuer und auch nicht notwendig. Die einschießenden Wände die mit zwei Kompribändern an die DWD des Altbaus anschließen gibt es nur, weil der Bauherr selber die Stihl TS halten und führen konnte und dachte es wäre einfach eine gute Idee! (Na gut, eigentlich war mir klar, das ich die Luftschicht unterbinden muß)

    Das heißt also jetzt muß noch mehr abgebrochen werden, oder? :cry

    Ich könnte natürlich den gesamten Ostgiebel über dem Anbaubereich abtragen, immer schön von oben Reihe für Reihe und dann auch diesen Ostgiebel mit zusätzlicher Dämmung und Lattung- Konterlattung- BDS Lärche wieder wetterfest machen.
    Dabei kann ich dann zugleich ein Cu-Blech oberhalb des Flachdaches und hinter der neuen Bretterschalung anbringen und als Z-Blech auf das Flachdach hinabführen. Dann ist das Wasserdicht. ebenso läßt sich dann die hinter dem dann auch nicht mehr benötigtem Verblender gelegene LS im EG meintewegen mit Perlite aufschütten.
    Oder ich reiße dann den Verblender im EG auch noch runter und gewinne nochmal einen m² Fläche (auch nicht schlecht).

    Gibt es Alternativen die :mauer nicht ganz so extrem sind?

    Danke für weitere Hilfe

    Frank
     
  6. mls

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    glaub ich nicht.
    ich halte nicht nur die erf. massnahmen, sondern auch die planung/bauablaufplanung für aufwendig.
    auf den ersten tick klingt das nach "abschnittsweise unterfangen" oder so ähnlich.
    in den bestand eine funktionierende ablastung der vorsatz-ballast-schicht zu integrieren, wird schwierig, kont. ablastung auf die best. hrb-konstr. halte ich für unmöglich .. von "kleinigkeiten" wie der entwässerung mal ganz abgesehen.
    aber was soll´s: deine dwd ist ja auch trocken geblieben :)
     
  7. #7 lueneburger, 17.07.2005
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    Na ja, ich bin eh schon Testpilot mein Freund

    aber was soll´s: deine dwd ist ja auch trocken geblieben :)[/QUOTE]

    danke MLS, schade das du so spät kommst (sprach die Blondiene und verschwand in der Nacht) :lock

    Ich hoffe wenigstens die Intello wird Ihren Dienst versehen. Na ja, egal ich werde die Revisionsöffnung auf beiden Seiten der Tür (siehe Bild Eins) vorsehen und beobachen.

    Sollte doch Wasser eindringen kann ich dank Dielenboden (kein Estrich) schnell reagieren und dann immer noch den Verblender oberhalb des Anbaus abbrechen. Wobei ich sagen muß, das ich das nicht als sonderlich problematisch ansehe. Einmal durchgeschlitzt und dann oberhalb des Anbaus zurückgebaut geht alles in DIY ohne Gerüst oder Hochseilakrobatik.

    Wasserdicht bekommt man das auch (danach) ohne Probleme.

    Grüsse aus der Heide
     
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