Architekt erstellt utopische Rechnung - Hilfe gesucht

Diskutiere Architekt erstellt utopische Rechnung - Hilfe gesucht im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Guten Abend, ich wende mich an die Forumsgemeinde, da ich nicht mehr weiter weiß. Zunächst beschreibe ich kurz unser Vorhaben bzw. was getan...

  1. #1 mgaitantzis, 11. Februar 2014
    mgaitantzis

    mgaitantzis

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    Guten Abend,

    ich wende mich an die Forumsgemeinde, da ich nicht mehr weiter weiß.
    Zunächst beschreibe ich kurz unser Vorhaben bzw. was getan wurde. Wir hatten eine Doppelhaushälfte, welche durch einen Anbau vergrößert werden sollte.
    Die Fläche hat sich hierdurch verdoppelt. von 90m² auf 180m².
    Der von uns beauftragte Architekt hatte eine Kostenschätzung von 400.000 EUR vorgelegt, obwohl wir von Ihm nur den Plan wollten. Er listet Kosten für den Innenausbau das Altbaues auf, sowie für den Neubau. Auch nach mehrmaligen Auffordern, dass wir hierzu keine Kostenschätzung benötigen, da dies in Eigenleistung getan wird, meinte er müsse Sie ansetzen.
    Nachdem es munter hin und her ging, meinte er schließlich mündlich zu uns, dass er ja nur die Bauüberwachung und Planung übernehme und die kosten rein kalkulatorisch seien und wenn wir ein günstigeres Angebot finden oder es in Eigenleistung machen, es zu unserem Vorteil wäre.

    Also nun die Rechnung kam fielen wir aber aus allen Wolken. Er verlangt nun knapp 40.000,00 EUR. Er hat als anrechenbare Kosten alleine für den Altbau 150.000,00 EUR veranschlagt. Hierzu ist zu sagen, dass auch der Altbau schon eine neue Heizungsanlage sowie neue Leitungen hat. Es musste nur neue Wände gestellt/umgestellt werden und verputzt werden.
    Kein Estrich bzw. neuer Fußbodenaufbau.
    Nicht nur das die Kosten der Schätzung um insgesamt 200.000 EUR zu hoch sind, nein er setzt auch noch den Altbau an, bei dem er keine Arbeit hat.
    Seine einzige Arbeit bestand drin, aus einer Tabelle zu lesen und irgendeine Zahl hinzuknall. (Entschuldigung, die Rechnung kam heute und er ist null Kompromissbereit oder versucht uns die Zusammensetzung zu erklären "DAS IST HALT SO").
    Dieses Arbeit sollte er ja nichtmal machen.

    Ehrlich gesagt haben wir mit 20-25 TEUR gerechnet, aber alleine seine erste Abschlagsrechnung (ja weitere folgen) sprengt den Rahmen. Die Beauftragten Firmen für Rohbau, Dach, Fenster, Dämmung waren alle viel günstiger als in seiner Schätzung. Teilweise bis zu 50%.
    Es kann doch nicht sein das er irgendwelche Zahlen annimmt und diese dann wahllos anrechnet.

    Bitte um Hilfe wie man hier weiter vorgehen kann. Wir sind komplett ratlos und leicht am Ende

    Danke im Vorraus
     
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  3. mls

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    hier weiss niemand, was zwischen dir und dem architekten
    vereinbart ist.
    nimm deinen vertrag und geh zu einem honorarrechtler.
     
  4. Gast036816

    Gast036816 Gast

    er muss den bestand zu einem wert x in die kostenberechnung mit aufnehmen, der vom um- und/oder anbau betroffen ist. das wären mal grob gesagt, die außenwand an der angebaut wird, das dach, an dem ein anschluss erfolgt, die kellerwand und das fundament, die freigelegt werden müssen. wird an die bestehende heizung angeschlossen, so sind auch anrechenbare herstellkosten der heizung eine grundlage für das honorar. in wie weit die zahlen jetzt richtig angesetzt wurden, kann nur ein honorarrechtler sagen.

    fakt ist, er muss mit den bestandsbauteilen planen, er plant auch die leistungen, die als eigenleistung erbracht werden, für die honorarermittlung werden dann anrechenbare herstellkosten zugrunde gelegt von ortsüblichen preisen. dem grunde nach hat er erst einmal recht, wenn er nach der neuen hoai das zahlenwerk so aufstellt.
     
  5. Memento

    Memento

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    Hallo,
    Warum sind es denn 400.000€? bei nur 90qm Neubau, der erst ist ja Bestand und wird nur saniert? Dafür kann man doch nen 300qm Neubau hinstellen??
    Hat der Architekt denn schon was geplant oder habt ihr schon angefangen, verstehe nicht warum er jetzt schon Geld sehen will? Halte ich für unseriös.
     
  6. Memento

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    Hab gerade mal nachsehen bei unserem Neubau, der mit 330.000 Euro angesetzt wurde (hat er bei weitem nicht gekostet, durch Eigenleistung). Alle LPs hätten 20.000 gekostet bis zur Fertigstellung. Irgendwas ist doch da faul.
     
  7. Baumal

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    ich glaube eher bei dir kann was nicht stimmen,
    bei 330.000€ und honorarkosten LPH 1-8 von 20.000€
     
  8. #7 gunther1948, 11. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    die fließt mit den normalen kostensätzen ( material und lohn ) in die rechnung ein.

    gruss aus de pfalz
     
  9. Baumal

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    davon mal ab, das ist natürlich äußerst prickelnd,
    und absolut nicht zeitintensiv, bei einem bauherren wütigen selbstbauer, auch noch den bauleiter zu spielen.
     
  10. Gast036816

    Gast036816 Gast

    für 20.000 € honorar liegen die herstellkosten bei unter 150.000 €! du warst bestimmt in der 2 verschiedenen zeilen oder einer anderen honorartabelle.
     
  11. Memento

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    Architekt meinte er würde bei so "kleinen" privaten EFHs nie den vollen Satz nehmen, weil sonst keiner das beauftragt. O-Ton "Wenn ich ihnen sage was das nach HOAI kosten würde fallen sie vom Stuhl". Architekt macht fast nur Villen, Banken und öffentliche Gebäude.
     
  12. Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann stell doch keine falschen zahlen hier ein!
     
  13. Baumal

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    memento, verteilt mal wieder unsinn in tüten.
     
  14. Whizzy

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    Wenn ich ein EFH plane, mein Bauherr von Anfang an mit, ich mach eh alles selbst kommt, stellen sich mir schon meistens die Nackenhaare, denn ich weis was dann kommt>
    ziemlich viel Mehraufwand als bei neutraler Ausschreibung, dann kommt z.B der Anruf aus dem Baumarkt, ich stehe hier grad, wie muss ich den Untergrund behandeln,
    kann ich die Farbe von xxx nehmen, eine halbe Stunde später dann der nächste Anruf aus dem nächsten Baumarkt,der Estrich ist 2mm schief ruf mal den Estrichleger, mein Material kommt, können sie mal jetzt gleich die Baustelle aufschließen und den Empfang der Ware abzeichnen, aber bitte kontrollieren ob alles dabei und ganz ist, Estrich-Funktions-, Belegereifheizen kann ich nicht, da bin ich auf Malle, mach mal, wie Honorar, wir haben doch alles selbst gemacht. Anbau/Umbau Honorar, das meiste steht doch eh schon. Alles selbst erlebt und daraus gelernt :-)
    Also lieber Fragesteller Fakten auf den Tisch. Was war vereinbart, Kostenberechnung, Vertrag nach HOAI? Ich glaub das nämlich so nicht.

    Viele Grüße aus der schönsten Chemiestadt am Rhein :-)
     
  15. Memento

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    Ist mir Knackwurst was ihr kommentiert, aber so war es nun mal und die Zahlen stimmen. Das Honorar ist nunmal verhandelbar auch wenn ihr das nicht hören wollt, dann gibts halt nicht jedes Jahr nen neuen Porsche für ein paar Striche malen, ach ne, des macht ja der Bauzeichner für 2500€ Brutto im Monat.
     
  16. H.PF

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    Du peilst es echt nicht... Hier gehts nicht um dein "verhandeltes" Honorar sondern es geht darum ob das Salär oben reell und legal oder ob es völlig neben der Spur ist...
     
  17. Memento

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    Reell ist es für den Aufwand schon, das Salär nach HOAI ist überzogen. Dafür schaffen manche ein ganzes Jahr aufm Bau, wenns reicht.
     
  18. mls

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    als wenn du ahnung von "aufm bau" hättest .. aber gut:
    ob die hoai überzogen ist oder nicht, kannst du gerne belegen.
    fang einfach damit an, die begründung für die hoai en detail
    auseinanderzunehmen ..
     
  19. Nutzername

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    Wie bereits gesagt, ist hier die Frage, was Ihr beauftragt habt. Mit dem Architekt geht Ihr ein Vertragsverhältnis ein, das Honorar liegt i.d.R. (bei einem EFH) im fünfstelligen Bereich. Da muss man sich wenigstens soweit informiert haben, dass man zumindest weiß, was man beauftragt hat und was das ungefähr kosten wird.

    Die Eigenleistung vermindert ggfs. den Finanzierungsbedarf, aber nicht die anrechenbaren Kosten und damit das Honorar des A. (vgl. §4, Abs. 2, Nr. 1, HOAI 2013)

    Wenn §4, Abs. 3 nicht zutrifft, dann §6, Abs. 5. Ist also legitim.

    Zutreffend. Die HOAI ist zwingend einzuhalten.

    • Rechnung des A. prüfen
    • dafür zunächst HOAI 2013 (die vermutlich Vergütungsgrundlage ist) lesen
    • davor klären, was vertraglich vereinbart ist
    • wenn Ihr das nicht schafft, jemandem, der sich damit auskennt, den Fall mit allen nötigen Infos vortragen
    • (und wie immer in Zukunft vorher informieren)
     
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  21. #19 mgaitantzis, 12. Februar 2014
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    Wir haben in der Tat nach HOAI gebaut bzw. planen lassen. Hierzu ist jedoch zu sagen, dass der Architekt ein Freund eines sehr guten Freundes ist.
    Man hat sich zuvor ausgetauscht und bekam Sätze zu hören wie "Das ist unser Vertrag, aber das ist halb so wild, wir rechnen nur das an, was ich auch mache" usw.
    Da man auf Grund des doch etwas näher stehendes Verhältnisses ein Gewisses vertrauen mitbringt, geht man da i.d.R. lockerer dran.

    Hier bleibt wohl nur der Weg zum Honorarrechtler

    Kurze Frage noch. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit gemacht. Wie sieht es mit groben Planungsfehlern des Architekten aus?
    Z.b. Bodenplatte Neubau 20cm unter der des Altbaues, weswegen eine Baustopp und Mehrkosten entstanden sind.
    Weiterhin falsch im Plan eingezeichnete Entwässerung, unvollständige Pläne für die Baufirma usw.

    Danke im vorraus
     
  22. #20 mgaitantzis, 12. Februar 2014
    mgaitantzis

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    Wir haben in der Tat nach HOAI gebaut bzw. planen lassen. Kostenschätzung die wir bekamen und durch die Blume gesagt bekommen haben, waren ca. 25.000 EUR.
    Diese halte ich auch eher für realtistisch. Nun sind wir hier 50% teurer, was doch eine enorme Hausnummer ist.
    Weiterhin ist noch zu sagen, dass der Architekt ein Freund eines sehr guten Freundes ist.
    Man hat sich zuvor ausgetauscht und bekam Sätze zu hören wie "Das ist unser Vertrag, aber das ist halb so wild, wir rechnen nur das an, was ich auch mache" usw.
    Da man auf Grund des doch etwas näher stehendes Verhältnisses ein Gewisses vertrauen mitbringt, geht man da i.d.R. lockerer dran.

    Hier bleibt wohl nur der Weg zum Honorarrechtler

    Kurze Frage noch. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit gemacht. Wie sieht es mit groben Planungsfehlern des Architekten aus?
    Z.b. Bodenplatte Neubau 20cm unter der des Altbaues, weswegen eine Baustopp und Mehrkosten entstanden sind.
    Weiterhin falsch im Plan eingezeichnete Entwässerung, unvollständige Pläne für die Baufirma usw.

    Danke im vorraus
     
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