Architektenentwurf für DHH Grundriss

Diskutiere Architektenentwurf für DHH Grundriss im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo Forengemeinde, ich bin hier schon eine Weile am mitlesen und informieren, während unsere eigene Planung so langsam begonnen hat. Dabei habe...

  1. bobmig

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    Hallo Forengemeinde,
    ich bin hier schon eine Weile am mitlesen und informieren, während unsere eigene Planung so langsam begonnen hat. Dabei habe ich viele wertvolle Informationen gesammelt - da aber unser Projekt jetzt konkret wird (Bodengutachten spricht für ein unproblematisches Grundstück, Architekt scheint zu uns zu passen und die Vorschläge liegen erstmal im Rahmen unserer Möglichkeiten) bitte ich Sie um konstruktive Kritik an unserem Bauvorhaben.

    In den vergangenen sechs Wochen hat sich dieser Grundriss als Zwischenstand entwickelt und würde soweit ziemlich gut zu unseren Anforderungen passen. Wenn wir noch etwas ändern möchten, wäre aber jetzt der richtige Zeitpunkt.
    Die Fragen an das Forum lautet daher folgendermassen:
    Wo sehen Sie Stärken und Schwächen dieser Planung?
    Welche Kompromisse sind in dem Grundriss enthalten?

    Zur Erläuterung:
    Ein Keller ist nicht geplant, Abstellmöglichkeiten in dem "Außengebäude" (Frage nach Garagengenehmigung noch nicht abschliessend geklärt) und im Dachgeschoß = 2.OG
    Dach als Satteldach, Neigung zwischen 30 und 45 Grad, DG per "Haupttreppe" erschlossen.
    Im EG wollten wir ein Arbeitszimmer haben, das bei einem noch angedachten 3. Kind als Elternschlafzimmer umfunktioniert werden könnte, daher auch Duschbad.
    Küche - Essen- Wohnen soll (halb)offen gestaltet sein. Außerdem ausreichend großer Eingangsbereich.
    Im OG 2 Kinderzimmer, Elterschlafzimmer, Bad und Waschraum.
    Im DG (noch kein Grundriss verfügbar) Abstellraum, Hobbyraum, evtl zusätzliches Zimmer, Heizung

    Die Ausrichtung ist Gartenseite SSO, lange Seite WSW, Eingangsseite NNW und DHH-Wand ONO.

    Unser weiteres Augenmerk war auf einer kosteneffizienten Bauweise, was der Architekt von den Voraussetzungen für gegeben hält:
    keine Erker, Vorsprünge, Balkone, aufwendigen Treppenkonstruktionen
    dafür klarer recheckiger Grundriss, durchgehende Wände, keine komplexe Deckenkonstruktion notwendig, Dach liegt auf OG auf hat keine große Spannweite.

    Über die Länge von 10,5m werden wir sicher nochmal diskutieren, da kommen wir evtl mit etwas weniger hin...

    Soweit erstmal vielen Dank für die Ausdauer beim Lesen!
    Wie oben erwähnt sind neben konstruktiver Kritik auch persönliche Meinungen gewünscht.
    Viele Grüße
    Bobmig
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 8. Juni 2010
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    Ist unter der Treppe im EG wenigstens noch ein bischen Stauraum für
    Lebensmittel, Staubsauger, ... ?
     
  4. #3 papabaut, 8. Juni 2010
    papabaut

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    Hallo Bobmig,

    nur ganz kurz:
    14qm Flur im OG ist viel "verschwendeter" Platz. Auch mit der Treppe.
    Ich mag keine Treppen im Wohnzimmer. Der Mief, Wärme und Lärm ziehen hoch in die Schlafebene.
    Die Badewanne ist zu kurz. Lieber eine ordentliche Wanne im OG und eine Dusche im EG.
    14qm für das Schlafzimmer ist eng. Passen da die Möbel rein?
    Die Heizung im Dachgeschoß über dem Schlafzimmer ist umstritten. Eine Heizung macht immer Geräusche. Und die könnte man im Schlafzimmer noch hören.

    Helge
     
  5. #4 Skeptiker, 8. Juni 2010
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    - Die Lage des Schlafzimmers unmittelbar neben der lauten Hauptverkehrstrasse des Hauses (Eingang, Treppe) und dem ebenfalls lauten Intensivarbeitsplatz Küche verspricht anhaltende zukünftige Konflikte. Diese lassen sich durch baulichen Schallschutz (Wände, Türen) aber in den Griff bekommen.

    - Konflikträchtig ist ebenso der fehlende Windfang ("Tür zu, es zieht!").

    - Die momentane Grundrissanordnung würde bei entsprechender Optimierung der Türbreiten und Bewegungsflächen bei nur geringem Aufwand ein rollstuhlgerechtes EG ermöglichen. Dies wäre jedoch momentan nicht separat nutzbar, weil OG und DG nicht unabhängig betreten werden können. Man sollte einfach bedenken, dass während der zu erwartenden Nutzungszeit die Kinder nur einen Bruchteil im Hauses wohnen werden und dann eine Teil-Vermietung interessant sein könnte. Zusammen mit der Windfangproblematik gibt es dafür vielleicht eine einfache Lösung?

    - Im Wohnraum scheinen mir Stellflächen für jegliche analoge oder semianaloge Medien oder andere Hobbys zu fehlen.
     
  6. bobmig

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    Erstmal vielen Dank für das Feedback, das eingegangen ist.
    @Reihenhausmax: Die 3 Schränke in der Küche an der Innenwand sollen mit 60er Tiefe deckenhoch sein und damit Lebensmittel und ein bisschen übriges komplett aufnehmen können. Weiterhin ist unter der Treppe das als Abstellplatz gedacht für Staubsauger und so. Kinderfahrzeuge und Gartenmöbel kämen nach außen.

    @papabaut: Wir würden auch gerne im OG den Flur noch etwas schmaler machen - das vergrößert dann Bad und Waschraum etwas. Bei gerade Treppe und Durchgangsplatz ist das etwas eingeschränkt. Das gehört für uns zu dem Kompromiss "Wir wollen Tageslicht in treppe und Flur haben. Damit könnte auhc die Badewanne etwas größer werden. Da wir aber nur sonntags manchmal baden und hauptsächlich duschen (und da eine schöne Dusche mehr hermacht als ein Vorhang in der Badewanne), würden wir das im Zweifelsfall akzeptieren.
    Das 14qm Schlafzimmer (wie im EG) würde mit den gezeichneten 3m Schrank, 2x2m Bett und Nachttischchen ausreichen.
    Die Heizung sollte dann im DG oberhalb Bad und Waschraum liegen (danke für den Hinweis).
    Die TReppe im EG startet bei der Haustür, nicht im Wohnzimmer, daher sollte das nicht problematisch werden?


    @skeptiker: Das Schlafzimmer unten wäre erstmal Arbeitszimmer - auch da macht der Schallschutz Sinn, werden wir beachten.
    Zum Windfang haben wir uns auch Gedanken gemacht - der Durchgang in den Wohn-Essbereich könnte eine Tür bekommen. Alternativ hatten wir überlegt, den Eingang nach vorne versetzt zu machen (also auf 2m Breite das Haus etwas länger zu machen), da dann Windfang und dahinter erst beginnen lassen - der Architekt sagte aber, daß das kostentechnisch einiges ausmacht.
    Weitere Überlegung war, die Arbeitszimmertür an der Wohnzimmerwand zu positionieren. Dann wäre der Windfang mit Eingang Gäste-WC und Treppenabsatz da und dann eine Tür an der Treppe. Nachteile: es fehlt der Abstellplatz unter der Treppe, weniger Licht im Flur hinter der Windfangtür, die Nähe von Arbeits(-Schlaf)zimmer und Duschbad geht verloren.
    Würden Sie einen der Vorschläge bevorzugen oder haben noch einen weiteren?
    Das Thema behindertengerecht werden wir prüfen (Kosten-Nutzen) - aber zwei separate Wohnungen bringen uns zu dem Punkt, daß wir 3 Stellplätze ausweisen müssten. Nach Bebauungsplan dürfen die nur auf dem Baufenster bzw neben dem Baufenster und nicht im vorgartenbereich liegen. Da 14m Länge nicht reichen, müssen 2 nebeneinander - und bei 5m Grenzabstand wird das auch eng also müsste das Haus schmaler werden. Daher hatten wir diesen Gedanken verworfen.
    Im Wohnraum kam uns der Gedanke, zum Essbereich eine "halbe Wand" also mit Durchgang / Doppeltür einzuziehen, das könnte helfen. Andererseits könnten wir Terrassentüren/Fenster anders anordnen und damit etwas Platz gewinnen.

    Soweit erstmal vielen Dank für das gute Feedback, da sind schon ein paar neue Gedanken und Anregungen für unseren nächsten Planungstermin hängen geblieben.

    Viele Grüße
    Bobmig
     
  7. #6 Baufuchs, 8. Juni 2010
    Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Ich weiss zwar nicht, wie das in/um Bodenheim gehandhabt wird, aber die hiesigen Versorger legen ihre Anschlüsse (Wasseruhr/Panzerkasten Strom/Gasuhr) nur in den Keller -oder falls nicht vorhanden- in frostfreie Räume im Erdgeschoss.

    Dabei ist erstaunlich, wieviel Platz die für sich beanspruchen.

    Wo sollen die Anschlüsse bei dieser Planung untergebracht werden?
     
  8. bobmig

    bobmig

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    Der Architekt sagte, daß die Hausanschlüsse nicht unbedingt einen eigenen Raum brauchen sondern z.B. unter die Treppe könnten oder noch in das EG-Bad gehen könnten (Platzbedarf wäre ca. 1m breit, 60cm tief). Mit entsprechender Begründung könnte sowas auch in den Waschraum OG gelegt werden. Wäre erstmal abzuklären, wie groß deren Bedarf genau ist. Damit wäre das für uns beantwortet, danke für den Hinweis.
     
  9. ManfredH

    ManfredH Gast

    Die Begründung für Hausanschlüsse im OG würde mich mal interessieren.

    Und auch, ob die Anschlußleitungen dann schon im EG ins Haus gehen und innen hochgeführt werden sollen, oder ob die aussen (an der Wand ?) hoch- und dann im OG ins Haus geführt werden.
     
  10. mls

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    sofern überhaupt vorschriftenkonform installiert werden kann, werden
    die handwerker ihre ob des gigantischen platzangebots aufgeschlagenen
    knöchel sicher mit stolz und freude vor sich hertragen und dieses
    bereits in der angebotserstellung berücksichtigen ;)
    ähnlich wird´s dann bei statischen ärgerlichkeiten laufen... nein, nicht ähnlich:
    da beginnt der spass sicher erst mit den notwendigen nachträgen :cool:

    bauen ist mehr als grundrissplanen ..
     
  11. bobmig

    bobmig

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    OK, Sie haben mich überzeugt. Ich werde diesen Punkt nochmal nachfragen - nochmal bei dem Architekten und auch beim Versorger. In der Hoffnung, daß ich als Laie bei denen eine hilfreiche Auskunft erfragen kann.
    Verstehe ich Sie richtig, daß statische Schwierigkeiten bereits jetzt absehbar sind?

    Mal eine ganz blöde Frage: aus meiner Sicht befinden wir uns derzeit in der Leistungsphase 3 und planen am Grundriss (ja es ist mehr als Grundrissplanen) mit einem Partner, der wohl zumindest statische Grundlagen beherrschen sollte. Wann ist der richtige Zeitpunkt, daß er einen Entwurf zur Prüfung/Beratung an einen Statiker übergibt? Oder sollte der Statiker jetzt schon mit am Tisch sitzen?
    Die Bauweise steht übrigens noch nicht fest, ist doch in dem Zusammenhang wichtig. Da sind wir offen für den besten Kompromiss aus den verschiedenen Anforderungen die wir haben.

    Erfreulicherweise hat das Bodengutachten keine ernsthaften Schwierigkeiten ergeben. Da werden wir das Grundstück jetzt kaufen.

    Ein bald sehr viel ärmerer
    bobmig
     
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  13. mls

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    ja.
    der muss genauso bei leistungsphase 1 anfangen, wie alle anderen.
    nebenbei soll es manche dieser spezies geben, die rechtzeitig warnend
    die hand heben ;)
    das ist allerdings in zeiten von "scheiss auf anamnese und diagnose - wir
    machen sofort die therapie, egal welche, hauptsache kohle"
    auch
    nicht mehr selbstverständlich.

    ich hab einerseits verständnis für jeden architekten, der dem
    "durchschnittsbauherrn" nicht von anfang an baugrundgutachter, tragwerksplaner
    und ein mindestmass an ordnung beim planen aufnötigt - weil beliebt
    macht man sich damit nicht. andererseits summieren sich dann u.u.
    probleme, die man später meint, nicht mehr sooo elegant umschiffen
    zu können... und manche probleme eskalieren...
     
  14. bobmig

    bobmig

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    Danke für den Hinweis. Ich werde das für den nächsten Termin ansprechen.
    Baugrundgutachten ist gemacht. Ist Statiker und Tragwerksplaner eine Person?
    Wenn wir schon dabei sind - gehören dann jetzt noch weitere Personen / Funktionen mit an den Tisch?

    Dann erstmal ein schönes Wochenende!
     
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Architektenentwurf für DHH Grundriss

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