Anpassung Grundriss aus Budgetgründen - macht das so Sinn?

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  1. bobmig

    bobmig

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    Hallo Zusammen,
    zur Vorgeschichte:
    Unser Architekt hat uns einen DHH-Grundriss geplant, er uns hervorragend gefällt. Leider sprengt die Kostenschätzung unser Budget, daher passen wir lieber jetzt nochmal an als später vor einem Scherbenhaufen zu stehen. Sein Vorschlag die Länge rein auf Kosten des Wohnzimmers und der darüberliegenden Kinderzimmer anzupassen gefällt uns nicht. Unsere Vorstellung ist eine andere, das werden wir mit dem Architekten diskutieren. Obwohl wir mit unserem Architekten grundsätzlich zufrieden sind, hätten wir gerne die eine oder andere Meinung von außen.

    EG Breite:
    Schlaf/Arbeits/Gästezimmer von 3,12 auf 3,05m
    Flurbereich mit Treppe von 2,05 auf 2,00m
    Küchenseite von 3,02 auf 2,85m
    Denke mal das sollte relativ unkritisch sein und keine größeren Konsequenzen haben.

    EG Länge:
    Gäste-WC statt 1,78m auf 1,48m - diese Breite hat heute unser Bad und fühlt sich ausreichend an.
    Hausanschlußraum von 1,19m auf 0,99m - da verschwindet dann das gedachte 30er Regal und da steht nur noch ein Wischmopp. Abstellfläche soll per Einbauschrank unter der Treppe erreicht werden.
    Küche von 3,30m auf 2,80m - der Schenkel der L-Küche wird kürzer und anstelle des Frühstückstisches kommt dort nur ein Einbauschrank hin.
    Essplatz im Wohnzimmer unverändert.
    Spart in Summe 1,0m

    Schlaf/Arbeit/Gäste statt 5,20m nur noch 4,20m. Am anspruchsvollsten ist die Nutzung als Schlafzimmer, dann wäre unsere Möblierung vom Fenster ab:
    0,4m Platz / 0,4m Nachttisch / 1,8m Bett / 0,4m Nachttisch / 0,6m Platz / 0,6m Kleiderschrank. Das ist schon grenzwertig oder?

    Die größten Kopfschmerzen macht mir der Flurbereich. Wenn der nicht um den ganzen Meter weiter ins Wohnzimmer ragen soll (was ungünstig wäre und sich auch im OG auswirkt), dann stellt sich die Frage, wieviel Platz komfortabel zwischen Hauswand und erster Treppenstufe sein muß/soll und wie lange die gerade Treppe bei einer Bruttohöhe je Geschoß von 2,825m (2,525 Nettohöhe + 20cm Decke + 10cm Fußboden) sein sollte.
    Wir haben die Hoffnung, dass die Planung mit 1,60m Hauswand zu erster Stufe und 3,70m Treppenlänge eher großzügig ist und 1,30m + 3,50m auch reichen?

    Das OG ergibt sich fast automatisch aus dem EG:
    In der Breite:
    Schlafzimmerseite von 3,12 auf 3,05m
    Flurbereich von 2,05 auf 2,00m
    Badseite von 3,02 auf 2,85
    Ist vermutlich unproblematisch.

    In der Länge
    Bad statt 3,08 dann 2,58m breit - bei 2,85 hoffentlich noch ausreichend für einfach Wanne, Dusche, WC und 2 Waschbecken.
    HWR von 2,47m auf 2,07m - ist dann etwas kleiner, sollte als Abstellmöglichkeit + Wäschewaschen aber noch reichen.
    Kinderzimmer von 4,17 auf 4,07m
    Andere Seite: Schlafzimmer wie unten von 5,20m auf 4,20m, Kinderzimmer unverändert.
    Genau wie unten ist die Frage des Flurs sehr zentral, da er in der Mitte wesentlich die beiden Kinderzimmer beschneiden würde. Daher sind die dort gestellten Fragen für uns sehr wichtig.


    Der Vollständigkeit halber:
    Im DG ist oberhalb des Bades der Heiz/Technikraum geplant, oberhalb des Schlafzimmers werden wir diverse Sachen abstellen und und je nach Budgetlage dort noch einen Hobbyraum einrichten/ausbauen.

    Ansichten sind beigefügt, die Giebelfenster im DG sollen aber inzwischen bodentief werden.

    Unsere Fragen:
    1.) Grundsätzliche Meinung zu der von uns beabsichtigten Flächenverringerung an diesen Stellen.
    2.) Länge der Treppe und Abstand zur Hauswand / Hauseingangstür - wie groß sollten die sein?
    3.) Schlafzimmer - sind die 4,20m in der Länge arg grenzwertig sprich eher 20cm raufgeben?
    4.) Das Wohnzimmer von 4,77m auf 3,77m reduzieren (Architektenvorschlag) wirkt auf uns echt problematisch und macht das Haus vermutlich unverkäuflich, richtig?
    5.) Lässt sich das Bad mit 2,58m x 2,85m nutzen oder sollten wir auch da noch was zugeben?


    Vielen Dank schonmal für eure Geduld beim Lesen und das Feedback!
    Michael
     
  2. #2 Wieland, 17.04.2011
    Wieland

    Wieland Gast

    Hallo Bobmig anstatt jetzt im cm Berreich Änderungen herbei zu führen um
    Baukosten eventuell anzugleichen würde ich Ihnen empfehlen Ihr gesamtes
    Augenmerk zur Kosteneinsparung auf die Ausbauleistungen zu verlegen.

    Dazu kann ich Ihnen einen Rat geben.

    Die Bäder des Hauses sowie die Treppenanlage sollte einem Endstatium entsprechen
    weil dort in aller Regel über die wirtschaftliche Lebensdauer nichts mehr geändert
    wird.
    Gespart werden kann an den Bodenbelägen ( billige ausrollbare Ware ) anstatt
    Mamor o. Fliesen.
    Wandbeläge, streichen statt tapezieren, das gleiche bei den Decken.
    Günstigste Einbauküche bei ich weisnicht usw.

    Dort kommen große Flächen und Summen zusammmen die später problemlos
    nachrüsten kann.


    Grüße aus Bürstadt
     
  3. #3 TraurigerBauher, 17.04.2011
    TraurigerBauher

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    Hallo,

    ist das eine Kostenschätzung nach umbautem Raum?

    Die kannst Du eh vergessen. Es ist klar, dass der umbaute Raum ganz ordentlich weniger wird, wenn Du den Grundriss verkleinerst. Wenn Du aber die ganze Ausstattung usw. so lässt, wie sie war, dann werden sich die Kosten trotzdem nur unwesentlich verringern.

    Unser GU sagte es so: Wenn er ein Haus mit 0 m² baut, dann kostet es trotzdem über 50 000 €.

    Es besteht also das Riko, dass ihr jetzt an dem Grundriss rumdoktert, alle schlecht wird und die Kosten trotzdem zu hoch bleiben.

    Wirklich platz sparen könnte man z.B.:
    - Frühstückstisch weg, offene Küche, alles immer am "richtigen" Esstisch
    - Gästezimmer in den Keller
    - ein Kinderzimmer in den Spitzboden

    Dafür müsste man aber ziemlich umplanen, und ich könnte mir denken, dass das große Zimmer im EG auch dazu dient, das auf eine Ebene nutzen zu können.

    Viel Erfolg bei Eurer Umplanung, wir hatten diese Probleme auch, ggf. mehr per privater Nachricht.
     
  4. Dingo

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    Wie hoch sind die jetzigen geschätzten Kosten?
    Wie hoch ist euer Budget?
    Welche Einsparung soll erzielt werden?

    Ggf. muß man irgendwann einmal auch zu dem harten Schluß kommen:
    Sorry ein Eigenheim kann ich mir jetzt einfach noch nicht leisten! :konfusius

    Bauen sollte auch immer etwas mit VERBESSERUNG der jetzigen Wohn-/Lebens-Situation zu tun haben und nicht stets von faulen Kompromissen leben, nur damit es realisierbar wird.
     
  5. #5 ralf9000, 18.04.2011
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    Das hatten wir auch bei unserem Projekt zuerst versucht, alles mit Schrumpfen hin zu bekommen. Das klappte bei uns aber nur sehr begrenzt, weil die Anzahl der Türen blieb, die Anzahl der Wände blieb, die Anzahl der Ecken blieb, die Anzahl der Fenster blieb, die Anzahl der Stürze blieb ... Somit waren nur die Flächenkosten ausgedünnt, da endet man dann an einem extrem kleinen Haus.

    Wir sind dann mit dem Architekten einen anderen Weg gegangen: Haben auf mehr offene Bauweise (weniger Wände, weniger Türen, ...), Abstellkammern zusammengefasst oder eliminiert, Verwinkelungen eingesparrt, von zwei auf einen Versorgungsstrang durch das Haus reduziert, das Dach vereinfacht bzw. entwinkelt, ...

    Das hat es dann finanziell deutlich mehr gebracht und wir haben die Wohnqualität erhalten.
     
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