Argumente gegen Überdimensionierung trotz Warmwasser gesucht!

Diskutiere Argumente gegen Überdimensionierung trotz Warmwasser gesucht! im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Wir bauen gerade ein EFH, berechnete Heizlast (durch den Bauphysiker) knapp 12kW. Der Heizungsbauer plant Gasbrennwert+Solar (für...

  1. Fredl

    Fredl

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    Hallo!

    Wir bauen gerade ein EFH, berechnete Heizlast (durch den Bauphysiker) knapp 12kW.

    Der Heizungsbauer plant Gasbrennwert+Solar (für Wasser und Heizung), und möchte einen Kessel mit bis zu 19kW einbauen.

    Argument: 1.) Moduliert ja sowieso. 2.) Für Warmwasser im Winter wichtig.

    Ich hab hier schon rausgehört daß überdimensionieren anscheinend eine "Krankheit" der Heizungsbauer ist - die Frage ist:

    Mit welchen Argumenten kann man obiges widerlegen, welche Argumente kann gegen "für Warmwasser wichtig" bringen?

    Ich weiß ich bin der Auftraggeber und kann fordern was ich will, aber ich will ja auch sinnvoll argumentieren können!

    Danke & liebe Grüße
    Fredl
     
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  3. #2 Zuviel Zeit, 30. Juni 2008
    Zuviel Zeit

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    Eigentlich braucht man da fast keine Argumente... schließlich seid ihr doch die Auftraggeber!
    Ansonsten sagt dem HB das ihr an dem einen Tag im Winter, wo die maximale Heizleistung benötigt wird, ihr auch gerne bereit seid auf das dreimalige Baden zu verzichten...
    Ein Aufschlag für Warmwasserbereitung ist (spätestens) seit der Einführung der Nachtabsenkung völlig überflüssig!

    Ganz unabhängig von der anzuzweifeln Kompetenz des Heizungsbauers, solltet ihr dringend was an der Dämmung verbessern, denn 12kw für einen Neubau ist entweder ein halbes Schloss oder katastrophal schelcht gedämmt!

    Gruß
     
  4. Fredl

    Fredl

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    hmm wir haben 340m² bruttogeschossfläche, 25cm ziegel und 16cm dämmung...
     
  5. R.B.

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    Es gibt auch noch ein Leben jenseits der 100qm Hütten.

    Aber zurück zur Warmwasseraufbereitung.

    Rechnen wir mal 4 Personen, je 50 Liter, macht 200 Liter mit sagen wir mal 45°C. Kaltwasser mit 10°C, macht ein dT von 35K. Dafür braucht´s ca. 8kWh.
    Die 12kW würden in 40 Minuten die 200 Liter auf Solltemperatur bringen.

    Oder anders gesagt, man könnte alle 40 Minuten problemlos 2 Badewannen füllen.

    Abgesehen davon, wenn eine Gastherme eingesetzt werden soll, liefert die je nach Typ sowieso mehr Leistung für die WW Aufbereitung als für die Heizung.

    Man sollte einfach seinen Warmwasserbedarf abschätzen, dann weiß man schnell was notwendig ist.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Fredl

    Fredl

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    OK, aber wenn gleichzeitig draussen Auslegungstemperatur herrschen sollte, dann sind die 12kW ja schon "in Verwendung" für die Heizung, und fürs Warmwasser bleibt nix mehr über - oder missverstehe ich das?

    Vielen lieben Dank!!
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Glaubst Du wirklich, daß einen ganzen Tag Auslegungstemperatur herrscht? Da sind sicherlich noch ein paar Minuten Zeit für die WW Aufbereitung.

    Auch wenn in der Theorie bei Auslegungstemperatur die Heizung "durchlaufen" müsste, so kenne ich keinen Fall in der Praxis wo dies auftritt.

    Man kann die WW Aufbereitung auch auf einen "günstigen "Zeitpunkt legen und da den Speicher laden. Das muß ja nicht unbedingt am frühen Morgen sein wenn die max. Heizleistung benötigt wird.

    Ein intelligentes Konzept erfordert auch eine intelligente Betriebsweise. Dann klappt´s auch mit der WW Aufbereitung.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Fredl

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    Hmm, naja "Speicher" in dem Sinne gibts bei uns ja nicht. Das Ding ist mit Solar für Wasser und Heizung geplant und läuft über einen 2000 Liter Puffer. Und über den soll dann (so wie ich das verstanden habe) einerseits die Heizung und andererseits über ein Frischwassermodul das Warmwasser laufen...
     
  9. #8 Achim Kaiser, 30. Juni 2008
    Achim Kaiser

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    Da spielt der WW-Bedarf keine Rolle ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. R.B.

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    Das ändert nicht viel am Prinzip. Die Gastherme speist im oberen Teil des Puffers ein und das FW Modul bestimmt die mögliche Zapfleistung.
    Jetzt hängt´s vom Puffer ab (Schichtung), der aber auch weitestgehend die Problematik "Überdimensionierung" entschärft.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Fredl

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    @ Achim Kaiser:

    Warum spielt bei 2000L Puffer die WW-Bereitung keine Rolle?

    @ R.B:

    OK, das heisst durch den großen Puffer würden die 19kW (oder halt weniger, Modulation ist 4,8-19) in jedem Fall losgeworden werden?
    Also gibts in Wirklichkeit doch kein Überdimensionierungsproblem?

    Oder würdet Ihr in diesem Fall lieber ein Gerät 3,5-15kW nehmen wollen?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Warum kommen die wichtigen Infos immer erst zum Schluß..:fleen

    Gruß
    Ralf
     
  13. R.B.

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    Na, ist der 2000 Liter Puffer erst einmal geladen (egal ob mit 10kw, 15kW oder 19kW), dann kannst Du davon mehr als genug WW produzieren.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Fredl

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    OK, also ists jetzt anscheinend wirklich "fast" egal wieviel Leistung der Kessel bringt - je mehr desto schneller ist der Puffer geladen - oder?

    Aber wenn er dann geladen ist und sich langsam "endlädt" - wäre es da nicht praktisch einen kleinen Kessel zu haben der gezielt "nachlädt" und nicht volle Kanne reinfährt und zu takten beginnt beim nachladen?
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Alles eine Frage der Einstellung. Es wird ja nicht sofort nachgeladen wenn der Puffer um ein paar Zehntel fallen sollte. Mit entsprechender Hysterese nimmt der Puffer die Energie aber locker auf.
    Danach ist dann wieder Ruhe bis durch WW Verbrauch die Temperatur ausreichend gefallen ist.
    Wir sind also weit vom "Takten" entfernt, auch wenn die Kiste mit 20kW in den Puffer feuern würde.

    Gruß
    Ralf
     
  16. Fredl

    Fredl

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    OK, also anscheinend alles halb so schlimm.

    Was wäre Euch selber bei 3 Personen WW, knapp 12kW Heizlast lieber:

    4,6-19kW Kessel?
    3,5-15kW Kessel?

    (nebenbei wie gesagt 25m² Sonnenkollektoren)

    Vielen Dank, ich hoffe ich muss Euch jetzt nicht mehr nerven ;-)
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Mir wäre der Kleinere sympathischer.:D

    Gruß
    Ralf
     
  18. Fredl

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    ok, danke!!!
     
  19. #18 Achim Kaiser, 30. Juni 2008
    Achim Kaiser

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    Umschaltung zur Erwärmung des oberen Bereichs für die WW-Bereitung nicht vergessen ... sonst eiert sich der Kessel egal ob 13 oder 19 kW einen ab, wenn mal tatsächlich BW-Anforderung ansteht.

    Bei so ner Umschaltung kann man dann ganz gezioelt mit den *passenden* Wassermengen arbeiten z.B. Delta-T 20 Grad während der WW-Bereitung (heisst kleine, gedrosselte Wassermenge) bei Gerätevollast .. und ner deutlich geringeren Spreizung (durch größere Wassermenge) im Heizbetrieb.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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  21. Fredl

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    @ Achim Kaiser:

    Ok, habs zwar nicht genau verstanden was Du gemeint hast, aber danke ;-) Wie soll ich das genau nennen, damit ichs beim Heizungsbauer einfordern kann? (bzw. woran erkenne ich dann obs auch tatsächlich so ausgeführt worden ist?)

    Danke!
     
  22. #20 Achim Kaiser, 30. Juni 2008
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    Der 2000 l Puffer ist ein fetter Pott an dem sämtliche Gerätschaften rumdum entweder Energie reinschieben oder rausziehen.

    Innerhalb des Puffers arbeitet man normalerweise mit Temperaturzonen
    1. Oben heisser Bereich zur Trinkwasserbereitung
    2 Mitte Zone die die Heizungsanlage versorgt
    3 Unteren kalter Bereich in den die Solaranlage Energie abgibt, sofern nicht Warmwasseranforderung besteht.

    Bei den Speichergrößen gibts für die Solaranlage 2 Wärmetauscher (1 x im oberen Drittel, 1x unten) .... und den Kessel kann man ebenfalls so auf den Puffer entsprechend aufschalten.

    Wird nun Warmwasser benötig so wird nur das obere Drittel auf Temperatur gebracht. So sind nur ~500-600 l Pufferinhalt aufzuwärmen und nicht der ganze Pott.

    Es gibt dann nicht 2 m² lauwarme Brühe im Pott sondern z.B. 500 l *heiss* und 1500 l entsprechend dem Heizbedarf oder was die Solaranlage eben dann noch zu Heizzwecken in den kalten Speicherbereich liefert.

    Dazu braucht es in der Solaranlage und im Kesselanschluß jeweils ein Umschaltventil das die Wasserströme gezielt in den Puffer bzw. die Wärmetauscher schiebt.
    Gibts WW-Anforderung wird nur der obere Bereich erhitzt.
    Ist da genügend Temperatur vorhanden wird der restliche Bereich des Speichers genutzt, der dann auch ruhig mal 15, 20 oder 30 Grad kälter sein darf.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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