Anbau dämmen?

Diskutiere Anbau dämmen? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Moin! Wir haben an unserem sanierten Haus einen Anbau 1964 (20m2, Klinker/Luftschicht/KS, Zwischendecke Holz und Dachboden, und Betonboden - alles...

  1. #1 Strobel, 27.04.2021
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    Moin!
    Wir haben an unserem sanierten Haus einen Anbau 1964 (20m2, Klinker/Luftschicht/KS, Zwischendecke Holz und Dachboden, und Betonboden - alles ungedämmt) der derzeit mehr als Abstellkammer dient. Er soll frostsicher werden. Später soll dort ein Tiefkühlfach rein, Getränke etc. und eine Werkstatt und vllt die ein oder andere Party gefeiert werden.

    Wie würdet ihr damit umgehen?
    Dachte evtl. an eine Hohlraumdämmung (supafill 6-7cm),
    Zwischensparrendämmung 14cm und Dampfsperre und mit OSB verkleiden und Dachboden kalt lassen (kommen Gartenmöbel hoch).
    Was mit dem Fußboden machen? Raumhöhe derzeit 2,20m. Boden raus und neu aufbauen?

    ..wie würdet ihr den Raum „heizen“ bzw. so auf Temperatur halten das es nicht friert und kein Schimmel kommt?
    Haben im gesamten Haus FBH. Zugang zur Heizung hätte ich mit einer Fernwärmeleitung 3m.
    Intakter Schornstein ist in dem Anbau auch.

    Ideen?

    Danke und Gruß
     
  2. #2 Strobel, 22.05.2021
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    Kann mir keiner helfen?
     
  3. #3 Strobel, 10.09.2022
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    • Ich bin inzwischen mit dem Projekt gestartet und habe den alten Fußboden mit Fundament rausgerissen. Jetzt stehen mir knapp 28cm für den Neuaufbau zur Verfügung. Aktuell besteht der Boden aus Sand/Erde/Lehm Gemisch. Wie würde bei euch ein Neuaufbau aussehen?
    Habe mir gedacht Folie, Fundament 15cm, Folie, PUR Dämmung 6cm, Estrich 5-6cm und Belag.
    Was meint ihr?

    lieber noch mehr rausholen und die Dämmung stärker ausführen?
    Danke und Gruß
     
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  4. #4 Strobel, 11.09.2022
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    @simon84 kann ich das als Zustimmung für meinen vorgeschlagenen Aufbau sehen?
    Sonst jemand der mir helfen mag?
     
  5. #5 simon84, 11.09.2022
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    Ich finde es super dass du Aktion zeigst und etwas machst.

    jeder Aufbau im Altbau wird seine Kompromisse haben

    wenn der Raum nicht gemäß GEG als beheizter Raum gilt (scheint hier der Fall zu sein) dann hast du auch keine besonderen Vorgaben zu erfüllen.

    wenn es zuvor keine Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit usw gab wird es wohl auch nun keine neuen geben.

    soll dort auch eine FBH rein ? Wie sind die VL Temperaturen im System ? Wie willst du das ganze an die heizanlage anbinden ?

    lange Rohrwege auf jeden Fall sehr gut dämmen, damit du wenn du im Rahmen von Optimierungen im Haupt Teil des Hauses mit dem VL runtergehst nicht zuviel Energie an die Umwelt verschwendest

    und prüfen ob es hydraulisch von der durchflussmenge / „Widerstand“ sich ausgeht mit Pumpe etc.
     
  6. #6 VollNormal, 11.09.2022
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    Solange keine Heizung eingebaut ist, dürfte es kein Problem sein, den Raum als "nicht beheizt" zu deklarieren. Das GEG meint dazu unter §3 Begriffsbestimmungen (§ 3 GEG - Einzelnorm):
    Wenn aber eine direkte Beheizung des Raums möglich ist, könnte es schwierig werden, die Zweckbestimmung wegzudiskutieren. Und dann greift § 51 (§ 51 GEG - Einzelnorm), der die Transmissionswärmeverlust der Außenbauteile beschränkt.
     
  7. #7 Strobel, 11.09.2022
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2022
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    Der Raum soll geheizt werden. Derzeit überlege ich noch wie. Im Hauptgebäude nutzen wir eine FBH. Jetzt wollte ich durch eine Firma prüfen lassen was sinnvoller ist. Die FBH erweitern und auch im Anbau nutzen oder lieber ein Heizkreis erweitern und ein Heizkörper einbauen lassen?

    Mit dem Aufbau oben erfülle ich doch aber die DIN4108 Teil 2 oder nicht? Also gegen den Aufbau spricht doch erstmal nichts dagegen, oder? Wenn ich das richtig sehe komme ich damit auf einen Uwert von 0,375 und ich darf 0,5 (wenn der Aufbau bzw. die Erneuerung des Fußbodens auf der beheizten Seite erfolgt).
     
  8. #8 VollNormal, 11.09.2022
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    Du beziehst dich hier auf Anlage 7 zum GEG. Die kommt aber nicht zur Anwendung, weil der Raum bisher nicht beheizt war.
    Um die Anforderung des oben schon genannten §51 zu erfüllen, musst du die gesamten Verluste über die Außenbauteile des künftig beheizten Raums berechnen und mit den Verlusten des entsprechenden Referenzraumes (siehe Anlage 1: Anlage 1 GEG - Einzelnorm) vergleichen. Wenn deine geplante Ausführung maximal die 1,2fachen Verluste des Referenzraums hat, ist alles gut!

    Du könntest natürlich auch argumentieren, der Raum sei auch bisher schon über den Raumverbund mitgeheizt worden. Folgt man dieser Argumentation, wären die Werte der Anlage 7 für die jeweils geänderten Bauteile einzuhalten.
     
  9. #9 Strobel, 18.09.2022
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    Danke für die Erläuterung.
    Ich bin jetzt bei den letzten Überlegungen. Aktuell plane folgenden Aufbau (siehe Bild anbei). Da der Untergrund nicht ganz eben ist, Höhenversatz von ca 1,5cm, habe ich überlegt ob ich zuerst die Platte gieße und dann dass XPS und darauf das PUR. Hintergrund der Mischung ist weil ich bereits die PUR in 4cm noch rumliegen habe und die XPS in 6cm günstig bekommen kann. Was meint ihr?
    Danke
     

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  10. #10 Strobel, 20.09.2022
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    Kann mir nur jemand noch kurz sagen bzw. erklären ob es ein Unterschied macht, ob ich die XPS unter das Fundament mache oder die XPS auf das Fundament und darauf noch die PUR anstatt XPS-Platte-PUR?
    danke
     
  11. #11 VollNormal, 20.09.2022
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    Ich denke der Anbau steht schon - wie willst du da nachträglich Dämmung unter dem Fundament einbauen?
     
  12. Strobel

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    Ja der steht schon auf streifenfundamenten. Das Fundament dazwischen habe ich wie in Post #3 erwähnt rausgerissen.
     
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