Angst vor Finanzierung

Diskutiere Angst vor Finanzierung im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Ahoi, bin seit langem stiller Nutznießer dieses tollen Forums, jedoch habe ich jetzt mal eine ganz Individuelle Frage bzw. Anliegen: Meine...

  1. #1 Blitzer85, 27. Juli 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Juli 2013
    Blitzer85

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    Ahoi,

    bin seit langem stiller Nutznießer dieses tollen Forums, jedoch habe ich jetzt mal eine ganz Individuelle Frage bzw. Anliegen:

    Meine Lebensgefährtin und primär ich beschäftigen uns schon seit Jahren mit dem Thema Eigenheim. Jetzt ist das Problem, dass wir ein tolles Grundstück gefunden haben :).
    Problem deshalb, weil es eine Sache ist, sich damit zu beschäftigen. Aber eine Andere Sache ist es, Butter bei die Fische zu geben.
    Wir sind noch recht jung (28, 25), sind aber auch schon seit über 5 Jahren ein glückliches Paar. Aber uns geht jetzt gehörig die Muffe.
    Geplant ist folgendes:

    Grundstück 60.000 €
    Nebenkosten + Anschlüsse 20000 €
    Haus KfW 70 + Bodenplatte, Architekt, Bodenbeläge, Wände, Küche, Extraausstattungen etc.. ca. 160000 € (So, dass es Innen komplett fertig ist)

    Bauträger haben wir schon gefunden. Haus ist auch soweit geplant. Die Zahlen sind auch nicht naiv auf Kante gerechnet, sondern wirklich pessimistisch. Es sind also Reserven eingerechnet.
    Eigenkapital gäbe es liquide über 10.000 € + Bausparvertrag (Wohnriester) 50.000 €. Ist aber erst nach den "ersten" 10 Jahren zuteilungsreif. Das habe ich damals so geplant, um nach
    der Zinsbindung ein Teil der Restschuld schonmal aufzufangen.

    Wir haben zusammen ein Gehalt von ca. 3000 € im Monat, keine Schulden nur die üblichen Lebenshaltungskosten. Jetzt fangen wir aber an, ständig die größten Worst-Case Zenarien (Kind/Arbeitslosigkeit/sonstwas) zu erfinden und rechnen dann unsere Finanzierung dagegen. Es wird dann immer sehr sehr knapp und wir wissen nicht mehr weiter, ob wir noch zu früh dran sind oder mit zu wenig Geld. Andererseits sehen wir unser Alter als großen Vorteil. Um so mehr Zeit hat man zum Abzahlen.

    Deswegen meine Bitte, was sagt ihr zu dem Ganzen? Zu billig gerechnet? Kommt das hin? Übertreiben wir mit unserer Angst? Wenn man alles so berechnet damit alles immer entspannt ausreicht, dann kann man ja fast nie bauen. Wir wissen einfach nicht mehr weiter...

    Liebe Grüße,
    Blitzer85
     
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  3. Jan81

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    ja es fehlen noch Außenanlagen.

    Nur irgendwie kann ich nicht glauben, dass ein Fertighaus Anbieter für 160.000 mit Bodenplatte, Architekt, Bodenbeläge, Wände, Küche, Extraausstattungen wirklich hinkommt.

    Wahrscheinlich bekommt ihr eine Luftwärmepumpe und das ist alles schön gerechnetes Kfw 70 Haus. Bei heutigen Strom preisen von 25 - 28 cent würde ich die Finger von billigen Luftwärmepumpen lassen.

    Fertighaus Anbieter sind in Momemt teuerer als Massiv Haus.
    Wegen Finazierung würde ich mir keine gedanken machen, sondern über euren Partner.

    Lasst euch doch von einer Bank alles ausrechnen, wieviel Kredit ihr aufnehmen könnt und zu welchen Zinssatz.
     
  4. #3 ReihenhausMax, 27. Juli 2013
    ReihenhausMax

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    Was steckt denn in dem Bausparvertrag an Guthaben drin? Eine Vertragssumme von 50000 Euro macht ja noch kein Eigenkapital
    und die 10000 Euro sind nicht mehr als eine Notreserve. Wie teilt sich das Einkommen auf Euch beide auf? Wie wird es nach Ende des Fernstudiums voraussichtlich aussehen? Ganz, ganz sicher, dass danach nicht beruflich ein Umzug ansteht?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Gleich vorweg, es handelt sich hier nicht um einen Bauträger, denn es wird ja auf Eurem Grundstück gebaut.

    Im Grunde läuft das bei Euch auf eine 100% Finanzierung hinaus, vermutlich auch 100+x%, denn das EK wird kaum ausreichend um die wichtigsten Nebenkosten zu decken.
    Das bedeutet unter´m Strich, dass ihr trotz der aktuell günstigen Bauzinsen eher mit schlechten Konditionen rechnen müsst.

    Peilen wir mal über den dicken Daumen. Ihr braucht grob 250T€. Diese werden Euch monatlich mit etwa 1.250,- € belasten. Je nach Gestaltung könnte man das vermutlich noch ein bisschen drücken, aber das sollte nicht zu Lasten der Tilgung gehen. Hier wird sich zeigen, in wieweit man Fördermittel mit einbinden kann (KfW).

    Die Kapitaldienstfähigkeit sollte kein Problem sein, denn grob 1.800,- € für 2 Personen das ist mehr als ausreichend. Jetzt stellt sich die Frage, wie sich das Einkommen entwickeln wird und wie es aussieht, wenn Kinder angesagt sind (Elterngeld etc.). Gehen wir mal davon aus, dass das Einkommen gleichmäßig aufgeteilt ist, dann stünden selbst worst case noch grob 1.400,- € für die Lebenshaltung zur Verfügung, dann für 2 Erw. und 1 Kind. Das passt auch noch, zumal wenn die Frau in absehbarer Zeit wieder anfängt zu arbeiten.

    Ein besonderes Risiko sehe ich da noch nicht.

    Schwachstelle ist das faktisch nicht vorhandene EK. Positiv wäre die Einkommenssituation. Es gibt sicherlich Banken die unter diesen Bedingungen eine Finanzierung anbieten werden, nur die Konditionen werden halt nicht berauschend sein.

    Andererseits stellt sich die Frage, wie Ihr Euer EK in absehbarer Zeit erhöhen könntet. Kurzfristig ist das wohl nicht möglich, und der Vorteil des höheren EK würde dann wohl durch die gestiegenen Zinssätze wieder zunichte gemacht.

    Ein Hausbau ist immer ein Risiko, man kann nur versuchen das Risiko möglichst gering zu halten. In Eurem Alter wäre es problemlos möglich noch ein Weilchen zu warten, bis die finanziellen Voraussetzungen besser sind. Möchtet Ihr Euch auf die sichere Seite legen, dann wartet ab und spart EK an. Zinsen kann man sich bedingt über ein BSV Konstrukt sichern.

    Habt Ihr schon einmal über Eure beruflichen Perspektiven nachgedacht? Wollt Ihr wirklich in der Gegend bleiben, oder ist irgendwann ein Ortswechsel angesagt? (oder vielleicht sogar erforderlich?). In Eurem Alter stand bei mir noch nicht fest, wo ich mit meiner Familie alt werden möchte.

    Denkt mal über das drumherum nach, von der finanziellen Seite sollte sich das darstellen lassen, wenn auch nicht zu den Super-Konditionen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Blitzer85, 27. Juli 2013
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    An Admin: Sorry, dass ich vorher verbotener Weise den Anbietername im Text nannte.

    Zum Thema: Ich habe sehr viel Gutes über diesen Anbieter gelesen. Weit mehr, als über die meisten Anderen. Fertighaus möchten wir wegen der geringen Bauzeit. Einfach ein geringeres Risiko für Pfusch etc. Alles sauber in der Fertigung produziert. So sehe ich das zumindest. Auch Arbeitskollegen haben mit denen gebaut und bis jetzt war bei denen nie etwas. Das Haus selber kostet ohne Schnippes 110-120. Der Banktermin steht nächste Woche an.
    Ich selber habe mir schon die Finger wundgerechnet. Nur ist das ja immer nur "subjektiv".

    Einkommen ist gleich Verteilt. Bei mir ist noch sehr viel Luft nach Oben. Ich habe auch Aussichten auf deutlich mehr Gehalt. Auch kündigt sich (so traurig das ist, in Naher Zukunft ein Erbe an). Mein Frau plant auch noch eine Zusatzausbildung. Wir wohnen bei Hamburg. Da würde sich auch nichts dran ändern. Jobmäßig gehts nicht viel besser und Familie etc. sind auch alle hier. Da sind wir also vollkommen sicher, was die Lage angeht (wenigstens etwas). Nur sind das Dinge, die plane ich aus Prinzip nicht ein, weil das nichts definives ist. Aber realistisch kann man sagen, es sollte finanziell nur noch besser werden.

    Das Problem ist halt das grandiose Grundstück. Den Markt habe ich seit Jahren im Auge und das wird so schnell nicht wiederkommen. Schon garnicht für das Geld.
     
  7. #6 Blitzer85, 27. Juli 2013
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    Eine andere Überlegung war auch, erstmal nur das Grundstück zu kaufen. Das sind dann überschaubare Kostenzuwächse und wir hätten schon mal unsere Traumlage gesichert. Ist ein privater Verkäufer. Also haben wir mit der Bebauung da keinen Zeitdruck. Außerdem zahlt man dann ja auch schon von diesem Projekt etwas ab.
     
  8. #7 Sauerland, 27. Juli 2013
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    Ich wollte gerade schreiben, warum ihr dann nicht erstmal nur Grundstück kauft - da sehe ich, dass du es selbst schon schreibst. Ist vielleicht für euch erstmal der erste Schritt hin zum Eigenheim.
     
  9. Lebski

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    Und mal bei den Eltern um Kredit anfragen. Und lasst euch Zeit mit dem Bauen. Spart Urlaub an und Beschäftigt euch mit den Problemen, die beim Bauen kommen.
     
  10. #9 backbone23, 27. Juli 2013
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    Ein Fertighaus ist auch nicht unbedingt schneller fertig wie ein Massivhaus. Das Haus muss auch erstmal in der Fertigung eingeplant werden und momentan sind die Hersteller doch alle ausgelastet. Dauert also.

    Der geschlossene Rohbau steht dann natürlich in ein paar Tagen, aber der Innenausbau dauert dann wieder genauso lange wie beim Massivhaus. Im Endeffekt wirds also keinen großen Unterschied geben. Außer der Maurer kann gleich anfangen. ;)

    Achja, gepfuscht werden kann beim Fertighaus genauso. Vielleicht nicht unbedingt im Werk.
     
  11. Flip74

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    und klärt mal ab, ob das Grundstück innerhalb einer bestimmten Zeit bebaut werden muss.

    Weil Bekannte von uns hatten ein städtisches Grundstück erworben und hatten die Auflage dieses innerhalb von 2 Jahren zu bebauen.

    Tom
     
  12. Einmal

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    Das gibt es meist in Neubaugebieten - Grund ist um Spekulation zu verhindern. Bei normalen Privatverkäufen gibt es das normalerweise nicht.
     
  13. Flip74

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    Genau so war es .... ;-)
     
  14. Markul

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    Mior kommt der Preis für dein Haus absolut spanisch vor...... inkl. Küche und allen drum und dran? Wieviel qm Wohnfläche? Keller? Liefer doch bitte mal ein paar Daten zum Haus. Danke.
     
  15. ultra79

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    Du hast 160k EUR für das Haus und Ausstattung veranschlagt - ich denke das ist viel zu wenig. Gut - kommt jetzt noch drauf an wie groß das ist, aber in eurem Alter wird man ja vielleicht noch mit ein oder zwei Kindern rechnen, also dann über ~130 bis 150 m² mindestens sprechen. Ich kenne niemanden der in dieser Größenordnung mit 160k ausgekommen ist.

    Man kann natürlich alles hinrechnen und dann steht da eine kleine Zahl - aber ob man damit glücklich wird? Hast du Rolläden? Netzwerk und Sat-Verkabelung? Mehr/größere Fenster? Lüftungsanlage? evtl. Erdwärme? Bessere Dämmung etc bedacht/berechnet?

    Zur von dir genannten Firma: habe die BLB kurz durchgesehen - der Wandaufbau ist "naja" - vor allem fehlen Details zu verwendeten Materialstärken z.B. Da spricht man von "Gipskartonbauplatte".. aber 12.5? 18? 25mm? Steht da nicht... Das wäre mir zu wenig...



    Hol dir mal noch ein paar weitere Angebote ein. Vielleicht nennst du auch mal ein paar Eckdaten zu euren Anforderungen...

    Zum Risiko: das ist immer sehr individuell zu sehen. Da kann dir auch niemand wirklich etwas raten. ICh glaube jeder Hausbesitzer kennt das Panikgefühl und die schlaflosen Nächte wenn man über die gewaltigen Summen nachdenkt. Ein wenig Optimismus muss man mitbringen...

    Und zu den Szenarien die so eintreten können: wenn man sich gegen alles absichert wird man vermutlich in der Tat nie bauen oder nur eine ziemlich kleine Hütte. Meine Frau und ich verdienen sehr unterschiedlich - d.h. wenn ich als Verdiener ausfalle werden wir das Haus nicht behalten können. Wenn wir so gebaut hätten das auch meine Frau das alleine zahlen kann, dann hätten wir nichtmal einen kleinen Bungalow finanziert bekommen.

    Wir kennen das Risiko und leben damit - und welches Risiko für dich akzeptabel ist musst du dann selbst entscheiden.
     
  16. mseppo

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    Die Zahlen für das Haus passen nicht. Das kommt mir extrem niedrig vor.

    Vor allem habt Ihr viel Zeit, sehr lange und ausführlich Zinsen zu bezahlen! Da freuen sich die Banken.

    Euer Familieneinkommen und Euer gespartes Geld passen meiner Meinung nach derzeit nicht zu Euerm Vorhaben. Wenn wirklich in Traumlage, dann wäre der Vorab-Grundstückskauf jetzt natürlich eine Alternative.
     
  17. #16 Kriminelle, 27. Juli 2013
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    Nicht nur der erwähnte Hauspreis, sondern auch die Nebenkosten sind etwas mager veranschlagt.
    Versorgung liegt bei ca. 8-9000, bei unserem Grundstück z.B. ("guter" Boden, leider zu viel Mutterboden) kostete der Tiefbauer schon seine 3500, die Regenzisterne soll auch an die 5000 kosten.
    Da fliesst richtig das Geld weg, immer im 4-stelligen Bereich...

    Deshalb würde ich an Eurer Stelle die Baunebenkosten auf 30000 upgraden. Dann die schon erwähnten Aussenanlagen, auch 10-15000.
    Küche muss aus EK bezahlt werden. Eine Bank finanziert keine Möbel. Das wäre dann Euer EK von 10000.
    Zur BLB kommen meist dann doch Extras wie Sanitärobjekte, Steckdosen und Aufschlag Fliesen hinzu.

    Ich selbst bin gerade bei der Elektrikplanung und stelle fest, dass ich nur 3000 für zusätzliche Steckdosen geplant habe, leider aber die Leuchtmittel und Leuchten vergessen habe ;)
    Bei mir ist mittlerweile eine Erbschaft auch mein Puffer (zum Glück keine nahe Verwandtschaft...)
    ... ohne wär ich schon längst eingeknickt!
     
  18. #17 alexandra1981, 27. Juli 2013
    alexandra1981

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    Hallo,

    zu den Hausgeschichten kann ich dir nichts sagen - aber bei der Finanzierung geb ich dir den Tipp, dich sehr sehr genau zu informieren! Wir waren bei 2 Banken. Beide haben ca die gleichen Gesamtzinsen am Ende der Laufzeit ausgerechnet. Ich habe mit meinem Schwager (der sein Haus vorher finanziert hat und sich sehr gut auskennt)gut geplant.

    Wir finanzieren auch rel hoch (jedenfalls für mich). Haus 225000 + 5,5% NK, Renovierung 40000. Wir haben 50000 EK. Allerdings auch nur 1 Gehalt (+ gernigf. Beschäftigung von mir) und 3 Kinder.
    Ich habe sehr sehr viel Zeit in die Finanzierung gesteckt. Wochenlang jeden Abend. Am Schluss sind aber über 30.000 Euro Zinsen weniger rausgekommen!!! Haben teilweise über die Labo finanziert. Allerdings ist das eine Programm der "marktübliche" Zins in meinen Augen - aber es spielen sehr viele Faktoren zusammen. Da der Betrag wenig getilgt wird und 15 Jahre läuft hat man Zeit den Bausparer anzusparen und dann gut abzulösen.

    Ich dachte nicht, dass es so komplex ist. Aber es loht sich def. Die meisten in meinen Bekanntenkreis haben das 1. Angebot angenommen.....

    Grundsätzlich wäre ich sehr froh gewesen, wenn wir uns schon vor 10 Jahren dafür entschieden hätten (eigentlich wollte ich nie Eigentum). Ohne Kinder ist die Sache wesentlich einfacher! Bring mal 3 Kinder unter wenn du keine Familie hast...lass sie auf der Baustelle rumlaufen.... das ganze Projekt klaut wichtige Zeit der "Familienzeit".

    Wenn ich es nochmal anfangen könnte, hätte ich mit 23/24 das Haus gebaut und dann 2-3 Jahre später die Kinder bekommen. Die Finanzierung sollte allerdings schon so ausgelegt sein das dies dann noch geht. Besser immer einen Puffer einbauen und z.b. den Bausparer auch mal stoppen können (und später wieder mehr ansparen) als einen Kredit zu haben, wo du immer 100% einzahlen musst.

    Auch wenn ich von Neubauten wenig Ahnung habe - Aber 160.000 finde ich auch ziemlich wenig..... Gerade bei einem Fertighaus, wo die Raumaufteilung rel feststeht und die Familienplanung noch nicht abgeschlossen (bzw begonnen ;-)) ist würde ich aufpassen das es nicht zu klein (aber auch nicht zu groß) wird. Wir haben jetzt zu 5. 160qm + Keller. Das finde ich perfekt.
    Ich denke ihr plant ohne Keller - das ist ja Geschmackssache (oder auch Geldsache). Aber plant für evtl Kinder unbedingt da Stauraum ein. Große Doppelgarage oder so... Bei vielen Bekannten ohne Keller steht nun das Auto auf der Straße weil die Fahrräder/Bobby Cars/Laufräder/Traktoren/Kinderwagen...(selbst wenn du es klein hältst....bei 3 Kinder fällt da echt viel an) die Garage blockieren....

    Wenn kein Bauzwang - dann evtl wirklich erst Grundstück kaufen und entspannt umsehen. Hätten wir auch gemacht - leider gibts bei uns keine Chance einen Bauplatz zu bekommen (außer man möchte nur den Bauplatz kaufen aber dann kein Haus mehr drauf stellen....) deshalb haben wir uns für eine Bestandsimmobilie entschieden. Aber wenn die Raumaufteilung und die Bedingungen nicht so perfekt gepasst hätten, hätten wir es sein lassen. Wir haben noch nicht angefangen...und das Geld rinnt trotzdem nur vom "ansehen" durch die Finger.....

    Beim Bauplatz geht ihr ja rel. wenig Risiko ein wenn er in einer einigermaßen guten Lage ist. Man kann es zur Not dann ja wieder verkaufen.
    Wie groß ist denn der Bauplatz?
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Dem würde ich mich normalerweise anschließen. Im o.g. Fall reden wir aber von 28/25 Jahren alt und seit 5 Jahren verheiratet. Wenn ich daran denke, was wir vor bzw. nach der Hochzeit an Geld investieren mussten, da blieb auch nicht viel übrig um zu sparen. 2-3 Jahre später haben wir dann auch mit wenig EK ein Haus gekauft, und 1 Gehalt ging an sich komplett für die Finanzierung drauf (damals war ein Zinssatz von knapp unter 10% noch gut), das war schmerzhaft, aber es hat auch funktioniert. Heute ist das alles Schnee von gestern.

    Ich bin absolut kein Freund von Finanzierungen ohne EK, nicht umsonst empfehle ich ständig meine 3er Regel. Andererseits muss man auch die persönlichen Umstände betrachten, und sich fragen, was in x Jahren besser sein wird gegenüber der Situation von heute.

    Nehmen wir mal an, sie würden heute anfangen zu sparen, 5 Jahre lang (dann sind beide Anfang 30), vermutlich müssen sie Miete bezahlen, also sagen wir mal 500,- € jeden Monat gespart. Verzinsung kann man aktuell abhaken, also stünden in 5 Jahren 30T€ zusätzlich zur Verfügung. Das wären dann zusammen 40T€. Dem muss man entgegen halten, die Preissteigerungen beim Bau, und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zinssätze in 5 Jahren auch etwas höher sind als heute. Alleine die gestiegenen Baupreise dürften einen ordentlichen Teil des gesparten Geldes kompensieren. Steigende Zinssätze würden die monatliche Belastung zusätzlich in die Höhe treiben. Was wäre dann gewonnen, außer dass die Finanzierung mit ein bisschen mehr EK ausgestattet wäre?

    Wenn das Grundstück gefällt, dann würde ich mir zumindest das Grundstück sichern. Dann stellt sich nur noch die Frage, "wann und wie packt man den Hausbau an?"

    Gruß
    Ralf
     
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  21. #19 Blitzer85, 27. Juli 2013
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    Erst einmal möchte ich Euch für die rege Beteiligung danken. Hätte nicht gedacht, bei so gutem Wetter so viel Resonanz zu bekommen ;).

    Das Grundstück hat über 800qm, Feldrandlage, voll erschlossen. laut Infos von Eigentümer und den Neubauern nebenan, ist der Boden unkompliziert. Keine Pfahlgründung oder andere Gruselgeschichten. Ich würde vor Kauf sowieso ein Bodengutachten vorausschicken.

    Das Haus hat 123qm, 4 Zimmer (Grundriss lässt auch noch ein fünftes Zimmer zu), Sanitärobjekte, bodentiefe Fenster im EG, Bad + Gäste-WC. Sonderausstattung: Solar für KfW, Fußbodenheizung (EG), elektr. Rollläden (EG), Vorbereitung für Regenwassernutzungsanlage (WCs + Waschmaschine) und Elektropaket (also mehr Steckdosen, Kabelkanäle etc.). Diese Dinge haben wir jetzt auch, daher weiß ich, was man davon hat. Zur Miete aber. Die Größe reicht uns völlig. Ich bin in einer Großstadt mit weit weniger Platz groß geworden. Und aus mir ist auch ein guter Mensch geworden. Ich weiß, Bekannt aus anderen Regionen sagen auch immer, das sei ja alles viel zu klein. Aber so hat jeder seine anderen Erfahrungen gemacht.

    Die Preise wurden alle fest vorgegeben und würden dann auch Vertraglich abgesichert. Bezahlt wird auch erst 100% nach Übernahme von uns. Nicht einen Cent vorher. Bis jetzt gestaltet sich so ein Fertighaus wie ein Autokauf, ist mein Eindruck :).

    Eine Küche für weit über 10k € würde mir z.B. nicht ins Haus kommen. Brauch ich einfach nicht. Und es wird ja auch nicht unsere letzte Küche werden. Von daher reicht auch was Bodenständigeres. Zumal Schwiegervater Vorarbeiter auf diversen Baustellen ist und sein Haus quasi selber gebaut hat. Wir also viel selber noch machen können, mit der Zeit. Auch die Qualitätskontrolle im Bau übernimmt er.
     
  22. #20 Blitzer85, 27. Juli 2013
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    Genau so sehe ich das aus. Da so ein Grundstück hier locker jetzt auch für mehr 10.000 + Makler weggeht. Was auch immer ich jetzt nich in vielleicht fünf jahren ansparen könnte, würde sofort durch gestiegene Kosten verpuffen.
     
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