Anlage Baustrasse

Diskutiere Anlage Baustrasse im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Gemeinde, bei uns wirds wohl im März/April losgehen. Wir haben eine super Baugrundstück (1,5 ha groß) und deshalb die Möglichkeit eine...

  1. scs1967

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    Hallo Gemeinde,

    bei uns wirds wohl im März/April losgehen. Wir haben eine super Baugrundstück (1,5 ha groß) und deshalb die Möglichkeit eine Auffahrt und eine großzügige Vorfahrt zu realisieren.

    Wir wollen jetzt in Eigenleistung (Raupe/Bagger und Baggerfahrer stehen zur Verfügung) eine Baustraße bzw. die Vorfahrt als Lagerplatz herstellen, die der Baufirma eine vernünftige Baustelleneinrichtung ermöglicht.

    Später soll der Platz und die Auffahrt bekieselt werden. Die Randbereiche sollen mit Pflastersteinen (2-reihig) mit Betonfundament befestigt werden.

    Meine Frage: Wie gestalte ich die Baustrasse/Vorfahrt behelfsmäßig, damit ich später nicht wieder von vorne anfangen kann. Unsere Landschaftsarchitektin meint, wir sollen ca. 30 cm abtragen und dann mit Recycling-Schotter provisorisch befestigen. Das muss dann hinterher natürlich wieder alles weg - und wir dürfen nochmals mit schwerem Planiergerät ran. Kann ich hier sinnvoller vorgehen?

    Danke für alle Tipps

    Grüße
    SCS
     
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  3. Meizter

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    Nein eigentlich nicht jedoch würde ich für die schweren Maschinen /Lkw´s z.b betonauto und Pumpe etc. die deine Straße befahren 40 cm austauschen und unter den Schotter noch ein Filtervlies legen, denn du bist für die zufahrtswege verantwortlich. Heisst bleibt die Pumpe im Schlamm stecken musste bezahlen ausfallzeit und den Kran der sie wieder rausholt!!
     
  4. scs1967

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    Danke!
    Das bedeutet aber (wenn ich dich richtig verstanden habe), dass ich nach den "schweren Geräten" des Rohbaus alles wieder abbauen darf und nochmals bei "Start" beginnen darf. Gibt es hierfür eine Begründung?

    Gibt es eine Möglichkeit den Untergrund der Baustraße (also Flies und Recycling-Schotter der Behelfsstraße) nicht austauschen zu müssen und den endgültigen Oberbau (Mineralbeton o.ä. mit Bekieselung) darüber zu bauen?

    Gruß
     
  5. #4 wasweissich, 16. Dezember 2008
    wasweissich

    wasweissich Gast

    eine landschaftsarchitektin sollte in der lage sein , die zukünftige vorfahrt richtig abzustecken (höhe und richtung). danach sollte man ausreichend tief ausschachten und schottern können , so dass hinterher nicht nochmal komplett umgebaggert werden muss........

    denkt j.p.
     
  6. #5 mesche7, 16. Dezember 2008
    Zuletzt bearbeitet: 16. Dezember 2008
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    Grab doch um deine später benötigte Aufbauhöhe tiefer und mach von der Strasse zum Grundstück einen flachen Keil. Dann brauchst du später den Keil nur wegnehmen und kannst auf der Baustrasse aufbauen....
     
  7. alex2008

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    Oberboden und Boden gleich mal profilgerecht für die endgültige Auffahrt/Vorplatz abtragen.
    Frostschutzschicht drauf bis ca. 0.20 unter OK Tragschicht.

    Die Auffahrt dann etwas pfleglich behandeln und verschleppten bindigen Boden regelmäßig abkratzen.

    Wenn Bau fertig und der Endausbau ansteht etwas von der verdreckten Schicht runterkratzen, neu planieren, Randbefestigung versetzen, Tragschicht einbauen und Oberbelag.

    Und wenns schön leicht zu pflegen sein sollte wärend der Bauzeit:
    Tragdeckschicht einbauen lassen.
     
  8. #7 Manfred Abt, 17. Dezember 2008
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    Alex hat alles gesagt. :respekt
     
  9. scs1967

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    Danke!

    Noch eine Nachfrage zum konkreten Aufbau der Behelfsstraße:

    a) Wie tief Auskoffern?
    b) Aufbau: Filterflies - Frostschutzschicht (wie stark?, Material (Körnung/auch recycling?), Tragschicht (wie stark/Material?) Oberbelag (Stärke / Material: Neigung der Auffahrt max. 12Grad, wichtig ist, dass der Kies sich "verhakt", d.h. so grobkörnig ist, dass er nicht ins Haus getragen wird).
    c) Die Auffahrt ist mit Linden bepflanzt - hat jemand Erfahrungen mit der Pflege eines bekiesten Hofes (Blätter im Herbst etc.)

    DANKE
     
  10. alex2008

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    Wenns Fertig ist hast von oben nach unten:
    Deckschicht
    Tragschicht
    Frostschutzschicht
    Untergrund

    Zweckmäßigerweise baut man die Frostschutzschicht ungefähr bis UK Randbefestigung
    Die Frostschutzschicht sollte breiter sein als die Fahrbahn mit Randbefestigung 30-50cm sollten genügen und diesem Randbereich ein stärkeres Seitengefälle zu geben als dem eigentlichen Planum schadet nicht (ca. 4%)
    Geotexttil ("Vlies") ist selten notwendig, kommt auf den anstehenden Untergrund drauf an.

    Tragschicht kommt wie schon beschrieben am Besten erst im Zuge des Endausbaues drauf.

    Tragschicht und Frostschutz können durchaus aus dem gleichen Material bestehen.

    Auskoffern muß man theoretisch nichts. Das abtragen des Oberbodens genügt, nur dann kommt die Auffahrt eben höher als das Gelände. Wobei es nicht schadet wenn die Fahrbahn später ein paar cm höher als das Gelände drumherum ist. da lässt sich noch viel angleichen.

    Dicke Frostschutz ca. 30-35cm. Kies, Schotter, RC. Wobei gebrochenes Material einen erheblichen Verdichtungsaufwand erfordert zum befahren während der Bauzeit aber wohl besser geeignet ist als Kies.

    Bei 12° (=21%) würde ich mir ums Steinchen ins Haus schleppen weniger Gedanken machen als um die Gebrauchstauglichkeit im Herbst und Winter.
     
  11. brauni

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    Ohne irgenwelche Kenntnisse über den Untergrung ist es eigentlich nicht möglich vernünftige angaben für die Aufbaustärken anzugeben.

    Hierfür ist eine begutachtung vor Ort erforderlich (Bodengutachter bzw Strassenplaner/bauer mit entspechender Erfahrung).

    Die entgültige Lage der Baustrasse würde ich vorher fixieren, und als spätere Hauszfahrt verwenden (LKW-Tauglich ist sicher kein Nachteil).
    Weiters ist deine Zufahrt dann schon ausreichend "eingefahren", sodass später kaum noch Setzungen auftreten werden.

    Die Herstellung würde ich gleich der Baufirma überlassen, die haftet dann auch für etwaige Schäden die im Baustellenberieb entstehen (incl. entfernen von Schmutz bzw verschlammungen der Tragschichte).

    mfg Brauni
     
  12. alex2008

    alex2008

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    @brauni

    Also gut legen wir eben noch Bauklasse und Frostzone fest. Machen vorher noch zig Bodengutachten und lassen nach dem Abtrag des Oberbodens noch ein paar Lastplattendruckversuche durchführen um die Tragfähigkeit des Erdplanums zu beurteilen. :e_smiley_brille02:
     
  13. scs1967

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    also auch mal wieder eine "Wissenschaft für sich" (kommt mir bekannt vor!:wow)

    ok - ein Bodengrundgutachten liegt vor und sagt folgendes aus:

    "Die Baugrundverhältnisse bestehen aus zersetztem bis angewitterten Kalkstein, der im Bereich bis 2,00 m als mittelplastischer Ton der Bodengruppe TM nach DIN 18196 ansteht. Der Ton besitzt eine steif-halbfeste bis halbfeste-feste Konsistenz."

    Jetzt frage ich mal laienhaft-platt: Ich schiebe den Oberboden 30 cm weg und schütte 40cm RC-Material darauf -fertig als Unterbau??

    Gruß
     
  14. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    wenns für den endgültigen Aufbau geplant ist:
    • Oberboden = Mutterboden = Vegetationstragschicht muss vollständig weg
    • nehmen wir mal Frosteinwirkzone II und ungünstige Rahmenbedingungen
    • dann gesamter frostsicherer Aufbau ca. 50 cm
    • bestehend, von oben nach unten:
    • Deckschicht (Pflaster??) xxx cm
    • ggf. Bettung, xxx cm
    • optional und empfehlenswert: bituminöse Tragschicht, 8 bis 10 cm
    • Schottertragschicht ca. 15 cm
    • ohne Bitu-Tragschicht Schottertragschicht ca. 30 cm, davon später ca. 5 wieder abziehen
    • Frostschutzschicht: 50 cm minus alles, was obendrüber liegt

    Zur Verwirrung: Tragschichten gehören zum Oberbau, nicht zum Unterbau der Straße.
     
  15. wasweissich

    wasweissich Gast

    männo , leute , der hat ne landschaftsarchitektin vor ort , die sollte das richtig hinbringen können...........:motz
     
  16. alex2008

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    die macht dann das Straßenbegleitgrün :mega_lol:
     
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  18. wasweissich

    wasweissich Gast

    dass sie das ding einmessen kann denke ich schon ............. wenn nicht , dann wird zeit darüber nachzudenken .........
     
  19. alex2008

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    Obwohl die ja gar nicht notwendig ist. Für die Arbeit sind Maschinisten auf der Baustelle, und Du solltest es ja auch wissen:

    Maschinisten können alles, wissen alles und vor allem Besser :D
     
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