Anschluß WDVS an Zwischensparrendämmung

Diskutiere Anschluß WDVS an Zwischensparrendämmung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Experten, wir haben im Zuge umfangreicher Um- und Ausbauten an unserem EFH auch einen komplett neuen Dachstuhl errichtet....

  1. Benida

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    Hallo liebe Experten,

    wir haben im Zuge umfangreicher Um- und Ausbauten an unserem EFH auch einen komplett neuen Dachstuhl errichtet. Ausserdem bringen wir gerade an der Fassade ein WDVS an. Die Dämmung zwischen den Sparren ist noch nicht verlegt.
    Wie wäre es jetzt richtig ? Den Klemmfilz erst zu verlegen und über den Ringanker hinweg "auslaufen" zu lassen ?? Oder kann man auch zuerst die Polystyrolhartschaumplatten vom WDVS bis zur Unterspannbahn "hochkleben" - wobei das letzte Ende der Platten dann oben so ca. 20cm übersteht - und daran dann die Zwischensparrendämmung gegenlaufen lassen ???
    Ich hoffe ich habe mich verständlich ausdrücken können und würde mich über eine Antwort sehr freuen. Vielen Dank !

    Benida
     
  2. #2 Siedler, 09.09.2012
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    Bei mir wurde dieser Bereich ausgemauert, weil der Verputzer nicht gerne das WDVS auf 20 cm ohne festen Untergrund verarbeiten wollte.
    Bei mir wurde dann die zusätzliche Aufdachdämmung über das Mauerwerk geführt, woran dann das WDVS mit Kompriband geführt wird.

    Gruß
     
  3. Benida

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    Dazu muss ich noch ergänzen, daß wir einen Dachkasten anbringen werden, also keine sichtbaren Sparren haben werden und die Riemchen auch nicht bis dort ganz nach oben gehen wird, sondern natürlich nur soweit sichtbar. Die Polystyrolplatten hätten wir des besseren Haltes wegen hochkant verklebt. Das bedeutet dann ca. 50cm auf Mauerwerk und ca. 20cm Überstand. Das würde ich jetzt nicht als das Problem sehen. ich habe mich das nur gefragt, ob in dem einen oder dem anderen Fall evtl. eine Kältebrücke entstehen könnte ??? Die Abseiten wollten wir zusätzlich auch noch mit Klemmfilz dämmen.

    Sieht da einer von euch evtl. ein Problem ?

    Benida
     
  4. #4 Siedler, 09.09.2012
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    Wenn der Zwischenraum ordentlich gedämmt wird, wird auch keine Wärmebrücke entstehen - die Dämmung bringt da ja mehr, als reines Mauerwerk.
    Wegen der Hochkanten Verklebung des WDVS bin ich mir nicht sicher, ob das optimal ist, denn wenn ich meinen Verputzer richtig verstanden habe erfolgt die Verklebung ausschließlich an den Wänden und der Abschluß nach oben bildet ein Kompriband, damit auch die Winddichtheit ordentlich hergestellt werden kann.
    Aber da kann vielleicht Hundertwasser mehr dazu sagen.

    Gruß
     
  5. Benida

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    Aber über die Zwischensparrendämmung kommt doch dann noch die Folie die an den Rändern verklebt wird. Dachte die wäre auch für die Winddichtigkeit ???
     
  6. #6 Siedler, 09.09.2012
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    Die Folie ist doch für die Winddichtheit des Dachs. Auch das WDVS muß Winddicht verbaut werden.

    Gruß
     
  7. H.PF

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    Winddichtigkeit der Unterdeckbahn wird völlig überbewertet... Wichtig ist das die LUFTdichtigkeit gegeben ist und DIE wird INNEN hergestellt...

    Nicht verwechseln! Ein Dach funktioniert auch wunderbar ohne winddicht verklebter Unterdeckbahn...
     
  8. #8 Siedler, 09.09.2012
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    @H.PF: wie sieht es jetzt aber hier konkret mit dem WDVS aus? Wie sollten die Anschlüsse aus Deiner Sicht gemacht werden?

    Gruß
     
  9. Benida

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    Also mit der Folie die zu verkleben ist, meinte ich auch nicht die Unterspannbahn, die ist bei uns auch nicht verklebt, sondern die innenseitig auf die Dämmung kommt. Obwohl uns da zu OSB-Platten anstatt Dampfbremsfolie geraten wurde, zumindest innerhalb der Räume bis zu den Abseiten. Ausserhalb dann doch wieder mit Folie abkleben. Einfach um eine spätere Zerstörung der Dampfbremse durch z.B. durchbohren zu verhindern. Das erschien mir auch einleuchtend.
     
  10. #10 Ralf Dühlmeyer, 10.09.2012
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    Das ist ganz grosser Stuss!

    Eine Unterspann-/-deckbahn hat (ohne gesondert zu beauftragende Verklebung) keinerlei Winddichtungsfunktion!
    Und ein WDVS darf nicht durchströmt werden. Weder von Wind noch von Konvektion.

    Liebe Leute, wenn Ihr kein Fachwissen habt, dann erspart es uns Fachleuten doch bitte einfach, hinter Euch herschreiben zu müssen, in dem Ihr Euch einfach mal Beiträge verkneift!

    Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht!
     
  11. #11 Siedler, 10.09.2012
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    Lieber Ralf, da haben wir wohl von einer anderen Folie gesprochen. Klar, die Unterspannbahn hat diesbezüglich keine Funktion.

    Aber vielleicht kannst Du Dich mal zu dem eigentlichen Problem des TE äußern - nämlich dem Abschluß des WDVS.

    Gruß
     
  12. #12 Hundertwasser, 10.09.2012
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    Winddichtes WDVS? Woher nimmst du dieses Wissen? Wo steht das geschrieben? Aaaargghhhh !!!!!


    Bei 20 cm Überstand hätte ich kein Problem wenn als Abschluß eine ganze Platte senkrecht verklebt wird und diese auch zusätzlich verdübelt wird. Ansonsten könnte man aiuch eine Putzträgerplatte an der Fassade montieren und diese bekleben. Ist halt technisch aufwändiger.
     
  13. #13 Siedler, 10.09.2012
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    Diese Aussage bekam ich von einem Techniker eines großen Dämmstoffherstellers (also Quasi von einem Deiner Kollegen von der Konkurenz), weil ich eben vor einem ähnlichen Problem stand wie der TE.

    Gruß
     
  14. Mark

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    Hier scheint mal wieder die Verwechslung von Winddichtheit und Luftdichtheit vorzuliegen:

    Eine WDVS muss, wie jeder Dämmstoff, winddicht sein, damit es dämmt und es zu keiner Hinterlüftung oder Durchströmung mit kalter Außenluft kommt. Diese Winddichtheit wird durch den Putz, Anputzleiten und Dichtbänder sicher gestellt.

    Die Gebäude-Luftdichtheit kann und darf auch gar nicht durch ein WDVS sichergestellt werden. Bei einer nicht luftdichten Gebäudehülle kann es u. U. zu Tauwasserschäden im WDVS kommen, wenn warmfeuchte Innenluft das System durchströmt oder unterhalb von z. B. Fensterbänken anfällt.

    Im Dachanschlussbereich muss zunächst möglichst innenseitig bzw. vor Einbau des WDVS die Gebäudeluftdichtheit sicher gestellt werden. Dafür gibt es spezielle Folien.

    Das WDVS wird außenseitig dann selbstverständlich winddicht angeschlossen. Hierfür eignen sich am besten die Fugendichtbänder (Kompribänder).

    In der gemeinsamen Richtlinie "Ausführung luftdichter Konstruktionen und Anschlüsse" vom Fachverband der Stuckateure und Verband der Zimmerer... BW gibt es z.B. einige Ausführungsdetails.
     
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