Angebot von VDE geprüften Blitzschutzfachkräfte

Diskutiere Angebot von VDE geprüften Blitzschutzfachkräfte im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, zur Klärung ob und wie Blitzschutz erforderlich ist, werden die VDE geprüften Blitzschutzfachkräfte (gerne auch von Dipol) empfohlen....

  1. Gwenny

    Gwenny

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    Hallo,

    zur Klärung ob und wie Blitzschutz erforderlich ist, werden die VDE geprüften Blitzschutzfachkräfte (gerne auch von Dipol) empfohlen. Die Auswahl ist ja nun für Hamburg nicht sehr lang.
    Ist es überhaupt sinnvoll, diese kleine Auslese als erstes zu fragen? Denn im Grunde genommen sind es doch auch nur Firmen, die Geld verdienen wollen. Wäre ein unabh. Planer hier nicht sinnvoller?
     
  2. Dipol

    Dipol

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    Blitzschutzanlagen sind nur für bestimmte Gebäude baurechtlich vorgeschrieben.

    Nach aufwendiger und nicht gerade billiger Risikoanalyse gemäß DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2) kann auch eine Blitzschutzanlage für andere Gebäudearten sinnvoll sein. Beim Standort Hamburg ist es bei der vergleichsweise geringen Blitzdichte unwahrscheinlich, dass sich aus der Risikoanalyse die Erfordernis für einen Blitzschutzanlage für normale Wohngebäude ergibt.

    Davon losgelöst wird seit 2002 normativ empfohlen erdungspflichtige Dachantennen nicht mehr suboptimal direkt zu erden, sondern möglichst nach dem Stand der Technik mit getrennten Fangeinrichtungen zu schützen. Das ist eine Aufgabe für eine der äußerst raren qualifizierten Blitzschutzfachkräfte, konzesionierte Elektrofachkräfte ohne Zusatzqualifikation sind keine Blitzschutzfachkräfte.
     
  3. #3 jodler2014, 13.03.2015
    jodler2014

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    Was hat Fachwissen mit Konzession gemein?

    Praxis:
    Bauherr hat eine " super -schicke " Fassaden -Gestaltung.
    SAT -Antenne ist in unmittelbarer First-Nähe errichtet und geht auch nur so.
    Da nagele ich doch keinen Rundstab auf die Wand ?
    Sondern lassen wir es doch gänzlich weg?

    Überspannungsschutz?
    Und da können die Elis wieder punkten!
     
  4. #4 karo1170, 14.03.2015
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    Ich kenne zwar nicht die Kostensätze, die qualifizierte Blitzschutzfachkräfte für eine Risikoanalyse so ansetzen, der Aufwand einer Risikoanalyse für ein Wohngebäude unter Zugrundelegung der DIN EN 62305-2 (Schutz vor Verlust von Menschenleben und materiellen Werten) und unter Verwendung eines Softwareprogrammes ist aber durchaus überschaubar. Ansprechpartner für so eine Analyse würde ich aber eher im Bereich der Fachplaner TGA/Elektroplaner suchen, der Umgang mit Software und Kalkulationsprogrammen ist nicht unbedingt die Paradedisziplin vieler Blitzschutzbauer...
     
  5. Dipol

    Dipol

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    Zweifellos kann man auch ohne Eintrag im Installateurverzeichnis eines VNB über Fachwissen verfügen, Erdung und PA sind aber integraler Bestandteil der Elektroanlage und für Installationen ist NAV § 13 zu beachten und die Montage getrennter Fangeinrichtungen ist qualifizierten Blitzschutzfachkräften vorbehalten.

    Mit ≤ 2 m Abstand zur Dachkante und ≥ 1,5 m Wandabstand sind Fassadenantennen auch bei alpinen Dachüberständen erdungspflichtig und dass es nicht anders geht eine faule Ausrede.

    Auch gut genagelt wäre gemurkst!

    Dass bei Blitzschutz, Erdung und PA normunkundige Praxis vorherrscht ist leider wahr, wird aber durch häufige Montagesünden nicht normkonform und befreit auch nicht aus der Haftung. Maßgeblich sind die Anerkannten Regeln der Technik (= Normen), ohne VDE-Auswahlabo oder wenigstens Studium von Sekundärliteratur wird eben gemacht was man schon immer falsch gemacht hat.

    Falls das heißen soll, dass es eine Wahlfreiheit zwischen Erdung + PA oder ÜSG gibt, steht die Aussage in Gegensatz zu allen relevanten Normen.
     
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