Architektenhonorar - zu hoch?

Diskutiere Architektenhonorar - zu hoch? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo, unser Architkt hat uns ein Pauschalhonorar angeboten, basierend auf Honorarzone III: Baukostenausgangsbetrag 300000€ (KG 300 + 400) ->...

  1. FirstHouse

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    Hallo,

    unser Architkt hat uns ein Pauschalhonorar angeboten, basierend auf Honorarzone III:
    Baukostenausgangsbetrag 300000€ (KG 300 + 400) -> Honorar 45000€ (inkl. Sonderfachleute für Tragwerkplanung, Technische Ausrüstung, Vermessungsleistung); er macht auch Bauleitung etc.
    Ist das Honorar so i.O.? Wenn nicht. was wäre angemessen?
    P.S. sind in der KG 300-400 die Kosten der Aussenanlage enthalten?

    FirstHouse
     
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  3. FirstHouse

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    Ach ja, das Honorar bezieht sich auf Halbsatz
     
  4. FirstHouse

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    ... und, die Sonderfachleute werden vom Architekten vergütet (nicht unwichtig)
     
  5. FirstHouse

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    Dann gleich noch ne Frage:
    Wenn das Haus nach KFW Standard (mind. 60 und evtl. 40, je nachdem was letzteres mehr kostet) gebaut werden soll, gehört das auch in den Architektenvertrag?
     
  6. acensai

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    Ein wirklich guter Architekt ist ein Spezialist, der nicht billig sein kann! ABER: 45.000 Euro sind m.E. zu hoch. So ca. 10 % Honorar sollten bei dieser Bausumme von 300.000 Euro schon O.K. sein - d.h. 30.000 Euro Architektenhonorar bis max. 35.000 Euro sollte m.E. passen ... hängt aber natürlich von der Komplexität des Bauvorhabens ab!

    Wenn schon Pauschalhonorar, dann würd' ich unbedingt eine Erfolgsvergütung reinverhandeln (Kostenrahmen einhalten, Einsparung von x % etc. etc.).

    Mit meiner neuen Architektin werd' ich nächste Woche einen Stundensatz vereinbaren. Das erscheint mir -für UNSER Bauvorhaben- sinnvoller! Ich wehre mich gegen die Pauschalhonorare weil ich selbst -in einer anderen Branche- teilweise schlechte Erfahrungen damit gemacht hab':

    Mal ein Beispiel: Wenn der Grundriss / Hausplan sehr einfach ist (kein Erker, keine Gauben etc.) und keine freitragenden Elemente (und kein betonierter Balkon) eingeplant werden, dann brauch ich keinen Tragwerksplaner! Das muss dann der Architekt berechnen können (und das konnte meiner nicht - und deswegen ist er jetzt auch nicht mehr mein Architekt!). Wofür dann soviel Geld für einen Tragwerksplaner ausgeben? Bei einem 4-eckigen Haus in Kubus-Form kann ich ja die Tragwerksplanung fast schon übernehmen!

    Weist Du, ICH will beim Grundriss wissen und abschätzen können, was mich ungefähr wieviel kosten wird. Und dann werden die Spezialisten beauftragt! Da uns ein betonierter Balkon die Summe xxx nicht wert ist, wird darauf verzichtet! Da wir eine KWL mit WRG wollen, werden wir einen sehr guten Lüftungsbauer und die enstspr. Planung benötigen (die nicht billig sein wird!).

    Ganz persönlich gesprochen: Mir ist es wichtig, dass der Architekt nicht nur schöne Bilder malen kann, sondern möglichst viel Ahnung von Bauteilen, Wärmebrücken, Konstruktion und der technischen Seite hat! Wenn er dies nicht vorweisen kann, dann führt diese Person m.E. eher zu Problemen als dass er Dir ein -im Kostenrahmen optimal gebautes Haus- garantieren kann! Deswegen kann es evtl. auch sinnvoll sein, einen Architekten als "Zeichner" auszuwählen UND dann später einen anderen Architekten für die Bauausführung zu ernennen. (Zumindest wollen wir es so machen!)

    Ich würd' auch unbedingt den max. Primärenergieverbrauch oder "Baustandard" (KFW xxx) irgendwie in den Architektenvertrag aufnehmen!

    ... bin aber kein Spezialist!
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 30. November 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Das Architektenhonorar HZ III Mittelsatz liegt bei 300.000 brutto für LP 1-8 bei rd. 39.000 € ohne Nebenkosten. Bleiben 6.000 für HT, Statik und Vermessung.
    Reden wir über netto sinds 33.000 € für den Architekten. Blieben 12.000 für HT, Statik und Vermessung.
    WOb das alles angemessen ist oder nicht, läßt sich mit den paar Angaben nicht beurteilen!!!!!
    Wie ist der Grundriss (jaja, ich weiß - gaaaaanz simpel), was für Technik ist installiert, wie ist die Gründung, die Dachkonstruktion, welche Anforderungen gibts, wie ist die Umgebung usw.....
    Den Architekten eine Aufschlüsselung der Honorarzonenermittlung, der anrechenbaren Kosten und der Einzelhonorare machen lassen.
    Ggf für kleines Geld ein Honorargutachten in Auftrag geben.

    @ acensai
    Vergiss die 10 %, nachgerade dann, wenn Sonderfachleute im Betrag eingerechnet sind.
    Es gibt HOAI-Tabellen, die allein sagen, was Tango ist.

    MfG
     
  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    vollständig und erschöpfend beantworten kann man die frage aus der
    ferne sowieso nicht, aber um -vielleicht- ein gespür zu bekommen:
    nur die leistungsphase 1 des twp aufdröseln lassen (das ist auch ohne
    auftrag nicht zuviel verlangt, für die erfüllung dieser lph würde es hier ca.
    500 euro geben) .. wenn dann sprüche kommen a la brauche mer ned - dann
    is alles klar...
     
  9. JoSeb

    JoSeb

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    und den brauchst doch!! bin mal gespannt wie "Deine" neue Architektin die prüffähige Statik macht und die dazugehörige Nachweisberechtigung vorlegt!
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    in bayern muss keiner.
    in bayern darf jeder .. :p
    dumm gelaufen, wenn´s kracht...
     
  11. Ortwin

    Ortwin

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    Meine Fresse!

    45.000 Euro für die Planung eines popeligen EFH!
    Jetzt erst wird mir bewusst, wie viel Geld ich bei unserem Neubau durch die Durchführung der kompletten Planung in Eigenregie an Kosten gespart habe. Muss das nachher unbedingt meiner Frau erzählen, was ich Teufelskerl doch eigentlich wert bin, in der Hoffnung, dass mein Weihnachtsgeschenk vielleicht etwas größer ausfällt *träum*.

    Wenn ich Architekt wäre, würde ich pro Jahr genau 3 solcher Projekte durchziehen, nicht mehr. Würde mir nicht zuletzt aufgrund meiner bescheidenen Lebensführung reichen, auch nach Abzug von Vorsteuer, Bürokosten und Steuer. *weiterträum*

    Schönes Wochenende, Ortwin
     
  12. Bauwahn

    Bauwahn

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    Haha, wenn Dir geschätzt 20..30T€ netto im Jahr bei 3 Projekten nach Abzug aller Kosten im Jahr reichen...
    ich weiss nicht, wieviele Projekte dieser Art ein einelner Archi im Jahr stemmen kann, aber ich schätze mal, mehr als 5 dürften es kaum sein.

    Thomas
     
  13. #12 VolkerKugel (†), 30. November 2007
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    VolkerKugel (†)

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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Und ...

    ... in einem Jahr ist so ein Projekt auch nicht durchgezogen.
    Mit Planungs- + Genehmigungs- + Ausführungsphase werden da leicht 1 1/2 bis 2 draus (außer beim Fäddischhaus natürlich) :konfusius .

    @Ortwin: :respekt :respekt
     
  14. gandalf_x

    gandalf_x

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    der war gut,..

    :winken
    aber wahrscheinlich ernst gemeint, oder?
     
  15. Baufuchs

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    Mir

    fehlt noch einer der schreibt, dass das Honorar ja durch höhere Qualität/günstigere BU-Preise etc. wieder eingespart wird.:)
     
  16. Bauwahn

    Bauwahn

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    Volker: Das kann man ja umrechnen: 8 Projekte gleichzeitig mit einer Laufzeit von jeweils ca. 20 Monaten entspricht dann z.B. 4,8 Projekten im Jahr.
    Was ist denn eine realistische Zahl?
     
  17. Niederbayer

    Niederbayer

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    Mir kann man ja viel erzählen, aber bei einem EFH in der Größenordnung ca. 300000, 40000 einzusparen durch günstigere Preise einzusparen- das glaube ich nicht. Vielleicht klappt das ja woanders aber hier im tiefsten Bayern mit Sicherheit nicht. Das währen pro m³ 50 Euro - überlegt doch mal.
     
  18. Bauwahn

    Bauwahn

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    Du kannst aber auf einen Teil der Kosten gar nicht verzichten.
    Auch ein BT oder GÜ muss mindestens eine Genehmigungsplanung und (sollte) eine Statik haben. Und wen lässt er das bezahlen? Richtig: den Bauherren.

    Aber auf "Schnickschnack" wie Bodengutachten, Ausführungsplanung, Bauüberwachung oder Haustechnikplanung können die dann oft verzichten. Mit den hier im Forum häufig anzutreffenden Ergebnissen: Wasser im Keller, undichte Gebäudehülle, erhöhter Energieverbrauch (merkt ja oft auch keiner weil ihm der Vergleich fehlt).

    Also: ein Teil sind Sowieso-Kosten, ein Teil geht in Kosteneinsparungen und ein Teil geht in die Qualität. Auf die beiden letzten Teile kannst Du natürlich verzichten.

    Gruß

    Thomas
     
  19. #18 Christian St, 30. November 2007
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    Christian St

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    ja, die Gebührentabellen

    erzeugen manchmal komische Auswüchse.
    Da fragt man die Kosten füt ne Gebäudeabsteckung beim Vermessungsingenieurbüro an; und als erstes wird die Frage nach der Bausumme gestellt. Hallo???
    Ob ich ne Garage 10 x 12 m bauen will oder ne 6-geschossige Bude spielt doch für die Arbeit ansich keine Rolle.
    4 Pinne innen Boden kloppen und gut is.
    Das Gleiche bei Feineinmessung, Sockelabnahme, Abstandsflächen.
    Vieleicht möcht ich ja 16m freigespannte Decken haben, oder nen Bodenaufbau von 28cm, oder drei Aufzüge drin, oder ne Tiefgarage.
    Dass dies alles das Honorar beeinflussen soll für o.a. Arbeiten erschliesst sich mit leider Gottes nicht.
    Aber nur nen Beispiel.
    Gruss Christian
     
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  21. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Darauf

    verzichten die guten GÜ/GU auch nicht.

    Und natürlich werden die Kosten vom Bauherren getragen.
    Dank angestellter Architekten sind die jedoch wesentlich niedriger.
    Und die beliebte Schwarzmalerei "wird alles über Pfusch wieder hereingeholt" stimmt so auch nicht. Nach kurzer Zeit erledigt sich ein Pfuscher selbst.
    Seit 1987 als GÜ am Markt kriege ich neue Bauherren fast ausschließlich über Empfehlungen.
    Übrigens schreiben hier auch genügend Bauherren, die mit eigenem Architekt bauen, bei denen es trotzdem in die Hose geht. Anteilig natürlich weniger,entsprechend dem Marktanteil der Architektenhäuser.
     
  22. Bauwahn

    Bauwahn

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    Ne, die Welt ist nicht schwarz-weiss. Mindestens grau und manchmal sogar bunt.

    Ich möchte ja nicht bestreiten dass es auch GÜ gibt, die in Planung und Qualität investieren. Aber es gibt genügend Billigheimer, die's nicht tun. Ich schrieb ja auch "oft" und nicht "meistens" oder "immer".
    Und wer mit einer fertigen Bude vom BT zufrieden ist, kann auch glücklich werden. Als Mieter ist man ja auch nicht automatisch unglücklich, ausser natürlich man liest die Magazine der Bausparkassen.
    Und es gibt natürlich auch Schnarchnasen von Architekten.

    Ich hoffe ja, dass Deine angestellten Archis auch ohne gesetzliche Vorgabe einen Mindestlohn oberhalb desjenigen für Gebäudereiniger bekommen.
    So mancher abgehender Architekturstudent durfte auch schon für lau arbeiten.

    Thomas
     
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