Architektensuche - Wie vorgehen?

Diskutiere Architektensuche - Wie vorgehen? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Liebe Experten und Bauherren, wir sind nun stolze Besitzer eines Grundstücks mit Haus und wollen nächstes Jahr mit dem An-, Um- und Neubau...

  1. #1 WirWollenBauen, 6. September 2015
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    Liebe Experten und Bauherren,

    wir sind nun stolze Besitzer eines Grundstücks mit Haus und wollen nächstes Jahr mit dem An-, Um- und Neubau beginnen. Hierzu müssen wir nicht nur, sondern wollen auch ganz ausdrücklich einen Architekten beauftragen. Wir haben auch schon einen Architekten, den wir mehr oder weniger gut kennen, ins Auge gefasst aber dennoch ist uns nicht wohl beim Gedanken, bei einer solch außerordentlich wichtigen Entscheidung den einen zu nehmen den wir zufällig kennen.

    Selbst bei wesentlich unbedeutenderen Entscheidungen bzw. Käufen gehen wir schon recht sorgfältig vor und vergleichen Preise, Leistungen, Tests und Rezensionen und beim Architekten würden wir nun gern auch zwischen mehreren auswählen können aber wie setzen wir das praktisch um ohne große Kosten zu verursachen und vor allem ohne die "guten" Architekten zu vergraulen?

    Ist es legitim einige Architekten anzuschreiben oder aufzusuchen um mit ihnen zu besprechen was man bereits hat (alte Haus) und was man gern daraus machen möchte und sich dann eine Grobzeichnung plus Kostenschätzung geben bzw. zuschicken zu lassen? Würde das schon was kosten und wenn ja wie viel? In anderen Branchen ist es ja eher üblich, dass solche Angebote nichts kosten aber wie ist das bei Architekten?

    Selbst wenn eine kostenlose (oder kostengünstige) Grobzeichnung und Kostenschätzung illusorisch wäre, ist zumindest ein kostenloses Erstgespräch möglich in dem man schauen kann ob man überhaupt miteinander zurecht kommt?

    Wie läuft das in der Praxis? Wie viel kostenlose Erstberatung ist einem guten Architekten zuzumuten? Wie haben andere Bauherren hier ihren Architekten gewählt? Was sagen die anwesenden Architekten?

    Vielen lieben Dank

    Manuela
     
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  3. jodler2014

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    Kaufmann(Beruf ) oder Kauffrau ( Manuela ) ?

    2 Baustellen -Gespräche sollten schon im Preis enthalten sein ....

    Und am Ende zählt der erste Eindruck.. Auftreten oder das Bauchgefühl !

    Und nicht vergessen ,dass sich der Architekt seine Kunden auch aussuchen kann !
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 7. September 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Kostenlos? Ja
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    Was so ein Vorentwurf kostet, hängt an diversen Faktoren und ist so nicht zu beantworten.

    Ein erstes Gespräch zum Kennenlernen sollte immer kostenlos sein, das aber bei der Terminvereinbarung abklären.
     
  5. #4 WirWollenBauen, 7. September 2015
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    Das hilft uns doch schon mal weiter.

    Das mit dem Wunsch nur einen Architekten bezahlen zu wollen - eben den für den man sich letztendlich entscheidet - klingt hoffentlich nicht geizig. Wir wollen nur nicht gleich zu Beginn mit 500 Euro Scheinen um uns werfen. Grobzeichnung und grobe Kostenschätzung ist also nicht für umsonst zu haben. Ein Erstgespräch zum Kennenlernen aber sehr wohl.

    Kann ich im Rahmen dieses kostenlosen Erstgesprächs tatsächlich wie Jodler2014 schreibt auf einen Vor-Ort Termin hoffen? Das wäre natürlich super?

    Bezüglich Architektenwahl haben wir bereits Projekte von regionalen Architekten angeschaut und wir haben im Bekanntenkreis herum gefragt wer welchen Architekten hatte und wie zufrieden sie waren. Das hat schon einmal einen ersten Überblick verschafft.

    Nun sollten wir einfach Gespräche mit 2-3 Architekten führen und uns entscheiden oder gibt es noch andere Tipps?

    Herzlichen Dank
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 7. September 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Ob man einen Vo-Ort-Termin macht und ob der für ein Erstgespräch überhaupt nötig ist, ist eher naja.

    1) kann man vor Ort ja nicht 2 - 3 Stunden zusammensitzen, wenn Ihr oder der Kollege nicht mit dem Wohnmobil/-wagen anreist. Da ist Büro dann doch gemütlicher und wettersicherer.
    2) Brauchts bei vielen Grundstücken fürs erste Gespräch diesen Termin auch nicht.
    3) Kann der Kollege/die Kollegin ja vielleicht auch unabhängig dort vorbeifahren.
    4) Kann man für ein Erstgespräch ja auch mit Bildern arbeiten.

    Ganz klar ist natürlich, dass man/frau sich das Grundstück ansehen muss, bevor es dann in die Planung geht!

    Oder meint Ihr mit Vor-Ort einen Termin bei Euich zu Hause? Da würde ich sagen, dass kann man nicht erwarten im Sinne von Selbstverständlichkeit, aber danach fragen sollte legitim sein.
     
  7. kike

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    Ein wenig kommt es auch darauf an, wie "lukrativ" Euer Projekt für einen Architekten sein kann. Bei einem Umbau von 30TE wird der Umfang der ("kostenlosen") Aquise deutlich geringer sein, als bei einem Um/Neubau für 500TE.

    Ich würde eine Reihe von Informationen (Lageplan, Plan+Bilder Bestandsobjekt, gewünschtes Raumprogramm, Kostenrahmen etc.) zusammenstellen und die Architekten, die Du wohl bereits grob vorausgewählt hast wegen eines Gesprächs kontaktieren. Denen, die ein Gespräch führen wollen würde ich vorab o.a. Informationen zukommen lassen. Nach den Erstgesprächen sollten nach Deiner Auswahl zwei "übrig" bleiben.

    Wir hatten dann zweien jeweils einen Betrag X ausgelobt, damit ein Grobkonzept ausgearbeitet werden konnte und uns danach dann für das passendere entschieden. Würde ich wieder so machen.
     
  8. #7 WirWollenBauen, 7. September 2015
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    Wir wohnen in dem Haus an welches an-, um- und neu gebaut werden soll, da wäre ein Vor-Ort Termin von unserer Seite her kein Problem. Man könnte sich alles anschauen und sich falls erforderlich natürlich auch ins Wohnzimmer setzten. Wir haben aber auch schon viele Bilder gemacht die wir mit zum Architekten nehmen würden falls dieser darauf besteht das Erstgespräch bei sich im Büro zu machen.

    Das momentane Haus hat eine Grundfläche von 12 x 7 m. Die untere Etage ist Massiv gebaut - dort wohnt meine Mutter. Die obere Etage ist ein altes Holzständer Fertigteilhaus mit 10 cm Außenwänden - dort wohnen wir. Dach ist nicht ausgebaut und durch Dachbinder auch nicht ausbaubar.

    Sicher sind wir, dass die obere Etage abgerissen werden soll. Zuvor sollen aber L-förmig 40 m² an die bestehende massive untere Etage angebaut werden. Auf diese L-förmige untere Etage soll dann unsere Etage neu gebaut werden und wenn möglich eine Wohnküche mit Essbereich, Bad, 3 Kinderzimmer und ein Schlafzimmer enthalten. Wir hoffen das wir das auf die 120 bis 130 m² unter bekommen aber das ist dann ein Fall für den Architekten, wobei wir uns natürlich auch schon Gedanken gemacht haben und auf unseren Grundrissen (Sweet Home 3D) sieht auch alles ganz schick aus aber natürlich lassen wir uns sehr gern vom Architekten für andere Varianten begeistern. Selbst der L-förmige Anbau steht zur Diskussion wenn der Architekt bessere Vorschläge hätte (z.B. anstatt L-förmig eine rechteckige Variante mit 12x11 m oder so zu machen).
     
  9. #8 WirWollenBauen, 7. September 2015
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    @kike: Das klingt auch sehr vernünftig, Danke für den Hinweis. Darf man fragen welchen Betrag X ihr für das Grobkonzept angeboten habt? Gern auch per PN. Unsere erhoffte Bausumme liegt zwischen Deinen Beispielen von 30T und 500T Euro. Wir hoffen, dass wir mit maximal 200T Euro hinkommen, Grundstück gehört schon uns und Anschlüsse (Strom, Telefon, Wasser usw.) sind schon vorhanden.
     
  10. #9 WirWollenBauen, 22. Januar 2016
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    Hallo,

    zunächst einmal möchte ich mich für die hilfreichen Tipps bedanken und über den Stand der Dinge berichten. Vielleicht nutzt/interessiert es ja jemanden der in einer ähnlichen Situation ist. Wir haben also im November über die Gelben Seiten aber auch über die Architektenkammer eine Liste mit Architekten hier in der Umgebung erstellt. Diese haben wir dann per eMail angeschrieben, ganz kurz das Bauvorhaben beschrieben und erst einmal ganz grob angefragt ob überhaupt Interesse bestünde. Von 20 Architekten haben fast alle genatwortet, manche hatten gerade einen zu vollen Tisch, andere planen keine EFH aber immerhin 9 hatten Interesse. Diesen 9 Architekten habe ich eine Mappe geschickt mit einer Liegenschaftskarte, Plänen, Fotos und Beschreibung des Ist-Zustands und einer Beschreibung und groben Plänen dessen was wir wollen. Im Anschreiben haben wir um ein kostenloses Erstgespräch hier vor Ort gebeten, diesem Wunsch kamen 5 Architekten nach.

    Alle Architekten haben einen sehr unterschiedlichen Eindruck auf uns gemacht. Nur ein Architekt (den wir dann auch gewählt haben) hat sehr aufmerksam zugehört und sich das Grundstück mit seinen Möglichkeiten und den Altbau in Ruhe angeschaut. Man hatte das Gefühl, dass er die gesamte Situation und unsere Bedürfnisse in sich aufnahm und dann überraschte er mit einer völlig neuen Idee und begründete diese auch. Obwohl wir uns schon recht lange mit dem Thema beschäftigten, hatten wir diese Idee nicht auf dem Schirm aber sie scheint nahezu optimal zu sein. Das alles geschah wohlgemerkt beim Erstgespräch. Ein anderer Architekten zeigte nur seine Referenzen und zwei Andere haben nur ganz allgemeine Dinge erzählt weit weg von irgendeiner groben Idee. Eine Architektin hat uns dazu geraden den bestehenden Bestand einfach ein wenig zu sanieren und das obwohl wir extra darauf hingewiesen hatten, dass es sich um ein mit Schadstoffen belastetes DDR Fertigteilhaus handelt aus dem wir unbedingt raus wollen.

    Nun hatte ich gestern das erste Treffen beim Architekten und wir sind den Vertrag durchgegangen (wir vereinbarten erst einmal nur Lph 1 bis 4). Haben dabei auch schon das eine oder andere besprochen. Ich hoffe jemand hat bis hierhin gelesen denn ich habe noch zwei Fragen:

    1. Eher beiläufig erwähnte der Architekt, dass er alles per Hand zeichnet - da war ich erst einmal überrascht. Ist das irgendein Problem oder völlig OK? Gehe ich recht in der Annahme, dass das Zeichnen von Hand nichts über seine Qualität als Architekt aussagt?
    2. Der Architekt hat mir empfohlen für die Haustechnik einen externen Fachplaner (er hätte da einen) zu beauftragen. Das klingt natürlich erst einmal sinnvoll ist aber natürlich auch mit zusätzlichen Kosten verbunden. Wir legen sehr viel Wert auf einfache, solide Haustechnik also alles so überschaubar wie möglich - braucht man dazu einen Fachplaner oder reichen da Gespräche und Angebote von den entsprechenden Fachfirmen?

    Vielen Dank
     
  11. Thomas B

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    Mit dieser Annahme liegst Du goldrichtig!

    Bei kleinen Objekten (EFH & Co.) kann dies häufig auch ein guter Sanitär/ Heizungsbetrieb machen. Extern ist natürlich wertneutraler. Manchmal aber -so meine Erfahrung- gerade bei kleinen Objekten etwas übertrieben. Muss man abwägen.
     
  12. karo1170

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    Ob man einen Fachplaner "braucht", hängt von der einzusetzenden Haustechnik ab. Ein durchgängiges Konzept auf Basis eines Variantenvergleiches der unterschiedlichen Möglichkeiten zu erstellen, ist aber besonders im Bereich Heizung/Lüftung/Warmwasser für die meisten Fach-Unternehmen schon recht hoch gegriffen. Die Mehrkosten für eine Planung relativieren sich wieder, wenn man mit dem Konzept und einer halbwegs passenden Funktionalbeschreibung dazu sich vergleichbare Angebote und Preise bei den Handwerkern einholen kann.
     
  13. Anda2012

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    Handzeichner: ich mag die! ( ich beneide die) Die können nämlich auch oft auf der Baustelle schnell ne Skizze für nen Handwerker machen, die dann auch lesbar ist. Nicht dass das ein CAD zeichnender nicht könnte, aber der Handzeichner ist geübter. Aber welche Qualität der Archi hat, darüber sagts tatsächlich nichts aus.

    Aus welchem Grund will er den externen Fachplaner? Ich würde da mit einem klaren Jein antworten. Wenn der gut drauf ist, kann er Dir auch ein schlüssiges Konzept erstellen. Über welche Kosten würd man an dieser Stelle dnn reden?

    Übrigens danke für die Rückmeldung, ist immer wieder schön, wenn man mitbekommt, wie es weitergegangen ist.
     
  14. blaumiau

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    Eine echt gute Frage !
     
  15. Frau Maier

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    blaumiau, früher nannte man so was TOFU. Muss man gleich den ganzen Mist quoten um nur einen Satz zu schreiben? Das ist sehr schlechter Stil, vor allem für einen Designer... :motz
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 6. Februar 2016
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    Nix Designer. Der Beitrag war nur einer, um in mehreren Beiträgen einen linkdropper eines SEO zu verstecken. Klappt hier aber nicht :p
     
  17. #16 WirWollenBauen, 25. Mai 2016
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    Hallo liebe Experten,

    bei uns gibt es einige Neuigkeiten:

    Zum Thema Fachplanung Haustechnik haben wir über unseren Architekten ein Angebot vom Fachplaner (die beiden arbeiten oft zusammen) über 6000 Euro erhalten und empfinden dies als sehr hoch. Dementsprechend wollen wir keinen Fachplaner für die Haustechnik in Anspruch nehmen aber wie gehen wir nun vor? Unser Architekt reagierte schon ein wenig verschnupft auf unsere Entscheidung und meinte das wäre nun alles unsere Angelegenheit. Nun bin ich natürlich ein wenig besorgt ob und wenn ja wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Handwerksbetrieb, Architekt und uns gelingen kann.

    Unser Plan ist der, dass uns ein befreundeter "Techniker für Versorgungstechnik" bei der Zusammenstellen des Bedarfs hilft und wir uns dann damit 3-4 Angebote von regionalen Firmen für Heizung & Sanitär zukommen lassen. Hier versuchen wir dann wieder mit Hilfe des befreundeten Technikers das "beste" Angebot zu wählen und unser Architekt arbeitet dann mit dieser Firma zusammen. Funktioniert das so? Wie läuft so was ab wenn eben kein Fachplaner beauftragt werden soll? Unsere Anforderungen an Technik und Ausstattung bewegen sich im absoluten Standard, keine Sonderwünsche oder dergleichen sondern nur das was wir benötigen um die EnEV 2016 zu erfüllen (Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Solarthermie so gut wie sicher / Wohnraumlüftung noch unklar).


    Zum Thema Grundriss die Frage ob man diese hier (in einem neuen Thema) zur Diskussion stellen kann oder ist das eher unerwünscht?


    Vielen herzlichen Dank
     
  18. saxum66

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    Wenn ihr die HLS-Arbeiten von eurem Techniker begleiten lasst, ist das völlig okay und auch ausreichend. Dass euer Architekt sauer reagiert ist völlig daneben, er kann wohl nicht verstehen, dass 6.000 Euro viel Geld ist und ne Oma dafür ganz schön lange stricken muss. Im übrigen scheint er ja auch nicht unbedingt der Hellste zu sein, wenn er für ein Standardhäuschen einen Fachplaner einsetzen will, andere (bessere) Architekten machen diese Arbeiten mit.
     
  19. #18 Skeptiker, 25. Mai 2016
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    Architekten lernen nicht Haustechnik zu dimensionieren und planen. Diese Planung ist, auch wenn sie von einem Architekten nebenbei erledigt wird, im selben Maße honorarwürdig wie von einem Fachplaner. Gute Architekten lassen von Arbeiten, von denen sie keine Ahnung haben, die Finger, denn sie haften dafür. Auch für nicht in Rechnung gestellte Leistungen haften Architekten voll, ihre Haftpflichtversicherung aber nicht. Architekten, die TGA kostenlos und nebenher "mit planen", sind nicht "besser", sondern schlicht sehr leichtsinnig oder dumm.


    mit skeptischen Grüßen!
     
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  21. tillfisc

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    Ihr müsst dann halt dem Handwerker vertrauen, es wird keinen auf der Baustelle geben, der die Haustechnik-Firma kontrolliert.

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  22. #20 WirWollenBauen, 26. Mai 2016
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    Mir ist natürlich klar, dass der Architekt in aller Regel nicht die Haustechnik plant und wenn er sie doch plant ihm dafür auch ein Honorar zusteht. Darum ging es aber nicht. Unser Architekt plant sie auf gar keinen Fall und der Fachplaner ist uns mit 6000 Euro einfach zu teuer. Anmerkung an tillfisc: In den 6000 Euro ist nur die reine Planung und Zeichnung enthalten, keine Spur von Bauüberwachung, Endkontrolle und so weiter. Allein für die Berechnung der Heizlast wurden 360 Euro Netto veranschlagt. Das geht dann immer so weiter bis zu den 6000 Euro Brutto.

    Meine Frage ist eher ob man das überhaupt ohne Fachplaner hinbekommt und worauf man dabei achten sollte? Auch frage ich mich ob Architekt und HLS Firma schon während der Planung zusammen arbeiten? Muss der Architekt beim Planen des Gebäudes nicht Platz für Technik, Verteiler, Rohre, Kabel, Durchbrüche und so weiter vorsehen? Spricht er sich da mit der HLS Firma ab oder sind solche Dinge weitgehend standardisiert? Oder wird einfach erst einmal nur das Haus geplant und gebaut und die HLS Firma kümmert sich dann um alles andere?

    Nehmen wir mal die Anschlussleitung für das Außengerät der Wärmepumpe. Da wir keinen Keller haben muss diese ja quasi durch die Bodenplatte geführt werden. Das kann man natürlich nicht machen wenn das Haus fertig ist sondern beim Erstellen der Bodenplatte. Spricht sich da der Architekt mit der HLS Firma ab oder wie läuft sowas?

    Herzlichen Dank ;-)
     
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