Angebot für Baubegleitende Qualitätssicherung

Diskutiere Angebot für Baubegleitende Qualitätssicherung im Bauüberwachung, Bauleitung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum. Wir haben vor, ein Rheinechhaus (Passivhaus (PHPP) mit KFW40 Standard) zu kaufen. Dieses wir...

  1. Donaldino

    Donaldino

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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum.
    Wir haben vor, ein Rheinechhaus (Passivhaus (PHPP) mit KFW40 Standard) zu kaufen.
    Dieses wir aktuell vom Generalunternehmer gebaut.
    Rohbau, Fenster, Dach sind bereits gebaut.

    Da wir vom Bauen keine wirkliche Anhnung haben, wir gerne Abgesichert sein wollen, waren wir auf der Suche nach einem Bausachverständigen, der den Baufortschritt begleitet und kontrolliert.
    Da der Notartermin näher rückt und wir bisher nur von einem Sachverständigen ein Angebot erhalten haben, wollte ich einmal nachfragen, ob das Angebot hier jemand aud Plausibilität prüfen kann.
    Ich weiß nicht, ob die ca. 3.400€ reine Abzocke sind oder ein gerechtfertigter Preis ist.

    Vielen Dank für eure Meinung
    Grüße
    Donaldino
     

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  3. Thomas B

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    Moin,

    Hach...solche Stundensätze würde ich auch zu gerne vereinbaren....will aber immer keiner zahlen. Na....egal.

    Was fällt auf?!

    1. Das erste "Paket" beinhaltet Fenster und Installationen. (knapp zusammengefasst). Das heißt also, daß die Kontrolle erst einsetzt wenn der gesamte Rohbau schon steht? Auch hier kann viel schiefgehen (muß nicht, aber kann). Also wenn Kontrolle, dann sollte diese m.E. schon sehr viel früher ansetzen.

    2. Insgeamt umfaßt die tatsächliche "Arbeitszeit" 19 Stunden. Verteilt über die gesamt Bauphase. Der Rest sind Nebenkosten. Es ergibt sich daraus ein Stundesatz von tatsächlich EUR 178,00, was m.E. schon hochpreisig ist.

    3. Meines Erachtens kann man einen Bau -und gerade ein so komplexes Thema wie ein Passivhaus- mit einem Arbeitseinsatz von 19 Stunden (wobei 6 Stunden auf die Endabnahme fallen, während der Bauphase sind es also gerade einmal 13 Stunden) nicht ernsthaft prüfen. Das kann dann nur eine stichpunktartige Überprüfung sein. Das sieht man ja auch daran, daß die Überwachung erst nach Fertigstellung des gesamten Rohbaus (Aushub, Mauer, Beton, Dachdecker, Zimmerer sind fertig) einsetzt. Gerade in diesen Phasen können aber auch Fehler unterlaufen, eine Überwachung wäre hier schon sehr dringend anzuraten.

    Fazit: Will man eine umfassende baubegleitende Qualitätsüberwachung haben wird man mit 13 Stunden nicht hinkommen. Will man dies, wird das Gesamthonorar entsprechend steigen. Der sich daraus ergebende Stundensatz ist m.E. schon recht knackig.
     
  4. Bauliesl

    Bauliesl

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    Ach Thomas, genau das wollte ich gerade auch schrieben.
    Effektiv kaufst Du nur 19 Stunden ein.... und das zu einem vergleichsweise üppigen Preis. Und 19 Stunden sind viel zu wenig. Was will ich in einer Stunde mit An- und Abfahrt denn beurteilen können. Nix! Oder nicht viel.
    Wenn Du eine wirkliche Baubegleitung haben willst, die auf alle kritischen Punkte ein Auge hat (und da ist es normal, dass man je nach Gewerk auch zweimal auf die Baustelle muss), dann würde ich den Stundenansatz locker mal 3 oder 4 nehmen.
    Die Stunden, die er zum Dokumentieren und Nacharbeiten benötigt, müssen dann ja auch noch bezahlt werden.
    Fazit: entweder richtig oder gar nicht.
     
  5. Thomas B

    Thomas B

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    ...hast Du doch auch :)
     
  6. Thomas B

    Thomas B

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    eben nicht!

    6 Stunden entfallen auf die Endabnahmen, wen also schon alles vorbei ist, alles verputzt ist, alles Wesentliche (Wärmebrücken, Abdichtungen, Installationen, ...) gar nicht mehr sichtbar/ erkennbar sind. Bei der Endabnahme kann man doch eigentlich nur nochmals die Dinge zusammenfassen, die man vorher schon erkannt hat, kann gucken, ob einzelne Bauteole fuinktionieren (z.B. Rollos gehen ganz runter? Fenster schließen richtig/ alle Funktionen O.K., usw.).

    Die baubegleitende Überwachung umfaßt gerade einmal 13 Stunden. Keine Kontrolle des gesamten Rohbaus bzw. der SV kommt das erste mal auf die Baustelle wenn die Fenster eigebaut worden sind. Auch erscheint mir der vorab geschätzte Zeitaufwand für das Kontrollieren des fenstereinbaus, deren Abdichtung, der Kontrolle der Außendämmung (Fassade) in einer Stunde schon einer sehr sportliche Aktion zu sein.

    Gerade bei einer Außendämmung kann man viel falsch machen. Das sollte man Begleitend überwachen, also mehrere Termine schon während der Ausführung.

    Für den Estrich (was will man da viel kontrollieren?), Innenputz und Spachtelarbeiten setzt der SV dann wieder 3 Stunden an. Das erscheint mir üppig.

    Nachlegt: weniger baukritische Punkte werden anscheinend sehr intensiv kontrolliert, kritischere Details (WDVS, fenster) werden sehr zügig bearbeitet). Es findet m.E. keine baubegeleitende Überwachung statt, sondern nur eine stichpunktartige Kontrolle des Geleisteten. Versteckte (weil nicht feststellbare) Mängel fallen hinten runter.

    Also: Hier entweder sehr viel intensiver kontrollieren oder es ganz bleiben lassen.

    Die hier angebotene Kontrolle bringt m.E. nicht viel und ist dann dafür wiederum zu teuer.
     
  7. Bauliesl

    Bauliesl

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    Ok, Thomas, Du hast Recht. Aber trotzdem kauft er nur 19 Stunden ein, von denen 6 auf die Abnahme entfallen. Und diese 6 Stunden haben mit Qualitätssicherung nichts zu tun, weil entweder die Qualität da ist (das prüfe ich während der Bauphase) oder halt nicht (dann ist´s eh ums Eck).
    Und in diesem Fall (Bauen mit GU) gibt´s ohnehin nur eine Schlussabnahme, oder täusche ich mich?
     
  8. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Wie soll der auch vorher kommen? :winken

    TE schreibt im Eingangsbeitrag
     
  9. Thomas B

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    Eben.

    Daher sind für mich die 13 Stunden davor die entscheidenden. Die 6 Stunden Endabnahme konstatieren dann nur noch das vorher ohnehin schon Festgestellte. und diese "wichtigen" 13 Stunden sind m.E. viel (!!!) zu wenig. In dieser Zeit ist -gemessen an der dauer einer solchen Baumaßnahme- nicht viel auszurichten.
     
  10. Thomas B

    Thomas B

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    Uuupss...hast Recht. Hatte ich nicht durchgelesen. Typisch.....
     
  11. Thomas B

    Thomas B

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    ...dennoch würde es m.E. dann Sin machen das bisher Gebaute einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Soweit dies eben noch möglich ist.
     
  12. Donaldino

    Donaldino

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    Danke für alle bisherigen Antworten.
    Dadurch das wir uns im Rhein-Main Gebiet befinden, ist alles "etwas" teurer bei uns.

    Ich war auf der Suche nach Alternativangeboten beim Bauherrenschutz-Verein.
    Der eine ist 20km weit weg und fühlt sich nicht zuständig. Der andere wäre im Nächsten Ort, reagiert aber auf E-Mail und Telefon-AB seit Tagen nicht (weiß nicht, ob ich so jemanden Beauftragen soll).

    Bleibt bis jetzt nur das obige Angebot.
    Wie gesagt, Keller, Rohbau, Innenwände, Decke, Fenster, Steigleitungen für Wasser, Wasseranschluss an den WC's & Waschtischen und Wohnraumlüftung sind fertig.

    Beibt das Angebot also für die aktuelle Bestandsaufnahme und die zukünftigen Gewerke, wobei das Angebot unverbindlich ist, wenn er mehr Zeit braucht, können die Kosten halt auch schnell mal steigen, ohne das ich da wesentlich einen Einfluss drauf hätte.

    Ich bin ratlos...
     
  13. Thomas B

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    O.K., wenn der Rest schon fertig ist, mögen die Zahlen (13 Stunden) immernoch wenig sein, aber natürlich nicht mehr so eklatant zu wenig, wie ich es, der mal wieder nicht alles brav durchgelesen hatte, es angeprangert hatte.

    Bleibt der effektive Preis je Stunde. 178 EUR brutto. Oder eben knapp 150 EUR netto. Das ist in etwa doppelt so viel, wie ich mich trauen würde anzubieten. insofern erscheint mir der aufgerufene Preis eben recht knackig. Vielelicht ist das aber auch eine Koryphäe, die jeden Dollar wert ist. Oder eben eine Konifere, die gar nichts peilt....
     
  14. Donaldino

    Donaldino

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    Ich bin auch in Bamberg aufgewachsen und meine Eltern wohnen noch dort.
    Wenn ich teilweise sehe, wie wenig mache Dinge in Franken kosten, kommen mir die Tränen.

    Kennen Sie zufällig in Rhein-Main Gebieten einen Kollegen, den Sie empfehlen können?
     
  15. Thomas B

    Thomas B

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    Bier in der Stadt: ca. 2,80 - 3,40 EUR
    Bier auf dem Land: ca. 1,80 - 2,20 EUR

    Im Großraum ER - N - FÜ sind die Preise (bautechnisch) auch schon recht üppig. Kommt aber selbst hier, in der "Wohlstandsregion" mit Siemens, Uni, Schaeffler usw. ein Kollege mit solchen Stundensätzen ums Eck, wird er schlichtweg keinen Auftrag erhalten. Ich kenne diese Stundensäztze eher aus der juristischen Ecke...obgleich: die liegen zumeist deutlich darüber....
     
  16. Bauliesl

    Bauliesl

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    .... kommt Ihr mal nach Stuttgart.....
    Egal.
    Bin zwar kein Freund von TxV und Dxxxa, aber hast Du bei denen schon mal nachgefragt?
    Ja, Kollegen nicht schlagen, auch da gibt´s sicher ein paar Gute... ;-)
     
  17. Thomas B

    Thomas B

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    Keine Sorge...habe da 2 Jahre gehaust (gelebt?) und sogar gearbeitet. Da sind die Preise nochmals deutlich über ER-N-FÜ Nieveau gewesen. Damals ca. 10 %. Aber auch hier hat's in letzter Zeit gewaltig angezogen.

    Lediglich meine oben genannten Bierpreise (wichtig!) sind immernoch aktuell. da reiben sich nicht nur die Stuttgerter immer wieder ungläubig die Guckerle...
     
  18. Gast036816

    Gast036816 Gast

    die betonung liegt aber auf paar.
     
  19. Thomas B

    Thomas B

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    Nun muß man bei einem PH natürlich auf ein paar Punkte besonders achten. Ob das ein jeder weiß/ kann ist eher unwahrscheinlich.

    Ob dieses "Wissen" allerdings zu einem solchen Std.-satz eingekauft werden muß, ist auch fraglich.
     
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  21. Toronado

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    Ich bleibe bei Angeboten jeder Art bei meiner durch Erfahrung angeeigneten Meinung: nur durch den Preis lässt sich kein vernünftiger Vergleich anstellen. Für mich zählt ausschließlich das Ergebnis, und das ist gerade bei Büros mit makelloser Reputation nicht immer billig zu haben.

    Also würde ich mal anders anfangen: was brauche ich? Was will ich haben? Sie haben z.B. ein Angebot mit Preisbildung für ein Privatgutachten vorliegen, benötigen aber eigentlich "bloss" eine externe QM-Maßnahme. Warum also Privatgutachten?
     
  22. uban

    uban

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    woher soll ein Laie wissen er wie einen Gutachter beauftragen soll?
    Das Thema ist so komplex dass er schon bei der Formulierung der Aufgabenstellung fachmännische Hilfe zukaufen muesste.
    Und ob ein SV alle Gewerke ausreichend beherrscht?

    Und dann wäre die Frage Werkvertrag oder Dienstleistunsgvertrag, juristische Beratung nur durch eine dritte, juristische Fachkraft.
     
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