Anteil WW an Heizkosten

Diskutiere Anteil WW an Heizkosten im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, gibt es eigentlich einen groben Überblick über den Prozentualen Anteil der WW-Bereitung an den Gesamtheizkosten?? Damit meine ich...

  1. sunday

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    Hallo,

    gibt es eigentlich einen groben Überblick über den Prozentualen Anteil der WW-Bereitung an den Gesamtheizkosten??
    Damit meine ich natürlich im Winter und nur ohne Solare Erzeugung o.ä.

    Viele Grüße
    Frank
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Theoretische Werte oder praktische Werte?
    Bezogen auf den Bedarf oder wie von Dir geschrieben "Kosten"?

    Es gibt Normen bzw. Richtlinien, die gehen von 18% des Jahresbedarfs aus. Das passt natürlich nur, wenn man die Anlagen auch nach Norm nutzt. Für die Praxis sind solche Werte eher weniger geeignet.

    In der Praxis bewegt sich das wohl eher im Bereich 10-20% bezogen auf den Jahresheizenergiebedarf. Je höher die Wärmedämmung des Gebäudes um so höher ist dann der Anteil für WW. Bei hoch gedämmten Gebäuden mit sehr niedriger Heizlast, und komfortabler WW-Nutzung, kann der Energiebedarf für das WW sogar den Anteil für die Raumbeheizung übersteigen.

    Gruß
    Ralf
     
  3. #3 ThomasMD, 21.02.2013
    ThomasMD

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    Im groben Mittel waren das mal um die 18%.
    Das nützt Dir aber gar nichts, weil das im Einzelfall von 0 bis 99% variieren kann. Niemand kennt die Lebensgewohnheiten, das Haus, die Anlage.

    PS.: R.B. war mal wieder schneller.:28:
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Macht nichts. Mir glaubt sowieso keiner. Wenn wir beide das Gleiche schreiben, vielleicht wirkt es dann. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  5. #5 mastehr, 21.02.2013
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    Dann werfe ich einfach mal 10% in den Raum. Die habe ich im Januar 2013 gemessen. Aber was bringt diese Aussage?
     
  6. sunday

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    Hi,

    ok die Variante von 0-99% nehme ich!! Da bin ich drin!! :mega_lol:

    Naja, ich habe im Rahmen meines Heizungsumbaus auch diverse Zähler Programmiert. Unter anderem einen Zähler für WW-Bereitung.
    Und wenn ich sowas schon mal habe, kann ich natürlich mit Excel ohne große Probleme den Prozentualen Anteil der Laufzeiten
    am WW berechnen lassen.

    Ich habe vom 01.02 bis jetzt einen Anteil von 30% für WW, auf die Laufzeit der LWP gerechnet!

    Sind nur schon mal die Überlegungen, ob es Sinn machen würde die WW-Bereitung irgendwann mal umzustellen.

    Viele Grüße
    Frank
     
  7. #7 mastehr, 21.02.2013
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    Die Laufzeiten sind aber nur dann aussagekräftig, wenn Deine LWP immer mit einer festen Leistung, also nicht modulierend, arbeitet.

    Meine Gasheizung schaltet für die Warmwasserbereitung in einen hohen Leistungsbereich, während sie im Heizbetrieb nach dem Aufheizen mit geringer Leistung läuft. Oder anderes ausgedrückt: Eine Stunde Warmwasserbereitung verbraucht vier Mal so viel Gas wie eine Stunde Normalheizbetrieb.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Na also, dann gibt es keinen Grund zur Sorge. ;)

    Wenn ich jeden Tag 200 Liter WW erzeugen muss, dann gehen dafür halt mal 7kWh drauf. Je nach Anlagenkonzept (Verluste) werden daraus schnell mal 8-10kWh. Bei einer WP auf die el. Energie umgerechnet, muss man beachten, dass die Arbeitszahl der WP bei WW-Erzeugung natürlich schlechter ist als im Heizbetrieb. Man muss ja höhere Temperaturen erzeugen. So manche LWP schafft selbst im Sommer dann gerade mal so eine Arbeitszahl mit einer 3 vor dem Komma. Sinkt die Außentemperatur, dann ist eine 2 vor dem Komma normal. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen erreichen manche LWP nicht einmal die gewünschte WW-Temperatur, von einer ordentlichen Arbeitszahl ganz zu schweigen.

    Gute Frage, aber welche Alternativen wären denn überhaupt möglich? Nehmen wir mal meine o.g. Zahlen und gehen von 3.500kWh p.a. aus, dann wären das bei einer JAZ von 3 etwa 1170kWh, vermutlich muss man etwas höher ansetzen, also in Richtung 1.500kWh. Die Kosten für WW belaufen sich somit auf etwa 330,- € p.a.

    Jetzt stellt sich die Frage, womit ich wieviel des Energiebedarfs für die WW-Erzeugung ersetzen kann, und welche Investitionskosten dafür erforderlich sind. Solarthermie? Das Einsparpotenzial wird sich wohl in der 100,- € Klasse bewegen, dem entgegen stehen dann entsprechende Invesitionskosten. BW-WP? Wird kaum einen Vorteil gegenüber der LWP liefern. Weitere Alternativen?

    Gruß
    Ralf
     
  9. #9 ThomasMD, 21.02.2013
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    Warum hantiert man überhaupt mit Prozentwerten vom Gesamtwärmeverbrauch? Was sollen die aussagen?

    Dann wärs doch am Einfachsten den Raumwärmebedarf zu steigern und schon sinkt der WW-Anteil.:e_smiley_brille02:
     
  10. #10 Helmut, 21.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2013
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    Stelle mal meinen Ölverbrauch für WW und Hzg ein.
    Seit 2008 10 m² Kollektoren f. WW und Hzg-Unterstüzung und Außen-Wärmedämmung.




    Ges WW Hzg WW % Hzg %
    31.12.06 3619 1036 2584 29 71
    31.12.07 2769 657 2112 24 76
    31.12.08 2582 637 1945 25 75
    31.12.09 1875 268 1607 14 86
    31.12.10 2480 396 2084 16 84
    31.12.11 2161 367 1795 17 83
    31.12.12 2307 421 1886 18 82



    Schade, das die Formatierung aus Excel nicht übernommen wird.
     
  11. sunday

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    Hi,

    "was sollen die aussagen": hm...gar nix!! Aber ich wollte einfach mal ne Hausnummer wissen womit man rechnen könnte. Auch wenn ich im Prinzip mit irgendwelchen %-Werten von irgendwelchen Leuten nichts anfangen kann habe ich aber auf jedenfall ein paar Aussagen bekommen die mir grob erklären warum es mumpitz ist nach solchen Daten zu fragen und nach welchen Kriterien man diese Frage beleuchten kann/sollte. :shades

    Der Hintergrund ist im Thread " Erfolgreiche Optimierung einer LWP [längerer Text!]" zu finden.
    Ich bin mit der durchschnittlichen Anzahl der WW-Bereitungen am Tag nicht ganz zufrieden und war einfach erstaunt über den relativ hohen WW-Anteil an der Laufzeit der LWP. Da ich denke, dass die Konstruktion meines Pufferspeichers nicht optimal ist, versuche ich einfach rauszufinden ob es sich lohnen könnte diesen, als letzte große Tat, gegen einen neuen mit Energieeffizienterer WW-Bereitung zu tauschen. Evtl. im Zusammenspiel mit einer FRIWA.

    Die Variante mit Raumtemperatur erhöhen halte ich eher für kontraproduktiv, da die Schweißproduktion exponentiell nach oben schnellt und daher der Zähler für die Duschbenutzung ebenfalls proportional dazu steigt ...oder so ähnlich... -> noch höherer WW-Bedarf......:winken:mega_lol:

    Viele Grüße
    Frank
     
  12. sunday

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    Hi Ralf,

    danke für die Rechnung. Da habe ich doch mal ne Hausnummer mit der man grob kalkulieren kann.

    Gruß
    Frank
     
  13. #13 biologist, 23.02.2013
    biologist

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    Also wir hatten letztes Jahr (zu zweit, Neubau, 130qm beheizte Wohnfläche) einen Gesamtwärmebedarf (Fernwärme) von 7000kWh. Davon entfielen etwa 1800kWh auf Warmwasser. Wir liegen dann also anteilig eher bei 25%. Duschen wegen Sport relativ viel, haben es im Winter nicht fürchterlich warm (19,5-20 Grad) und auch kein arg großes Haus. Wer es also gerne schön warm hat, der wird (auch beim Neubau) wie schon angesprochen vermutlich eher unter 20% liegen.

    Deine Aussage mit Winter verstehe ich jetzt allerdings nicht so ganz - eigentlich betrachtet man das über das ganze Jahr. Sonst machts ja auch wenig Sinn, denn im Sommer ist der Anteil in dem Falle bei 100% :-)
     
  14. kehd

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    Hochgerechnet aus dem Verbrauch im Sommer, verbrauchen wir ca 1200kWh für WW pro Jahr. Eine Person duscht täglich, eine so jeden zweiten Tag. Bei uns wären das 1,7kWh/d und Person, bei biologist 2,5kWh/d und Person. Soweit ich weiß, sind die 2,5kWh der Wert den man so für WW pro Person annimmt.
     
  15. sunday

    sunday

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    Deshalb wollte ich wissen wo man im Winter liegt. Im Sommer hatte ich mir das fast gedacht mit dem 100% :bierchen:

    Aber ich denke, ich hab jetzt mal ne Übersicht. Ich war halt nur ein wenig über die 30% verwundert. Mit den vorliegenden Infos
    kann ich mir dann nach dem Sommer mal ein paar Gedanken machen und schauen ob noch was geht.

    Viele Grüße
    Frank
     
  16. kehd

    kehd

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    Wenn biologist alleine wohnen würde, wäre der WW-Anteil 14%, würden 5 Personen mit demselben Duschverhalten dort wohnen, wäre der WW-Anteil 46%. Wenn die 5 Personen sehr viel im Haus wären, müßte man sicher noch berücksichtigen, daß jeder mit 90W heizt. Dann hätten wir vielleicht 60% WW-Anteil. (Wenn ich zwei Stunden am PC sitze, steigt die Temperatur in dem Zimmer von 20 auf 21,5°C)
     
  17. #17 biologist, 24.02.2013
    biologist

    biologist

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    Mir ist gerade eingefallen, dass bei den 7000kWh auch noch Hochheizen fürn Estrich ein Stück weit dabei war. Für die aktuelle Heizperiode rechne ich mit 6000kWh - sprich 30%. Aber die kehd schon gesagt hat: das Ganze ist extrem an die eigenen Gewohnheiten gekoppelt. Aber ich denke du hast jetzt mal ein paar Zahlen und Hypothesen gesehen :-)
     
  18. sunday

    sunday

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    So ist es. Als Ansatzpunkt genau richtig! Vielen Dank an alle! :winken

    Frank
     
  19. Smylo

    Smylo

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    Moin zusammen,

    unser WW-Verbrauch lag im ersten Jahr bei 29,8%. Dieser Wert ist äußerst bescheiden und hängt weniger mit besonders guten Dämmwerten zusammen, wie man jetzt eventuell mutmaßen könnte.

    Unser Jahresgesamtverbrauch lag bei 3502 kWh. Demnach 1043 x 1,33 (da die WW-Erzeugung mehr Strom verbraucht) = 1387 kWh für WW x 0,185€ => 256€ ! (Wasserverbrauch insgesamt 93m³)

    Der Grund für den hohen WW-Anteil wurde Anfang des Jahres 2013 abgestellt -> dauerhafte WW-Zirkulation. Im Vergleich zum Januar 2012 ist dadurch der Anteil WW bereits um knapp 5% gesunken (von 17,3% auf 12,5%). Mal schauen wo die Reise hingeht. Hoffe mal, dass ich den WW-Anteil auf unter 20% gedrückt bekomme und sich der Gesamtjahresverbrauch inkl. Heizung auf unter 3000 kWh reduziert.

    Mfg
     
  20. R.B.

    R.B.

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    Das sind grob 40m3 WW p.a. oder 110 Liter pro Tag. Kommt mir etwas sparsam vor. ;)

    Gruß
    Ralf
     
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