Anschluss Flachdach an vorhandenes WDVS

Diskutiere Anschluss Flachdach an vorhandenes WDVS im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ein Flachdach musste erneuert werden. An der anschließenden Wand befand sich schon ein WDVS (Polystyrol). Es handelt sich um einen...

  1. Axolotl

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    Hallo,

    ein Flachdach musste erneuert werden. An der anschließenden Wand befand sich schon ein WDVS (Polystyrol). Es handelt sich um einen Altbau. Beim alten Flachdach war der Wandanschluss so ausgeführt, dass die Bitumenbahnen bis hinter das WDVS reichten, damit abfliessendes Wasser von der Fassade auf dem Dach landet und nicht in das Dach eindringen kann. Allerdings bestand wohl eine Wärmebrücke, da die Bahnen direkt auf dem Mauerwerk ohne zusätzliche Dämmung fixiert waren.

    Nun wurde der Wandanschluss beim neuen Flachdach so ausgeführt, dass die Kappleiste direkt auf das WDVS geschraubt und mit Silikon abgedichtet wurde. Zwischen Mauerwerk und Bitumen wurde zusätzlich gedämmt. Jedoch habe ich nun eine Wartungsfuge.

    Laut Herstellerinformation sollte der Wandanschluss an ein WDVS ja so aussehen: http://www.derdichtebau.de/detailskizze-6.28297.htm

    Die Herstellung des empfohlenen Aufbaus würde natürlich einen erheblichen Aufwand erfordern. Ich bitte um Informationen, wie die Situation einzuschätzen ist. Kann/muss ich mit der Wartungsfuge leben, oder ist es erforderlich, es so zu machen, wie vom Hersteller beschrieben?

    Vielen Dank vorab.
     
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  3. #2 Klaus Gross, 30. Mai 2014
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    Hallo ?...Da gibt es doch gar keine Frage, in der Zeichnung ist doch die Ausführung genau beschrieben und skizziert..Auch in den Flachdachrichtlinien steht nichts anderes..........:think
     
  4. #3 Herr Nilsson, 30. Mai 2014
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    Die Ausführung muss bei einem Bestands-WDVS natürlich leicht abgeändert werden, sinngemäß ist die Ausführung allerdings genau so wie abgebildet. Bei Ausbildung des Sockels mit zweiteiligem Blech entfällt auch jede "Wartungsfuge" (Anfangsinvestition ist halt nochmal höher).

    Jede andere "....können wir aber auch so machen, ist billiger" Lösung ist eben auch billiger. Und nicht dauerhaft, geschweige denn regelkonform.
     
  5. #4 Andreas21, 30. Mai 2014
  6. H.PF

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    Funzt aber nicht bei vorhandenem WDVS...
     
  7. Axolotl

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    Ich danke Euch für Eure Antworten!
    Würde das von Andreas genannte Wandanschlußblech/Sockelprofil nicht ermöglichen, auf das in der von mir verlinkten Skizze dargestellte Z-Profil zu verzichten? Mir scheint, dass das Sockelprofil nachträglich einfacher als das Z-Profil anzubringen wäre. Denn das Z-Profil müsste ja eigentlich oben hinter dem vorhandenen WDVS an die Wand geschraubt werden. Ich gehe bei meinen Überlegungen davon aus, dass das vorhandene WDVS im unteren Bereich auf jeden Fall abgeschnitten und gegen eine Perimeter-Dämmplatte ausgetauscht werden müsste. Diese wäre dann dünner als das darüber liegende Bestands-WDVS und würde eine zurück versetzte Anbringung der Bitumenbahnen ermöglichen. In Verbindung mit dem Sockelprofil müsste es doch eigentlich möglich sein, die Kappleiste dann einfach auf die Perimeter-Dämmplatte zu schrauben, oder? Klingt für mich nach einer nicht allzu komplizierten Behebung des Problems.
     
  8. H.PF

    H.PF

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    Jetzt wüsste ich gerne mal, wie ihr das bei dem Anschluß jetzt am Bestand löst... Reißt ihr echt den Bestand weg und macht damit einen riesen Aufriss? Bei mir will das eigentlich nie einer bezahlen. Und wie löst ihr dann den Übergang Mauer-Schiene wasserdicht? Das ist der Punkt, wo ich echt am Grübeln bin, einfach nur Silicon ist auch murks...
     
  9. Tarunio

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    Nö ich lass den Bestand und mach anpressschiene und Blech an die Wand, das zweite blech wird geschlitzt damit nicht die dauerhafte silikonfuge entsteht und gut ist oder was auch gut geht ist mit flüssigkunsstoff die Aufkantung machen.
     
  10. H.PF

    H.PF

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    Jau, ich mach das auch gerne mit Flüssigkunststoff... 10 cm Streifen über den Anschluß oder den Anschluß komplett in Flüssigkunststiff, Blech spar ich mir dann auch oft... braucht man ja nicht mehr dabei...
     
  11. #10 Andreas21, 2. Juni 2014
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    Ich würde dem Kunden immer nachdrücklich die Version mit Rückbau des WDVS an der Stelle empfehlen.
    So schlimm ist der Aufwand auch wieder nicht. Dafür ist es 100% sicher und gemäß den Fachregeln. Bei Abdichtung auf die vorhandene Fassade bin ich mir da nicht sicher, und ich würde Bedenken anmelden.
     
  12. Dachi

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    Rückbau hat noch nie einer mit in Auftrag gegeben.
    Flüssig und gut ist.
    @Andreas: warum soll es nicht halten? Wir gehen mal von einer Fassade aus die nicht Auseinanderbröckelt.
    Der gezeigte Anschluss wird sogar selten mal beim Neubau ausgeführt. Bedingt auch dadurch das die Gewerke in der falschen Reihenfolge vor Ort sind.
    Erst der MAler weil eh Gerüst steht und der DD kommt wenn abgebaut wurde.
     
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  14. #12 Klaus Gross, 3. Juni 2014
    Zuletzt bearbeitet: 3. Juni 2014
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    Wandanschluss

    Hier auch ein schicker Wandanschluß....:mauer

    [/ATTACH] PICT3864.jpg PICT3875.jpg
     
  15. Axolotl

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    Ich danke für Eure Antworten. Interessant zu sehen, dass es zum Thema verschiedene Meinungen gibt. Mir scheint die Variante mit Flüssigkunststoff in der jetzigen Situation die Lösung des Problems. Nun noch einen Rückbau zu machen, wäre ein erheblicher Aufwand.
    Ärgerlich ist jedoch, dass ich bei Auftragsvergabe nicht auf die verschiedenen Möglichkeiten hingewiesen wurde.
     
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