Anschluss Horizontal an Vertikalabdichtung?

Diskutiere Anschluss Horizontal an Vertikalabdichtung? im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, zur Zeit arbeitet ein Bauunternehmer an der Abdichtung unseres Kellers von 1960. Im Rahmen der Abdichtung mit einer KMB wurde...

  1. #1 patrickl, 10.07.2011
    patrickl

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    Hallo zusammen,

    zur Zeit arbeitet ein Bauunternehmer an der Abdichtung unseres Kellers von 1960. Im Rahmen der Abdichtung mit einer KMB wurde an der Gebäudesohle gleichzeitig eine Hohlkehle ausgebildet.

    Nun meine Frage: Die KMB wird ja nur über die Hohlkehle gezogen. D.h. unten sitzt der Zementputz der Hohlkehle auf dem Sand der Baugrube auf und kann Feuchtigkeit ziehen. Müsste die KMB nicht zumindest an die Abdichtung des Kellerbodens anschließen? Oder ist das garnicht möglich?
    Vor dem Anlegen der Hohlkehle quoll Stellenweise horizontal ein Streifen fies klebende Bitumenartige Masse aus der Bodenplatte heraus. Kann das die Abdichtung schon sein?

    Bitte um Eure Hilfe, da es morgen schon weitergeht auf dem Bau.

    Danke und Gruß
    Patrick
     
  2. #2 patrickl, 10.07.2011
    patrickl

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    anbei nochmal ein bild...
     
  3. fumo

    fumo Gast

    Die Hohlkehle sollte unten aber nicht auf dem Sand der Baugrube sitzen, sondern auf der überstehenden Bodenplatte.

    Dann wird die Dickbeschichtung über Hohlkehle und auch noch um einen Mindestwert über die Stirnseite der Bodenplatte gezogen.

    Aber auf deinen Bildern sieht es so aus, als ob kein Überstand vorhanden ist.
    Eine Lösung für dieses Problem müsste mal jemand anderes beschreiben.

    Die Ausführung auf den Fotos sieht für mich aber suboptimal aus. Ist das schon die neue Hohlkehle? Was meinst du mit "quoll Stellenweise horizontal ein Streifen fies klebende Bitumenartige Masse aus der Bodenplatte heraus"? Wo quoll es hervor? Zwischen Bodenplatte und erster Steinreihe?

    Gruß
     
  4. fumo

    fumo Gast

    Hat es dir die Sprache verschlagen, oder ist dein Problem mittlerweile gelöst?

    Gruß
     
  5. #5 patrickl, 05.08.2011
    patrickl

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    Hallo!

    Vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin irgendwie nicht per Mail benachrichtigt worden, dass ich eine Antwort bekommen habe, daher die späte Reaktion. Sorry.

    Der Hase liegt dort im Pfeffer wo es um den Bodenplattenüberstand geht. Es gibt nämlich keinen. Meiner Meinung nach sollte dann auch keine Hohlkehle erstellt werden. Mir leuchtet die Logik nicht ein, stehendes Wasser in einer Ecke zu verhindern, die es nicht gibt?! :irre

    Ja, das Gebilde auf dem Foto ist schon die neue Hohlkehle.

    Die klebrige Masse Quoll definitiv deutlich unter der ersten Steinreihe raus, also irgendwo aus der Bodenplatte. Vermutlich irgendeine Dichtung in der Bodenplatte gegen austeigende Feuchtigkeit? Vielleicht eine kapilare Trennung von Fundament und Bodenplatte? In jedem Falle sollten doch verschiedene Dichtungen aneinandertreffen, damit sie durchgehend dichten und es keine offenen Punkte gibt, wo nun doch Feuchtigkeit reinziehen kann, oder?

    Danke und viele Grüße
    Patrick
     
  6. #6 susannede, 05.08.2011
    susannede

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    Sorry, ich blicke nix.

    In dem Haus von 1960 gibt es wohl
    1. keine horizontale Abdichtung im Bestand
    2. keinen Bodenplattenüberstand

    Ja?

    Daher verstehe ich nicht
    1. was da horizontal mit vertikal verbunden werden soll
    2. wo Du da eine Hohlkehle auf einem nicht vorhandenen Bodenplattenüberstand siehst

    Ich seh da eine wie auch immer ausgeführte Endung der "Egalisation" der Bestandswand mit zementärem Mörtel am Fuß der Wand/Bodenplatte.

    Vielleicht "Sperrputz"?

    Wenn darin was hochzieht, ist es hinter der KMB. Richtig.

    Vermutlich, vermutlich, vermutlich...

    Also wer macht da was in wessen Auftrag...darf da jeder so,
    wie er möchte und dann wird gemeinsam rätselgeraten ?

    Klär uns auf...wie kommt der Mensch dazu, an "eurem" Keller zu werkeln?
    Aus freien Stücken, Langeweile, wird er das nicht tun, oder?

    Und Du liest Dir irgendwas an und wirfst die Brocken dann in den Raum...
    "Kapilare Trennung von Fundament und Bodenplatte" ???
    Wieso das denn, wat soll dat sein ?

    Wenn dann zwischen Wand und Bodenplatte, falls es da überhaupt Fundamente hat.
    Was ist da wie reingeschmiert oder gar injiziert worden?
    Nix vermutlich.

    Erläuterung, bitte.
     
  7. #7 gunther1948, 05.08.2011
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    hallo
    ergänzung zu suse.
    das was da auf der wand ist vermutlich ein teeranstrich mit inertol ( umgangssprachlich hier bei uns silolack geschimpft ) der firma lechler.
    da kannste nicht einfach kmb draufschmieren, da muss eine vorbehandlung als sperrschicht her.
    was da an putz /mörtel an die wand geschmiert wurde hat kein fachmann gemacht sondern du selbst versuch nicht die verarsche-masche.

    gruss aus de pfalz
     
  8. svjm

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    Hmm, scheint wohl doch nicht so zügig voran zu gehen. Oder die Baugrubenwände sind abgerutscht. Nach Böschung sieht das zumindest nicht aus.

    Ansonsten halte ich den Mund bzw. nicke den Vorpostern Zustimmung.
    svjm
     
  9. #9 gunther1948, 05.08.2011
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    hallo
    und beim stammtisch etwas von hohlkehle und flasche gehört und wenn keien ecke da ist dann macht man die halt an der glatten wand:mauer:respekt
    wollt ich vorhin noch ergänzen aber dann war meine änderungszeit um.

    gruss aus de pfalz
     
  10. svjm

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    ...und setzt sich die Flasche an den Hals?
    Ok, ich bin schon stille.:bau_1:
     
  11. #11 patrickl, 06.08.2011
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    Hallo Susanne,

    danke für Deine Antwort.

    Der Keller hat eine Art Dachpappe, die auf der ersten Steinreihe liegt. Sieht man von innen umlaufend durch den Keller.
    Dass kein Bodenplattenüberstand vorhanden ist hatte ich ja oben bereits geschrieben. Daher vermute ich, die Hohlkehle ist überflüssig?

    Zu 1. Die "Dachpappe" auf der ersten Steinreihe sollte meines Erachtens mit der vertikalen, neuen Abdichtung verbunden werden soweit vorhanden, oder nicht?

    Die Aussage die ich zu dieser "Hohlkehle" bekommen habe, war: "das langt so."

    Keine Ahnung ob er "Sperrputz" benutzt hat. Kann ich aber noch in Erfahrung bringen.

    Der Keller hatte in einem Raum zwei leicht feuchte Stellen an der Wand.
    Weil wir darüber gern unsere Terrasse bauen möchten, wollten wir das natürlich vorher beheben.

    Ich hatte also zwei Firmen hier, die sich beide "Isolierung" auf die Fahnen geschrieben haben, beide machen jedoch auch Abdichtungsarbeiten.
    Beide äusserten nach einer Besichtigung der kleinen Feuchten Stellen (Innen), dass der Keller in Ordnung sei, die zwei Feuchten Stellen lediglich eine beschädigte Abdichtung der Wand ist.
    Da als Lösung beide eine entsprechende Dickbeschichtung vorschlugen entschied ich letzten Endes nach Sympathie.
    Ein paar Tage später baggerte er also los und die Stellen waren in der Tat von aussen durch in die Grube geworfene Schuttbrocken beschädigt.
    Unebenheiten wurden korrigiert und dann eben diese fragwürdige "Hohlkehle"
    gezogen.

    Die Abdichtung ist nun auch gemacht und die Grube ist wieder zu. bevor wir jedoch jetzt unsere Terrasse bauen, möchte ich das Thema jedoch schon gern geklärt haben. Nicht dass hinterher alles für die Katz war...

    Das war ein Gedanke, mehr nicht. Ich denke nicht, dass überhaupt jemand mit 100% Gewissheit sagen kann, was in diesen Baujahren definitiv wie gebaut worden ist.
     
  12. #12 patrickl, 06.08.2011
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    Es kam eine entsprechende Grundierung drauf, die wohl den Empfehlungen des Herstellers entspricht.

    Deine Mutmaßungen in allen Ehren. Wenn ich sage, dass das ein Handwerker erstellt hat, dann ist das so. Spar Dir Deine haltlose Pöbelei.
     
  13. #13 susannede, 06.08.2011
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    Hallo Patrick,

    die Pappe auf der ersten Steinreihe wird eine, damals (und heute z.T. auch noch) übliche Sperrbahn sein, die die in der Wand aufsteigende Feuchtigkeit "bremst".

    Idealerweise läg noch eine unter der ersten Steinreihe, kann sein, weiß mer net.

    Idealerweise ist der untere Fuß (Bodenplatte ? Fundamentierung ? erste Steinreihe ?) der abzudichtenden Wand mit einem wenig saugenden, sperrenden Mörtel geglättet worden - und ich hoffe mal, die haben vor Auftrag alle losen / sandigen Anhaftungen entfernt (ganz Ordentliche sandstrahlen da schon mal).

    Damit zieht über diese Stelle nicht mehr Feuchte nach oben, als es über die Bodenplatte auch tun würde.

    Den Anschluss der "bündig-gekappten" Sperrbahnen an die KMB würde ich mir aus dem Kopf schlagen, wie soll das gehen, dadrüber wurde doch die Mörtelegalisation gezogen.

    Helfen könnte noch, den Mauerfuß außen relativ trocken zu halten (falls versickerungsfähiger Boden vorliegt), also eine Schotterpackung eingewickelt in Geotextil als "schnell vom Wasser zu durchfließenden Kaffeefilter" vor den Wandfuß zu setzen.

    Eine Drainage machen wir da nicht rein, weil wir nicht wissen, wohin mit dem gesammelten Wasser.

    Soweit.
     
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